Ich suchte, außer um mich umzuziehen, tagsüber mein „Privatquartier“
nicht auf. Im „Lamm“ war ein leerer Saal. Dort saß ich am zweiten
Nachmittag, als aus einem Nebenraum Musik ertönte. Alt oder neu? Beides,
oder weder dies noch das, aber so reich, so ergreifend, daß ich zur Tür
ging und sie öffnete: um ein Pianino saß eine kleine Schar, und man
probte die Oper eines Komponisten, dessen Namen ich zum ersten Male
hörte: Rudi Stephan. Im Kriege gefallen. Natürlich.