[Fußnote 4: _ajjhattaṃ sampasādanam;_ cf.

_Chāndogyopaniṣat_ VIII, 3, 4: _Atha ya eṣa saṃprasādo...

eṣa ātmā._ Entspricht der γαληνῃ ἑτυχιᾳ τε εν τῃ ψυχῃ

/Platons/, De legibus 791a.

Vergl. Bd. 1, letzte Anm.]

[Fußnote 5: Cf. Asoko, VI. Säulenedikt i. f.: _E cu iyaṃ atunā

pacūpagamane, se me mokhyamate._]

[Fußnote 6: Vergl. _Manus_ II, 245 f.]

[Fußnote 7: Die Stadt Aṭṭhakam ist auf der Sāñci-Stele No. 204

aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert, als Heimath eines

Mönches Gaṉgadatto, bezeugt: Epigraphia Indica vol. II. p. 378.]

[Fußnote 8: Zu dieser Weihe des Hauses cf. den Spruch

_Ṛgvedas_ VIII. 17. _{14}.]

[Fußnote 9: Lies mit dem siam. Texte _santharāpetvā_.]

[Fußnote 10: Obiger Spruch findet sich, wie /Trenckner/

bemerkt hat, auch in den anderen drei Sammlungen, und

zwar im _Dīghanikāyo_ Mitte der dritten und besonders

Ende der 27. Rede, im _Aṉguttaranikāyo_ XI., 1., Ende, im

Saṃyuttakanikāyo XXI., 11., v. _{1.}, und VI, 2., _{1.} Ja

/Bühler/ ist einem analogen Worte _Sanaṉkumāros_ sogar

im _Mahābhāratam_ begegnet: worauf /Rhys Davids/

in seiner Uebersetzung des _Dīghanikāyo,_ vol. I. p. 121,

hingewiesen hat. Eine wichtige, wörtliche Parallele bietet die

_Bṛhadāraṇyakopaniṣat_ I., 4., _{23}]: _kṣatrāt paraṃ nāsti_.

Vergl. auch die 37. Rede, im 1. Bande.

Die bekannte Gegenbehauptung der Priester wird in der 84., 93.

und 98. Rede erörtert.]

[Fußnote 11: Lies mit den barm. und siam. Texten _oropeyya_,

von √(ruh)+_ava_.]

[Fußnote 12: Potaliyo ist Halbasket gewesen, wie etwa Keṇiyo

in der 92. Rede: nach der _Smṛti_ zu den _kuṭīcakās_ gehörig,

die sich noch einen gewissen Besitz, und sei es auch nur eine

Hütte, erlauben.]

[Fußnote 13: _komārabhacco_, _kaumārabhṛtyas_, ist wohl

insbesondere der Titel des Arztes im _rājorodho_. Der

Kommentar, d. i. _Vinayapiṭakam_ vol. I. p. 269, trägt, wie

gewöhnlich, Legenden vor.]

[Fußnote 14: Die Schlussfolgerung dieser Rede ist bei _Manus_

V, 51 in den Spruch zusammengefaßt:

Anumantā viśasitā

nihantā krayavikrayī

saṃskartā copahartā ca

khādakaśceti ghātakāḥ.

Die Lehre vom _brahmavihāro_, von der Jīvako hat reden hören

und hier Bürgschaft gesehn, wird nahezu gleichlautend von

_Āpastambas_ gepriesen, _Dharmasūtram_, 1, 8, 23, 1:

Ātmanpaśyansarvabhūtāni

na muhyeccintayankaviḥ:

ātmānaṃ caiva sarvatra yaḥ paśyet

sa vai Brahmā nākapṛṣṭhe virājati.

]

[Fußnote 15: Nāthaputto ist bekanntlich der Meister der

_Jainās_ gewesen. Vergl. Bd. 1 Anm. 9 und 24.]

