~Tod durch Schlagfluss nach einer Balgerei.~
Der 40jährige Webergeselle _W._ war zwei Tage nach einer Balgerei nach
dreistündiger Krankheit gestorben. Die Section ergab Schlagfluss,
wirkliche Hirn-Hämorrhagie, nämlich ein drei Zoll grosses, rundes,
liniendickes Extravasat von geronnenem Blute auf der linken Hemisphäre.
An äussern Spuren von Misshandlungen u. s. w. fand sich Nichts, als
einige unbedeutende Zerkratzungen an der Nase und rechten Backe. Es
musste angenommen werden, dass die Ursache des tödtlichen Schlagflusses
aus der Obduction sich nicht ergeben habe, dass aber die zwei Tage
vorher Statt gehabte Balgerei ~nicht~ die Veranlassung dazu gewesen,
was sich um so mehr rechtfertigte, als mitgetheilt ward, dass _denatus_
nach der Rauferei und bis wenige Stunden vor seinem Tode ganz
vollkommen gesund geblieben war, dass er aber seit Jahren epileptisch
und fast immer betrunken gewesen sei. Dass diese Momente eine endliche
tödtliche Hirnblutung erzeugen konnten, bedarf hier keiner weitern
Ausführung.