Zweiter Verhandlungstag.
(Fortsetzung der Verhandlungen über Punkt 1 der Tagesordnung.)
Das Wort erhält _Leopold Stockau_ (Centrum): Ich glaube, daß die
Vorfrage des ersten Punktes der Tagesordnung, nämlich ob unsere
gegenwärtigen Bemühungen im Interesse der wirtschaftlichen Gerechtigkeit
wirklich ohne jedes wie immer geartete weltgeschichtliche Präcedens
dastehen, am gestrigen Tage erschöpfend, und zwar im verneinenden Sinne
erledigt worden ist. Zum mindesten bin ich von den gestrigen Wortführern
der Gegenpartei ermächtigt, zu erklären, daß sie vollkommen davon
überzeugt worden seien, die Lehre Christi unterscheide sich in keinem
wesentlichen Punkte von dem, was in Freiland verwirklicht ist und was
wir nunmehr zum Gemeingute des ganzen Erdkreises machen wollen. Wir
kommen jetzt zum Hauptgegenstande des ersten Fragepunktes, zu der
Erörterung nämlich, warum diese früheren Versuche, Gerechtigkeit und
Freiheit zur Grundlage der menschlichen Wirtschaft zu machen, erfolglos
bleiben mußten.
Die Antwort auf diese Frage ist durch den letzten Redner des gestrigen
Tages schon angedeutet worden. Die früheren Versuche mißlangen, weil sie
die Gleichheit der Armut etablieren wollten, der unsere wird gelingen,
weil er die Gleichheit des Reichtums bedeutet. Gleichheit der Armut wäre
Stillstand der Kultur gewesen. Kunst und Wissenschaft, diese beiden
Triebfedern des Fortschritts, haben Überfluß und Muße zur Voraussetzung;
sie können nicht bestehen, geschweige denn sich entwickeln, wenn es
Niemand giebt, der mehr besäße, als zur Stillung der tierischen Notdurft
hinreicht. In früheren Epochen menschlicher Kultur war es jedoch
unmöglich, Überfluß und Muße für Alle zu schaffen; es war unmöglich,
weil die Hilfsmittel der Produktion nicht hinreichten, Überfluß für Alle
zu erzeugen, selbst wenn Alle unausgesetzt unter Einsatz ihrer gesamten
physischen Kraft gearbeitet, geschweige denn, wenn sie sich zugleich
jene Muße gegönnt hätten, die zur Entfaltung der höheren geistigen
Kräfte ebenso notwendig ist, wie der Überfluß zur Zeitigung der höheren
geistigen Bedürfnisse. Und da es nicht möglich war, Allen ein vollkommen
menschenwürdiges Dasein zu gewähren, so blieb es eine traurige zwar,
aber darum nicht minder unerschütterliche Kulturnotwendigkeit, die
Mehrzahl der Menschen auch in dem Wenigen, das ihr Teil gewesen wäre, zu
verkürzen und mit dem, den Massen entzogenen Beutestücken eine
Minderzahl auszustatten, die solcherart zu Überfluß und Muße gelangen
konnte. Die Knechtschaft war eine Kulturnotwendigkeit, weil sie allein
zum mindesten in einzelnen Menschen Kulturbedürfnisse und
Kulturfähigkeiten zur Entfaltung zu bringen vermochte, während ohne sie
Barbarei das Los Aller gewesen wäre.
Falsch ist übrigens die Meinung, als ob die Knechtschaft so alt wäre,
als das Menschengeschlecht; sie ist nur so alt, als die menschliche
Kultur. Es gab einst eine Zeit, in der sie unbekannt war, in der es
keine Herren und Knechte gab und niemand die Arbeit seiner Nebenmenschen
auszubeuten vermochte; nur war das nicht das goldene, sondern das
barbarische Zeitalter unserer Rasse. So lange der Mensch die Kunst noch
nicht erlernt hatte, seine Bedürfnisse zu _erzeugen_, sondern sich damit
begnügen mußte, die freiwilligen Gaben der Natur zu sammeln, zu erjagen;
so lange daher jeder Mitkonkurrent als Feind angesehen wurde, der nach
demselben Gute trachtete, welches jeder Einzelne als die ihm bestimmte
Beute ansah; so lange richtete sich der Daseinskampf unter den Menschen
notwendigerweise auf gegenseitige _Vernichtung_, statt auf Unterjochung
und Ausbeutung. Es nützt dem Stärkeren, Schlaueren noch nichts, die
Schwächeren zu unterjochen; der Konkurrent im Daseinskampfe muß getötet
werden, und da der Kampf von Haß und Aberglauben begleitet ist, so
gelangt man bald dahin, den Getöteten auch zu fressen. Ausrottungskrieg
Aller gegen Alle, gefolgt in der Regel von Kannibalismus, war daher der
Urzustand unseres Geschlechts.
