16. Aug.; +Voltaire Siècle de Louis XIV.+; Burnet +II.+, 97; +Mémoires
de Berwick+; Dykvelt's Brief an die Generalstaaten vom 4. Aug. 1692.
Siehe auch die sehr interessante Debatte, welche am 21. Nov. 1692
im Hause der Gemeinen stattfand. Eine englische Uebersetzung von
Luxemburg's sehr sorgfältig ausgearbeiteter und gewandt geschriebener
Depesche findet man im Monthly Mercury vom September 1692. Das Original
ist unlängst in der neuen Ausgabe von Dangeau abgedruckt. Ludwig
erklärte sie für die beste Depesche, die er je gelesen. Der Herausgeber
des Monthly Mercury behauptet, sie sei in Paris fabricirt worden.
»Etwas Andres zu glauben,« sagt er, »ist Thorheit; als ob Luxemburg
so viel Zeit hätte haben können, einen so langen Brief zu schreiben,
mehr wie ein Schulfuchs denn wie ein General, oder vielmehr wie der
aufsichtführende Schüler in einer Schule, der seinem Lehrer über das
Betragen der anderen Knaben Bericht erstattet.« In dem Monthly Mercury
findet man auch die französische officielle Liste der Gefallenen und
Verwundeten. Von allen Berichten über die Schlacht scheint mir der
beste der in Feuquières' Memoiren enthaltene. Er ist durch eine Karte
erläutert. Feuquières theilt Lob und Tadel sehr unparteiisch zwischen
den Generälen. Die Traditionen der englischen Soldatentische hat
uns Sterne erhalten, der auf den Knien der alten Soldaten Wilhelm's
aufwuchs. »Die Regimenter Cutts',« fuhr der Korporal fort, indem er
den Zeigefinger der rechten Hand an den Daumen der linken legte und an
den Fingern weiter zählte, »die Regimenter Cutts', Mackay's, Angus',
Graham's und Leven's, Alle wurden in Stücke gehauen, und den englischen
Leibgarden wäre es nicht besser ergangen, wenn nicht einige Regimenter
von der Rechten muthig zu ihrer Rettung herbeigeeilt wären, welche das
Feuer des Feindes gerade ins Gesicht bekamen, noch ehe eines ihrer
Pelotons nur einen Schuß abgefeuert hatte. Sie werden dafür in den
Himmel kommen,« setzte Trim hinzu.
[29] +Voltaire, Siècle de Louis XIV.+
[30] Langhorne, der vornehmste Laienagent der Jesuiten in England,
wählte seine Werkzeuge, wie er Tillotson bekannte, stets nach diesem
Prinzip. Burnet +I.+ 230.
[31] Ich habe die Geschichte von Grandval's Complot hauptsächlich
seinem eignen Bekenntnisse entlehnt. Frau von Maintenon habe ich nicht
erwähnt, weil Grandval sie in seinem Bekenntnisse nicht erwähnt. Die
ihr zur Last gelegte Beschuldigung stützt sich einzig und allein auf
Dumont's Autorität. Siehe auch +A True Account of the horrid Conspiracy
against the Life of His most Sacred Majesty William III., 1692;
Reflections upon the late horrid Conspiracy contrived by some of the
French Court to murder His Majesty in Flanders, 1692+; Burnet +II.+
92; Vernon's Briefe aus dem Lager an Colt, veröffentlicht von Tindal;
London Gazette vom 11. August. Die Gazette de Paris enthält kein Wort
über den Gegenstand, -- ein sehr bezeichnendes Stillschweigen.
[32] London Gazette vom 20. und 24. October 1692.
[33] Siehe seinen Rapport bei Burchett.
[34] London Gazette vom 28. Juli 1692. Siehe die Beschlüsse des
Kriegsraths bei Burchett. In einem vom 10. Juli datirten Briefe an
Nottingham sagt Russell: »In sechs Wochen wird das was wir Sommer
nennen, so ziemlich zu Ende sein.« +Lords' Journals, Dec. 19. 1692.+
[35] Monthly Mercury, Aug. und Sept. 1692.
[36] +Evelyn's Diary, July 25. 1692;+ Burnet +II+. 94. 95., und
Lord Dartmouth's Note. Die Geschichte des Streits zwischen Russell
und Nottingham ist am besten aus den Protokollen und Debatten des
Parlaments von der Session 1692/93 zu ersehen.
