~Tödtliche Kopf-Schusswunde.~
seinen würdigen Kameraden getödtet hatte. Dieser, ein 30jähriger
Schuhmachergeselle und Barrikadenheld, musste nothwendig im Augenblicke
der Tödtung mit offenem Munde geschrieen (oder vielleicht gegähnt)
haben, denn die Kugel war in den Mund eingedrungen, und an der rechten
Seite des Halses, einen Zoll von den Dornfortsätzen des sechsten und
siebenten Halswirbels, wo die Ränder der rundlichen, zerrissenen Wunde
aufgewulstet waren, hinausgegangen. Die Zunge war bis in ihre Mitte
ganz zerrissen, und hing in blutigen Fetzen einen halben Zoll lang
aus dem Munde heraus. Die Zähne rechter Seits fehlten, und der ganze
Unterkiefer war zerschmettert, ~ohne dass dessen Bedeckungen verletzt
waren~. Der Schuss hatte die grossen Halsgefässe nicht getroffen. Die
schon sehr weit vorgeschrittene Fäulniss gestattete eine genauere
Untersuchung des Gehirns nicht mehr. Deutlich aber sahen wir nach
Entfernung der _dura mater_ von der Schädelgrundfläche, dass diese
vielfach zersprengt worden war; namentlich fanden sich zersprengt das
Siebbein, das rechte Felsenbein, das Keil- und das Hinterhauptsbein.
Dass dieser Schuss, der eigentlich unterhalb der Schädelhöhle in den
Kopf eingedrungen war, solche Zersprengungen der Kopfknochen veranlasst
hatte, ist gewiss bemerkenswerth.