(linda, aus dem Palast. vorige.)
linda. Prinzessin, Sie sollen hinaufgehen, daß Ihnen die
Nachtluft nicht schadt. (Beiseite.) Wenn ich ihm nur einen
Wink geben könnt. Er ist ein recht hübscher Mensch.
zoraide. Was? (Beiseite.) Erwünschte Gelegenheit! (Laut.) Wie
kann Sie sich unterstehen, in diesem mir so herrlichen
Augenblicke vor meine Augen zu kommen? Sie kecke
Person! Diese Mißgestalt wagt es, drängt sich zwischen
mir und meine herrlichsten Phantasien.
linda. Aber, Hoheit!--
quecksilber. So sinds doch vernünftig, was hat sie Ihnen
denn getan?
zoraide. Halten Sies Maul!--Sie will noch widersprechen?
Sie erkühnt sich noch, ihr loses Maul gegen mich
aufzutun, gegen mich, ihre Gebieterin. Ich vergreife mich
an ihr--Himmel, ich weiß nicht, was ich tue, vergeben Sie
meine Schwärmerei--
quecksilber. Erlauben S, das ist eine kuriose Schwärmerei.
So schwärmen bei uns die Trager auf der Hauptmaut.
zoraide. Sie nehmen sie in Protektion?--Ich glaube gar, sie
liebäugelt mit Ihnen? So können Sie mich herabsetzen
mit dieser Meerkatze?
linda. Ach was, Katze, Sie sind auch kein Kinigelhase.
zoraide. Welche Beleidigung! Wie wird mir? Meine Sinne
schwinden--ich sinke!
quecksilber. Um alles in der Welt--
linda. Sie wird ohnmächtig. (Will sie aufhalten.)
ZORAIDE (schnell). Unterstehe Sie sich, mich anzurühren!
Sie Figur! Den Augenblick aus meinem Angesicht. Fort,
sagt ich! Sie zögert noch--
LINDA (entflieht).
ZORAIDE (entreißt Quecksilber den Stab). ich verwandle sie in
einen goldenen Drachen, wenn ich sie erreiche. Fort!
Fort!
(Eilt Linda nach in den Palast, die Tore schließen sich.)