häufig in den Inschriften von Sāñci und Barāhat.]
[Fußnote 97: Der siamesische Text hat _Annabhāro_.]
[Fußnote 98: Wie der siam. Text wohl auch die anderen richtig
_kañ_ ca; vorher _garu^0_.
Die Auskunft über die sechs anderen Meister, welche die
Kommentatoren zu geben wissen, hat gewiss keinen höheren
Werth als ihre sonstige Stegreif-Exegese. So wird z. B.
vom ersten, _Pūraṇo Kassapo_, erzählt, er sei von gemeiner
Geburt und ehedem eines großen Herrn Diener gewesen, und
zwar der hundertste mit neunundneunzig anderen zusammen,
habe also die Zahl gerade vollgemacht, _pūretvā:_ daher der
Name _Pūraṇo_, u. s. w., u. s. w. Solche Gassenetymologien
sind ja allgemein recht beliebt, nicht nur in Indien. Eine
vogtländische Sage weiß nicht minder verbürgt von einem
»heiligen Loff« zu berichten, der als Klausner im Walde
zwischen Roda und Gera lebte, und zu welchem die Leute von
weither gewallfahrtet kamen: allmälig sei dann später ein Ort
entstanden, von diesem »Gange zum heiligen Loff« St. Gangloff
geheißen -- der ursprüngliche /Gangolf/ war den biederen
Nachfahren natürlich längst entschwunden. Indogermanische
Volksverwandtschaft zeigt auch hier typische Züge.]
[Fußnote 99: Lies mit dem siam. Texte _adhiciṇṇaṃ_.]
[Fußnote 100: Ebenso heißt es noch auf einer Inschrift aus dem
1. Jahrh. n. Chr. von einem berühmten _Jaina_meister in Mathurā
_bahavovacaka-ca-gaṇino-ca_: Epigraphia Indica vol. II, p. 209,
No. 36.]
[Fußnote 101: So berichtet auch /Strabo/ p. 712, nach
/Megasthenes/: Τον δ’ ακροωμενον ουτε λαλησαι θεμις
ουτε χρεμψασθαι αλλ’ ουδε πτυσαι. -- Zum Gleichnisse cf. des
/Aristonymos/ Wort, /Stob./ Flor. XIII, 23: Ὡσπερ
το μελι τα ἡλκωμενα δακνει, τοις δε κατα φυσιν ἡδυ εστιν, οὑτω
και οἱ εκ φιλοσοφιας λογοι.]
[Fußnote 102: Nicht tödten, nicht stehlen, nicht ausschweifen,
nicht lügen, nicht sich berauschen. -- Die obige Klage vernimmt
man wörtlich in einem Ausspruche _Bhartṛharis’_ wieder, den uns
/I-Tsing/ aufbewahrt hat, bei /Max Müller/ »India
etc.« Exkurs F.]
[Fußnote 103: In der editio P. T. S. ist der Satz _yam pi_ bis
_vaṇṇavādī_, ferner _dhammaṃ_ vergessen, u. s. w.]
[Fußnote 104: Eine Bilva fasst ungefähr einen drittel
Liter. -- Mit der hier und im Folgenden dargelegten
strengen Zucht vergleiche man namentlich den zweiten
Theil der großen _Sannyāsopaniṣat_, v. 59-103, sowie der
_Nāradaparivrājakopaniṣat_ fünften Theil, dessen v. 12 e. g.
lautet:
Pāṃsunā ca praticchannaś
śūnyāgārapratiśrayaḥ
vṛkṣamūlaniketo vā
tyaktasarvapriyāpriyaḥ.
]
[Fußnote 105: _nantakāni_; von √(nam), _na(ṃ)tas_.
Cf. _naṃtum_, _naṃtva_; zur Bed.: _pariṇatādi_. Das nördliche
_namatam_ hat natürlich nichts damit zu schaffen.]
[Fußnote 106: Lies mit dem siam. Texte _daḷhāni suttalūkhāni_.]
[Fußnote 107: Es ist, wie der siam. Text andeutet, _ucchepake
va te ratā_ zu lesen. -- Cf. die, dem Sinne nach identische,
Variante _Theragāthā_ v. 843, 1146: _uñchā[ya] pattāgate ratā_.
