~Tödtliche Kopf-Schusswunde.~
In diesem Falle war die Kugel im Körper, im Gehirn, stecken geblieben.
Es war ein Rehposten, mit welchem ein 13jähriger Knabe in den
Kopf geschossen worden war. Die Kugel war in die Mitte des linken
Scheitelbeins eingedrungen, und hatte zwei kleine Knochensplitter
im Schusskanal bis in den linken Seitenventrikel hinein, wo sie sich
fanden, fortgerissen. Die kleine Kugel selbst fanden wir plattgedrückt
an der Basis des kleinen Gehirns. Von der Schussöffnung im Knochen ab
erstreckte sich eine Zickzackfissur in ~sehr seltener Weise~, nämlich
in ~horizontaler~ Richtung, quer über den Kopf nach rechts hinüber, wo
sie in der Mitte der Lambda-Nath ihr Ende fand, da sonst bei weitem
die allermeisten Sprengungen der Schädelknochen mehr der vertikalen
Richtung folgen. Ausserdem fand sich hier noch in der _pars basilaris_
des Hinterhauptbeins ein bohnengrosses Knochenstück ausgesprengt, das
inselartig lose im Knochen lag.