Überwunden aber wurde diese erste sociale Ordnung nicht durch moralische
oder philosophische Erwägungen, sondern durch einen Wandel im Wesen der
Arbeit. Der Mann, welcher zuerst auf den Gedanken geriet, ein Samenkorn
in die Erde zu legen, es zu pflegen und Früchte heranzuziehen, war der
Erlöser der Menschheit aus der niedrigsten, blutigsten Stufe der
Barbarei, denn er schuf die erste Produktion, die Kunst, Nahrungsmittel
nicht bloß zu sammeln, sondern zu erzeugen; und als diese Kunst sich in
dem Maße verbessert hatte, daß es möglich wurde, dem Arbeitenden einen
Teil seines Ertrages zu entziehen, ohne ihn geradezu dem Hungertode zu
überantworten, zeigte es sich allgemach, daß es nützlicher sei, den
Besiegten als Arbeitstier und nicht wie bisher, als Schlachttier zu
gebrauchen. Und da dem so war, da die Sklaverei zum erstenmal die
Möglichkeit bot, Überfluß und Muße zum mindesten für eine bevorzugte
Minderheit zu schaffen, so war sie die erste Anregerin höherer Kultur.
Kultur aber ist Macht und so kam es denn, daß Sklaverei oder
Knechtschaft in irgend welcher Form allgemach den Erdball eroberten.
Daraus folgt aber mit nichten, daß die Dauer ihrer Herrschaft eine ewige
sein muß oder auch nur sein kann. Gleichwie Menschenfresserei das
Ergebnis jenes geringsten Ausmaßes der Ergiebigkeit menschlicher Arbeit
gewesen, bei welchem die angestrengteste Thätigkeit eben nur zur
Fristung des nackten tierischen Lebens ausreichte, und der Knechtschaft
weichen mußte, sowie die erste Möglichkeit des Überflusses infolge
wachsender Arbeitsergiebigkeit sich zeigte, so ist auch diese nichts
anderes, als das sociale Ergebnis jenes mittleren Ausmaßes von
Ergiebigkeit, bei welchem die Arbeit zwar genügt, um Einzelnen, nicht
aber, um Allen Überfluß und Muße zugleich zu gewähren, und auch sie
_muß_ einer anderen, höheren socialen Ordnung weichen, sowie dieses
mittlere Maß der Ergiebigkeit überschritten ist, denn von da ab ist sie
aus einer Kulturnotwendigkeit ein Kulturhindernis geworden.
Das ist seit Generationen thatsächlich geschehen. Seitdem es dem
Menschen gelungen ist, die Naturkräfte seiner Produktion dienstbar zu
machen, seitdem er die Fähigkeit erlangt hat, an Stelle der Kraft seiner
Muskeln die unbegrenzten Elementarkräfte eintreten zu lassen, hindert
ihn nichts, Überfluß und Muße für Alle zu erzeugen -- nichts als jene
überlebte sociale Einrichtung, die Knechtschaft nämlich, welche den
Massen den Genuß dieser Güter vorenthält. Wir können nicht bloß, wir
müssen die soziale Gerechtigkeit verwirklichen, weil die neue Form der
Arbeit dies ebenso gebieterisch fordert, als die alten Formen der Arbeit
gebieterisch die Knechtschaft gefordert haben. Diese, einst das Werkzeug
des Kulturfortschrittes, ist zu einem Hindernisse der Kultur geworden,
denn sie vereitelt den vollen Gebrauch der uns zu Gebote stehenden
Kulturmittel. Dadurch, daß sie die Genüsse der großen Majorität unserer
Brüder auf ein äußerst geringes Maß reduziert, auf ein Maß, zu dessen
Erfüllung der Gebrauch der modernen Produktionsbehelfe keineswegs
erforderlich ist, zwingt sie uns, in unserer Arbeit weit hinter jenem
Umfange und hinter jener Vollkommenheit zurückzubleiben, die wir sofort
erreichen würden, sowie nur einmal Verwendung für die dann
unvermeidliche Fülle aller Reichtümer vorhanden wäre.
Ich resumiere also: die wirtschaftliche Gleichberechtigung konnte in
früheren Kulturepochen aus dem Grunde nicht verwirklicht werden, weil
menschliche Arbeit in jenen Epochen nicht hinreichend ergiebig war, um
Reichtum für Alle zu ermöglichen, die Gleichheit also Armut für Alle
bedeutet, diese aber gleichbedeutend mit Barbarei gewesen wäre; sie kann
nicht nur, sie _muß_ jetzt zur Wahrheit werden, weil Dank der erlangten
Kulturmittel unerschöpflicher Reichtum für alle produzierbar wäre, die
thatsächliche Produktion dieses dem Kulturfortschritte entsprechenden
Reichtums aber zudem an die Bedingung geknüpft ist, daß jedermann
genieße, was das Ergebnis seines Fleißes ist.
