Osillis. Aber du erschreckst uns durch--

Florian. Ist ja nicht wahr; ist alles erlogen.

Eduard. Verzeihe ihm; und auch du, holdes Mädchen! (Ergreift die

Hand der Zweiten.)

Florian. Auweh! Auweh! Auweh! Die lügt noch stärker. O,

Sapperment!

(Eduard läßt sie los.)

Florian. Ah, das ist eine Komödie!

Eduard. Schweig, Bursche!

Osillis. Ist er wahnsinnig?

Eduard. Mein schönes Mädchen! (Tritt zwischen die beiden andern

und ergreift zugleich ihre Hände.)

Florian. Um alles in der Welt! Ich halt's nicht aus! Ich geh'

zugrund!

(Die Mädchen reißen ihre Hände los und entsetzen sich.)

Osillis. Welche Verwegenheit! Flieht, Schwestern, das ist ein

Rasender! (Alle vier Mädchen entfliehen mit den Mohren in den

Palast.)

Dreizehnte Szene.

Eduard. Florian.

Eduard. Nun, Freund Florian, was sagt dein Barometer?

Florian. Lügen hat's geregnet. Ich werd' ein miserabler Mensch!

Wenn wir zurückkommen, dürfen S' mich gleich auf sieben Jahr nach

Gastein oder ins Bründelbad schicken.

Eduard. Armer Schelm, du dauerst mich.

Florian. Das ist eine sittsame Bagage. Die zwei letzten müssen

schon gelogen haben, bevor sie auf die Welt gekommen sind; es ist

nicht möglich sonst.

Eduard. Die Forderung grenzt aber auch an Unmöglichkeit. Doch wir

wollen unsere Hoffnung nicht aufgeben.

Der Diamant des Geisterkönigs · 第 16 / 36 题