Nach einem Gemälde von H. Larwin.]

+Nach dem Eintritt des Todes+ wird die Leiche mit Salzwasser gewaschen.

Mit diesem Abwaschwasser tränkt man später das Vieh, damit es gut

gedeihe. Nach dem Waschen wird die Leiche ins Freie geschafft, falls

dies nicht schon vorher geschehen sein sollte. Der Weg wird dabei aber

nicht durch die übliche Eingangstür genommen, sondern an einer anderen

Stelle nach Aufheben der Zeltwand oder durch die Fensteröffnung. Im

Freien erfolgt dann die Aufbahrung der Leiche. Gleichzeitig stimmen

die Weiber Klagelieder an, die je nach dem Geschlecht des Verstorbenen

verschieden ausfallen und eines poetischen Schwunges nicht entbehren.

Neben die aufgebahrte Leiche setzen die Stammesgenossen Speisen und

Getränke, die später von ihnen verzehrt werden. Bei dieser Totenfeier

kommt es vielfach zu wüsten Orgien (siehe die Kunstbeilage).

[Illustration:

Phot. Hauser y Menet, Madrid.

Die Sitten der Völker, Dritter Band Liebe, Ehe, Heirat, Geburt, Religion, Aberglaube, Lebensgewohnheiten, Kultureigentümlichkeiten, Tod und Bestattung bei allen Völkern der Erde · 第 200 / 203 题