Der _Vorsitzende_ fragt hierauf, ob niemand fernerhin zu Punkt 1 der
Tagesordnung das Wort ergreifen wolle und erklärt, da dies nicht
geschieht, die Diskussion über dieses Thema für geschlossen.
Zur Debatte gelangt nun Punkt 2:
_Ist der Erfolg der freiländischen Institutionen nicht etwa bloß auf das
ausnahmsweise und daher vielleicht vorübergehende Zusammenwirken
besonders günstiger Verhältnisse zurückzuführen, oder beruhen dieselben
auf überall vorhandenen, in der menschlichen Natur begründeten
Voraussetzungen?_
Das Wort hat _George Dare_ (Rechte): Wir haben den großartigen Erfolg
eines ersten Versuches der Etablierung wirtschaftlicher Gerechtigkeit in
Freiland so handgreiflich vor uns, daß die Frage, ob ein solcher Versuch
gelingen _kann_, gegenstandlos geworden ist. Ein anderes ist jedoch die
Frage, ob er gelingen _muß_, überall gelingen muß, weil er in diesem
einen Falle gelungen ist. Denn die Verhältnisse Freilands sind
exceptionelle in mehr als einer Beziehung. Von den hervorragenden
Fähigkeiten, dem Feuereifer und Opfermute jener Männer ganz zu
schweigen, welche dieses glückliche Gemeinwesen gründeten und zum Teil
heute noch an dessen Spitze stehen, Männer, wie wir sie mit Sicherheit
nicht überall zur Hand haben werden, darf auch nicht übersehen werden,
daß dieses Land von der Natur so verschwenderisch ausgestattet ist, wie
wenige andere, und daß ein breiter Gürtel von Wüste und Wildnis es --
anfangs zum mindesten -- vor jedem störenden fremden Einflusse bewahrte.
Wenn geniale, von unbedingtem Vertrauen ihrer Mitbürger getragene
Männer, auf einem Boden, wo jedes Samenkorn hundertfältige Frucht trägt,
das Wunder vollbringen, unerschöpflichen Reichtum für Millionen aus dem
Nichts hervorzuzaubern, Elend und Laster auszurotten, den Fortschritt
der Künste und Wissenschaften auf die Spitze zu treiben, so beweist das
meines Erachtens noch immer nicht, daß gewöhnliche Menschen, die zudem
vielleicht miteinander hadern, einander mißtrauen werden, auf mageren
Boden und mitten im Gewühle des Konkurrenzkampfes der Welt, die gleichen
oder auch nur ähnliche Resultate erzielen werden. Und daß ich in diesem
Punkte einige Zweifel hege, wird um so erklärlicher erscheinen, wenn man
bedenkt, daß wir in Amerika Zeugen hunderter und aber hunderter von
socialen Experimenten waren, die jedoch alle entweder mehr oder minder
kläglich Fiasko litten, oder günstigen Falls die Bedeutung eines
gelungenen industriellen Einzelunternehmens zu erlangen vermochten. Es
ist wahr, einzelne dieser unserer Versuche zu socialer Revolutionierung
der modernen Gesellschaft haben ganz hübsche pekuniäre Erfolge gehabt;
das war aber auch alles; eine neue, ersprießliche Grundlage der socialen
Ordnung haben sie nicht geschaffen, nicht einmal im Keime. Das möchte
ich zu bedenken geben und bevor wir uns am Beispiele Freilands
berauschen, zu nüchterner Erwägung der Frage auffordern, ob alles, was
für Freiland Geltung hat, auch für die ganze übrige Welt Geltung haben
muß.
_Thomas Johnston_ (Freiland): Der Vorredner irrt, wenn er in
ausnahmsweise günstigen Verhältnissen den Grund des Gelingens des
freiländischen Unternehmens zu finden glaubt. Zwar daß unser Boden
fruchtbarer ist, als in den meisten Teilen der übrigen Welt, ist ein
dauernder Vorteil, der uns jedoch bloß mit dem Betrage der
Frachtdifferenz zugute kommt, denn wenn Sie diesen in Abrechnung
bringen, können Sie überall, wohin Eisenbahn und Dampfschiff reichen, am
Gewinne dieser Fruchtbarkeit vollständig teilnehmen. Die Getrenntheit
vom Weltmarkte durch weite Wüsten war anfangs ein Vorteil, wäre aber
jetzt ein Nachteil, wenn wir ihrer nicht Herr geworden wären, und was
schließlich die Fähigkeiten der freiländischen Verwaltung anlangt, so
muß ich -- nicht aus Bescheidenheit, sondern der Wahrheit entsprechend
-- die uns gemachten Komplimente ablehnen. Wir sind nicht klüger als
andere, die Sie zu Dutzenden in jedem civilisierten Lande finden werden.