[37] +Commons' Journals, Nov. 19. 1692; Burnet +II.+ 95; Grey's Debates,
Nov. 21. 1692;+ Pariser Gazette vom August und September; +Narcissus
Luttrell's Diary, Sept.+
[38] Siehe Bart's +Letters of Nobility+ und die Pariser Gazette vom
Herbst 1692.
[39] +Mémoires de Du Gay Trouin.+
[40] London Gazette vom 11. Aug. 1692; +Evelyn's Diary, Aug. 10+;
Monthly Mercury vom September; +A Full Account of the late dreadful
Earthquake at Port Royal in Jamaica, licensed Sept. 9. 1692.+
[41] +Evelyn's Diary, June 25., Oct. 1. 1690; Narcissus Luttrell's
Diary, June 1692, May 1693; Monthly Mercury, April, May, June 1693; Tom
Brown's Description of a Country Life, 1692.+
[42] +Narcissus Luttrell's Diary, Nov. 1692.+
[43] Siehe zum Beispiel die London Gazette vom 12. Jan. 1693.
[44] +Narcissus Luttrell's Diary, Dec. 1692.+
[45] +Ibid. Jan. 1693.+
[46] +Ibid. July 1692.+
[47] +Evelyn's Diary, Nov. 20. 1692; Narcissus Luttrell's Diary;+
London Gazette vom 24. Nov.; Hop an den Greffier der Generalstaaten,
18. (28.) Nov.
[48] London Gazette vom 19. Dec. 1692.
[49] +Narcissus Luttrell's Diary, Dec. 1692.+
[50] +Ibid. Nov. 1692.+
[51] +Ibid. Aug. 1692.+
[52] Hop an den Greffier der Generalstaaten, 23. Dec. (2. Jan.)
1692/93. Die holländischen Depeschen von diesem Jahre sind voll von
Geschichten von Räubereien.
[53] Hop an den Greffier der Generalstaaten, 23. Dec. (2. Jan.)
1692/93; +Historical Records of the Queen's Bays, published by
authority; Narcissus Luttrell's Diary, Nov. 15.+
[54] +Narcissus Luttrell's Diary, Dec. 22.+
[55] +Ibid. Dec. 1692;+ Hop, 3. (13.) Jan. Hop nennt Whitney »+den
befaamsten roover in Engelandt.+«
[56] London Gazette vom 2. Jan. 1692/93.
[57] +Narcissus Luttrell's Diary, Jan. 1692/93.+
[58] +Ibid. Dec. 1692+
[59] +Ibid. January, February;+ Hop, 31. Jan. (10. Febr.) und
3. (13. Febr.) 1693; Brief an den Sekretär Trenchard, 1694; +New Court
Contrivances or more Sham Plots still, 1693.+
[60] +Lords'+ und +Commons' Journals, Nov. 4., Jan. 1692.+
[61] +Commons' Journals, Nov. 10. 1692.+
[62] Siehe die +Lords' Journals+ vom 7. bis 18. Nov. 1692; Burnet
+II+. 102. Tindal's Darstellung dieser Vorgänge ist Briefen des
Unterstaatssekretärs Warre an Colt, Gesandten in Hannover, entnommen.
+Letter to Secretary Trenchard, 1694.+
[63] +Lords' Journals, Dec. 7.;+ Tindal, aus den Colt'schen Briefen;
Burnet +II.+ 105.
[64] +Grey's Debates, Nov. 21. 23. 1692.+
[65] +Grey's Debates, Nov. 21. 1692;+ Colt's Briefe in Tindal.
[66] Tindal, Colt's Briefe; +Commons' Journals, Jan. 11. 1692/93.+
[67] Colt's Briefe bei Tindal; +Lords' Journals+ vom 6. bis 19. Dec.
1692.
[68] Ueber die Vorgänge dieses Tages im Hause der Gemeinen sehe man die
Protokolle vom 20. Dec. und den Brief von Robert Wilmot, Mitglied für
Derby, an seinen Collegen, Anchitel Grey, in Grey's +Debates+.
[69] +Commons' Journals, Jan. 4. 1692/93.+
[70] Colt's Briefe bei Tindal; +Commons' Journals, Dec. 16, 1692, Jan.
11. 1692/93.+ Burnet +II.+ 104.
