Vielleicht gehe ich selbst noch einmal in den Schwank, sein Humor hat
doppelte Lebenskraft, man kann sich zweimal totlachen. Es fällt mir gar
nicht ein, den Inhalt des kleinen Lustspiels zu verraten, nur möchte ich
seinen famosen Darstellern für den schönen Abend und vor allen Dingen
dem Autor Fritz Gräbert für den lustigen Streich danken. Arthur Winckler
spielte den ehemaligen Bäckermeister August Pickenbach mit Rosinen und
Korinthen und allen außergewöhnlichen Zutaten. Emmy Dittmar, allerdings
eine Schulreiterin, in die man sich verlieben kann. Frau Meyer (Rosa
Schäffel), man soll sich noch so eine gute Wirtin suchen! Es war ein
lachendes Zusammenspiel, ein Tanz, leichtfüßig, ein Walzer: An der
blauen Donau, wenn auch der erste Aufzug in Ostende an der Nordsee
spielt und der Herr Rentier Bäckermeister Pickenbach auf berlinisch mir
und mich der neuen Bekanntschaft beim Sekt sein Mehlherz ausschüttet.
Man kommt nicht aus dem Lachen heraus, der traurigen Jungfrau
Sentimentalität ist der Eintritt verboten, der Autor hat die banale
Tochter zu Hause gelassen, er ironisiert selbst den Kuß. Er mag nicht
eines Kusses wegen einen Augenblick Lachen einbüßen. »Skool!« ruft mein
Nachbar. Er ist Schwede. Ein Liebespaar, zwei Turteltauben, stehn doch
sonst immerwo im dritten Akt, gefüllt oder ungefüllt, am Nischenfenster
und girren im frischesten Lustspiel geheuchelte Sehnsucht. Meine Angst
war also hier vergebens. Und mich belustigt ungestört der ungeschlachte,
wollige Liebhaber Maler Hans Wegemann (Carl Wessel), es blieb ihm jedes
Wort im Hals stecken, bis er zum beißenden Hammel ausreifte unter der
Leitung seiner Backfischbraut Marie, der Tochter Pickenbachs (Grete
Kroll). Die vielen Hände, die einen Wirbel klatschten, waren nicht zu
übersehen.