24. Kapitel.

Zweiter Verhandlungstag.

(Fortsetzung der Verhandlungen über Punkt 1 der Tagesordnung.)

Das Wort erhält _Leopold Stockau_ (Centrum): Ich glaube, daß die

Vorfrage des ersten Punktes der Tagesordnung, nämlich ob unsere

gegenwärtigen Bemühungen im Interesse der wirtschaftlichen Gerechtigkeit

wirklich ohne jedes wie immer geartete weltgeschichtliche Präcedens

dastehen, am gestrigen Tage erschöpfend, und zwar im verneinenden Sinne

erledigt worden ist. Zum mindesten bin ich von den gestrigen Wortführern

der Gegenpartei ermächtigt, zu erklären, daß sie vollkommen davon

überzeugt worden seien, die Lehre Christi unterscheide sich in keinem

wesentlichen Punkte von dem, was in Freiland verwirklicht ist und was

wir nunmehr zum Gemeingute des ganzen Erdkreises machen wollen. Wir

kommen jetzt zum Hauptgegenstande des ersten Fragepunktes, zu der

Erörterung nämlich, warum diese früheren Versuche, Gerechtigkeit und

Freiheit zur Grundlage der menschlichen Wirtschaft zu machen, erfolglos

bleiben mußten.

Die Antwort auf diese Frage ist durch den letzten Redner des gestrigen

Tages schon angedeutet worden. Die früheren Versuche mißlangen, weil sie

die Gleichheit der Armut etablieren wollten, der unsere wird gelingen,

weil er die Gleichheit des Reichtums bedeutet. Gleichheit der Armut wäre

Stillstand der Kultur gewesen. Kunst und Wissenschaft, diese beiden

Triebfedern des Fortschritts, haben Überfluß und Muße zur Voraussetzung;

sie können nicht bestehen, geschweige denn sich entwickeln, wenn es

Niemand giebt, der mehr besäße, als zur Stillung der tierischen Notdurft

hinreicht. In früheren Epochen menschlicher Kultur war es jedoch

unmöglich, Überfluß und Muße für Alle zu schaffen; es war unmöglich,

weil die Hilfsmittel der Produktion nicht hinreichten, Überfluß für Alle

zu erzeugen, selbst wenn Alle unausgesetzt unter Einsatz ihrer gesamten

physischen Kraft gearbeitet, geschweige denn, wenn sie sich zugleich

jene Muße gegönnt hätten, die zur Entfaltung der höheren geistigen

Kräfte ebenso notwendig ist, wie der Überfluß zur Zeitigung der höheren

geistigen Bedürfnisse. Und da es nicht möglich war, Allen ein vollkommen

menschenwürdiges Dasein zu gewähren, so blieb es eine traurige zwar,

aber darum nicht minder unerschütterliche Kulturnotwendigkeit, die

Mehrzahl der Menschen auch in dem Wenigen, das ihr Teil gewesen wäre, zu

verkürzen und mit dem, den Massen entzogenen Beutestücken eine

Minderzahl auszustatten, die solcherart zu Überfluß und Muße gelangen

konnte. Die Knechtschaft war eine Kulturnotwendigkeit, weil sie allein

zum mindesten in einzelnen Menschen Kulturbedürfnisse und

Kulturfähigkeiten zur Entfaltung zu bringen vermochte, während ohne sie

Barbarei das Los Aller gewesen wäre.

Falsch ist übrigens die Meinung, als ob die Knechtschaft so alt wäre,

als das Menschengeschlecht; sie ist nur so alt, als die menschliche

Kultur. Es gab einst eine Zeit, in der sie unbekannt war, in der es

keine Herren und Knechte gab und niemand die Arbeit seiner Nebenmenschen

auszubeuten vermochte; nur war das nicht das goldene, sondern das

barbarische Zeitalter unserer Rasse. So lange der Mensch die Kunst noch

nicht erlernt hatte, seine Bedürfnisse zu _erzeugen_, sondern sich damit

begnügen mußte, die freiwilligen Gaben der Natur zu sammeln, zu erjagen;

so lange daher jeder Mitkonkurrent als Feind angesehen wurde, der nach

demselben Gute trachtete, welches jeder Einzelne als die ihm bestimmte

Beute ansah; so lange richtete sich der Daseinskampf unter den Menschen

notwendigerweise auf gegenseitige _Vernichtung_, statt auf Unterjochung

und Ausbeutung. Es nützt dem Stärkeren, Schlaueren noch nichts, die

Schwächeren zu unterjochen; der Konkurrent im Daseinskampfe muß getötet

werden, und da der Kampf von Haß und Aberglauben begleitet ist, so

gelangt man bald dahin, den Getöteten auch zu fressen. Ausrottungskrieg

Aller gegen Alle, gefolgt in der Regel von Kannibalismus, war daher der

Urzustand unseres Geschlechts.