[71] Die heftige Antipathie des englischen Adels gegen die
holländischen Günstlinge wird in einer 1698 von Renaudot geschriebenen
höchst interessanten Note erwähnt, die sich in den Archiven des
französischen Ministeriums des Auswärtigen befindet.
[72] Colt's Briefe bei Tindal; +Lords' Journals, Nov. 28., 29. 1692,
Feb. 18., 24. 1692/93.+
[73] +Grey's Debates, Nov. 18. 1692; Commons' Journals Nov. 18., Dec.
1. 1692.+
[74] Siehe Cibbers' +Apologie+ und Mountford's +Greenwich Park+.
[75] Siehe Cibbers' +Apology+, Tom Brown's Werke und überhaupt die
Werke jedes Schöngeistes und Humoristen der Stadt.
[76] Das englische Wortspiel mit +fair+, was schön, aber auch
unparteiisch, ehrlich bedeutet, läßt sich im Deutschen nicht
wiedergeben. -- D. Uebers.
[77] Meine Hauptquelle für diesen Prozeß ist die in Howell's
Sammlung enthaltene Darstellung desselben. Man sehe ferner +Evelyn's
Diary+ unterm 4. Febr. 1692/93. Auch habe ich einige Umstände aus
+N. Luttrell's Diary+, aus einem Briefe an Sancroft, der sich unter den
Tanner-Manuscripten in der Bodlejanischen Bibliothek befindet, und aus
zwei Briefen von Brewer an Wharton, ebenfalls in der Bodlejanischen
Bibliothek, entnommen.
[78] +Commons' Journals, Nov. 14. 1692.+
[79] +Commons' Journals+ von dieser Session, namentlich vom 17. Nov.,
10. Dec., 25. Febr. und 3. März; Colt's Briefe bei Tindal.
[80] +Commons' Journals, Dec. 10.;+ Colt's Briefe bei Tindal.
[81] Siehe +Coke's Institutes+, Theil II, Kap. 1. Im Jahre 1566 betrug
eine Subsidie 120,000 _l._, im Jahre 1598 78,000 _l._; als Coke seine
+Institutes+ schrieb, gegen das Ende der Regierung Jakob's I. 70,000
_l._ Clarendon sagt uns, daß 1640 zwölf Subsidien auf ungefähr 600,000
_l._ geschätzt wurden.
[82] Siehe die alten Grundsteueracten und die Debatten über die
Grundsteuerablösungsbill von 1798.
[83] +Lord's Journals, Jan. 16, 17, 18, 19. 20.; Commons' Journals,
Jan. 17, 18, 20. 1692;+ Tindal, aus den Colt'schen Briefen; Burnet
+II+. 104, 105. Burnet hat sich eines unrichtigen Ausdrucks bedient,
den Tindal, Ralph und Andere abgeschrieben haben. Er sagt, die Frage
sei gewesen, ob die Lords sich selbst besteuern sollten. Die Lords
machten in keiner Weise das Recht geltend, den Betrag, der ihnen durch
die Bill, wie sie ihnen zugesandt wurde, aufgelegten Besteuerung
abzuändern. Sie verlangten bloß, daß ihre Güter nicht durch die
gewöhnlichen Commissare, sondern durch Specialcommissare höheren Ranges
abgeschätzt werden sollten.
[84] +Commons' Journals, Dec. 2. (12.) 1692.+
[85] Diese Darstellung des Ursprungs des Actienschwindels in der City
von London habe ich hauptsächlich nach einer höchst interessanten
periodischen Schrift, betitelt: +»Collection for the Improvement of
Husbandry and Trade, by J. Houghton, F. R. S.«+ entworfen. Sie ist
thatsächlich eine wöchentliche Geschichte der Handelsspekulationen
jener Zeit. Ich habe mehrere Jahrgänge durchgesehen. In Nr. 33, vom
17. März 1692/93, sagt Houghton: »Das Kaufen und Verkaufen von Actien
ist einer der großen jetzt florirenden Handelszweige. Ich finde aber,
daß sehr Viele nichts davon verstehen.« Unterm 13. und 22. Juni 1694
schildert er den ganzen Prozeß des Börsenspiels. Unterm 13. Juli des
nämlichen Jahres spricht er zuerst von Zeitkäufen. Wer über die im
Texte genannten Compagnien Näheres wissen will, der lese Houghton's
Sammlung und eine 1695 erschienene Flugschrift, betitelt: +Angliae
Tutamen.+
[86] +Commons' Journals; Stat. 4. W. & M. C. 3.+
[87] Siehe eine höchst bedeutsame Anmerkung in Hume's +History of
England,+ Anhang +III+.
