~Bruch von Halswirbeln, Zerreissung der Luft- und Speiseröhre~,
der eine Reihe der allerfurchtbarsten Verletzungen darbot, wie sie
nicht leicht so vereinigt vorkommen. Ein 30jähriger Knecht war
durch Ueberfahren getödtet worden. Der Hals der Leiche war ringsum,
und ausserdem auch der ganze obere Theil der Brust mit bedeutenden
Sugillationen bedeckt, und man fühlte schon äusserlich Brüche der
Halswirbel und des rechten Schlüsselbeins durch. Es ergab sich (ausser
einem Queerbruch dieser _clavicula_), dass der _Processus odontoideus_
abgebrochen und der _Epistropheus_ vom _Atlas_ getrennt war, so dass
beim Trennen der Weichtheile die Halswirbelsäule sogleich hervordrang.
Aus der Trennungsstelle liess sich das zermalmte Halsrückenmark als
blutiger Brei hervordrücken. Aber ausserdem fanden sich noch Kehlkopf
und Speiseröhre abgerissen, und Ersterer lag in der Brust hinter
dem _Manubrium sterni_, und endlich war noch die rechte _Carotis_
zerrissen. In der Brust lagen in beiden Pleurasäcken Massen von
schwarzen Blutklumpen. Lungen, Herz, Nieren und _Vena cava_ waren
vollkommen blutleer (die Milz um das Fünffache, muthmaasslich in Folge
von kalten Fiebern, vergrössert und indurirt). Die Seitenventrikeln
enthielten dickflüssiges Blut, womit auch das kleine Gehirn überzogen
war. Ohne Zweifel waren in diesem Falle die Wagenräder über den
Hals und den obern Theil der Brust weggegangen und hatten so diese
furchtbaren Zerstörungen bewirkt.