Überwunden aber wurde diese erste sociale Ordnung nicht durch moralische

oder philosophische Erwägungen, sondern durch einen Wandel im Wesen der

Arbeit. Der Mann, welcher zuerst auf den Gedanken geriet, ein Samenkorn

in die Erde zu legen, es zu pflegen und Früchte heranzuziehen, war der

Erlöser der Menschheit aus der niedrigsten, blutigsten Stufe der

Barbarei, denn er schuf die erste Produktion, die Kunst, Nahrungsmittel

nicht bloß zu sammeln, sondern zu erzeugen; und als diese Kunst sich in

dem Maße verbessert hatte, daß es möglich wurde, dem Arbeitenden einen

Teil seines Ertrages zu entziehen, ohne ihn geradezu dem Hungertode zu

überantworten, zeigte es sich allgemach, daß es nützlicher sei, den

Besiegten als Arbeitstier und nicht wie bisher, als Schlachttier zu

gebrauchen. Und da dem so war, da die Sklaverei zum erstenmal die

Möglichkeit bot, Überfluß und Muße zum mindesten für eine bevorzugte

Minderheit zu schaffen, so war sie die erste Anregerin höherer Kultur.

Kultur aber ist Macht und so kam es denn, daß Sklaverei oder

Knechtschaft in irgend welcher Form allgemach den Erdball eroberten.

Daraus folgt aber mit nichten, daß die Dauer ihrer Herrschaft eine ewige

sein muß oder auch nur sein kann. Gleichwie Menschenfresserei das

Ergebnis jenes geringsten Ausmaßes der Ergiebigkeit menschlicher Arbeit

gewesen, bei welchem die angestrengteste Thätigkeit eben nur zur

Fristung des nackten tierischen Lebens ausreichte, und der Knechtschaft

weichen mußte, sowie die erste Möglichkeit des Überflusses infolge

wachsender Arbeitsergiebigkeit sich zeigte, so ist auch diese nichts

anderes, als das sociale Ergebnis jenes mittleren Ausmaßes von

Ergiebigkeit, bei welchem die Arbeit zwar genügt, um Einzelnen, nicht

aber, um Allen Überfluß und Muße zugleich zu gewähren, und auch sie

_muß_ einer anderen, höheren socialen Ordnung weichen, sowie dieses

mittlere Maß der Ergiebigkeit überschritten ist, denn von da ab ist sie

aus einer Kulturnotwendigkeit ein Kulturhindernis geworden.

Das ist seit Generationen thatsächlich geschehen. Seitdem es dem

Menschen gelungen ist, die Naturkräfte seiner Produktion dienstbar zu

machen, seitdem er die Fähigkeit erlangt hat, an Stelle der Kraft seiner

Muskeln die unbegrenzten Elementarkräfte eintreten zu lassen, hindert

ihn nichts, Überfluß und Muße für Alle zu erzeugen -- nichts als jene

überlebte sociale Einrichtung, die Knechtschaft nämlich, welche den

Massen den Genuß dieser Güter vorenthält. Wir können nicht bloß, wir

müssen die soziale Gerechtigkeit verwirklichen, weil die neue Form der

Arbeit dies ebenso gebieterisch fordert, als die alten Formen der Arbeit

gebieterisch die Knechtschaft gefordert haben. Diese, einst das Werkzeug

des Kulturfortschrittes, ist zu einem Hindernisse der Kultur geworden,

denn sie vereitelt den vollen Gebrauch der uns zu Gebote stehenden

Kulturmittel. Dadurch, daß sie die Genüsse der großen Majorität unserer

Brüder auf ein äußerst geringes Maß reduziert, auf ein Maß, zu dessen

Erfüllung der Gebrauch der modernen Produktionsbehelfe keineswegs

erforderlich ist, zwingt sie uns, in unserer Arbeit weit hinter jenem

Umfange und hinter jener Vollkommenheit zurückzubleiben, die wir sofort

erreichen würden, sowie nur einmal Verwendung für die dann

unvermeidliche Fülle aller Reichtümer vorhanden wäre.

Ich resumiere also: die wirtschaftliche Gleichberechtigung konnte in

früheren Kulturepochen aus dem Grunde nicht verwirklicht werden, weil

menschliche Arbeit in jenen Epochen nicht hinreichend ergiebig war, um

Reichtum für Alle zu ermöglichen, die Gleichheit also Armut für Alle

bedeutet, diese aber gleichbedeutend mit Barbarei gewesen wäre; sie kann

nicht nur, sie _muß_ jetzt zur Wahrheit werden, weil Dank der erlangten

Kulturmittel unerschöpflicher Reichtum für alle produzierbar wäre, die

thatsächliche Produktion dieses dem Kulturfortschritte entsprechenden

Reichtums aber zudem an die Bedingung geknüpft ist, daß jedermann

genieße, was das Ergebnis seines Fleißes ist.