[88] +Wealth of Nations,+ Buch +V+. Kap. 3.
[89] Wesley fiel diese Anomalie im Jahre 1745 auf. Siehe sein Tagebuch.
[90] Pepys, 10. Juni 1668.
[91] Siehe die Politik, +IV+. 13.
[92] Die Bill befindet sich in den Archiven des Hauses der Lords.
[93] +Lords' Journals, Jan. 3. (13.) 1692/93.+
[94] +Introduction to the Copies and Extracts of some Letters written
to and from the Earl of Danby, now Duke of Leeds, published by His
Grace's Direction, 1710.+
[95] +Commons' Journals; Grey's Debates.+ Die Bill selbst befindet sich
in den Archiven des Hauses der Lords.
[96] +Dunton's Life and Errors, Autobiography of Edmund Bohun,+
privatim gedruckt 1693. Diese Selbstbiographie ist im höchsten Grade
merkwürdig und interessant.
[97] +Vox Cleri+, 1689.
[98] Bohun war der Verfasser der unmittelbar nach der Revolution
erschienenen +History of the Desertion+. In diesem Werke entwickelt er
seine Lieblingstheorie. »Ich für meinen Theil,« sagt er, »bin erstaunt
darüber, wie Jemand Bedenken tragen kann, sich dem gegenwärtigen Könige
zu unterwerfen, denn wenn je ein Mensch gerechte Ursache hatte, einen
Krieg zu beginnen, so war er es, und dies begründet ein Recht auf das
was dadurch gewonnen wird. Indem der König seine Armee zurückzog und
auflöste, trat er ihm den Thron ab, und wenn er denselben ohne weiteres
bestiegen hätte, so hätte er nicht mehr gethan als alle anderen Fürsten
unter gleichen Umständen gethan haben würden.«
[99] +Character of Edmund Bohun, 1692+.
[100] Dryden spricht in seinem +Life of Lucian+ in zu überschwenglichen
Ausdrücken von Blount's Talenten. Aber Dryden's Urtheil war parteiisch,
denn Blount's erstes Werk war ein Pamphlet zur Vertheidigung der
»Eroberung von Granada.«
[101] Siehe seinen +Appeal from the Country to the City for the
Preservation of His Majesty's Person, Liberty, Property, and the
Protestant Religion+.
[102] Siehe den Artikel über Apollonius in Bayle's +Dictionary+. Ich
sage Blount übersetzte nach der lateinischen Uebersetzung, denn sein
Werk enthält zahlreiche Beweise, daß er nicht fähig war, aus dem
Griechischen zu übersetzen.
[103] Siehe Gildon's Ausgabe von Blount's Werken, 1695.
[104] Wood's +Athenae Oxonienses+ unter dem Namen Heinrich Blount (Karl
Blount's Vater); Lestrange's »Observator,« Nro. 290.
[105] Diese Piece wurde 1695 von Gildon in Blount's Werken abgedruckt.
[106] Daß Bount's Plagiarismus nur von wenigen seiner Zeitgenossen
entdeckt wurde, ist nichts Wunderbares. Das aber ist wunderbar, daß
seine +Just Vindication+ in der +Biographia Britannica+ warm gelobt
wurde, ohne die mindeste Andeutung, daß alles Gute darin gestohlen
ist. Die +Areopagitica+ sind nicht das einzige Werk, das er bei dieser
Gelegenheit plünderte. Auch aus Bacon entnahm er eine schöne Stelle,
ohne die Quelle anzuführen.
[107] Ich stehe nicht an, dieses Pamphlet Blount zuzuschreiben,
obgleich es von Gildon in seinen Werken nicht aufgenommen wurde.
Wenn Blount es wirklich nicht schrieb, so mußte es doch sicherlich
unter seiner Leitung geschrieben worden sein. Daß zwei Literaten ohne
Verabredung binnen kurzer Zeit zwei Abhandlungen hätten veröffentlichen
sollen, von denen die eine aus der einen Hälfte der Areopagitica, die
andre aus der andren Hälfte compilirt war, ist unglaublich. Es wird
sich nachher zeigen, warum Gildon es nicht für gut fand, das zweite
Pamphlet abzudrucken.
[108] Bohun's Selbstbiographie.
