Von Professor Hans Petersen.]

„Ich warb um ihn, wie um den Ring der Braut,

Ich warb auf Leben und auf Sterben.

O hätte mir das blöde Volk getraut!

Den Sieg erzwingen mußte solch ein Werben,

Den Sieg der Kampf, der sieben Jahre durch

Im Rat, zur See, im Schlachtfeld grollte,

Der Riesenkampf, der unsrer Hansa Burg

Bis zu den Sternen türmen sollte.

„Sie faßten’s nicht, es war für sie zu groß;

Sie zitterten, die Käufer und Verkäufer;

Da führten meine Feinde schlau den Stoß,

Verräter hieß ich, Wiedertäufer.

Sie rissen von den Stufen mich herab,

Sie saßen trotzig zu Gerichte,

Sie brachen über mich den weißen Stab,

Und mehr! -- Sie schrieben die Geschichte.

„Dreihundert Jahre sind’s, da sprang vom Schlag

Des Beils mein Blut in Strömen vom Schafotte.

Doch war ein Geist des Unheils seit dem Tag

Mit meiner Heimat Heer und Flotte --

Was Menschen bauten, wird des Windes Spiel,

Nur Gottes Ratschluß bleibt beständig;

Die Hansa sank, das alte Reich zerfiel,

Doch Deutschland steigt empor lebendig.

„Es geht ein heil’ger Sturm von Stadt zu Stadt,

Sie spüren’s all, erwacht aus schwerem Traume:

Deutschland ist eins, und jeder ist ein Blatt

Am riesengroßen Wunderbaume.

Schon grollt man jedem fremden Übermut,

Schon zürnt der Süden, ist der Norden frönig;

Hinweg denn mit dem knechtischen Tribut,

Dem Schoß an jenen Inselkönig!

„Frischauf, mein Volk, du großes Vaterland,

Treueinig, wie ich’s nimmer durfte schauen!

Vollführe du, was mir im Herzen stand,

Zu Masten laß des Forstes Tannen hauen!

Dein sei der Sund, der dich nach Westen weist,

Der Weg des Meeres dein, ein glorreich Lehen,

Mit Kugeln gib den Zoll! Es soll mein Geist

Am Steuer deines Heerschiffs stehen!“

Er fuhr empor: die beiden stießen an,

Die Schwerter klirrten und die grünen Becher,

Und hastig bis zur Neige stürzten dann

Den Wein hinab die seltnen Zecher.

Da dröhnt’ es eins von Sankt Marien Turm,

Die Kerze flackert und erlosch im Schalle,

Durch Pfort und Gitter braust’ es wie ein Sturm,

Und einsam stand ich in der Halle.

Mir graute nicht. Wohl hatt’ ich sie erkannt,

Die Heimgekehrten aus dem Reich der Gräber,

Die mächtigen Gestalten Hand in Hand,

Marx Meier, Jürgen Wullenweber.

Mein Herz schlug kühn, zur Hoffnung hoch erwacht,

Und durch des Herbstes Wind und Blättertreiben

Heimschritt ich froh, um noch in tiefer Nacht,

Was ich vernommen, aufzuschreiben.

Emanuel Geibel.

(Aus: „Geibel, Gesammelte Werke“. I. G. Cottasche Buchhandlung

Nachfolger, Stuttgart.)

[Illustration]

Schiffbau und Schiffahrt zur Hansezeit.

Die erste deutsche Seemacht, die Hanse, besaß eine Flotte, die für

jene Zeiten bedeutend war; im Frieden wie im Kriege hat sie eine Rolle

gespielt, an die wir mit Wehmut und Neid zurückdenken. Über den Umfang

und den Gesamtwert jener Flotte haben wir keine Nachrichten, keine,

auch nur für einen Zeitpunkt. Wohl werden uns bei Gelegenheit von

Rüstungen gegen gemeinsame Feinde einzelne Zahlen mitgeteilt, die für

die Größe der Bewertung nicht ganz wertlos sind. Über die Entstehung

der Kauffahrteiflotte, über den hansischen Schiffbau läßt uns das

reichliche Material der hansischen Geschichte im Stich, statistische

Angaben fehlen vollständig. Angaben über Verluste von Schiffen, über

Schiffsnamen, über Schiffsberaubungen, Strandungen und Ausrüstungen

kommen schon bedeutend häufiger vor.