Der _Vorsitzende_ fragt hierauf, ob niemand fernerhin zu Punkt 1 der

Tagesordnung das Wort ergreifen wolle und erklärt, da dies nicht

geschieht, die Diskussion über dieses Thema für geschlossen.

Zur Debatte gelangt nun Punkt 2:

_Ist der Erfolg der freiländischen Institutionen nicht etwa bloß auf das

ausnahmsweise und daher vielleicht vorübergehende Zusammenwirken

besonders günstiger Verhältnisse zurückzuführen, oder beruhen dieselben

auf überall vorhandenen, in der menschlichen Natur begründeten

Voraussetzungen?_

Das Wort hat _George Dare_ (Rechte): Wir haben den großartigen Erfolg

eines ersten Versuches der Etablierung wirtschaftlicher Gerechtigkeit in

Freiland so handgreiflich vor uns, daß die Frage, ob ein solcher Versuch

gelingen _kann_, gegenstandlos geworden ist. Ein anderes ist jedoch die

Frage, ob er gelingen _muß_, überall gelingen muß, weil er in diesem

einen Falle gelungen ist. Denn die Verhältnisse Freilands sind

exceptionelle in mehr als einer Beziehung. Von den hervorragenden

Fähigkeiten, dem Feuereifer und Opfermute jener Männer ganz zu

schweigen, welche dieses glückliche Gemeinwesen gründeten und zum Teil

heute noch an dessen Spitze stehen, Männer, wie wir sie mit Sicherheit

nicht überall zur Hand haben werden, darf auch nicht übersehen werden,

daß dieses Land von der Natur so verschwenderisch ausgestattet ist, wie

wenige andere, und daß ein breiter Gürtel von Wüste und Wildnis es --

anfangs zum mindesten -- vor jedem störenden fremden Einflusse bewahrte.

Wenn geniale, von unbedingtem Vertrauen ihrer Mitbürger getragene

Männer, auf einem Boden, wo jedes Samenkorn hundertfältige Frucht trägt,

das Wunder vollbringen, unerschöpflichen Reichtum für Millionen aus dem

Nichts hervorzuzaubern, Elend und Laster auszurotten, den Fortschritt

der Künste und Wissenschaften auf die Spitze zu treiben, so beweist das

meines Erachtens noch immer nicht, daß gewöhnliche Menschen, die zudem

vielleicht miteinander hadern, einander mißtrauen werden, auf mageren

Boden und mitten im Gewühle des Konkurrenzkampfes der Welt, die gleichen

oder auch nur ähnliche Resultate erzielen werden. Und daß ich in diesem

Punkte einige Zweifel hege, wird um so erklärlicher erscheinen, wenn man

bedenkt, daß wir in Amerika Zeugen hunderter und aber hunderter von

socialen Experimenten waren, die jedoch alle entweder mehr oder minder

kläglich Fiasko litten, oder günstigen Falls die Bedeutung eines

gelungenen industriellen Einzelunternehmens zu erlangen vermochten. Es

ist wahr, einzelne dieser unserer Versuche zu socialer Revolutionierung

der modernen Gesellschaft haben ganz hübsche pekuniäre Erfolge gehabt;

das war aber auch alles; eine neue, ersprießliche Grundlage der socialen

Ordnung haben sie nicht geschaffen, nicht einmal im Keime. Das möchte

ich zu bedenken geben und bevor wir uns am Beispiele Freilands

berauschen, zu nüchterner Erwägung der Frage auffordern, ob alles, was

für Freiland Geltung hat, auch für die ganze übrige Welt Geltung haben

muß.

_Thomas Johnston_ (Freiland): Der Vorredner irrt, wenn er in

ausnahmsweise günstigen Verhältnissen den Grund des Gelingens des

freiländischen Unternehmens zu finden glaubt. Zwar daß unser Boden

fruchtbarer ist, als in den meisten Teilen der übrigen Welt, ist ein

dauernder Vorteil, der uns jedoch bloß mit dem Betrage der

Frachtdifferenz zugute kommt, denn wenn Sie diesen in Abrechnung

bringen, können Sie überall, wohin Eisenbahn und Dampfschiff reichen, am

Gewinne dieser Fruchtbarkeit vollständig teilnehmen. Die Getrenntheit

vom Weltmarkte durch weite Wüsten war anfangs ein Vorteil, wäre aber

jetzt ein Nachteil, wenn wir ihrer nicht Herr geworden wären, und was

schließlich die Fähigkeiten der freiländischen Verwaltung anlangt, so

muß ich -- nicht aus Bescheidenheit, sondern der Wahrheit entsprechend

-- die uns gemachten Komplimente ablehnen. Wir sind nicht klüger als

andere, die Sie zu Dutzenden in jedem civilisierten Lande finden werden.

