Abb. 251. Bauchmassage bei den Ashluslayindianern.]

Die +Art und Weise der Bestattung+ ist ganz verschieden. Vielfach

zwängt man den Verstorbenen in einen engen Behälter und vertraut diesen

der Erde an, meistens auf einem allgemeinen Begräbnisplatz außerhalb

des Dorfes. Auch ein Kanu, das dem Toten gehört hat, ist als Sarg

üblich. Ein Chiriguanomann, der von einem Jaguar getötet wurde, wird

mit dem Kopf nach unten begraben, damit er nicht als Jaguar umgehe. Die

Beisetzung erfolgt häufig auch in der eigenen Hütte des Verstorbenen,

die man dann aber verläßt. Befindet sich die Grabstätte außerhalb des

Hauses, so wird über ihr noch häufig ein niedriges Dach errichtet,

unter das man in der ersten Zeit immer noch Nahrungsmittel für den

Toten zu stellen pflegt. Die Carayá graben die Leiche nach einiger Zeit

aus, sammeln die Knochen und setzen sie in einer Urne von neuem bei.

Hier werden der überlebenden Ehehälfte nach Ablauf der Trauerzeit auch

wieder die Kniebänder angelegt zum Zeichen, daß nunmehr zu einer neuen

Ehe geschritten werden darf.

Die Sitten der Völker, Dritter Band Liebe, Ehe, Heirat, Geburt, Religion, Aberglaube, Lebensgewohnheiten, Kultureigentümlichkeiten, Tod und Bestattung bei allen Völkern der Erde · 第 123 / 203 题