[Fußnote 16: Das Dogma der _Jainās_ vom dreifachen

_(kamma-)daṇḍo_ findet sich in der großen _Sannyāsopaniṣat_,

II. Theil v 97, bestätigt:

Vāgdaṇḍe maunamātiṣṭhet,

kāyadaṇḍe tvabhojanam,

mānase tu kṛte daṇḍe

prāṇāyāmo vidhīyate.

Dementsprechend ist _Manus_ XII, 10 zu erklären.[A]]

[A Auf _Manus_ XII, 10 hat, nach BÖHTLINGK-ROTH,

bereits /FEER/ im Journal asiatique 1888 II. p. 237 f.

hingewiesen.]

[Fußnote 17: Der jinistische Büßer darf allenfalls

Flusswasser, aber kein Brunnenwasser trinken, um angeblich das

Einschlürfen kleiner Lebewesen möglichst zu vermeiden. Vergl.

die peinlichen Wasserregeln im _Aupapātikasūtram_ § 80.]

[Fußnote 18: Zur magischen Zornesmacht cf. die Legende von

Asito Devalo und den Sieben Sehern, gegen Ende der 93. Rede.

Nach den kommentariellen Sagen des _Milindapañho_ und

_Mahāvastu_ wäre _Daṇḍakāraññam_ etc., der _Daṇḍaker_ Wald, im

weiteren Sinne als der _Daṇḍaker_ ~Reich~ aufzufassen.

Aber _raññam_ in der Bedeutung _rajjam_ ist mir nicht bekannt;

auch würde da wohl der Text _Daṇḍakāraññam_ etc. erfordern.

Die siamesische lectio hat allerdings das zweifelhafte

_Daṇḍakīraññam_, dagegen aber wieder ganz klar _Kāliṉgā^0_,

_Mejjhā^0_, _Mātangāraññam_. Richtig erscheint demnach unser

_Daṇḍakāraññam_ im _Saṃskṛt_ als _Daṇḍakāraṇyam_ und wird nur

als undurchdringlicher Urwald erklärt, z. B. in einer ungemein

interessanten und geistvollen südindischen Legende, mitgetheilt

vom Paṇḍit /Naṭeśa-Śāstrī/ im Indian Antiquary

vol. XVII. p. 259-264.]

[Fußnote 19: Vergl. den schönen Brauch der _dhanmmaparipucchā_

bei Asoko, VIII. Felsenedikt.]

[Fußnote 20: _anuvicca_, √(i)+_anu_+_vi_]; cf.

_anuvicarati_.]

[Fußnote 21: Lies mit dem siam. Texte _bhagavato sāvakānam

bh._^0]

[Fußnote 22: _nisalho, yassa paṭibalo sabhāyaṃ n’atthi_ =

_appaṭipuggalo_.]

[Fußnote 23: Lies mit dem siam. Texte _appabhītassa_,

_a_+_pra._^0]

[Fußnote 24: Wie allgemein bekannt diese Rede noch im dritten

Jahrhundert nach Gotamo war beweist ein Relief zu Barāhat mit

der Unterschrift _Dighatapasi sise anusāsati_: offenbar eine

Darstellung jener Szene oben Seite 58 f. Denn ein anderer

Dīghatapassī kommt im Kanon nicht vor.]

[Fußnote 25: Vergl. die z. Th. analoge Stelle der 12. Rede,

p. 731. _{13}, _{14}, der obigen entsprechend; eine

Berichtigung, welche ich dem Freunde /Robert L’Orange/

verdanke.]

[Fußnote 26: Aehnlich der _tadvralaś catvāri varṣāṇi

prayuñjāno muniḥ im Sāmavidhānabrāhmaṇam_ II, 4, _{9}; III, 9,

_{5}.]

[Fußnote 27: Von einem anderen Hundelehrling, der ein

schmähliches Ende nimmt, berichtet die 24. Rede der Längeren

Sammlung. -- Auf das Hundegelübde bezieht sich vielleicht der

_śvaliḍ_, cf. /Böhtlingk-Roth/ ^1s. v.; das Kuhgelübde

wird im _Mahābhāratam_ dahin erklärt, dass dem Befolger

da jederzeit jegliches Lager, jegliche Atzung, jegliche

Kleidung recht sei, cf. das Citat ib. s. v. _govratas_.