[Illustration: Schiffbauwerkstätte im 17. Jahrhundert.]

Der Schiffbau war frühzeitig ein Gegenstand der polizeilich und

wirtschaftlich beschränkenden Fürsorge der Hansen. Jede an der

Schiffahrt beteiligte Stadt baute ihre Fahrzeuge selbst, und man hielt

strenge darauf, daß für Außenhansen keine Schiffe gebaut oder neue

Schiffe an sie verkauft wurden. Nicht immer beachtete man das Verbot

des Schiffbaues für Fremde; namentlich Danzig, das einen besonders

blühenden Schiffbau aufwies, kümmerte sich oftmals wenig darum.

Neben Danzig muß Lübeck genannt werden, in dessen Lastadienbüchern

-- Lastadien nannte man zur Hansezeit die Schiffbauwerkstätten --

seit 1560 eine genaue Aufstellung vorhanden ist. Andere bestimmte

Nachrichten über den Umfang der Reederei und des Schiffbaues in den

Hansestädten liegen nur in geringem Maße vor.

[Illustration: Schiffbauwerkstätte im 17. Jahrhundert.]

Die Schiffahrt hat in den Zeiten der Hanse mancherlei Gefahren und

Schwierigkeiten zu bestehen gehabt. Die Gestalt der Schiffe, die man

teils lang und schmal, teils kurz und tiefbauchig baute, war bis zum

12. Jahrhundert sogar so einfach, daß die Fahrzeuge ohne Deck mit nur

einem Mast fuhren, dessen einzige rechtwinklig sitzende Rahe ein Segel

trug, das erst nach der Abfahrt aufgerichtet wurde; als Steuer diente

ein bereits bewegliches Ruder, es konnte, je nachdem es erforderlich

war, links oder rechts eingesetzt werden. War der Wind ungünstig und

das Segeln unmöglich, so geschah die Fortbewegung des Schiffes durch

Ruder und lange Stangen. Ein Teil der Schiffsmannschaft mußte das

einströmende Wasser ausschöpfen. Nach dem 12. Jahrhundert erhielten die

Schiffe ein Verdeck, jedoch wurde es im Winter abgenommen. Auch stellte

man den Mast fester, verband das Steuerruder mit der Verlängerung

des Kielbalkens und legte beim Vorder- und Hintersteven Kastelle

an, das sind Aufbauten, die zur Verteidigung und beim Angriff als

Schutzwehr dienten. Das Verdeck zwischen den Steven wurde mit Planken

umsäumt, die in der Mitte einen Durchlaß hatten, der beim Ausladen und

Einladen gebraucht wurde. Der kurze Mastbaum trug einen Mastkorb aus

Weidenzweigen, die sogenannte Reibe, die erst in späterer Zeit aus

festem Holz hergestellt wurde. Über die Betakelung und die Segelführung

der Schiffe jener Zeit kann man sich schwer eine Vorstellung machen,

desgleichen über die Handhabung und die Fahrt. Da der Kompaß in

den nordischen Gewässern schwerlich in der zweiten Hälfte des 14.

Jahrhunderts angewendet wurde, hielt sich der Schiffer immer in der

Nähe der Küste auf. Chronometer und Log besaß er nicht, daher konnte er

nur abschätzen und nur bei gutem Wetter eine längere Fahrt übers Meer

unternehmen. Nicht zu unterschätzen ist die Geschwindigkeit, denn bei

günstigem Winde fuhr ein Segler damaliger Zeit mindestens so schnell

wie ein mittlerer Dampfer unserer Tage.