Daß aber jene Versuche, von denen der geschätzte Vorredner sprach,

allesamt mißglückten, erklärt sich daraus, daß sie allesamt auf

verkehrter Grundlage unternommen wurden. Mit dem, was wir in Freiland

vollführten und was Sie jetzt nachahmen wollen, haben sie alle bloß ganz

im Allgemeinen das Bestreben gemein, Abhilfe gegen das Elend der

ausbeuterischen Welt zu finden; ein anderes aber ist die Abhilfe, die

wir, eins die, anderes die, welche jene suchten, und darin, nicht in

exceptionellen Vorteilen, die wir voraus gehabt hätten, liegt die

Ursache des Gelingens bei uns, des Mißlingens bei jenen.

Denn es war nicht die wirtschaftliche Gerechtigkeit, mit deren Hilfe

jene zum Ziele gelangen wollten; sie suchten Rettung aus dem Kerker der

Ausbeutung, sei es auf einem Wege, der gar nicht hinausführt, sei es auf

einem solchen, der zwar aus diesem hinaus, dafür aber in einen anderen,

noch abscheulicheren Kerker hineinführt. Bei keinem dieser

amerikanischen oder sonstigen socialen Experimente, von den Kolonien der

Quäker bis zu dem Ikarien Cabets wurde jemals der volle und

ungeschmälerte Arbeitsertrag dem Arbeitenden als solchem zugewiesen,

vielmehr gehörte der Ertrag entweder kleinen, sich am Unternehmen

zugleich als Arbeiter beteiligenden Arbeitgebern nach Maßgabe ihrer

Kapitaleinlage, oder der Gesamtheit, die als solche über die

Arbeitskraft sowohl als über den Arbeitsertrag jedes Einzelnen

despotisch zu disponieren hatte. Associierte kleine Kapitalisten oder

Kommunisten waren ohne Ausnahme alle diese Reformer. Sie mochten, wenn

sie besonderes Glück hatten, oder unter besonders fähiger Leitung

standen, vorübergehende Erfolge erzielen; an einen Umschwung der

geltenden Wirtschaftsordnung durch sie war nicht zu denken.

_Johann Storm_ (Rechte). Ich glaube, daß das Fehlen jeglicher Analogie

zwischen den wiederholt unternommenen kleinkapitalistischen oder

kommunistischen Gesellschaftsrettungsversuchen und den freiländischen

Institutionen keines ferneren Beweises bedarf. Auch darüber erachte ich

die Akten als geschlossen, daß die exceptionellen äußeren Vorteile, die

den Erfolg jener letzteren allenfalls begünstigt und erleichtert haben

mögen, nicht von der Art sind, daß zu besorgen wäre, unser nunmehr

beabsichtigtes Werk könnte wegen deren Mangel scheitern. Aber damit

wissen wir immer noch nicht, ob wirklich tief im Wesen der menschlichen

Natur gelegene, also mit Sicherheit überall zu erwartende

Voraussetzungen für das Gelingen der Socialreform Gewähr leisten. Wir

haben allerdings schon bei Gelegenheit der Diskussion des ersten Punktes

de Tagesordnung festgestellt, daß die Ausbeutung, Dank der über die

Naturkräfte erlangten Herrschaft, zu einer Kulturwidrigkeit, ihre

Beseitigung also zu einer Kulturnotwendigkeit geworden ist. Die strenge

Kritik kann sich jedoch damit noch nicht beruhigen. Ist denn alles, was

behufs Förderung des Kulturfortschrittes notwendig wäre, damit zugleich

auch möglich? Wie, wenn die wirtschaftliche Gerechtigkeit zwar ein ganz

außerordentliches Kulturvehikel, leider aber aus irgend einem Grunde

undurchführbar wäre? Wie, wenn jener wunderbare Aufschwung, den wir in

Freiland staunend wahrnehmen, doch nur eine vorübergehende Erscheinung

wäre, trotz aller, ja vielleicht gerade wegen seiner märchenhaften Größe

den Keim des Unterganges schon in sich trüge, mit einem Worte, wenn die

Menschheit als Ganzes und auf die Dauer jenes Fortschrittes _nicht_

teilhaftig werden könnte, dessen Voraussetzung allerdings die

wirtschaftliche Gerechtigkeit ist?