Das ist aber spätere Auslegung. Denn wir haben eine ganz

eigentliche _govṛtti_, Kuhgehabung, jenes höchsten Asketen der

_Turīyātītāvadhūtopaniṣat_ und _Paramahaṃsaparivrājakopaniṣat_,

in med.; ebenso eine _gomukha_- und _ajagaravṛtti_,

eine Krokodil- und Schlangengehabung, jener äußersten

Büßer der großen _Sannyāsopaniṣat_, II i. m., und der

_Nāradaparivrājakopaniṣat_, V. i. m., VII i. f. -- Eine

allgemeine Behandlung der obigen Sätze findet man im 9. Kapitel

der _Subālopaniṣat_. Lapidar ausgesprochen schon in der

_Bṛhadāraṇyakopaniṣat_ III, 2, _{14}, IV, 4, _{6} ff.

Zu den metaphysischen Folgerungen dieser und der 19. Rede hat

/Giordano Bruno/, wie mir /De Lorenzo/ einmal

im Gespräche mittheilte, einen bewunderungswürdigen Kommentar

geschrieben, auf Grund der wirklichen, täglichen Anschauung und

Erfahrung, Mitte der Epistola esplicatoria zum Spaccio de la

bestia trionfante, ed. /Wagner/ p. 113.]

[Fußnote 28: _nivāpo_, Futterplatz, dann der bez. Ort selbst;

vergl. die 77. Rede, Anm. 96.]

[Fußnote 29: zu _kappaṭṭho_ cf. das entgegengesetzte

_kappātīto_, _Suttanipāto_ v. 373, 521, 517, 860; auch

_akāliko_. Die kommentarielle etc. Erklärung ist natürlich

irrelevant.]

[Fußnote 30: Die eingangs aufgestellte doppeldeutige

Frage Nāthaputtos bezieht sich auf ein altes Wort der

_Dharmaśāstren_, e. g. bei _Manus_ IV, 138:

Satyaṃ brūyāt priyaṃ brūyān

na brūyāt satyam apriyam,

priyañ ca nānṛtaṃ brūyād:

eṣa dharmaḥ sanātanaḥ.

Gotamos Beantwortung ist in einem späteren _Smṛti_-Vers, als

_Viṣṇupurāṇe_ III, 12, paenult., leicht zu erkennen:

Priyaṃ yuktaṃ hitaṃ naitad

iti matvā na tad vadet:

śreyas tatra hitaṃ vācyaṃ,

yadyapyatyantamapriyam.

]

[Fußnote 31: Lies mit dem siam. Texte _aṭṭhasatam pi

vedanā vuttā_. -- Vergl. meine Anmerkung zu Vers 339 des

Wahrheitpfades.]

[Fußnote 32: Es mag hier auf die vollkommene Aehnlichkeit

der formalen Gedankenfolge dieser und zahlreicher paralleler

Reden mit einer Rede /San Francescos von Assisi/, im

8. Fioretto, hingewiesen sein.]

[Fußnote 33: _vambheti_ wird, ohne Zweifel richtig, von

/Robert L’Orange/ als _vaṃghate_ erklärt; cf.

/Westergaards/ Radices. Vergl. /Trenckners/

Bemerkungen, Pāli Miscellany p. 59.]

[Fußnote 34: Eine Verherrlichung dieser Lehre, _atthi kiriyā_,

hat Asoko auf allen seinen Edikten, oft mit den selben Worten,

in schlichter und machtvoller Rede gegeben. Vergl. besonders

IX. Felsenedikt, Ṣāhbāzgarhī i. f.]

[Fußnote 35: _Ambalaṭṭhikā_, _n_ahe bei _Rājagaham_, von

/De Lorenzo/ richtig erklärt.]