Damit urverwandt ist unsere Unze, von uncia, uncus, ογκος,
_aṉkas_, √(añc), √(vañc), √(uñch);
eine Unze ist demnach eigentlich gleich einer Krumme (panis,
aeris etc.)]
[Fußnote 108: nur für die Regenzeit eine Hütte sich selber
errichten. Cf. _Theragāthā_ v. 127 f.]
[Fußnote 109: Zu dieser ursprünglichen Bedeutung
von _pāṭihāriyam_, das _patiggaho_ analog ist, cf.
_Chāndogyopaniṣat_ I, 11 i. f.: . . . _sarvāṇi ha vā imāni
bhūtānyannam eva pratiharamāṇāni jīvanti_.]
[Fußnote 110: Der siam. Text hat _^0vimatthaṃ_; es ist, wie
vol. I, p. 385, _^0vimaṭṭhaṃ_ zu lesen.]
[Fußnote 111: Vergl. hiermit _Maitryupaniṣat_ IV, 2:
_Citrabhittir iva mithyāmanoramam ityathoktam = Therīgāthā_ 393.
Eine eigenthümliche Gegenseitigkeit der obigen Ausführungen und
der schönen Farbenversuche /Schopenhauers/ ist in der
Form sowohl als in der tieferen Bedeutung bis auf den einzelnen
Fall nachweisbar.]
[Fußnote 112: Ein verwandtes Gleichniss, _palalapiṇḍaḥ
snehena vyāptaḥ_, findet sich _Harivaṃśe_ II, 71, _{27};
_Atharvaśiraupaniṣadi_ 4.]
[Fußnote 113: Es darf hier wohl an den bekannten _adhyāropas_
erinnert werden, _rajjusarpavat_: _Nirvāṇopaniṣat_ i. m., im
_Vedāntasāras_ No. 34 u. No. 70; wiederum, auch zweimal, von
/Sextus Empiricus/ vorgetragen, I. Pyrrhon. 227 u.
I. Logic. 187.]
[Fußnote 114: Einem der obigen Gleichnisse nahezu wörtlich
entsprechend wird magische Schöpfung vom gewaltigen Hylourgen
/Paracelsus/ beschrieben: »... wie ein Erd in deß
Hafners Hand, der macht vnd formirt darauß was er will vnd was
jhn gelust«: Straßburger Ausgabe 1603 vol. I. fol. 882.]
[Fußnote 115: Zum Gleichnisse cf. _Chāndogyopaniṣat_ VI, 14,
_{2}; _Rāmāyaṇam_ II, 108, 5-6.]
[Fußnote 116: Aehnlich _Chāndogyopaniṣat_ VIII, 6, 2:
_Tadyathā mahāpatha ātata ubhau grāmau gacchatīmaṃ cāmuṃ ca,
evamevādi_.]
[Fußnote 117: Mallikā war die ebenso milde als geistvolle
jüngste Gemahlin Pasenadis von Kosalo; vergl. die 87. Rede.
Sie hatte, wie andere edle Gönner, Garten und Halle gestiftet.
-- Zur _Samaṇamuṇḍikā_ cf. _Smṛti_-Stellen wie die von der
_śramaṇā dharmanipuṇā_ im _Rāmāyaṇam_ I, 1, _{55}, _Mhbh._ XII,
320. Eine Matrone, die später in einen der geistlichen
Schwesterorden eingetreten. So stehn z. B. die jinistischen
Nonnen auch in der Gegenwart noch auf ziemlich hoher Stufe, wie
die ausführlichen Belege im Indian Antiquary vom Oktober 1884
darthun.]
[Fußnote 118: Lies _kujjhitamattā_. -- Zum Gleichnisse cf. die
64. Rede, im Anfang.]
[Fußnote 119: Vergl. _Subālopaniṣat_ 1 i. f.: _hṛdayāt sarvam
idaṃ jāyate_.]
[Fußnote 120: Der Text hat _yaṃ cittaṃ sarāgaṃ sadosaṃ
samoham_.]
[Fußnote 121: Zu dieser typischen Bemerkung cf. das Wort
vom lehrreichen Gespräche und dem heiligen Schweigen,
in der Einleitung zur 26. Rede p. 161, welche Stelle
noch von _Parākramabāhus_ I. auf seiner schönen großen
Galvihāre-Felseninschrift (b) l. 35, 36 wörtlich citiert ist,
No. 137 von /Ed. Müllers/ Ancient Inscriptions in
Ceylon. -- Aus gleichen Vorbedingungen zu feiernder, lautloser
Versammlung, die des rechten Redners gewärtig ist, ist die
_Upaniṣat_ hervorgegangen, ja schon das _Sattram_, beide von
√(sad) sitzen.]
