Carlos antwortete nicht, er starrte krampfhaft nach dem Grunde, er
glaubte, ein kleines Kind zu sehen.
Lange suchten sie, aber sie fanden kein Brüderchen.
Nicolás stand vor zwei zerschlagenen Straußeneiern, von plötzlicher
Melancholie befallen.
»Wir haben kein Glück«, sagte Carlos sehr niedergeschlagen, und sie
kehrten zu Pepito zurück.
Er schlief nicht mehr, er lag da mit großen offenen Augen, den Blick
ernst staunend zum Himmel gerichtet, und um ihn herum weideten Strauße,
Hirsche, Rinder und Pferde.
Carlos und Nicolás hoben ihn auf und ritten zum Puestero zurück.
Sie hatten beschlossen, es Miguelito wieder zurückzubringen, weil es
doch sein Brüderchen war.
Miguelito kauerte vor der Hütte, der Tausch hatte begonnen, ihn zu
reuen, auch hatte ihn Blanco in den Finger gebissen.
Er nahm Pepito in Empfang, Carlos hielt wieder seinen Hund im Arm ...
Kurz nachher kehrten der Vater und die Mutter zurück ...
Die Sonne ging unter, die Herden trieben heim nach ihren Hürden, unter
dem Ombú vor der Hütte saß der Gaucho Gonzales und sang laut ein
melancholisches Steppenlied.
Carlos und Nicolás schauten der Mutter zu, wie sie ihr Kind säugte.