[Fußnote 36: Diese Rede, sowie die vierundzwanzigste der

selben Sammlung, hat Asoko auf dem Bairāter Edikte den Mönchen

und Nonnen, Anhängern und Anhängerinen, namentlich und mit

genauer Kennzeichnung, empfohlen, als »Rāhulos Ermahnung:

Abscheu vor Lüge«, bez. als »Upatissos Fragen«; cf. meine

Anm. 25, Seite 625 des ersten Bandes, und in der Wiener

Zeitschrift f. d. Kunde des Morgenlandes vol. XI. p. 159.

Vergl. den Archaeotropus im 537. _Jātakam_ v. 35:

Sace pi vāto girim āvaheyya,

cando ca suriyo ca chamā pateyyuṃ,

sabbā va najjo paṭisotaṃ vajeyyuṃ:

na tveva ’haṃ rāja musā bhaṇeyyam.

]

[Fußnote 37: Vergl. die zehnte Rede; später auch die

einundzwanzigste.]

[Fußnote 38: Die _tathāgatappaveditā bhāvanā_ dieser Rede,

die _paṭhavīsamā_, _āposamā_, _tejosamā_, _vāyosamā_ und

_ākāsasamā_, sind späterhin von den _Jainās_ offenbar als

_pārthivī_, _vāruṇī_, _āgneyī_, _mārutī_ und _rūpavatī_ (bez.

_tatrabhū_) _dhāraṇā_ übernommen worden. Cf. /Bühlers/

Grundriss III. 4. p. 39 § 7 i. f. --Zur _ānāpānasati_, der

Bedachtsamen Ein- und Ausathmung, cf. Lieder der Mönche v. 548

Anm. und Längere Sammlung Bd. II S. 447 f.

Den letzten Satz der Rede giebt /Megasthenes/, bei

/Strabo/ p. 713, sehr deutlich wieder: διο τῃ ασκησει

πλειστῃ χρησθαι προς το ἑτοιμοθανατον. Es ist wohl möglich,

dass er zu Pāṭaliputtam wirklich den Satz gehört habe.]

[Fußnote 39: Vergl. _Sarvasāropaniṣat_ i. f.: _anādirantavatī

pramāṇāpramāṇasādhāraṇā, na satī, nāsatī, na sadasatī māyā._]

[Fußnote 40: Vergl. die 12. Rede, S. 152 des ersten Bandes.]

[Fußnote 41: Lies mit dem siam. Texte _vekaṇṇaṃ_. Cf.

_vikarṇas_.]

[Fußnote 42: Das Gleichniss findet sich im Anfang der

_Brahmopaniṣat: yathā kumāro niṣkāma ānandam upayāti_, »wie ein

Knabe, ohne Begier, in Wonne verharrt« etc.]

[Fußnote 43: Lies mit den barm. und siam. Texten

_gacchissāmi._ Die lectio _samatitthikā_ verdient den Vorzug.]

[Fußnote 44: Ein bemerkenswertes Analogon zu

_sabbasaṉkhārasamatho_, dem Aufgehn aller Unterscheidung,

findet sich bei /Jakob Böhme/ als Einheit im Gegensatz

zur Schiedlichkeit, Tafeln von den drei Prinzipien etc. § 68.

Im folgenden Schlüssel etc. stellt er einige Glieder des

_paṭiccasamnuppādo_ dar, namentlich in den §§ 29-31, 34-37, 41,

42, 43, 44 und 80: freilich alles in apokalyptischen Träumen

gesehn.]

[Fußnote 45: _ekāsanabhojanam = ekāśanabh^0_; cf. den

_ekabhattiko_ des _Cūḷasīlam_, e. g. vol. I. p. 180 l. 5,

passim, und die 70. Rede. Ebenso in der 21. Rede; auch _Dhp_

v. 305.]

[Fußnote 46: Cf. die 70. Rede, in med.]

[Fußnote 47: _adhicca_ = _a+dhitya_, von _dhi dhāraṇe_.]

[Fußnote 48: Cf. die 47. Rede, p. 318 i. f. -- Vergl.