Daß aber jene Versuche, von denen der geschätzte Vorredner sprach,
allesamt mißglückten, erklärt sich daraus, daß sie allesamt auf
verkehrter Grundlage unternommen wurden. Mit dem, was wir in Freiland
vollführten und was Sie jetzt nachahmen wollen, haben sie alle bloß ganz
im Allgemeinen das Bestreben gemein, Abhilfe gegen das Elend der
ausbeuterischen Welt zu finden; ein anderes aber ist die Abhilfe, die
wir, eins die, anderes die, welche jene suchten, und darin, nicht in
exceptionellen Vorteilen, die wir voraus gehabt hätten, liegt die
Ursache des Gelingens bei uns, des Mißlingens bei jenen.
Denn es war nicht die wirtschaftliche Gerechtigkeit, mit deren Hilfe
jene zum Ziele gelangen wollten; sie suchten Rettung aus dem Kerker der
Ausbeutung, sei es auf einem Wege, der gar nicht hinausführt, sei es auf
einem solchen, der zwar aus diesem hinaus, dafür aber in einen anderen,
noch abscheulicheren Kerker hineinführt. Bei keinem dieser
amerikanischen oder sonstigen socialen Experimente, von den Kolonien der
Quäker bis zu dem Ikarien Cabets wurde jemals der volle und
ungeschmälerte Arbeitsertrag dem Arbeitenden als solchem zugewiesen,
vielmehr gehörte der Ertrag entweder kleinen, sich am Unternehmen
zugleich als Arbeiter beteiligenden Arbeitgebern nach Maßgabe ihrer
Kapitaleinlage, oder der Gesamtheit, die als solche über die
Arbeitskraft sowohl als über den Arbeitsertrag jedes Einzelnen
despotisch zu disponieren hatte. Associierte kleine Kapitalisten oder
Kommunisten waren ohne Ausnahme alle diese Reformer. Sie mochten, wenn
sie besonderes Glück hatten, oder unter besonders fähiger Leitung
standen, vorübergehende Erfolge erzielen; an einen Umschwung der
geltenden Wirtschaftsordnung durch sie war nicht zu denken.
_Johann Storm_ (Rechte). Ich glaube, daß das Fehlen jeglicher Analogie
zwischen den wiederholt unternommenen kleinkapitalistischen oder
kommunistischen Gesellschaftsrettungsversuchen und den freiländischen
Institutionen keines ferneren Beweises bedarf. Auch darüber erachte ich
die Akten als geschlossen, daß die exceptionellen äußeren Vorteile, die
den Erfolg jener letzteren allenfalls begünstigt und erleichtert haben
mögen, nicht von der Art sind, daß zu besorgen wäre, unser nunmehr
beabsichtigtes Werk könnte wegen deren Mangel scheitern. Aber damit
wissen wir immer noch nicht, ob wirklich tief im Wesen der menschlichen
Natur gelegene, also mit Sicherheit überall zu erwartende
Voraussetzungen für das Gelingen der Socialreform Gewähr leisten. Wir
haben allerdings schon bei Gelegenheit der Diskussion des ersten Punktes
de Tagesordnung festgestellt, daß die Ausbeutung, Dank der über die
Naturkräfte erlangten Herrschaft, zu einer Kulturwidrigkeit, ihre
Beseitigung also zu einer Kulturnotwendigkeit geworden ist. Die strenge
Kritik kann sich jedoch damit noch nicht beruhigen. Ist denn alles, was
behufs Förderung des Kulturfortschrittes notwendig wäre, damit zugleich
auch möglich? Wie, wenn die wirtschaftliche Gerechtigkeit zwar ein ganz
außerordentliches Kulturvehikel, leider aber aus irgend einem Grunde
undurchführbar wäre? Wie, wenn jener wunderbare Aufschwung, den wir in
Freiland staunend wahrnehmen, doch nur eine vorübergehende Erscheinung
wäre, trotz aller, ja vielleicht gerade wegen seiner märchenhaften Größe
den Keim des Unterganges schon in sich trüge, mit einem Worte, wenn die
Menschheit als Ganzes und auf die Dauer jenes Fortschrittes _nicht_
teilhaftig werden könnte, dessen Voraussetzung allerdings die
wirtschaftliche Gerechtigkeit ist?