[Fußnote 122: Der Text hat natürlich _yo_.]
[Fußnote 123: Siehe die 38. Rede, Seite 487-492 der
Uebersetzung.]
[Fußnote 124: Zu _appāṭihīrakatam bhāsitam_ cf. Anm. 109.]
[Fußnote 125: Dogma der _Sāṃkhyās_: cf. Lieder der Mönche
p. 33 Anm. -- Vergl. hiermit den verwandten Spruch im
Cherubinischen Wandersmann I, 60
Die Seel ist ein Kristall, die Gottheit ist ihr Schein,
ein Bild, das auf eine im Mittelalter wohlbekannte Vorlage
zurückweist, e. g. bei /Walther von der Vogelweide/, im
Leich v. 35.]
[Fußnote 126: Zu _kimi khajjopanako_ cf. _Chāndogyopaniṣat_,
VI, 7, _{5} ͠= _Jātakam_ vol. VI. p. 371; Ancient
Inscriptions in Ceylon, Obelisk No. 149 b, l. _{14};
/Trenckner/, Pāli Miscellany p. 59. Cf.
/Shakespeare/, Pericles, II, 3:
a glow-worm in the night,
The which has fire in darkness, none in light.
]
[Fußnote 127: Lies _panassāma_, cf. vol. I. p. 177 l. _{20};
von _naśate_ +_pra_.]
[Fußnote 128: Die _sīlāni_ und _jhānāni_ von _idha_ bis _so_
sind interpolierte Iteration.]
[Fußnote 129: Lies _*udekamaṇiko assa_. -- Cf. das Gleichniss
am Ende der 5. Rede; dann ebenso der 15., welches auch in der
_Chāndogyopaniṣat_ VIII, 8 gegeben ist.]
[Fußnote 130: Die allerhand gemeinen Dinge, wie Könige
u. s. w., zu Beginn der letzteren Reden öfters erwähnt (S. 290,
315, 344, 354), haben, nebenbei gesagt, ganz die nämliche
großartig heitere Abweisung von /Pope/ erfahren, zu
Beginn seines Meisterwerkes:
Awake, my St. John! leave all meaner things
To low ambition, and the pride of kings.
]
[Fußnote 131: nomen gentile Vekhanasos. -- _Vekhanaso_, von
_vikhanas_, ist offenbar eine ältere Variante zu _Vekhānaso_.]
[Fußnote 132: Eine klare Bestätigung der _aññadiṭṭhikenādi_
als _karmadhārayās_, p. 369, bez. 487 in No. 72, bietet Asokos
X. Felsenedikt i. f.: _Dukaraṃ tu kho etaṃ chudakena va janena
usaṭena va añatra agena parākamena_; desgl. das VI. i. f. sowie
das I. Säulenedikt, Delhi-Sivalik l. 3 f. Vergl. ferner das von
/Rhys Davids/ kürzlich entdeckte und von /Senart/
besprochene Girnār-Fragment des XIII. Felsenedikts, im
Journ. Roy. As. Soc. 1900 p. 435, wo in l. 5 _añatra-yonesa[ṃ]_
zu lesen ist, d. h., wie /Bühlers/ Kālsī-Version lehrt,
_añatra-yo_ (janapado) _nesa[ṃ]_ (nikāyānaṃ yadidaṃ) _baṃhmane
cā samane cā_. -- Zur Sache cf. die 70. Rede S. 236, die 95.
gegen Ende.]
[Fußnote 133: Lies mit dem siam. Texte _nisinno_.]
[Fußnote 134: Eine ähnliche Sage von einer solchen Stelle in
der Nähe der uralten Stadt _Sāṃkāśyā_ weist /Cunningham/
im Archaeological Survey of India vol. I. p. 273 nach.]
[Fußnote 135: _sotthisinānī_ ist richtig, wie in der 93. Rede;
zu _sotthi_ cf. _śothas_ etc., nicht etwa _śāṭī_.]
[Fußnote 136: Auch Ghaṭīkāro gehört einem, zwar geringeren,
Brāhmanengeschlechte an. Cf. infra Anm. 142.]