Am Abend, wenn die Dämmerung hereinbrach, wurde Anker geworfen, und

Teile der Mannschaft stiegen ans Land, um die Mahlzeit zu kochen. Die

erste Rolle spielte dabei die Grütze. An den Tagen, an denen nicht

gelandet wurde oder an denen man nicht landen konnte, gab es kaltes

Fleisch, Schinken, Brot, Butter, Räucherhering und dergleichen. Einen

besonderen Koch gab es nicht. Das Kochen ging die Reihe herum. Unter

dem Maste stand zugedeckt ein Gefäß Trinkwasser, aus dem man gemeinsam

trank, und Bier, das in einer Tonne aufbewahrt wurde. Wenn das Schiff

während der Nachtzeit am Ufer lag, verband eine Landungsbrücke Land

und Schiff. Wachtposten sorgten für die Sicherheit. Kam ein Sturm,

so suchte man, solange es möglich war, Schutz am Lande. Bei Fahrten

über das offene Meer, wenn die Sonne unter den Horizont gesunken war

und kein Küstenstrich sich mehr zeigte, richtete sich der Schiffsmann

nach dem Polarstern. Dieser war der Leitstern des Schiffers. Tage-, ja

wochenlang wartete man auf günstiges Wetter, auf einen klaren Himmel,

um sich nicht der Gefahr auszusetzen, ins Ungewisse hinauszusegeln.

Trat während der Fahrt schlechtes Wetter ein, so ließ der Schiffer wohl

Vögel auffliegen, die er mit an Bord genommen hatte und nach deren Flug

er sich richtete, da die fortfliegenden Vögel die Richtung nach dem

Lande angaben. Der Schiffbau der Hansen hat sich im Laufe der Zeit je

nach den Schwierigkeiten, die zu erfüllen waren, entwickelt. Die Größe

der Schiffe, ihre Seetüchtigkeit, ihre Stärke und Manövrierfähigkeit,

ihre Kriegsbrauchbarkeit, kurzum, Bau und Ausrüstung haben in den

Jahrhunderten ständig Veränderungen erfahren.

[Illustration: Lübeckische Kriegskogge aus dem fünfzehnten Jahrhundert.]

Aus der ältesten Zeit bis etwa in das 15. Jahrhundert hinein sind

keine Bilder erhalten, die über das Äußere Aufschluß geben. Wie auch

heute noch, so unterschied man damals nach Größe und Zweck vielfältige

Formen, für die mannigfache Namen erdacht wurden. Am verbreitetsten

war die Bezeichnung ‚Koggen‘. Aus festem Eichenholz erbaut, mit hohem

Borde, konnten sie dem wilden Sturme trotzen, und der bauchige Leib

bot großen Raum für Waren und Mannschaften. Hinter- und Vorderteil

waren abgerundet; die Segel befanden sich an zwei Masten. Die

Durchschnittsgröße der hansischen Schiffe betrug im 14. Jahrhundert

etwa hundert Tonnen und darunter, im 15. Jahrhundert mehr. An der

Grenze des Mittelalters nahm die Größe der Schiffe zu. Im nordischen

siebenjährigen Kriege (1563 bis 1570) bauten die Lübecker das

Kriegsschiff ‚Adler‘, das 1400 Tonnen faßte. Lübeck und Danzig besaßen

besonders große Schiffe.

Die Bezeichnung Tonne als Schiffsmaß stammt auch von den hansischen

Schiffen, die als Hauptartikel Bier und Wein beförderten. Es kam darauf

an, zu wissen, wieviel Tonnen, mit diesen Getränken gefüllt, ein Schiff

laden konnte.

[Illustration: Hamburgisches Kriegsschiff aus der Zeit der Hanse.]

Die Koggen dienten gleichmäßig für den Krieg und für den Frieden,

je nachdem es die Zeit erforderte. Jedoch waren die für den Krieg

bestimmten Schiffe noch besser ausgerüstet. Sie trugen am Vorder- und

Hinterdeck kastellartige Erhöhungen, von denen aus die Mannschaften

kämpften. In der Mitte des Schiffes befanden sich Wurfmaschinen; auch

aus den Mastkörben schleuderten die Schützen ihre Geschosse.