[109] Bohun's Selbstbiographie; +Commons' Journals, Jan. 20. 1692/93.+
[110] Bohun's Selbstbiographie; +Commons' Journals, Jan. 20. 21.
1692/93.+
[111] Oldmixon; +Narcissus Luttrell's Diary,+ Nov. und Dec. 1692;
Burnet +II.+ 334; +Bohun's Autobiography.+
[112] +Burn it, Burn it!+ ein Wortspiel auf Burnet. -- D. Uebers.
[113] +Grey's Debates; Commons' Journals, Jan. 21. 23. 1692/93. Bohun's
Autobiography; Kennet's Life and Reign of King William and Queen Mary.+
[114] »Die Meisten bedauerten den Bischof.« -- Bohun's Selbstbiogr.
[115] Der Beschluß der Gemeinen ist mit großer Wehmuth in den Memoiren
erwähnt, welche Burnet damals schrieb. »Es sah,« sagt er, »ziemlich
sonderbar aus, daß ich, der ich von meinem ersten Auftreten an
unter allen Schriftstellern des Jahrhunderts vielleicht der größte
Vertheidiger der öffentlichen Freiheit war, mit solcher Härte als
ein Feind derselben behandelt wurde. Das kam jedoch daher, weil die
Tories mich nie leiden konnten und die Whigs mich haßten, weil ich
nicht in ihre Ideen und Leidenschaften einging. Aber weder dies,
noch Schlimmeres, das mir vielleicht begegnet, soll hoffentlich im
Stande sein, mich von den gemäßigten Prinzipien und der gerechten
Vertheidigung der Freiheit des Menschengeschlechts abweichen zu
lassen.« Burnet-Mscr. Harl. 6584.
[116] +Commons' Journals, Feb. 27 1692/93; Lords' Journals, Mar. 4.+
[117] +Lords' Journals, March 8. 1692/93.+
[118] In dem Artikel über Blount in der +Biographia Britannica+
wird ihm lobend eine Hauptrolle bei der Emancipation der Presse
zugeschrieben. Aber der Verfasser war bezüglich der Facta sehr
unvollkommen unterrichtet. Es ist auffällig, daß die Umstände
von Blount's Tode so ungewiß sind. Daß er an einer sich selbst
beigebrachten Wunde starb, und daß er lange siechte, sind unbestrittene
Thatsachen. Die allgemein verbreitete Meinung war, daß er sich habe
erschießen wollen, und Narcissus Luttrell machte damals in seinem
Tagebuche eine dahin lautende Notiz. Pope dagegen, der die beste
Gelegenheit hatte, sich genau zu unterrichten, behauptet, »daß Blount,
der in eine nahe Verwandte von ihm verliebt gewesen, aber verschmäht
worden war, sich einen Stich in den Arm beibrachte, mit dem Vorsatze
sich das Leben zu nehmen, an dessen Folgen er wirklich starb.« -- +Note
on the Epilogue to the Satires, Dialogue I.+ Warburton, der erst mit
den Helden der Dunciade und dann mit den ausgezeichnetsten Gelehrten
seiner Zeit Umgang gehabt hatte, mußte die Wahrheit wohl kennen, und
er bestätigt durch sein Stillschweigen Pope's Versicherung. Gildon's
Rhapsodie über den Tod seines Freundes paßt auf jede der beiden
Geschichten.
[119] Die gegen Coningsby erhobenen Beschuldigungen findet man in
den Protokollen der beiden Häuser des englischen Parlaments. Diese
Beschuldigungen wurden nach Verlauf eines Vierteljahrhunderts von
Prior, den Coningsby mit großer Rücksichtslosigkeit und Härte behandelt
hatte, in Verse gebracht. Ich will einige Strophen anführen. Man wird
sehen, daß der Dichter sich herabließ, den Styl der Straßenballaden
nachzuahmen:
»Dem Nero, dem Tyrannen, der
In nun vergangner Zeit
Regiert' in Irland weit umher
Sei dieses Lied geweiht.
* * * * *
Dem unvergleichbar'n Peer gebricht,
-- Sucht im Archive nur --
Es auch an Klagartikeln nicht,
Leicht findet Ihr die Spur.«
Hierauf wird die Geschichte von Gafney erzählt. Coningsby's
Spekulationen werden folgendermaßen geschildert:
»Gar große Massen Güter sackt
Er in die Taschen ein;
Des Königs Gut wird angepackt
Und Alles nennt er sein.