Der bisher vernommene Beweis des Gegenteils gipfelt in dem Satze, daß

Ausbeutung des Menschen durch den Menschen bloß insolange notwendig war,

als der Ertrag menschlicher Arbeit nicht genügte, um Überfluß und Muße

für alle zu ermöglichen. Wie aber, wenn auch noch andere Motive die

Ausbeutung, die Knechtschaft zur Notwendigkeit machten, Motive, deren

zwingende Wirkung mit der gestiegenen Ergiebigkeit der Arbeit noch nicht

beseitigt wäre, vielleicht gar niemals beseitigt werden könnte? Als

gewaltigstes Hindernis dauernder Etablierung eines Zustandes

wirtschaftlicher Gerechtigkeit mit seinem Gefolge von Glück und Reichtum

bietet sich dem vorsorglich in die Zukunft blickenden Sinne die Gefahr

der Übervölkerung dar; doch da die Erörterung dieses Bedenkens einen

besonderen Punkt unserer Tagesordnung bildet, so will auch ich gleich

jenen meiner Gesinnungsgenossen, die vor mir das Wort ergriffen,

vorläufig die sich unter diesem Gesichtspunkte aufdrängenden Argumente

bei Seite lassen; es gibt deren aber noch einige andere, nicht minder

gewichtige. Kann auf die Dauer eine Gesellschaft bestehen und

fortschreiten, welcher die Triebfeder des Eigennutzes fehlt, vermögen

Gemeinsinn und vernünftige Erwägung letztere durchweg und mit gleicher

Wirksamkeit zu ersetzen? Gilt nicht dasselbe vom Eigentume? Eigennutz

und Eigentum aber sind meines Erachtens durch die freiländischen

Institutionen zwar nicht gänzlich bei Seite geschoben -- das will ich

gern zugeben -- aber doch sehr wesentlich eingeengt. Auch unter dem

Walten der wirtschaftlichen Gerechtigkeit ist das Individuum immerhin

für das geringere oder größere Maß seines Wohlergehens selber

verantwortlich, der Zusammenhang zwischen dem eigenen Thun und dem

eigenen Nutzen ist nicht vollständig aufgehoben; aber indem das

Gemeinwesen jedermann und für alle Fälle gegen Not, also gegen die

letzte Konsequenz eigener Fehler oder Unterlassungen unbedingt schützt,

ist doch der Stachel der Selbstverantwortlichkeit sehr wesentlich

abgestumpft. Ebenso sehen wir das Eigentum zwar nicht gänzlich, aber

doch in seinen wichtigsten Bestandteilen abgeschafft. Die ganze Erde mit

allen an ihr haftenden Kräften ist herrenlos erklärt; die

Produktionsmittel sind Gemeingut; wird das, kann das überall und

allezeit ohne schädliche Konsequenzen bleiben? Wird der Gemeinsinn auf

die Dauer jene liebevolle, alle Eventualitäten sinnreich abwägende

Vorsorge ersetzen, die der Eigentümer dem ihm allein überantworteten

Gute angedeihen läßt? Wird die heitere Sorglosigkeit, die bisher in

Freiland allerdings bloß ihre Lichtseiten hervorgekehrt hat, nicht

schließlich in Leichtsinn und Mißachtung dessen umschlagen, was

Niemandes spezieller Verantwortlichkeit übergeben ist? Die Thatsache,

daß es bisher nicht geschehen, erklärt sich vielleicht nur durch die

noch immer -- es ist ja noch kein Menschenalter über die Gründung dieses

Gemeinwesens dahingegangen -- vorwaltende Begeisterung des ersten

Anfanges. Neue Besen, sagt man, kehren gut. Der Freiländer sieht das

Auge einer ganzen Welt auf sich und sein Thun gerichtet; er fühlt sich

noch als Bahnbrecher der neuen Einrichtungen; er ist stolz auf dieselben

und der letzte Arbeiter hier mag sich solcherart noch verantwortlich

fühlen für die Art und Weise, wie er das ihm zugefallene Apostolat der

Weltfreiheit ausübt. Wird das auf die Dauer vorhalten, wird insbesondere

die gesamte Menschheit ähnlich fühlen und handeln? Ich bezweifle es, bin

zum mindesten nicht vollkommen von der Notwendigkeit überzeugt, daß es

geschehen werde. Und was dann, wenn es nicht geschieht, wenn sich zeigen

sollte, daß -- sagen wir nicht alle, aber doch zahlreiche -- Völker des

Stachels von Not getriebenen Eigennutzes, des Lockmittels vollen und

ganzen Eigentums nicht entbehren können, ohne in Stumpfsinn und Trägheit

zu verfallen? Das sind die Fragen, auf die wir zunächst Antwort

erbitten.