Der bisher vernommene Beweis des Gegenteils gipfelt in dem Satze, daß
Ausbeutung des Menschen durch den Menschen bloß insolange notwendig war,
als der Ertrag menschlicher Arbeit nicht genügte, um Überfluß und Muße
für alle zu ermöglichen. Wie aber, wenn auch noch andere Motive die
Ausbeutung, die Knechtschaft zur Notwendigkeit machten, Motive, deren
zwingende Wirkung mit der gestiegenen Ergiebigkeit der Arbeit noch nicht
beseitigt wäre, vielleicht gar niemals beseitigt werden könnte? Als
gewaltigstes Hindernis dauernder Etablierung eines Zustandes
wirtschaftlicher Gerechtigkeit mit seinem Gefolge von Glück und Reichtum
bietet sich dem vorsorglich in die Zukunft blickenden Sinne die Gefahr
der Übervölkerung dar; doch da die Erörterung dieses Bedenkens einen
besonderen Punkt unserer Tagesordnung bildet, so will auch ich gleich
jenen meiner Gesinnungsgenossen, die vor mir das Wort ergriffen,
vorläufig die sich unter diesem Gesichtspunkte aufdrängenden Argumente
bei Seite lassen; es gibt deren aber noch einige andere, nicht minder
gewichtige. Kann auf die Dauer eine Gesellschaft bestehen und
fortschreiten, welcher die Triebfeder des Eigennutzes fehlt, vermögen
Gemeinsinn und vernünftige Erwägung letztere durchweg und mit gleicher
Wirksamkeit zu ersetzen? Gilt nicht dasselbe vom Eigentume? Eigennutz
und Eigentum aber sind meines Erachtens durch die freiländischen
Institutionen zwar nicht gänzlich bei Seite geschoben -- das will ich
gern zugeben -- aber doch sehr wesentlich eingeengt. Auch unter dem
Walten der wirtschaftlichen Gerechtigkeit ist das Individuum immerhin
für das geringere oder größere Maß seines Wohlergehens selber
verantwortlich, der Zusammenhang zwischen dem eigenen Thun und dem
eigenen Nutzen ist nicht vollständig aufgehoben; aber indem das
Gemeinwesen jedermann und für alle Fälle gegen Not, also gegen die
letzte Konsequenz eigener Fehler oder Unterlassungen unbedingt schützt,
ist doch der Stachel der Selbstverantwortlichkeit sehr wesentlich
abgestumpft. Ebenso sehen wir das Eigentum zwar nicht gänzlich, aber
doch in seinen wichtigsten Bestandteilen abgeschafft. Die ganze Erde mit
allen an ihr haftenden Kräften ist herrenlos erklärt; die
Produktionsmittel sind Gemeingut; wird das, kann das überall und
allezeit ohne schädliche Konsequenzen bleiben? Wird der Gemeinsinn auf
die Dauer jene liebevolle, alle Eventualitäten sinnreich abwägende
Vorsorge ersetzen, die der Eigentümer dem ihm allein überantworteten
Gute angedeihen läßt? Wird die heitere Sorglosigkeit, die bisher in
Freiland allerdings bloß ihre Lichtseiten hervorgekehrt hat, nicht
schließlich in Leichtsinn und Mißachtung dessen umschlagen, was
Niemandes spezieller Verantwortlichkeit übergeben ist? Die Thatsache,
daß es bisher nicht geschehen, erklärt sich vielleicht nur durch die
noch immer -- es ist ja noch kein Menschenalter über die Gründung dieses
Gemeinwesens dahingegangen -- vorwaltende Begeisterung des ersten
Anfanges. Neue Besen, sagt man, kehren gut. Der Freiländer sieht das
Auge einer ganzen Welt auf sich und sein Thun gerichtet; er fühlt sich
noch als Bahnbrecher der neuen Einrichtungen; er ist stolz auf dieselben
und der letzte Arbeiter hier mag sich solcherart noch verantwortlich
fühlen für die Art und Weise, wie er das ihm zugefallene Apostolat der
Weltfreiheit ausübt. Wird das auf die Dauer vorhalten, wird insbesondere
die gesamte Menschheit ähnlich fühlen und handeln? Ich bezweifle es, bin
zum mindesten nicht vollkommen von der Notwendigkeit überzeugt, daß es
geschehen werde. Und was dann, wenn es nicht geschieht, wenn sich zeigen
sollte, daß -- sagen wir nicht alle, aber doch zahlreiche -- Völker des
Stachels von Not getriebenen Eigennutzes, des Lockmittels vollen und
ganzen Eigentums nicht entbehren können, ohne in Stumpfsinn und Trägheit
zu verfallen? Das sind die Fragen, auf die wir zunächst Antwort
erbitten.
_Richard Held_ (Centrum). Der Vorredner findet, daß Eigennutz und
Eigentum so wichtige Beförderungsmittel der Betriebsamkeit sind, daß
ohne deren volle und uneingeschränkte Wirksamkeit menschlicher
Fortschritt auf die Dauer kaum denkbar und deren Ersatz durch den
Gemeinsinn höchst unverläßlich wäre. Ich gehe viel weiter. Ich behaupte,
daß ohne diese beiden Vehikel der Betriebsamkeit an materielles Gedeihen
irgend welchen Gemeinwesens gar nicht zu denken ist, zum mindesten
insolange nicht, bis die menschliche Natur sich nicht radikal geändert,
oder die Arbeit aufgehört hat, eine Plage zu sein. Jeder Versuch, auf
wirtschaftlichem Gebiete den Eigennutz durch Gemeinsinn oder
anderweitige ethische Triebfedern zu ersetzen, müßte schmählich Fiasko
leiden. Das eigens zu beweisen, halte ich für ganz überflüssig; aber
gerade weil dem so ist, gerade weil der Eigennutz und sein Korrelat, das
Eigentum, die besten, durch keinerlei Surrogat gleich wirksam zu
ersetzenden Triebfedern der Arbeit sind, gerade deshalb, so sollte ich
meinen, verdienen die Institutionen der wirtschaftlichen Gerechtigkeit
auch in diesem Betracht ganz ausgesprochener Maßen den Vorzug vor denen
der ausbeuterischen Wirtschaftsordnung. Denn sie erst bringen Eigennutz
und Eigentum wirklich zur Geltung, während die ausbeuterische Ordnung
sich dieses Verdienst nur fälschlich anmaßt.