Verwirktes Gut auch zieht er ein,
Grundeigenthum und Geld;
Wo jenes ist, muß dies auch sein,
Der Cerberus Alles hält.«
Die letzte Beschuldigung hat die den Katholiken gewährten
Begünstigungen zum Gegenstande:
»Papisten hat er allezeit,
Ganz unverhohl'n gepflegt,
Trotzdem sie raubten weit und breit,
Beschützt sie und gehegt.
Der Protestant, durch Nero's Schuld
Geplündert und beraubt,
Er mußte schweigen in Geduld
Wie Hiob schwieg und glaubt'.
Denn schnöde schlug er diesem ab
Rechtsbeistand und Gericht,
Und schützte nur mit mildem Stab
Den röm'schen Bösewicht.«
[120] +An Account of the Sessions of Parliament in Ireland,
1692, London, 1693.+
[121] Die Poyningsacte ist 10 H. 7. C. 4. Sie war durch eine
andere Acte, 3 und 4 P. und M., C. 4 erläutert.
[122] Die Geschichte dieser Session habe ich den Protokollen
der irischen Lords und Gemeinen, den den englischen Lords und Gemeinen
von Mitgliedern des irischen Parlaments vorgelegten schriftlichen
Erzählungen und einer Flugschrift, betitelt: +A Short Account of the
Sessions of Parliament in Ireland, 1692, London 1693,+ entnommen.
Burnet scheint mir (+II+. 118) eine richtige Ansicht von dem Streite
gehabt zu haben. »Die Engländer in Irland glaubten die Regierung
begünstige die Irländer zu sehr; Einige meinten, es sei dies eine
Folge von Bestechungen, Andere hielten es für nothwendig, sich gegen
Verfolgungen der Engländer zu sichern, welche sie haßten und heftig
gegen sie erbittert waren... Auch wurde sehr über schlechte Verwaltung
geklagt, namentlich in Bezug auf die Staatseinkünfte, auf die Besoldung
der Armee und auf die Unterschlagung von Vorräthen.«
[123] Ueber Swift's Abkunft und Jugendjahre sehe man die von
ihm selbst geschriebenen Anekdoten.
[124] +Journal to Stella, Letter LIII.+
[125] Siehe Swift's Brief an Temple vom 6. Oct. 1694.
[126] +Journal to Stella, Letter XIX.+
[127] +Swift's Anecdotes.+
[128] London Gazette vom 27. März 1693.
[129] Siehe Seite 58 im II. Kapitel. -- D. Uebers.
[130] Burnet +II+. 108 und Sprecher Onslow's Note; +Sprat's
True Account of the Horrid Conspiracy; Letter to Trenchard. 1694.+
[131] Burnet +II+. 107.
[132] Diese Gerüchte werden in Narcissus Luttrell's Tagebuche
mehr als ein Mal erwähnt.
[133] London Gazette vom 27. März 1693; +Narcissus Luttrell's
Diary.+
[134] Burnet +II+. 123; +Carstairs Papers.+
[135] +Register of the Actings or Proceedings of the General
Assembly of the Church of Scotland, held at Edinburgh, Jan. 15. 1692,
collected and extracted from the Records by the Clerk there of.+ Dieser
interessante Bericht wurde 1852 zum ersten Male gedruckt.
[136] +Act. Parl. Scot. June 12. 1693.+
[137] +Act. Parl. Scot. June 15. 1693.+
[138] Dem Herausgeber der +Carstairs Papers+ war
augenscheinlich, gleichviel aus welchem Grunde, sehr darum zu thun,
diese notorische und in die Augen springende Wahrheit zu entstellen. Er
hat deshalb einigen Briefen Johnstone's Inhaltsangaben vorausgeschickt,
welche unaufmerksame Leser täuschen können. So schrieb zum Beispiel
Johnstone an Carstairs unterm 18. April, als man noch nicht wußte, daß
die Session eine ruhige sein werde: »Man bietet alles Mögliche auf und
wird auch ferner alles Mögliche aufbieten, um die Dinge zu verwirren.«
Des Herausgebers Inhaltsangabe von diesem Briefe lautet folgendermaßen:
»Kunstgriffe, welche angewendet werden, um die auf Glencoe bezüglichen
Angelegenheiten zu verwirren.« Ferner beklagte sich Johnstone in einem
einige Wochen später geschriebenen Briefe, daß die Liberalität und
Willfährigkeit der Stände nicht gebührend gewürdigt worden sei. »Es
soll nichts geschehen,« sagt er, »um dem Parlamente Genugthuung zu
verschaffen, ich meine was es als eine Genugthuung betrachtet haben
würde.« Der Herausgeber giebt den Inhalt dieses Briefes wie folgt an:
»Klagen, daß das Parlament nicht durch eine Untersuchung über das
Gemetzel von Glencoe zufriedengestellt wird.«
Stereotypie und Druck von Philipp Reclam jun. in Leipzig.