Im Kampfe drangen die Schiffe nahe aufeinander ein, die Enterbrücken

fielen; man zog unter Umständen das feindliche Schiff mit dem

Enterhaken heran, um so an Bord den Kampf zu Ende zu führen.

Die kleineren Schiffe jener Zeit, die sogenannten ‚Sniggen‘, waren

schmal, lang und offen gebaut, vergleichbar mit den heutzutage

gebräuchlichen Schuten; ein Mast trug die Segel zur Fortbewegung.

Nachdem das Pulver erfunden war und die Feuerwaffen sich ausbreiteten,

machten die Hansestädte in ihren Kriegen und bei der Ausrüstung ihrer

Schiffe sehr schnell Gebrauch davon. Als Kopenhagen im Jahre 1428

belagert wurde, feuerten zweihundert Büchsen gleichzeitig gegen die

Stadt.

Die Schiffahrt machte ständig Fortschritte, auch wurde man nach und

nach mit dem Meer vertrauter. Man hielt sich nicht mehr ängstlich an

den Küsten auf, sondern fuhr in freier Fahrt über das Meer; die Schiffe

wurden für diese langen Fahrten größer und reicher ausgestattet.

Auch die Kriegsschiffe, nach der damaligen holländischen Bezeichnung

‚Orlogschiffe‘ genannt, unterschieden sich jetzt viel mehr von den

Kauffahrteifahrzeugen. Bei den Kriegsschiffen baute man ein doppeltes

Deck ein, gab ihnen drei Masten und machte ihren Rumpf recht groß. So

faßte zum Beispiel das schwedische Admiralschiff in der Seeschlacht bei

Bornholm im Jahre 1564 siebenhundert Mann Besatzung.

Die Schiffe der Hanse besaßen kein gemeinsames Abzeichen, führten

auch keine einheitliche Flagge. Je nach den Städten war die Farbe

der Wimpel verschieden; bei den Hamburgern rot, bei den Lübeckern

weiß-rot, bei den Rigaern schwarz mit weißem Kreuz. In der Schlacht,

wo Erkennungszeichen notwendig waren, pflanzte man das Wappenschild

des Fürsten oder der Stadt auf den Schiffskastellen oder dem Mastkorbe

auf. An Bord der Schiffe herrschte strenge Ordnung. Auf der See war

alles dem Gebote des Kapitäns und der selbstgewählten Vertrauensmänner

untertan. Vor dem Auslauf in die See sprach man ein gemeinsames Gebet,

auch wurden die betreffenden Vorschriften eingeschärft. Vor dem

Einlaufen in den Hafen ermahnte man die Mannschaft, allen Groll über

erlittene Strafen und andere Vorfälle nicht mit ans Land zu nehmen. In

jener Zeit unterlag das Schiffswesen festen, geregelten Bestimmungen,

die fast bis ins kleinste eingriffen. Es stand nicht einmal frei, zu

jeder beliebigen Zeit in die See zu stoßen. Von Martini bis zum 22.

Februar sollte die Schiffahrt ruhen, so forderte ein im Jahre 1401

gefaßter und später mehrmals wiederholter Beschluß. Zu Kriegszeiten

durfte kein Schiff einzeln fahren und ferne Häfen aufsuchen. Aus allen

diesen Gebräuchen und Beschlüssen entstand allmählich das Seerecht.

Die am Mittelmeer liegenden Städte sind mit solchen Aufzeichnungen

vorangegangen. Auf diese Vorlage bauten sich das Wisbysche Seerecht

und das Hamburger Schiffsrecht auf, von denen gelehrte Bearbeitungen

aus den Jahren 1591 und 1641 bis in die neuere Zeit Geltung behalten

haben. Zur Orientierung auf dem Meere dienten auch damals dem Schiffer

Seebücher. Eines dieser Bücher, dessen Ursprung bis ins 14. Jahrhundert

zurückreicht, belehrte den hansischen Schiffsführer über Küsten

und Meere von der Gibraltarstraße bis an den Finnischen Meerbusen,

unterwies ihn über Gezeiten und Stromläufe, Häfen und Reeden, Klippen

und Bänke, und unterrichtete ihn über die Merkmale, die für eine

glückliche Landung zu beachten waren. Auch Angaben über Tiefe und

Beschaffenheit des Meeresgrundes waren nicht vergessen.

