Florian. Ja, haben S' die Gnad'. (Deutet auf's Reißen.)

Eduard. Willst du, daß wir dieses Land verlassen und in ein

anderes ziehen?

Florian. Ah, hören S' auf, sie lügen überall. Es ist doch

g'scheiter, ich geh' hier zugrund', als wenn ich wegen dem noch

eine Weile wohin reisen soll.

Eduard. Es wird ja doch nicht überall so arg sein.

Florian. Ja, ist schon recht! Jetzt, wenn S' erst auf eine

treffen, die einen reichen Liebhaber hat, den sie für einen Narren

hält; die können erst lügen! Da reißt's mich in der Mitten

voneinander.

Eduard. Still! Man kommt.

Vierzehnte Szene.

Aladin. Vier Mann Wache mit Pfeilen. Vorige.

Aladin. Fremdling! Der Herrscher wird in diesem Augenblicke hier

erscheinen, um öffentliches Gericht zu halten, und bei dieser

Gelegenheit will er dich bewillkommen und deine Bitten hören.

Eduard. Nimm meinen Dank für deine Botschaft.

Aladin. Doch haben wir Befehl erhalten, deinen Diener in das

Irrenhaus zu bringen, und ihn mit Ketten zu belasten, wie es sich

für einen Rasenden geziemt.

Florian. Was? Mich wollen s' in den Narrenturm sperren, und ich

bin gescheiter, als sie alle?

Aladin. Ergreift ihn.

Florian. Ich sag's ja, wo ich hinkomme, halten mich die Leute für

einen Narren. So nehmen S' Ihnen doch an um mich! Wird sich doch

einer um den andern annehmen?

Eduard. Halt! Er ist mein Diener, und niemand hat ein Recht auf

ihn, als ich. Ich stehe für seinen Verstand und für sein künftiges

Betragen gut.

Florian. Ja, wir setzen was ein.

Aladin. Wohl, doch bei dem kleinsten Anfall werden wir unsere

Befehle vollziehen.

Eduard. Also hüte dich!

Florian. Jetzt muß ich mir eine Ehr d'raus machen, wann's mich

reißt.

Aladin. Fremdling! Folge mir, bis ich dich dem Beherrscher

vorstellen darf. (Geht mit Eduard ab.)

Der Diamant des Geisterkönigs · 第 17 / 36 题