Abb. 154. Eine Schneewohnung der Eskimo zur Winterszeit.]

Die +Eskimo bewohnen+ heute die südlichen Teile der Ostküste und

die ganze Westküste von Grönland, das nördliche Labrador, die

südlichen Inseln des Archipels, die ganze Nord- und Nordwestküste

von der Hudsonbai an bis nach Südalaska, die nördlichen Inseln der

Beringstraße und das Kap Tschukotskoj auf dem asiatischen Festlande.

Sie führen ein +umherschweifendes+ Dasein längs der Meeresküsten, da

sich ihre Hauptbeschäftigung auf Jagd und Fischfang beschränkt. +Im

Sommer+ hausen sie daher in +Zelten+ (Abb. 153), die aus Seehund- oder

Renntierfellen zusammengenäht sind und durch Ruder oder gewöhnliche

Stangen gestützt werden; ein größeres, aus Seehunddarm hergestelltes

Stück Zeug dient als Türverschluß. +Im Winter+ dagegen beziehen sie

+feste Wohnungen+, die sie sich im Erdboden aushöhlen und mit Moos oder

Erde über einem aus Holz- oder Walfischrippengerüst hergestellten Dach

bedecken, oder Schneehäuser (Abb. 154). Ein kurzer, niedriger Gang,

in dem man sich meistens nur kriechend fortbewegen kann, führt nach

dem einzigen Innenraum, an dessen Wänden sich eine hölzerne Pritsche

als Schlafgelegenheit für die ganze Familie hinzieht. In diesen

Gebäuden leben Männer, Frauen und Kinder verschiedener Familien dicht

zusammengedrängt; in ihnen werden Menschen geboren, werden Menschen

krank und sterben Menschen; aus ihnen trägt man sie auch zu Grabe.

[Illustration:

Aus: Transactions Department of Archaeology University of

Pennsylvania.

Die Sitten der Völker, Dritter Band Liebe, Ehe, Heirat, Geburt, Religion, Aberglaube, Lebensgewohnheiten, Kultureigentümlichkeiten, Tod und Bestattung bei allen Völkern der Erde · 第 97 / 203 题