_Richard Held_ (Centrum). Der Vorredner findet, daß Eigennutz und

Eigentum so wichtige Beförderungsmittel der Betriebsamkeit sind, daß

ohne deren volle und uneingeschränkte Wirksamkeit menschlicher

Fortschritt auf die Dauer kaum denkbar und deren Ersatz durch den

Gemeinsinn höchst unverläßlich wäre. Ich gehe viel weiter. Ich behaupte,

daß ohne diese beiden Vehikel der Betriebsamkeit an materielles Gedeihen

irgend welchen Gemeinwesens gar nicht zu denken ist, zum mindesten

insolange nicht, bis die menschliche Natur sich nicht radikal geändert,

oder die Arbeit aufgehört hat, eine Plage zu sein. Jeder Versuch, auf

wirtschaftlichem Gebiete den Eigennutz durch Gemeinsinn oder

anderweitige ethische Triebfedern zu ersetzen, müßte schmählich Fiasko

leiden. Das eigens zu beweisen, halte ich für ganz überflüssig; aber

gerade weil dem so ist, gerade weil der Eigennutz und sein Korrelat, das

Eigentum, die besten, durch keinerlei Surrogat gleich wirksam zu

ersetzenden Triebfedern der Arbeit sind, gerade deshalb, so sollte ich

meinen, verdienen die Institutionen der wirtschaftlichen Gerechtigkeit

auch in diesem Betracht ganz ausgesprochener Maßen den Vorzug vor denen

der ausbeuterischen Wirtschaftsordnung. Denn sie erst bringen Eigennutz

und Eigentum wirklich zur Geltung, während die ausbeuterische Ordnung

sich dieses Verdienst nur fälschlich anmaßt.

Die Knechtschaft ist doch in Wahrheit geradezu die Verneinung des

Eigennutzes. Dieser setzt voraus, daß der Arbeitende durch seine Mühe

dem »eigenen Nutzen« diene -- trifft dies unter dem Walten der

Ausbeutung zu, arbeitet der Knecht zu _eigenem_ Nutzen? Wollte man mit

Rücksicht auf die Frage des Eigennutzes einen Nachteil der

wirtschaftlichen Gerechtigkeit der Knechtschaft gegenüber ableiten, so

müßte man behaupten, die Arbeit gehe dann am fruchtbarsten und

erfolgreichsten von statten, wenn der Arbeitende _nicht_ zu eigenem,

sondern zu fremdem Nutzen produciere. Aber der Arbeitgeber produciert

doch zu eigenem Nutzen, wird man vielleicht einwenden. Richtig. Doch

abgesehen davon, daß auch das streng genommen mit der Wirkung des

Eigennutzes _der Arbeit_ gegenüber nichts zu thun hat, denn hier ist es

wieder nicht der Nutzen eigener, sondern fremder Arbeit, der in Frage

kommt; so ist es doch klar, daß ein System, welches bloß einer

Minderzahl Nutzen an der Arbeit einräumt, unendlich minder wirksam sein

muß, als jenes andere, von uns beabsichtigte, welches diesen Nutzen

_jedem_ Arbeitenden einräumt. In Wahrheit kennt die ausbeuterische Welt

-- von geringfügigen Ausnahmen abgesehen -- nur Menschen, welche ohne

eigenen Nutzen arbeiten und Menschen, welche ohne eigene Arbeit Nutzen

von der Arbeit haben; Arbeit zu eigenem Nutzen kommt in ihr höchstens

nebensächlich vor. Mit welchem Scheine von Recht darf sich also die

Ausbeutung damit brüsten, den _Eigen_nutz als Triebfeder der Arbeit zu

gebrauchen? _Fremd_nutzen ist der richtige Name des bei ihr ins Spiel

kommenden Arbeitmotivs, und daß dieser Fremdnutzen sich wirksamer

erweisen sollte, als der Eigennutz, den die wirtschaftliche

Gerechtigkeit erst als Neuerung in die moderne Welt einführen muß, wäre

denn doch einigermaßen schwer zu beweisen.

Nicht viel anders verhält es sich mit dem Eigentume. Welch grenzenlose

Voreingenommenheit gehört dazu, einem Systeme, welches neunundneunzig

Hundertteile der Menschheit aller und jeglicher Sicherheit des Eigentums

beraubt, ihnen außer der Luft, die sie atmen, nichts läßt, was sie ihr

eigen nennen dürften, nachzurühmen, daß es das Eigentum als

Beförderungsmittel menschlicher Betriebsamkeit gebrauche, und dies einem

anderen Systeme gegenüber, welches alle Menschen ohne Ausnahme zu

Eigentümern, und zwar zu unverkürzten unbedingten Eigentümern all dessen

macht, was sie nur immer hervorbringen mögen! Oder soll vielleicht der

Vorzug des ausbeuterischen »Eigentums« darin liegen, daß es sich auf

Dinge erstreckt, die der Eigentümer _nicht_ hervorgebracht hat? Keine

Frage, die Anhänger des Alten haben schlechthin keine klare Vorstellung

über den Begriff des Mein und Dein. Was gehört denn eigentlich _mir_?

»Alles, was Du Irgendwem wegnimmst«, wäre -- wenn sie aufrichtig sein

wollten -- ihre einzige Antwort. Weil diese Aneignung _fremden_

Eigentums im Laufe der Jahrtausende in gewisse feste, durch grausame

Notwendigkeit geheiligte Formen gebracht worden ist, kam ihnen der

unlöslich mit dem Wesen der Sache verknüpfte, natürliche Begriff des

Eigentums gänzlich abhanden. Es geht über ihr Begriffsvermögen, daß die

Gewalt zwar in Besitz und Genuß erhalten kann, wen ihr beliebt, daß aber

der freie ungehinderte Gebrauch der eigenen Kräfte Jedermanns

ureigenstes Eigentum ist, und daß folglich jede staatliche oder

gesellschaftliche Ordnung, welche sich über dieses Urrecht jedes

Menschen hinwegsetzt, nicht das Eigentum, sondern -- den Raub zur

Grundlage hat. Dieser Raub mag immerhin notwendig, ja nützlich sein --

wir haben gesehen, daß er es Jahrtausende hindurch thatsächlich gewesen

-- »Eigentum« wird er darum doch niemals, und wer ihn dafür hält, der

hat eben vergessen, was Eigentum ist.