[Fußnote 137: Lies _yāv’ etado hi pi_.]
[Fußnote 138: König Kikī, der _Kṛtī rājā_ der _Purāṇen_,
wird ständig in Legenden, wie _Vessantarajātakam_ i. in.,
als Zeitgenosse Kassapos angeführt. -- _Kikī-_, _Kṛtī-rājā_
entspricht unserem ‚König Karl‘, von der selben Wurzel _kṛ
karoti_.]
[Fußnote 139: Lies mit dem siam. Texte _paṇḍumudikassa_;
vorher, mit den anderen Mss und /Trenckner/, _khādaniyam
bhojaniyam_. -- Reis lieben die Inder bekanntlich als
vorzüglichste Nahrung: »Den reinen Reis, der Kraft verleiht«,
wie es in den Liedern der Mönche v. 842 heißt. So nennt auch
/Homer/ αλφιτα μυελον ανδρων, Mehl das Mark der Männer,
Od. II, 290.]
[Fußnote 140: Um kein lebendes Wesen zu verletzen. -- Lies _na
musalena, sahatthā paṭhaviñ ca khanati_.]
[Fußnote 141: Lies _paṭivibhattāni_.]
[Fußnote 142: Ghaṭīkāros nomen gentile: Der vom Seher _Bhagu_
abstammt. Vergl. _Dīghanikāyo_ No. 24.
Im 408. _Jātakam_ wird gleichfalls ein Hafner mit ‚Bhaggaver‘
angesprochen.]
[Fußnote 143: Vergl. die Legende vom magischen Obdach
des _Mucalindo_, im _Mahāvaggo_ I, 3, und _Mahāvastu_
vol. III. p. 301. Auch die Olympier sind vor Niederschlägen
immer geborgen, da ihr Saal ὡς ὑπερνεφη ουτε νιφεται ουτε
κατομβρειται, nach /Eustathius/, Comm. ad Il, I,
v. 420.]
[Fußnote 144: _Siyā_ bis _ahosiṃ_ ist kommentarielle
_Jātakam_-Interpolation; die ganze Rede apokryphe Sage. Schon
im ersten Jahrhundert vor Chr. in das nordbuddhistische
_Saṃskṛt_ des _Mahāvastu_ übersetzt, vol. I. p. 317-335:
theils wörtlich genau, theils freilich recht missverständlich
-- e. g. p. 321 wo _ovaṭṭikāya_ (von _varti_) _parāmasitvā_
halsbrecherisch in _kṛkāṭikāyāṃ gṛhya_ verzerrt wurde -- theils
auch mahāyānisch multipliziert, verfälscht und ausgeschmückt.]
[Fußnote 145: Vergl. den alten Spruch, im
_Aitareyabrāhmaṇam_ II, 32, _{3}: _Cakṣur vā etad yajñasya yat
tūṣṇīṃśaṃsaḥ_, »Denn das Auge ist es der Andacht: die stille
Verehrung.«]
[Fußnote 146: der Adeligen, Priester und Bürger.]
[Fußnote 147: Vergl. /Herodot/ II, 78.]
[Fußnote 148: So der barm. und siam. Text.]
[Fußnote 149: Koravyo, _Kauravyas_, Der von den _Kurū_ stammt,
d. i. der Kurūner.]
[Fußnote 150: Ganz ähnlich der pythagoraeische Arzt
/Alcmaeon/: Της μεν ὑγειας ειναι συνεκτικην ισονομιαν
των δυναμεων, ὑγρου, θερμου, ξηρου, ψυχρου, πικρου, γλυκεος,
κτλ. την δ’ εν αυτοις μοναρχιαν, νοσου ποιητικην· φθοροποιον
γαρ ἑκατερου μοναρχια ... την δε ὑγειαν συμμετρον των ποιων την
κρασιν., bei /Plutarch/, De plac. philos. V, 30.]
[Fußnote 151: Cf. _Maitryupaniṣat_ I, 4.]
[Fußnote 152: Der Topus vom Greisenalter, S. 408, hat seinen
Gegenplatz im /Homer/, z. B. Ilias letzter Gesang
Mitte, wo Priamos ergreifend anhebt: Μνησαι πατρος σειο ...
