16. szene

(Verwandlung. Indische Gegend. Auf einer Seite ein Feigenbaum, auf

der andern eine praktikable Quelle. Im Hintergrund eine Strohhütte.)

quecksilber (sitzt auf dem Feigenbaum, sieht überall herum und

steigt herab). Dem Himmel sei Dank, es kommt niemand

nach. Jetzt steh’ ich frisch! Jetzt hab’ ich kein Horn,

keinen Stab, keinen Gürtel, und ’s Stubenmädel ist auch

beim Kukkuck. Mir bleibt nichts als das schöne

Bewußtsein, daß ich ein Esel war und hab’ mich anführen

lassen. Aber g’loffen bin ich wie ein Windspiel. Hingegen,

wie ich aussehe, das ist schrecklich! Meine Füߒ sind

totenblaß und einen Hunger hab’ ich, daß ich die

Goldborten auf meiner Weste aufessen möcht’. Ich geh’

g’rad über den Feigenbaum, in fünf Minuten ist keine

einzige mehr oben. (Er steigt hinauf.) Ach, jetzt wollen wir

dem Hunger die Feigen zeigen. (Er ißt!) Prächtig!

Herrlich! Klassisch! (Er pflückt einige ab und steigt herab.

Seine Nase hat sich um vieles vergrößert, so daß sie noch ganz

proportioniert bleibt und nicht zur Karikatur wird. Er ißt noch

eine Weile fort; dann). Ich weiß nicht, mich blendet immer

was vor die Augen. (Greift an die Nase.) Was ist denn das?

Ich hab’ eine völlige Pfundnase? Oh, ich unglückseliger

Mensch, was wird mir noch alles geschehen? Auf die

Letzt komm’ ich auf dieser Insel um meine G’schenk’ und

muß noch mit einer langen Nasen auch abziehen. Diese

Nasen! Wenn ich da die Strauchen bekomm’, das wird

eine Todskrankheit. Wenn ich mich nur sehen könnt’!

Jetzt sollt’ ich halt in der Spiegelgassen sein. Ist denn

niemand hier? He! (Klopft an die Hütte.)

Der Barometermacher auf der Zauberinsel · 第 38 / 49 题