Die +Art und Weise der Bestattung+ ist ganz verschieden. Vielfach
zwängt man den Verstorbenen in einen engen Behälter und vertraut diesen
der Erde an, meistens auf einem allgemeinen Begräbnisplatz außerhalb
des Dorfes. Auch ein Kanu, das dem Toten gehört hat, ist als Sarg
üblich. Ein Chiriguanomann, der von einem Jaguar getötet wurde, wird
mit dem Kopf nach unten begraben, damit er nicht als Jaguar umgehe. Die
Beisetzung erfolgt häufig auch in der eigenen Hütte des Verstorbenen,
die man dann aber verläßt. Befindet sich die Grabstätte außerhalb des
Hauses, so wird über ihr noch häufig ein niedriges Dach errichtet,
unter das man in der ersten Zeit immer noch Nahrungsmittel für den
Toten zu stellen pflegt. Die Carayá graben die Leiche nach einiger Zeit
aus, sammeln die Knochen und setzen sie in einer Urne von neuem bei.
Hier werden der überlebenden Ehehälfte nach Ablauf der Trauerzeit auch
wieder die Kniebänder angelegt zum Zeichen, daß nunmehr zu einer neuen
Ehe geschritten werden darf.