τηλικου, ὡσπερ εγων ογοῳ επι γηραος ουδῳ. Zum Ueberfluss und
der Eroberung, S. 411, cf. Pyrrhus’ Gespräch mit Kineas, bei
/Plutarch/ cap. 14, auch des /Bakchylides/
verwandte Strophe, 1, 36-39:
το δε παν-
των ευμαρειν ουδεν γλυκυ
θνατοιοσιν· αλλ’ αιει τα φευ-
γοντα διζμνται κιχειν.
Der vorletzte Lehrsatz, S. 410, ist von /Horaz/ ungemein
schön und innig erkannt worden, carm. II, 14, _{6}:
Linquenda tellus et domus et placens
Uxor, neque harum quas colis arborum
Te praeter invisas cupressos
Ulla brevem dominum sequetur.
]
[Fußnote 153: Uralte Mangohaine, mit Steinaltaren,
moosbewachsen, von hohen Akazien umstanden, sind auch heute
noch vielfach anzutreffen, so in der weiten, stillen,
fruchtbaren Ebene um Benāres, in Sārnāth, etc. Zum Namen
_Makhadevo_ cf. _Śatapathabrāhmaṇam_ XIV, 1, 1, 13, und die
_Makhadevatās_ im _Harivaṃśam_ III, 53, 38.]
[Fußnote 154: Diesem Ideal eines indischen Königs ist Asoko
in der That sehr nahe gekommen. Sagt er doch u. a. auch:
_hemevā savanikāyesu paṭivekhāmi_, »Und so überwache ich
alle Stände«, Säulenedikt VI l. 7; vergl. noch insbesondere
VII 2 1. 4: _dhaṃmamahāmātā pi me te bahuvidhesu aṭhesu
ānugahikesu viyāpaṭā, se pavajītanaṃ ceva gihithānaṃ cādi_;
und Felsenedikt IV u. V. Cf. /Bühler/, Zeitschr. d.
deutschen morgenl. Ges. Bd. 48, Seite 53-54.]
[Fußnote 155: Zu _palitas paliknī_ cf. urverwandtes
pallidus blank ∼ bleich. Weitere Belege bei
/Prellwitz/, Etym. Wörterb. d. griech. Spr. s. v.
πελιδνος.]
[Fußnote 156: Vergl. das letzte Kap. des
_Vāsiṣṭhadharmaśāstram; Mahābhāratam_ XIII, 7, _{24}:
Jīryanti jīryataḥ keśā,
dantā jīryanti jīryataḥ,
cakṣuḥśrotre ca jīryete:
tṛṣṇaikā na tu jīryate.
Auch _Bhartṛharis_, _Vairāgyaśatake_ 12, 14. -- Ganz in diesem
Sinne fragt /Vergil/, Aen. VI, 721:
Quae lucis miseris tam dira cupido?
]
[Fußnote 157: Vergl. _Manus_ VI, 2.]
[Fußnote 158: Vergl. _Ṛgvedas_ VI, 47, 18.]
[Fußnote 159: _Siyā_ bis _anuppavattesi_ ist kommentarielle
_Jātakam_-Interpolation. -- Makhadevo und seine Nachfolger
sind Heroen aus jenen unermesslichen, cyklisch ab- und wieder
aufsteigenden Aeonen, die zumal in den Sagen der 26. Rede
der Längeren Sammlung bedeutsam und tiefsinnig zur Sprache
gelangen. Der weit verbreitete ethnische Glaube, des Menschen
Lebenskraft etc. sei einst unvergleichlich größer gewesen,
wurde bei uns von /Swift/ vorgetragen, der seinen
Riesenphilosophen, recht im purāṇischen Stile, behaupten lässt,
»that nature was degenerated in these latter declining ages of
the world, and could now produce only small abortive births, in
comparison of those in ancient times.«]
[Fußnote 160: Andere Bearbeitungen dieser volksthümlichen,
gewiss vor- und nachbuddhistischen Legende finden sich als
richtige _jātakāni_, No. 9 und No. 541, vor; auch zu Barāhat
auf einem Relief aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert
als _Maghādeviyajātakam_ dargestellt, im Indian Antiquary
vol. X. p. 119 f. hübsch beschrieben. Cf. auch _Śakuntalā_,
letzter Akt initio. -- Verwandte Züge mit unserem _Mātali_,
dem einstigen _Mātariśvā_, weist _Savitā_ im _Ṛgvedas_ auf,
namentlich I, 35, _{3}. Cf. /Bühlers/ Grundriss III. 1
A p. 32. Vergl. ib. p. 65 _Indras-Śakras_ Stellung im letzten
Buche des _Ṛgvedas_, 167, _{1}, mit dem genau entsprechenden
Range unseres _Sakko-Maghavā_ im _Dhammapadam_ v. 30. -- Die
beiden Bahnen, von denen S. 423 die Rede ist, werden schon
in einem alten Spruche, _Jātakam_ 537 v. 43, sehr schön
vergeistigt:
Weit sind die Wolken, weit die Erdenthale,
Weit überm Ozean das andre Ufer:
Doch weiter noch als diese, wahrlich, sagt man,
Dass gute Art und schlechte sei, o König!