Es erscheint mir nach dem Gesagten kaum noch nötig, viel Worte über

jenes Bedenken zu verlieren, daß mangels vollkommenen Eigentums

Leichtsinn oder liebloses Verfahren mit den Produktionsmitteln einreißen

könne. Ersteres anlangend, genügt es wohl zu fragen, ob denn

hoffnungsloses Elend sich als gar so vorzügliches Beförderungsmittel

wirtschaftlicher Voraussicht erwiesen habe, daß dessen Ersatz durch eine

dieses Stachels allerdings beraubte, im übrigen aber vollkommen

durchgeführte Selbstverantwortlichkeit sich als gefährlich erweisen

könnte. Und was das zweite Bedenken betrifft, so hätte dieses nur dann

Berechtigung, wenn in der bisherigen Ordnung die Arbeitenden Eigentümer

der Produktionsmittel gewesen wären. Sondereigentum an diesen wird ihnen

zwar auch die neue Ordnung nicht einräumen, dafür aber den

ungeschmälerten Fruchtgenuß derselben, und wessen Begeisterung für die

Schönheiten der bestehenden Ordnung nicht so weit geht, daß er den Stock

des Herrn für ein wirksameres Beförderungsmittel auch der liebevollen

Vorsorge hält, als den Nutzen der Arbeitenden, der mag beruhigt darüber

sein, daß es auch in dieser Beziehung nicht schlimmer, sondern nur

besser werden kann.

_Charles Prud_ (Rechte). Ich begreife durchaus nicht, wie der geehrte

Vorredner bestreiten kann, daß in der bisherigen Ordnung Eigennutz es

ist, was die Massen zur Arbeit nötigt. Wer wollte leugnen, daß sie einen

Teil des Nutzens ihrer Arbeit abgeben müssen; aber ein anderer Teil

verbleibt doch jedenfalls auch ihnen, sie arbeiten daher, zwar nicht

ausschließlich, wohl aber mit zu ihrem eigenen Nutzen. Und jedenfalls

_müssen_ sie arbeiten, wollen sie dem Hunger entgehen, und man sollte

meinen, daß dieser Sporn der wirksamste von allen ist. Soviel über die

Leugnung des Eigennutzes als Triebfeder der sogenannten ausgebeuteten

Arbeit. Was aber den Ausfall gegen den Eigentumsbegriff von uns

Verteidigern -- nicht etwa der bestehenden Übelstände, aber doch einer

besonnenen, maßhaltenden Reform derselben -- anlangt, so möchte ich mir

in aller Bescheidenheit die Bemerkung erlauben, daß unser Rechtsgefühl

sich dabei beruhigte, daß den Arbeitenden Niemand zwang, mit dem

Arbeitgeber zu teilen. Er schloß als freier Mann einen Vertrag mit

demselben ... (allgemeine Heiterkeit). Lachen Sie immerhin, es ist doch

so. In politisch freien Ländern hindert den Arbeiter nichts, ungeteilt

für eigene Rechnung zu arbeiten; den Anteil, den er dem Unternehmer

abtritt, Raub zu nennen, ist daher jedenfalls ungerecht.

_Béla Székely_ (Centrum). Mir will scheinen, daß es ein müßiger Streit

um Worte ist, den mein Vorredner zu entfesseln sich anschickt. Er nennt

den Arbeitslohn einen Teil des Nutzens der Produktion -- mag sein, daß

hie und da die Arbeiter wirklich einen Teil des Nutzens als Lohn oder

als Zugabe zu diesem empfangen; bei uns und, wenn ich recht unterrichtet

bin, auch im Lande des Redners war das im allgemeinen nicht üblich,

vielmehr zahlten wir den Arbeitern, ganz unbekümmert um den Nutzen ihrer

Arbeit, eine zur Fristung ihres Lebens dienende Summe; Nutzen --

eventuell auch Schaden -- der Produktion gehörte ausschließlich uns, den

Unternehmern. Mit ungefähr demselben Rechte könnte er behaupten, daß

seine Ochsen oder Pferde am »Nutzen« der Produktion teilhaben. Wenn ich

sage, mit »ungefähr« demselben Rechte, so meine ich damit, daß dies von

Ochsen und Pferden in der Regel mit etwas _besserem_ Rechte gesagt

werden könnte, denn während diese nützlichen Kreaturen zumeist besseres

und reichlicheres Futter erhielten, wenn ihre Arbeit den Herrn reich

gemacht hatte, geschah dies bei unseren zweibeinigen, vernunftbegabten

Arbeitskreaturen höchstens in sehr seltenen Ausnahmefällen.

