Er reichte mir die Hand. „~Bis éng Auer, da schwetze mer weider.~“

„~Eddi!~“

Langsam ging ich die Neutorstraße hinauf.

Handelsleute kamen in eiligem, geschäftigem Schritte vorbei. Ich

achtete nicht auf sie.

Wie doch die Zeiten ändern! Vor einem Monate erst war ich hier mit

~Berta~ gegangen. Nichts in der Welt würde uns trennen. So hatten

wir uns damals versprochen. Und schon heute kommt eine andere und will

~Berta~ verdrängen, will sie ausschalten, will sich an ihre Stelle

setzen. Ich stieß den Stock fest, unwillig auf das Pflaster. Nein, das

darf nicht sein. Ich kann ~Berta~ nicht lassen, kann nicht. Und

wenn ich auch ein ganzes Jahr warten müßte.

Endlich jemand, mit dem ich mich aussprechen konnte.

Auf dem Glacis traf ich den Eidam. Auch er freute sich über das

Wiedersehen.

„~Kommt, loße mer go’n, woû mir e Wûrt elèng schwätze können.~“

Wir drängten uns an den vielen Leuten, Karren und Teimern vorbei und

gingen hinüber in den Park.

„~Wé aß et? Wât mecht d’Berta?~“

Er blickte mich traurig an. „~Wât soll et machen? D’kreischt sech

hallef blann.~“

Ich hustete kurz, erregt.

Langsam gingen wir über den einsamen, stillen Weg. Alles, was der Eidam

sagte, drückte schwer auf meine leidende Seele.

„~Dann aß d’Berta esoû onglécklech!~“ Ich atmete beklommen.

Berels Berta: Eine Bauerngeschichte aus dem Luxemburgischen · 第 13 / 25 题