]
[Fußnote 161: Vergl. Sprüche wie _sarve vipraparā narāḥ,
brāhmaṇo dvipadāṃ śreṣṭhaḥ, janmanā brāhmaṇo jñeyaḥ_ (cf.
98. Rede v. 3: _jātiyā brāhmaṇo hoti_); Lieder der Mönche
p. 347 Anm. 2. Auch das recht bezeichnende Wort des _Ūrvas_ im
_Harivaṃśam_ I, 45, _{33}:
Brahmayonau prasūtasya
brāhmaṇasyānuvartinaḥ
brahmacaryaṃ sucaritaṃ
Brahmāṇam api cālayet.
Mit _brāhmaṇā va sukko vaṇṇo, kaṇho añño vaṇṇo_ vergl.
_brāhmaṇaḥ śvetavarṇaḥ... śūdraḥ kṛṣṇavarṇaḥ_, in der
Eingangsupanischad zur _Vajrasūcī_, /Webers/ Ausgabe
(Abhandlungen der königl. Ak. d. Wiss. Berlin von 1859) p. 212,
l. 10, 11; in der Bombayer Hundertacht Upanischaden Ausgabe von
1895 p. 336a, l. 7, 8.]
[Fußnote 162: Vergl. Lieder der Mönche v. 612. -- Aehnlich
der treffliche /Hans Sachs/, Fastnachtspiel ed.
/Goetze/ 15, _{88-90}:
... ich hab... vernumen,
Von tugent sey der adel kumen.
]
[Fußnote 163: Ebenso bekennen auch die altsiṇhalesischen
Könige auf ihren Inschriften, den Mönchen zum Heile diese
vier Erfordernisse, _catari paceni_, darzubieten: so
_Gayabahugamini_ von Anurādhapura, auf /Ed. Müllers/
Ancient Inscriptions in Ceylon No. 5, l. 6.]
[Fußnote 164: Sehr schön, und ganz übereinstimmend, berichtet
/Megasthenes/, Indica ed. /Schwanbeck/ p. 125:
Μουνον σφισιν ανειται σοφιστην εκ παντος γενεος γενεσθαι, ὁτι
ου μαλθακα τοισι σοφιστῃσιν εισι τα πρηγματα, αλλα παντων
ταλαιπωροτατα.]
[Fußnote 165: König Madhuro von Avanti war Gebieter über
Mālavā, eines der blühendsten Reiche Mittelindiens, dessen
Hauptstadt Ujjenī viele Jahrhunderte hindurch ein Hort des
Buddhismus gewesen. Ebenda hat später _Kālidāsas_ und noch
mancher minorum gentium, bei Hofe willkommen, gelebt und
gedichtet. Noch heute ragt hier im Lande, einen sanften Hügel
krönend und rings bis zum fernen Horizont die schimmernden Auen
und Wälder beherrschend, edelgewölbt wie die Peterskuppel, der
sonnenhelle Sāñci-Dom auf, ein Denkmal großer Vergangenheit.
Vergl. die epigraphischen Merktafeln, Lieder der Mönche S. 361.
Anm. 1.
Den klassischen neun Dichterfürsten mit _Kālidāsas_ als
vornehmstem am Hofe der Könige von Mālavā steht die berühmte
Neunzahl der griechischen Lyriker gegenüber, gleichwie den
Sieben vedischen Sehern die Sieben griechischen Weisen
u. s. w., ohne dass man hier an geschichtliche Begriffe zu
denken brauchte, wie etwa bei der sonderbaren indo-iranischen,
gnostisch-christlich-latomischen Dreiunddreißig, Anm. 255.]