_Tao-te-king_ Kap. 18 u. 38.]

[Fußnote 49: Lies _khurakāse_, von _kṛṣ_, und _davatthe_.]

[Fußnote 50: Das ausführliche Gleichniss vom Pferde, womit

diese Rede schließt, lässt es fraglich erscheinen, ob in den

_Theragāthā_ v. 45, 173, 659 mit _bhaddo ājānīyo_ auch das

edle Rassenross gemeint sei, nicht der Büffelstier, wenn schon

_bhaddo_ im _Saṃskṛt_ allerdings gern letztere Bedeutung hat.

Vergl. noch _Dhp_ v. 208 _dhorayhasīlo_.]

[Fußnote 51: Lies _bhikkhu ’ssa ātumāri_, _bhikkhu ’ssa

mātumāri_; _ātu_ = _ātumā_. Es ist Volksdialekt.]

[Fußnote 52: Zu _adhisallikhato_ cf. die 8. Rede und meine

Anm. 4 zu Band 1.]

[Fußnote 53: _khaṭopikā_, von _khaṭvādi_.]

[Fußnote 54: »Fugere nos oportet omnem cognitionem multifariam

distrahentem atque fallentem, ut ueritatem simplicissimam

consequamur«: /Agrippa/, De occ. phil. p. 530, ex

/Proclo/.]

[Fußnote 55: Eine Autobiographie Udāyīs, mit wenigen Zügen

in antiker Größe gezeichnet, enthält der _Saṃyuttakanikāyo_

vol. V. p. 89-90. (_Uebersetzt in den Nachweisen zum dritten

Band der Längeren Sammlung_.)]

[Fußnote 56: _Āmalakī_, hochgewachsen, mit gelblichen Blüthen,

ist die Myrobalane.]

[Fußnote 57: Cf. hierzu die 48. Rede p. 592. -- Vergl.

_Ṛgv_. III, 33, 3, _Atharvavedas_ III, 30, _{1}; sowie das

_vātsalyam_ in der _Muktikopaniṣat_ I i. f., im _Rāmāyaṇam_ II,

96, _{33}, aliubi. Aehnlich ist auch das Gleichniss vom

Säugling und der Amme, _Aṉguttaranikāyo_ vol. III. p. 6,

welches um seiner Anschaulichkeit willen dem großen Asoko so

gefallen hat, dass er es in sein IV. Säulenedikt aufgenommen.

-- Brahmās Echo ist mahāyānische Improvisation; vergl. die

analoge Stelle in der 85. Rede nebst Anm. 174.]

[Fußnote 58: Vergl. Lieder der Mönche, Anm. zu v. 84;

_Akṣyupaniṣat_ v. 47; _Māṇḍūkyakārikā_ III, 40: _duḥkhakṣayaḥ

prabodhaśca_. -- Die richtige Wiedergabe der obigen Stelle,

die mit der entsprechenden der 29. und 30. Rede gleichlautet,

verdanke ich meinem Freunde /Robert L’Orange/. Zu dem

»Versunken in Geburt etc.« cf. den Topus vom Ewigen Ufer, e. g.

in der 98. Rede v. 42. Dann i. a. _Rāmottaratāpanīyopaniṣadi_

2: _garbhajanmajarāmaraṇasaṃsāramahadbhayam_. Ganz ähnlich

spricht /Jakob Böhme/ von dem »gefährlichen

Jammermeere«, Aurora Kap. 25, und /Shakespeare/ von der

»sea of troubles«, Hamlet III. 1. 59; vergl. auch den φοινιον

σαλον des Sophokles, Oed. r. 24.]

[Fußnote 59: Der Laubwald schlechthin = _palāsavanam_, der

_palāso_, butea frondosa, ist ein hoher, mächtiger Baum mit

sehr großen, prachtvollen Blättern, mit vielen rothen, silbern

schimmernden Blumendolden behangen.]