Dann identificiert der Herr Vorredner vollends den Hunger mit dem

Eigennutze. Die Massen _müssen_ arbeiten, sonst verhungern sie.

Allerdings. Aber der Sklave muß auch arbeiten, sonst erhält er Prügel --

folglich, so sollten wir nach dieser seltsamen Logik sagen, wird auch

der Sklave durch Eigennutz zur Arbeit getrieben. Oder will man sich

vielleicht darauf steifen, daß Eigennutz sich nur auf die Erlangung

materieller Güter beziehe? Das wäre zwar falsch, denn Prügel vermeiden

ist schließlich nicht mehr und nicht minder eine Forderung des

Eigennutzes, als den Hunger stillen; aber ich will um solche

Kleinigkeiten nicht streiten; lassen wir also den Stock und die Peitsche

als Symbole vom Eigennutz beflügelter Betriebsamkeit fallen. Wie aber

steht es dann mit jenen Sklavenhaltern, die -- wahrscheinlich im

Interesse der >Freiheit der Arbeit< -- ihre faulen Sklaven nicht

prügelten, sondern hungern ließen? Unter deren Regime wurde -- dem

Vorredner nach -- offenbar der Eigennutz als Triebfeder der Arbeit auf

den Thron gesetzt? Daß der Hunger ein sehr wirksames _Zwangs_mittel ist,

ein wirksameres, als die Peitsche -- wer wollte das leugnen; er hat

daher letztere auch überall und sehr zum Vorteile der Arbeitgeber

verdrängt. Aber Eigennutz? Dazu gehört, das sagt schon der Klang des

Wortes, daß der Nutzen der Arbeit Eigen des Arbeitenden sei. Soviel über

den Eigennutz.

Und was nun vollends die Verwahrung gegen das Unrecht der Ausbeutung

anlangt, so verstehe ich dieselbe schon ganz und gar nicht. >Frei< waren

die Arbeiter, nichts zwang sie, zu fremdem Vorteil zu producieren?

Jawohl, nichts als die Kleinigkeit, der Hunger. Sie mochten es immerhin

bleiben lassen, wenn sie verhungern wollten! Wieder genau dieselbe

>Freiheit<, die auch der Sklave hat. Wenn ihn die Peitsche nicht

geniert, nötigt ihn nichts zur Arbeit für seinen Herrn. Die Fesseln, in

denen die >freien< Massen der ausbeuterischen Gesellschaft schmachten,

sind enger, peinigender, als die Ketten des Sklaven. Das Wort >Raub<

gefällt dem Vorredner nicht? Es ist in der That ein hartes, häßliches

Wort; aber der >Räuber< ist ja nicht der einzelne Ausbeuter, sondern die

ausbeuterische Gesellschaft und diese war einst, in der bitteren Not des

Daseinskampfes, zu diesem Raube genötigt. Ist das Töten im Kriege

deshalb weniger Todschlag, weil nicht der Einzelne, sondern der Staat,

und dieser häufig notgedrungen, die Veranlassung dazu giebt? Man wird

sagen, daß diese Art des Tötens durch das Strafgesetz nicht verboten, ja

von der Pflicht gegen das Vaterland geboten sei und daß >Todschlag< nur

verbotene Arten des Tötens genannt werden dürfen. Das ist _juristisch_

sehr richtig, und wenn sich jemand beifallen ließe, das Töten im Kriege

vor den Strafrichter zu ziehen, so würde man ihn mit Fug auslachen. Aber

ebenso verlachen müßte man Jenen, der, weil Töten im Kriege erlaubt ist,

bestreiten wollte, dasselbe sei Todschlag, wenn es sich nicht um die

juristische Strafbarkeit, sondern um die Begriffsbestimmung des

Totschlags als einer Handlungsweise handelte, bei welcher ein Mensch

gewaltsam vom Leben zum Tode gebracht wird. So ist auch die Ausbeutung

kein Raub im strafrechtlichen Sinne; wenn aber jede Aneignung fremden

Eigentums Raub genannt werden darf -- und nur darum handelt es sich im

vorliegenden Falle -- dann ist Raub und nichts anderes die Grundlage

jeder ausbeuterischen Gesellschaft, der modernen >freien< nicht minder,

als der auf Sklaverei oder Hörigkeit gestützten antiken oder

mittelalterlichen. (Lang andauernder Applaus, in welchen auch die Herren

Johann Storm und Charles Prud einstimmen).

(Schluß des zweiten Verhandlungstages.)

Freiland: Ein sociales Zukunftsbild · 第 25 / 29 题