[Fußnote 166: Zu dieser festlichen Ausschmückung cf.
die entsprechenden Edikte von Kosambī und Sāñci, i. f.:
_[o]dā[tā]ni [d]usāni naṃ dhāpayitu_ etc., und /Bühlers/
Anmerkung hierzu, Indian Antiquary 1890, p. 126, Epigraphia
Indica vol. II, p. 367. Weiß ist die festlich feierliche
Farbe der Inder: daher auch, wie S. 5, 256, passim, die weiß
gekleideten Hausleute, _odātavasanā_, cf. die _Śvetāmbarās_,
auch _Śuklāmbarās Man._ IV, 35.]
[Fußnote 167: Ist Lehrsatz der _Jainās_; cf. die 14. Rede,
1. Band S. 174. -- Zum Folgenden die 36. Rede; später auch
die 26ste. -- Vergl. /Matth./ XI. 29; /Giordano
Bruno/, De umbr. idear., Dedic. v. 2:
Et littera Pythagorae,
Bicorni acta discrimine,
Quaeis trucem ostendit vultum dextri tramitis:
Finem largitur optimum.
]
[Fußnote 168: εν ἡβῃ τουμον ευσθενει δεμας, genau so von
/Euripides/ formuliert, Cycl., Anf.]
[Fußnote 169: _ākiñcaññāyatanam_. Vergl. _Yājñavalkyas’_ These
_sa eṣa neti netyātmā_, in der _Bṛhadāraṇyakopaniṣat_ III, 9,
_{28}, passim; und _Tripurātāpinyupaniṣat_ 5, v. 4.
Nirastaviṣayāsaṉgaṃ
sannirudhya mano hṛdi
yadāyātyamanī bhāvas,
tadā tat paramaṃ padam.
]
[Fußnote 170: _nevasaññānāsaññāyatanam_. Cf. den
berühmten _Nāsadāsīnno_-Hymnus, _Ṛgvedas_ X, 129; und
_Tripurātāpinyupaniṣat_ 5, v. 6:
Naiva cintyaṃ na cācintyaṃ
na cintyaṃ cintyam eva ca:
pakṣapātavinirmuktam
brahma sampadyate dhruvam.
]
[Fußnote 171: Vergl. das urverwandte schöne Mythologem vom
belebenden Morgenthau, im Vafthrúdhnismál v. 45.]
[Fußnote 172: Vergl. Lieder der Mönche S. 358 Anm. 3.]
[Fußnote 173: Zu _ayaṃ dhammo... atakkāvacaro cf. idam...
apratarkyam aprakāśyam: Subālopaniṣadi_ 3.]
[Fußnote 174: Der Name _Sahampati_ lässt verschiedene
Deutung zu. Vergl. das Intermezzo im _Kevaṭṭasuttantam_,
Buddhistische Anthologie p. 97-98; und auf der anderen Seite
die recht ansprechende Etymegorie von √(sah),
_sahas_ in einem _jātakam_ des _Saṃyuttakanikāyo_, vol. V.
p. 233. In vergangenen Aeonen, als Kassapo der Meister war,
erzählt da Brahmā von sich, sei er ein machtvoller Jünger,
_sahako bhikkhu_, gewesen: darum sei er jetzt ein mächtiger
Herr, _saham pati_, geworden. -- Die Art eines Brahmā wird,
je nach Umständen, als verschieden angegeben: siehe die 90.
Rede, gegen Ende. -- Gotamos Zaudern und Sahampatis Angst und
Anliegen und die verwandten wunderbaren Vorgänge überhaupt
sind von /Robert L’Orange/ als apokryph erkannt worden,
gehören spezifisch der _Mahāvaggo-Mahāvastu_-Legende an.
Wie rathlos willkürlich diese letztere den zwar sekundären,
verhältnissmäßig aber weit älteren, ihr daher stellenweise
unverständlichen Pāli-Text oft behandelt hat, und dies bei
sonst oft sehr schöner, vollkommen getreuer Uebersetzung, zeige
als typisches Beispiel der im _Mahāvastu_ vol. III. p. 319 aus
der obigen Rede versaṃskṛtisierte Spruch. Cf. Anm. 144.]