[Fußnote 60: Vergl. den _śraddhāvantaṃ satkulabhavaṃ

śrotriyam_ und _satkulabhavopanītam_ der _Muktikopaniṣat_ und

_Nāradaparivrājakopaniṣat_ I i. f.]

[Fußnote 61: In der 33. Rede der Längeren Sammlung als »Vier

Stützpunkte« aufgezählt. Vergl. zu dieser subtilen Stelle die

2. Rede und auch _Saṃyuttakanikāyo_ vol. V. p. 272-273: »Zur

Willensüberwindung, _chandapahānattham_, wird beim Erhabenen

das Asketenleben geführt; _chanden’ eva chandam pajahati_, eben

durch den Willen wird der Wille überwunden: denn ist durch

den Willen die Heiligkeit erreicht, so ist der Wille danach

gestillt.«

Als vorbuddhistische Gleichnissparallele cf. die Verse

_Bṛhadāraṇyakopaniṣat_ III, 9 in fine.]

[Fußnote 62: Lies _na iti_: _maṃ_ etc.]

[Fußnote 63: Eine vedāntische Hypostase des _kāyasakkhī_

als _jagatassākṣī prajñānaghanalakṣaṇaḥ_ findet sich in der

_Kaṭharudropaniṣat_ v. 8, und v. 23 als _sākṣāddehī sukhī

sarvatra._]

[Fußnote 64: /Trenckners/ Konjektur _uddisissāmi_

ist durch den siam. Text bestätigt. Lies mit dem siam. Texte

_āmisagaruko_ und _na ca no evam assa_, sowie _avasissatu

me sarīre, upasussatu; pariyogāya_ instr. von _pariyogo._

Cf. die 32. Rede in fine, _Theragāthā_ v. 312. Auch Asokos

I. Säulenedikt, in initio; Anm. 34.

Altrömisch ist unser Heroenwort von /C. Lucilius/

geprägt, fragm. virtutis definitionem sequ.:

Vis est vita, vides; vis nos facere omnia _facit_.

]

[Fußnote 65: Ist ein Dogma der _Jainās_: cf. die 14. Rede;

auch die 79ste. So heißt es z. B. im _Aupapātikasūtram_ § 16

vom _Jina_-Meister: _appaḍihayavaranāṇadaṃsaṇadhare savvaṇṇū

savvadarisī_ -- ganz wie oben.]

[Fußnote 66: Von den drei Meistern der Nackten Büßer handelt

das Ende der 76. Rede; vergl. auch die 36., im Anfang.

Vacchagotto der Pilger scheint vorher Jünger des Nando Vaccho,

des ersten jener drei Meister, gewesen zu sein. -- Nackte

Büßer (_Ājīvikā_, _Acelakaā_), Freie Brüder (_Nigaṇṭhā_,

_Jainās_) und voran der buddhistische Orden (_Saṉgho_): das

sind die großen gleichzeitigen Asketengilden, welche Asoko je

namentlich nennt und mit ‚all den anderen und irgend sonstigen

Genossenschaften‘ königlich beschirmt. Cf. Säulenedikt VII, 2,

l. 4-5.]

[Fußnote 67: Es ist mit den barmanischen und siamesischen

Texten _sabba-m-atthitānaṃ_ zu lesen.]

[Fußnote 68: Vergl. die formal ähnliche Stelle in der

_Bṛhadāraṇyakopaniṣat_ II, 4, _{13}, _{14}: _Atraiva mā

bhagavān amūmuhat... Na vā are ’haṃ mohaṃ bravīmi, alaṃ vā ara

idaṃ vijñānāya._]

[Fußnote 69: Vergl. _Chāndogyopaniṣat_ VII, 26: _Tasya ha

vā etasyaivaṃ paśyata evaṃ manvānasyaivaṃ vijānata... ātmata

āvirbhāvatirobhāvau... sa ekadhā bhavati, tridhā bhavati,

pañcadhā saptadhā navadhā caivādi._]

[Fußnote 70: Cf. die analoge _prāpti_ des Yogas,

/Bühlers/ Grundriss III. 4. p. 46. -- Ob hier, wie

/Robert L’Orange/ vermuthet, etwa an den wohlbekannten

somnambulen Sonnenkreis, e. g. Seherin von Prevorst 1, 231,

zu denken sei, bleibe dahingestellt. Die Art und Weise, wie

z. B. der Mönch im _Kevaṭṭasuttantam_, _Dīghanikāyo_ vol. I.

p. 215 u. 220, die Pfade zu den Göttern und zu Brahmā in seinem

eigenen Inneren findet, scheint allerdings jene Vermuthung zu

bestätigen.