Die Knechtschaft ist doch in Wahrheit geradezu die Verneinung des
Eigennutzes. Dieser setzt voraus, daß der Arbeitende durch seine Mühe
dem »eigenen Nutzen« diene -- trifft dies unter dem Walten der
Ausbeutung zu, arbeitet der Knecht zu _eigenem_ Nutzen? Wollte man mit
Rücksicht auf die Frage des Eigennutzes einen Nachteil der
wirtschaftlichen Gerechtigkeit der Knechtschaft gegenüber ableiten, so
müßte man behaupten, die Arbeit gehe dann am fruchtbarsten und
erfolgreichsten von statten, wenn der Arbeitende _nicht_ zu eigenem,
sondern zu fremdem Nutzen produciere. Aber der Arbeitgeber produciert
doch zu eigenem Nutzen, wird man vielleicht einwenden. Richtig. Doch
abgesehen davon, daß auch das streng genommen mit der Wirkung des
Eigennutzes _der Arbeit_ gegenüber nichts zu thun hat, denn hier ist es
wieder nicht der Nutzen eigener, sondern fremder Arbeit, der in Frage
kommt; so ist es doch klar, daß ein System, welches bloß einer
Minderzahl Nutzen an der Arbeit einräumt, unendlich minder wirksam sein
muß, als jenes andere, von uns beabsichtigte, welches diesen Nutzen
_jedem_ Arbeitenden einräumt. In Wahrheit kennt die ausbeuterische Welt
-- von geringfügigen Ausnahmen abgesehen -- nur Menschen, welche ohne
eigenen Nutzen arbeiten und Menschen, welche ohne eigene Arbeit Nutzen
von der Arbeit haben; Arbeit zu eigenem Nutzen kommt in ihr höchstens
nebensächlich vor. Mit welchem Scheine von Recht darf sich also die
Ausbeutung damit brüsten, den _Eigen_nutz als Triebfeder der Arbeit zu
gebrauchen? _Fremd_nutzen ist der richtige Name des bei ihr ins Spiel
kommenden Arbeitmotivs, und daß dieser Fremdnutzen sich wirksamer
erweisen sollte, als der Eigennutz, den die wirtschaftliche
Gerechtigkeit erst als Neuerung in die moderne Welt einführen muß, wäre
denn doch einigermaßen schwer zu beweisen.
Nicht viel anders verhält es sich mit dem Eigentume. Welch grenzenlose
Voreingenommenheit gehört dazu, einem Systeme, welches neunundneunzig
Hundertteile der Menschheit aller und jeglicher Sicherheit des Eigentums
beraubt, ihnen außer der Luft, die sie atmen, nichts läßt, was sie ihr
eigen nennen dürften, nachzurühmen, daß es das Eigentum als
Beförderungsmittel menschlicher Betriebsamkeit gebrauche, und dies einem
anderen Systeme gegenüber, welches alle Menschen ohne Ausnahme zu
Eigentümern, und zwar zu unverkürzten unbedingten Eigentümern all dessen
macht, was sie nur immer hervorbringen mögen! Oder soll vielleicht der
Vorzug des ausbeuterischen »Eigentums« darin liegen, daß es sich auf
Dinge erstreckt, die der Eigentümer _nicht_ hervorgebracht hat? Keine
Frage, die Anhänger des Alten haben schlechthin keine klare Vorstellung
über den Begriff des Mein und Dein. Was gehört denn eigentlich _mir_?
