Nach dreitägiger Aufbahrung wird der Tote außerhalb der Ansiedlung
+beerdigt+. Sobald das Grab zugeworfen ist, häufen die Frauen alle von
dem Verschiedenen benutzten Sachen um den Grabhügel auf und verbrennen
dieselben; anderenfalls würde die Seele des Toten wiederkehren, um
dessen Verwandte zu quälen und sein Eigentum von ihnen zurückzufordern.
Außerdem soll das Feuer die Seele bei ihrer Wanderung durch kalte
Gegenden ins Totenreich erwärmen. Ehe nicht das Fleisch von den Knochen
abgefault ist, kann die irrende Seele dieses nicht finden. Auf dem
Wege dorthin, der recht beschwerlich und gefährlich ist, muß sie unter
anderem an sieben Bergen vorbeiziehen, die miteinander streiten,
gegen eine den Weg verteidigende Schlange ankämpfen und gegen einen
eisigen, schneidenden Wind marschieren. Um die Lebenden gegen den etwa
zurückkehrenden Geist zu schützen, umgab man früher das Grab noch mit
Dornen.
[Illustration:
Phot. _Dr._ Buschan.