(vorige. zadi.)
zadi (hat unterdessen alles besorgt. Er bringt einen Korb mit Feigen
und zwei Flaschen). Nun, hier hast du alles!
quecksilber. Bruder, ich danke dir! (Umarmt ihn.) Ich kann dir
unterdessen nichts dafür geben, als hier dieses silberne
Schnupftüchel, was mir von meinem Reichtum noch
übriggeblieben ist. (Zieht eines aus der Rocktasche; gibt Linda
den Korb.) Das nimmst du; und die Flaschen bhalt ich. So,
und wenns gelingt: Viktoria in Schwabenland.
zadi. Aber was machst du denn damit?
quecksilber. Das geht dich nichts an. Ich hab einen guten
Freund, und der muß mir eine Nasen bekommen, daß
man sie mit der Elle ausmessen kann. Adieu!
zadi. Du bist ein närrischer Kerl, leb wohl. (Ab in die Hütte.)
quecksilber. Linderl, jetzt fahr ab. Ich werd gleich
nachkommen. Miteinander dürfen wir nicht fort, damit
uns niemand sieht.
linda. Verlaß dich nur auf mich. Ein gscheits Madel setzt
alles durch. (Ab.)
quecksilber (allein). Ah, jetzt ist mir wieder leicht. Es geht
halt nichts über die Hoffnung. Jetzt bin ich so froh, daß
ich alle Menschen könnt beim Kopf nehmen und könnt
s küssen. Diese Welt ist halt das Beste auf dieser Welt.
(Arie.)
In der Welt
Ists recht schön,
Glauben Sies mir!
Man tanzt einen Langaus durchs Leben dahin
Bewahrt man sich immer den lustigen Sinn:
Glauben Sies mir!
Und die Weiber
Sind schon brav,
Glauben Sies mir!
Und zwingt auch der Ehstand die Freiheit ins Joch,
Die Weiber versüßen das Leben uns doch.
Glauben Sies mir!
Und die Männer,
s passiert auch,
Glauben Sies mir!
Bleiben S brav, meine Damen, beim untreuen Blick,
Dann sehn wirs erst ein und kehrn selber zurück.
Glauben Sies mir!
Und mein Herz
Ist so voll,
Glauben Sies mir!
Es klopft etwas drinnen, es möcht gern heraus,
Und gäb Ihnen gern seinen Dank mit nach Haus.
Glauben Sies mir!
Glauben Sies mir!