[Fußnote 175: Vergl. _Chāndogyopaniṣat_ IV, 14, _{3}: _Yathā
puṣkarapalāśa āpo na śliṣyante, evam evaṃvidi p[a]paṃ karma na
śliṣyata iti_.
In der Stelle _app’ ekacce paralokavajjabhayadassāvine
viharante wird vajja_^0 nicht von √(varj) sondern
von √(vad) abzuleiten sein, wie Lieder der Mönche
S. 212 Anm. 1 anderweitig belegt, und die richtige Uebersetzung
demnach heißen: »und manche, die das Anpreisen einer anderen
Welt für arg erachten.« Die Möglichkeit der Ableitung von
√(varj) ist zwar nicht ausgeschlossen, scheint
aber doch, _nipuṇaṃ nirūpya_, dem Geiste der Stelle kaum zu
entsprechen. Die Lotusrosen des Gleichnisses, die emporragen,
unbenetzt von Wasser, deuten eben auf solche, die noch in
dieser Welt, _diṭṭhe va dhamme_, Vollendung erreichen. Vergl.
hierzu Lieder der Mönche S. 159.]
[Fußnote 176: Cf. Bd. 1, Anm. 21. -- Zu _Isipatanam_ vergl.
_Bhṛgupatanam_, im Anfang von Kap. 4 des _Daśakumāracaritam_ I,
p. 22, das also doch wohl auf _Bhṛgus_ den Seher deutet.]
[Fußnote 177: Cf. Lieder der Mönche p. 79.]
[Fußnote 178: Den ersten, im Wesentlichen schon ganz
übereinstimmenden Bericht vom Leben Gotamos verdanken wir
dem kühnen /Marco Polo/, der es auf „Seilla“ voll
Theilnahme gehört und dann -- im Zeitalter /Dantes/ --
mit erstaunlicher Schlichtheit beschrieben hatte. Insbesondere
erzählt er, im Texte /Bonis/ vol. I. p. 185, von jenem
Palaste mit den singenden und spielenden Mädchen, und dass der
Prinz keine Freude daran finden mochte; wie er einst auf der
Straße einen Todten gesehn, und wieder einen schlotternden,
zahnlosen Greis; wie er tiefsinnig zum Palaste zurückgekehrt,
voll Ekel an einer Welt wo man altern und sterben müsse, und
gesagt habe, »che voleva cercare quello che mai non moriva, nè
non invecchiava«, genau wie es in der 26. Rede, 1. Bd. S. 308,
und oben S. 441 vorgetragen ist; wie er dann endlich, nach
dem ergänzenden Texte /Pauthiers/ p. 592 f., heimlich
bei Nacht den Palast verlassen habe, »et s’en ala aux grans
montaignes et moult desvoiables«, wie 1. Bd. S. 147. »Et
illec demoura moult honnestement, et moult menoit aspre vie;
et fist moult grans abstinences«, oben S. 449-454. Selbst
durch das Medium fremder und trüber Idiome hatte sich die
zeilonesische Tradition dem feinfühlenden Zuhörer verständlich
gemacht, so dass er den Inhalt der -- wenn man will trivialen
-- Legende rein wiederzugeben vermochte. Den Bericht nach dem
Texte /Pauthiers/ findet man in /Grünwedels/
soeben erschienener Mythologie des Buddhismus in Tibet und der
Mongolei S. 2-4 vollständig abgedruckt.
Die sitzende Gestalt Gotamos als yogischer Büßer, in athemlose
Selbstverlierung verloren, mit den einzelnen Merkmalen wie
S. 453 f. dargestellt, ein seltsames Meisterstück der Skulptur
des 1. Jahrh. vor Chr., befindet sich im Museum zu Lahore. Eine
Phototypie davon hat /Senart/ veröffentlicht, im Journal
asiatique von 1890 zu p. 144.
Eine plastische Gruppe der jugendlich blühenden Mutter
mit einem Kinde an der rechten Hüfte, als Göttin _Ṣaṣṭhī
śiśurakṣinī_, eine wirkliche Αφροδιτη κουροτροφος von idealer
Schönheit und Anmuth, ist uns im Museum zu Lahore, unter den
Trümmern von Jamalgarhi aus dem 1. Jahrh. vor Chr., erhalten.
Auch hiervon hat /Senart/ eine Phototypie leicht
zugänglich gemacht, im Journal asiatique von 1890 zu p. 154.]