(Verwandlung. Indische Gegend. Auf einer Seite ein Feigenbaum, auf
der andern eine praktikable Quelle. Im Hintergrund eine Strohhütte.)
quecksilber (sitzt auf dem Feigenbaum, sieht überall herum und
steigt herab). Dem Himmel sei Dank, es kommt niemand
nach. Jetzt steh ich frisch! Jetzt hab ich kein Horn,
keinen Stab, keinen Gürtel, und s Stubenmädel ist auch
beim Kukkuck. Mir bleibt nichts als das schöne
Bewußtsein, daß ich ein Esel war und hab mich anführen
lassen. Aber gloffen bin ich wie ein Windspiel. Hingegen,
wie ich aussehe, das ist schrecklich! Meine Füß sind
totenblaß und einen Hunger hab ich, daß ich die
Goldborten auf meiner Weste aufessen möcht. Ich geh
grad über den Feigenbaum, in fünf Minuten ist keine
einzige mehr oben. (Er steigt hinauf.) Ach, jetzt wollen wir
dem Hunger die Feigen zeigen. (Er ißt!) Prächtig!
Herrlich! Klassisch! (Er pflückt einige ab und steigt herab.
Seine Nase hat sich um vieles vergrößert, so daß sie noch ganz
proportioniert bleibt und nicht zur Karikatur wird. Er ißt noch
eine Weile fort; dann). Ich weiß nicht, mich blendet immer
was vor die Augen. (Greift an die Nase.) Was ist denn das?
Ich hab eine völlige Pfundnase? Oh, ich unglückseliger
Mensch, was wird mir noch alles geschehen? Auf die
Letzt komm ich auf dieser Insel um meine Gschenk und
muß noch mit einer langen Nasen auch abziehen. Diese
Nasen! Wenn ich da die Strauchen bekomm, das wird
eine Todskrankheit. Wenn ich mich nur sehen könnt!
Jetzt sollt ich halt in der Spiegelgassen sein. Ist denn
niemand hier? He! (Klopft an die Hütte.)