+Nach dem Eintritt des Todes+ wird die Leiche mit Salzwasser gewaschen.
Mit diesem Abwaschwasser tränkt man später das Vieh, damit es gut
gedeihe. Nach dem Waschen wird die Leiche ins Freie geschafft, falls
dies nicht schon vorher geschehen sein sollte. Der Weg wird dabei aber
nicht durch die übliche Eingangstür genommen, sondern an einer anderen
Stelle nach Aufheben der Zeltwand oder durch die Fensteröffnung. Im
Freien erfolgt dann die Aufbahrung der Leiche. Gleichzeitig stimmen
die Weiber Klagelieder an, die je nach dem Geschlecht des Verstorbenen
verschieden ausfallen und eines poetischen Schwunges nicht entbehren.
Neben die aufgebahrte Leiche setzen die Stammesgenossen Speisen und
Getränke, die später von ihnen verzehrt werden. Bei dieser Totenfeier
kommt es vielfach zu wüsten Orgien (siehe die Kunstbeilage).
[Illustration:
Phot. Hauser y Menet, Madrid.