»Alles, was Du Irgendwem wegnimmst«, wäre -- wenn sie aufrichtig sein
wollten -- ihre einzige Antwort. Weil diese Aneignung _fremden_
Eigentums im Laufe der Jahrtausende in gewisse feste, durch grausame
Notwendigkeit geheiligte Formen gebracht worden ist, kam ihnen der
unlöslich mit dem Wesen der Sache verknüpfte, natürliche Begriff des
Eigentums gänzlich abhanden. Es geht über ihr Begriffsvermögen, daß die
Gewalt zwar in Besitz und Genuß erhalten kann, wen ihr beliebt, daß aber
der freie ungehinderte Gebrauch der eigenen Kräfte Jedermanns
ureigenstes Eigentum ist, und daß folglich jede staatliche oder
gesellschaftliche Ordnung, welche sich über dieses Urrecht jedes
Menschen hinwegsetzt, nicht das Eigentum, sondern -- den Raub zur
Grundlage hat. Dieser Raub mag immerhin notwendig, ja nützlich sein --
wir haben gesehen, daß er es Jahrtausende hindurch thatsächlich gewesen
-- »Eigentum« wird er darum doch niemals, und wer ihn dafür hält, der
hat eben vergessen, was Eigentum ist.
Es erscheint mir nach dem Gesagten kaum noch nötig, viel Worte über
jenes Bedenken zu verlieren, daß mangels vollkommenen Eigentums
Leichtsinn oder liebloses Verfahren mit den Produktionsmitteln einreißen
könne. Ersteres anlangend, genügt es wohl zu fragen, ob denn
hoffnungsloses Elend sich als gar so vorzügliches Beförderungsmittel
wirtschaftlicher Voraussicht erwiesen habe, daß dessen Ersatz durch eine
dieses Stachels allerdings beraubte, im übrigen aber vollkommen
durchgeführte Selbstverantwortlichkeit sich als gefährlich erweisen
könnte. Und was das zweite Bedenken betrifft, so hätte dieses nur dann
Berechtigung, wenn in der bisherigen Ordnung die Arbeitenden Eigentümer
der Produktionsmittel gewesen wären. Sondereigentum an diesen wird ihnen
zwar auch die neue Ordnung nicht einräumen, dafür aber den
ungeschmälerten Fruchtgenuß derselben, und wessen Begeisterung für die
Schönheiten der bestehenden Ordnung nicht so weit geht, daß er den Stock
des Herrn für ein wirksameres Beförderungsmittel auch der liebevollen
Vorsorge hält, als den Nutzen der Arbeitenden, der mag beruhigt darüber
sein, daß es auch in dieser Beziehung nicht schlimmer, sondern nur
besser werden kann.
_Charles Prud_ (Rechte). Ich begreife durchaus nicht, wie der geehrte
Vorredner bestreiten kann, daß in der bisherigen Ordnung Eigennutz es
ist, was die Massen zur Arbeit nötigt. Wer wollte leugnen, daß sie einen
Teil des Nutzens ihrer Arbeit abgeben müssen; aber ein anderer Teil
verbleibt doch jedenfalls auch ihnen, sie arbeiten daher, zwar nicht
ausschließlich, wohl aber mit zu ihrem eigenen Nutzen. Und jedenfalls
_müssen_ sie arbeiten, wollen sie dem Hunger entgehen, und man sollte
meinen, daß dieser Sporn der wirksamste von allen ist. Soviel über die
Leugnung des Eigennutzes als Triebfeder der sogenannten ausgebeuteten
Arbeit. Was aber den Ausfall gegen den Eigentumsbegriff von uns
Verteidigern -- nicht etwa der bestehenden Übelstände, aber doch einer
besonnenen, maßhaltenden Reform derselben -- anlangt, so möchte ich mir
in aller Bescheidenheit die Bemerkung erlauben, daß unser Rechtsgefühl
sich dabei beruhigte, daß den Arbeitenden Niemand zwang, mit dem
Arbeitgeber zu teilen. Er schloß als freier Mann einen Vertrag mit
demselben ... (allgemeine Heiterkeit). Lachen Sie immerhin, es ist doch
so. In politisch freien Ländern hindert den Arbeiter nichts, ungeteilt
für eigene Rechnung zu arbeiten; den Anteil, den er dem Unternehmer
abtritt, Raub zu nennen, ist daher jedenfalls ungerecht.
_Béla Székely_ (Centrum). Mir will scheinen, daß es ein müßiger Streit
um Worte ist, den mein Vorredner zu entfesseln sich anschickt. Er nennt
den Arbeitslohn einen Teil des Nutzens der Produktion -- mag sein, daß
hie und da die Arbeiter wirklich einen Teil des Nutzens als Lohn oder
als Zugabe zu diesem empfangen; bei uns und, wenn ich recht unterrichtet
bin, auch im Lande des Redners war das im allgemeinen nicht üblich,
vielmehr zahlten wir den Arbeitern, ganz unbekümmert um den Nutzen ihrer
Arbeit, eine zur Fristung ihres Lebens dienende Summe; Nutzen --
eventuell auch Schaden -- der Produktion gehörte ausschließlich uns, den
Unternehmern. Mit ungefähr demselben Rechte könnte er behaupten, daß
seine Ochsen oder Pferde am »Nutzen« der Produktion teilhaben. Wenn ich
sage, mit »ungefähr« demselben Rechte, so meine ich damit, daß dies von
Ochsen und Pferden in der Regel mit etwas _besserem_ Rechte gesagt
werden könnte, denn während diese nützlichen Kreaturen zumeist besseres
und reichlicheres Futter erhielten, wenn ihre Arbeit den Herrn reich
gemacht hatte, geschah dies bei unseren zweibeinigen, vernunftbegabten
Arbeitskreaturen höchstens in sehr seltenen Ausnahmefällen.
