Abb. 476. Baskischer Ochsenkarren (San Sebastian).]

Nach dreitägiger Aufbahrung wird der Tote außerhalb der Ansiedlung

+beerdigt+. Sobald das Grab zugeworfen ist, häufen die Frauen alle von

dem Verschiedenen benutzten Sachen um den Grabhügel auf und verbrennen

dieselben; anderenfalls würde die Seele des Toten wiederkehren, um

dessen Verwandte zu quälen und sein Eigentum von ihnen zurückzufordern.

Außerdem soll das Feuer die Seele bei ihrer Wanderung durch kalte

Gegenden ins Totenreich erwärmen. Ehe nicht das Fleisch von den Knochen

abgefault ist, kann die irrende Seele dieses nicht finden. Auf dem

Wege dorthin, der recht beschwerlich und gefährlich ist, muß sie unter

anderem an sieben Bergen vorbeiziehen, die miteinander streiten,

gegen eine den Weg verteidigende Schlange ankämpfen und gegen einen

eisigen, schneidenden Wind marschieren. Um die Lebenden gegen den etwa

zurückkehrenden Geist zu schützen, umgab man früher das Grab noch mit

Dornen.

[Illustration:

Phot. _Dr._ Buschan.

Die Sitten der Völker, Dritter Band Liebe, Ehe, Heirat, Geburt, Religion, Aberglaube, Lebensgewohnheiten, Kultureigentümlichkeiten, Tod und Bestattung bei allen Völkern der Erde · 第 201 / 203 题