Zwanzigstes Kapitel.
Wilhelm und Marie.
Inhalt.
Seite
Zustand des Hofes von Saint-Germains 5
Gesinnung der Jakobiten. Die Vergleicher 8
Die Nichtvergleicher 8
Ministerwechsel in Saint-Germains. Middleton 10
Jakob erläßt eine neue Erklärung 12
Eindruck der neuen Erklärung 14
Rüstungen der Franzosen für den Feldzug 16
Gründung des St. Ludwigsordens 16
Middleton's Bericht über Versailles 16
Wilhelm's Rüstungen für den Feldzug 18
Ludwig rückt in's Feld 18
Ludwig kehrt nach Versailles zurück 19
Manövers Luxemburg's 20
Schlacht bei Landen 21
Vernichtung der Smyrna-Flotte 26
Aufregung in London 28
Jakobitische Libelle; Wilhelm Anderton 29
Schriften und Kunstgriffe der Jakobiten 32
Verhalten Caermarthen's 34
Der Ostindischen Compagnie eine neue Concession verliehen 35
Wilhelm's Rückkehr nach England; militärische Erfolge
Frankreich's 36
Noth in Frankreich 37
Ein Ministerium nothwendig für die parlamentarische Regierungsform 40
Allmälige Bildung des ersten Ministeriums 42
Sunderland 43
Sunderland räth dem Könige den Whigs den Vorzug zu geben 46
Gründe für die Bevorzugung der Whigs 47
Häupter der Whigpartei; Russell 48
Somers 49
Montague 51
Wharton 54
Häupter der Torypartei 57
Harley 58
Foley 61
Howe 61
Zusammentritt des Parlaments 62
Debatten über die Unfälle zur See 62
Russell erster Lord der Admiralität 64
Nottingham's Rücktritt 64
Shrewsbury will kein Amt annehmen 64
Debatten über den Handel mit Indien 65
Bill zur Regulirung des Prozeßverfahrens in Hochverrathsfällen 68
Die Dreijährigkeitsbill 68
Die Stellenbill 70
Bill zur Naturalisirung ausländischer Protestanten 73
Geldbewilligung 75
Wege und Mittel; Lotterieanlehen 75
Die Bank von England 77
Prorogation des Parlaments; ministerielle Arrangements 86
Shrewsbury Staatssekretär 86
Verleihung neuer Titel 87
Kriegsplan der Franzosen 88
Kriegsplan England's 88
Expedition gegen Brest 89
Operationen im Mittelländischen Meere 92
Krieg zu Lande 94
Klagen über Trenchard's Verwaltung 94
Die gerichtlichen Verfolgungen in Lancashire 95
Zusammentritt des Parlaments 98
Tillotson's Tod 99
Tenison, Erzbischof von Canterbury 100
Debatten über die gerichtlichen Verfolgungen in Lancashire 100
Die Stellenbill 101
Die Bill zur Regulirung des Verfahrens in Hochverrathsfällen 102
Die Dreijährigkeitsbill angenommen 102
Tod Mariens 102
Mariens Leichenbegängniß 105
Gründung des Greenwich-Hospitals 106
[_Zustand des Hofes von Saint-Germains._] Es ist jetzt Zeit die
Vorgänge zu erzählen, die seit der Schlacht von La Hogue in
Saint-Germains stattgefunden hatten.
Jakob war, nachdem er die Flotte, die ihn in sein Königreich
zurückbringen sollte, bis zum Wasserspiegel hatte niederbrennen sehen,
nicht in der besten Laune in seine Residenz bei Paris zurückgekehrt.
Das Unglück machte ihn gewöhnlich nach seiner Weise fromm, und er
darbte und kasteiete sich jetzt dergestalt, daß seine Seelsorger
genöthigt waren sich ins Mittel zu legen.[1]