Dann identificiert der Herr Vorredner vollends den Hunger mit dem
Eigennutze. Die Massen _müssen_ arbeiten, sonst verhungern sie.
Allerdings. Aber der Sklave muß auch arbeiten, sonst erhält er Prügel --
folglich, so sollten wir nach dieser seltsamen Logik sagen, wird auch
der Sklave durch Eigennutz zur Arbeit getrieben. Oder will man sich
vielleicht darauf steifen, daß Eigennutz sich nur auf die Erlangung
materieller Güter beziehe? Das wäre zwar falsch, denn Prügel vermeiden
ist schließlich nicht mehr und nicht minder eine Forderung des
Eigennutzes, als den Hunger stillen; aber ich will um solche
Kleinigkeiten nicht streiten; lassen wir also den Stock und die Peitsche
als Symbole vom Eigennutz beflügelter Betriebsamkeit fallen. Wie aber
steht es dann mit jenen Sklavenhaltern, die -- wahrscheinlich im
Interesse der >Freiheit der Arbeit< -- ihre faulen Sklaven nicht
prügelten, sondern hungern ließen? Unter deren Regime wurde -- dem
Vorredner nach -- offenbar der Eigennutz als Triebfeder der Arbeit auf
den Thron gesetzt? Daß der Hunger ein sehr wirksames _Zwangs_mittel ist,
ein wirksameres, als die Peitsche -- wer wollte das leugnen; er hat
daher letztere auch überall und sehr zum Vorteile der Arbeitgeber
verdrängt. Aber Eigennutz? Dazu gehört, das sagt schon der Klang des
Wortes, daß der Nutzen der Arbeit Eigen des Arbeitenden sei. Soviel über
den Eigennutz.
Und was nun vollends die Verwahrung gegen das Unrecht der Ausbeutung
anlangt, so verstehe ich dieselbe schon ganz und gar nicht. >Frei< waren
die Arbeiter, nichts zwang sie, zu fremdem Vorteil zu producieren?
Jawohl, nichts als die Kleinigkeit, der Hunger. Sie mochten es immerhin
bleiben lassen, wenn sie verhungern wollten! Wieder genau dieselbe
>Freiheit<, die auch der Sklave hat. Wenn ihn die Peitsche nicht
geniert, nötigt ihn nichts zur Arbeit für seinen Herrn. Die Fesseln, in
denen die >freien< Massen der ausbeuterischen Gesellschaft schmachten,
sind enger, peinigender, als die Ketten des Sklaven. Das Wort >Raub<
gefällt dem Vorredner nicht? Es ist in der That ein hartes, häßliches
Wort; aber der >Räuber< ist ja nicht der einzelne Ausbeuter, sondern die
ausbeuterische Gesellschaft und diese war einst, in der bitteren Not des
Daseinskampfes, zu diesem Raube genötigt. Ist das Töten im Kriege
deshalb weniger Todschlag, weil nicht der Einzelne, sondern der Staat,
und dieser häufig notgedrungen, die Veranlassung dazu giebt? Man wird
sagen, daß diese Art des Tötens durch das Strafgesetz nicht verboten, ja
von der Pflicht gegen das Vaterland geboten sei und daß >Todschlag< nur
verbotene Arten des Tötens genannt werden dürfen. Das ist _juristisch_
sehr richtig, und wenn sich jemand beifallen ließe, das Töten im Kriege
vor den Strafrichter zu ziehen, so würde man ihn mit Fug auslachen. Aber
ebenso verlachen müßte man Jenen, der, weil Töten im Kriege erlaubt ist,
bestreiten wollte, dasselbe sei Todschlag, wenn es sich nicht um die
juristische Strafbarkeit, sondern um die Begriffsbestimmung des
Totschlags als einer Handlungsweise handelte, bei welcher ein Mensch
gewaltsam vom Leben zum Tode gebracht wird. So ist auch die Ausbeutung
kein Raub im strafrechtlichen Sinne; wenn aber jede Aneignung fremden
Eigentums Raub genannt werden darf -- und nur darum handelt es sich im
vorliegenden Falle -- dann ist Raub und nichts anderes die Grundlage
jeder ausbeuterischen Gesellschaft, der modernen >freien< nicht minder,
als der auf Sklaverei oder Hörigkeit gestützten antiken oder
mittelalterlichen. (Lang andauernder Applaus, in welchen auch die Herren
Johann Storm und Charles Prud einstimmen).
(Schluß des zweiten Verhandlungstages.)