15. szene

(vorige. tutu.)

tutu (in einer Art von Schlafrock, eine große bunte Laterne in der

Hand). Was macht’s denn da bei der Nacht für ein

Revolter? Nicht einmal ausruh’n kann man sich

ordentlich.

zoraide. Papa! Freuen Sie sich mit mir.

tutu. Über was soll ich mich denn freuen? Ich weiß ja von

nichts.

zoraide. Ich habe dem Fremden seine Zaubergaben

abgelockt, und nun hat er nichts mehr, alle sind in meiner

Hand. Er selbst ist entflohen. Zum Fenster hinaus.

tutu. Das sein G’schichten! Aber warum sagt mir denn

niemand etwas davon?

zoraide. Wann soll man denn Ihnen etwas sagen? Alle drei

Wochen werden S’ einmal munter, hernach setzen Sie

sich zum Essen und nach dem Essen legen Sie sich wieder

nieder.

tutu. Ein jeder Mensch hat seine Passion, ich bin halt am

lustigsten, wenn ich schlaf’.

zoraide. Niemand wird diese Nacht mehr schlafen. Ein großes

Freudenfest wird zubereitet, welches morgen den ganzen

Tag nicht enden soll. Gedichte auf die Größe meines

Verstandes müssen auf allen Straßen ausgestreut werden.

Freude muß diese Insel beleben! So freuen Sie sich doch

auch ein wenig mit Ihrem kanavassenen Schlafrock.

TUTU. Nu, wann ich mich nicht freu’, so weiß ich’s auch

nicht. Vor Freuden tut mir schon ordentlich der Magen

weh.

zoraide. Ich gehe jetzt, mich umzukleiden, Triumph, es ist

gelungen! Durch diesen Sieg werde ich um zehn Jahre

jünger. (Eilt ab.)

tutu. Und ich werd’ alle Augenblick’ älter. Jetzt richt’s alles

zum Fest her. Im chinesischen Lusthaus wird g’speist; auf

einhundertundfünfzig Personen. Und meine roßhaarenen

Polster nicht vergessen. Nach Tisch wird großer Ball;

wenn ich vielleicht einschlummern sollte, so wird der

Menuett mit dem Paukenschlag gemacht. Meiner Tochter

zu Ehren die Fopp-Deutschen. Mit Stiefel und Spor’n

wird nicht getanzt. Auch bittet man, keine Hunde

mitzunehmen.

(Alle ab.)

Der Barometermacher auf der Zauberinsel · 第 37 / 49 题