Seekarten, die der Mittelmeerfahrer seit dem 14. Jahrhundert besaß,

kamen für die nordischen Gewässer erst in der zweiten Hälfte des 16.

Jahrhunderts auf, und ihre Verwendung erleichterte dem Schiffsführer

sein schwieriges Amt.

[Illustration]

Der hansische Kaufmann.

Vor dem 12. und 13. Jahrhundert kann von einem hansischen Kaufmann

noch nicht gesprochen werden, denn erst in dieser Zeit trat er in die

Erscheinung. Es ist ein eigenartiges Merkmal des Mittelalters, daß

der einzelne Mensch unfreier, gebundener und der Gesamtheit weit mehr

untergeordnet war als heute. Ordnung und Zucht hielten das Ganze --

sei es Stadt oder Land -- viel schärfer zusammen. Der einzelne konnte

seiner Eigenart viel weniger nachgehen. Solchem Zwange unterlag auch

das Kaufmannsleben der Hansezeit. In Heimat und Fremde mußte er die

örtlichen Vorschriften beim Kauf und Verkauf der Waren beachten.

In den ausländischen Kontoren in Nowgorod, Bergen, London lebte er

in strenger, enger Tischgesellschaft mit seinen Genossen. Bei der

Meerfahrt unterstand der Kaufmann der Gerichtsbarkeit des Admirals,

und trotzdem war er in Heimat und Fremde ein freigeborener Mann.

Gerade die persönliche Freiheit bildete die eigentliche Vorbedingung

für das unbehelligte Wandern der Kaufleute. Mancher Kaufherr hatte im

Mittelalter aus kleinen Anfängen sein Handlungshaus zur Höhe gebracht.

Sein Wohlstand begründete den seines Geschlechtes, und in großartiger

Wohltätigkeit schuf der Kaufmann Stiftungen für die Heimat, die seinen

Namen bis in unsere Zeit rühmend nennen.

Wie war der Lebenslauf eines Kaufmanns in der hansischen Zeit?

Sein Eintritt in das Leben, die Taufe und die ersten Kinderjahre

verliefen kaum anders als bei sonstigen Sterblichen. Und wenn der

neue Erdenbürger seinen ersten Schrei tat, nahmen daran nicht nur die

Hausgenossen teil, sondern auch Verwandtschaft und Bekanntschaft. Die

freudige Nachricht brachte die mit einem Blumenstrauß geschmückte Magd

den Verwandten und befreundeten Nachbarn, und gern stellten sich die

Freundinnen ein, um Mutter und Kind zu sehen und sich selbst bei gutem

Mahle und gutem Trunk zum Wohle von Mutter und Kind zu stärken.

In jener Zeit hat vielfach die Obrigkeit durch Verordnungen

eingegriffen, um die Gelage zu bekämpfen, aber mit wenig Erfolg. Die

Taufe geschah nach den Vorschriften der Kirche bald nach der Geburt;

meistens erfolgte sie schon am zweiten oder dritten Tag. Vielfach war

auch die Taufe mit Festlichkeiten verbunden, die allerlei Aufwand

aufwiesen, daher hatten manche Stadtobrigkeiten durch Verordnungen die

Schmausereien und das Übermaß der Patengeschenke einschränken wollen.

Es half aber wenig. Lieber zahlte man die Buße, die auf der Übertretung

der Verordnung stand, und ließ alles beim alten. Nicht allemal

verliefen die Tauffestlichkeiten friedlich; oft genug trennten sich die

erhitzten Gemüter in Hader und Zwist.

[Illustration: Handelsbetrieb im fünfzehnten Jahrhundert.

Deutsche Flagge, sei gegrüsst! Friedens- und Kriegsfahrten der Hanse, Kriegs- und Friedenstaten der deutschen Marine · 第 9 / 97 题