14. Fall.

~Tödtliche Kopf-Schusswunde.~

In diesem Falle war die Kugel im Körper, im Gehirn, stecken geblieben.

Es war ein Rehposten, mit welchem ein 13jähriger Knabe in den

Kopf geschossen worden war. Die Kugel war in die Mitte des linken

Scheitelbeins eingedrungen, und hatte zwei kleine Knochensplitter

im Schusskanal bis in den linken Seitenventrikel hinein, wo sie sich

fanden, fortgerissen. Die kleine Kugel selbst fanden wir plattgedrückt

an der Basis des kleinen Gehirns. Von der Schussöffnung im Knochen ab

erstreckte sich eine Zickzackfissur in ~sehr seltener Weise~, nämlich

in ~horizontaler~ Richtung, quer über den Kopf nach rechts hinüber, wo

sie in der Mitte der Lambda-Nath ihr Ende fand, da sonst bei weitem

die allermeisten Sprengungen der Schädelknochen mehr der vertikalen

Richtung folgen. Ausserdem fand sich hier noch in der _pars basilaris_

des Hinterhauptbeins ein bohnengrosses Knochenstück ausgesprengt, das

inselartig lose im Knochen lag.

Gerichtliche Leichen-Oeffnungen. Zweites Hundert. · 第 20 / 161 题