Vergl. noch _Nāradaparivrājakopaniṣat_ i. f. _sūryo na tatra

bhāti na śaśāṉko’pi, Harivaṃśam_ I. 50, _{6}:

Na tatra viṣayo vāyor

nendor na ca vivasvataḥ:

vapuṣaḥ padmanābhasya

sa deśas tejasāvṛtaḥ.

Auch Faust, gegen Ende, wo der Pater seraphicus die Säligen

Knaben »in sich nimmt.«]

[Fußnote 71: Vergl. _Māṇḍūkyakārikā_ IV, 42:

jātis tu deśitā buddhair

ajātes trasatāṃ sadā.

Näher noch steht die wörtliche Parallele im

_Sāmavidhānabrāhmaṇam_ III, 7, _{1}: _Atha yaḥ

kāmayetāmuhyantsarvāṇyājanitrāṇi parikrāmeyam iti_; sowie

III, 8, _{4} der vedische Wunsch: _Nāhaṃ yoniṃ pravekṣyāmi

bhūtottamāyā brahmaṇo duhituḥ saṃrāgavastrāyā -- jāyate

mriyate sandhīyate ca._ Cf. auch das wichtige _Smṛti_-Wort

von der _paurvikī jāti_, bei _Manus_ IV, 148 f., wozu

_Kullūkas_ bemerkt: _bahūni janmāni smaraṃs teṣu ca

garbhajanmajarāmaraṇaduḥkhānyapi smaran, saṃsāre virajya...

śravaṇamananadhyānaiḥ ... mokṣasukhaṃ prāpnoti_.]

[Fußnote 72: Vergl. der 98. Rede 50. Vers; _Theragāthā_ 917

͠= _Viṣṇupurāṇe aṃ_. 6 _a._ 5 (_cit._ in _Rāmatīrthas’_ Komm.

zu _Maitryup._ I, 2):

Utpattiṃ pralayaṃ caiva

bhūtānām āgatiṃ gatim,

vetti vidyām avidyām ca,

sa vācyo bhagavān iti.

]

[Fußnote 73: Patronymische Anrede, gleichwie _Gotamo_ nomen

gentile eines jeden Sakyers ist; Dīghanakho ist offenbar ein

_Nāthaputtiyo_. Cf. meine Anmerkung 24 zu Band 1.]

[Fußnote 74: Vergl. _Theragāthā_ 567-571 ͠= _Manus_ VI,

76-77. Cf. auch _Saṃyuttakanikāyo_ Bd. III, Th. XXII,

No. 95 ͠= _Maitryupaniṣat_ IV, 2; _Subālopaniṣat_ 8:

_Medomāṃsakledāvakīrṇe śarīramadhye ’tyantopahate

citrabhittipratīkāśe gandharvanagaropame kadalīgarbhavanniḥsāre

jalabudbudavaccañcale niḥsṛtam ātmānaṃ... paśyanti vidvāṃsas._]

[Fußnote 75: Zu den drei Arten von Gefühlen und ihrer

Wandelbarkeit, wovon gegen Ende dieser Rede gesprochen wird,

vergl. die klassischen Untersuchungen /Bichats/ über den

Zusammenhang und die Auflösung der Wehgefühle, Wohlgefühle und

indifferenten Gefühle, Recherches etc. 1^e partie, article V,

§ 2.

Nicht ohne Werth für die hochindische Ueberlieferung ist

das Ansehn, in welchem unsere Rede noch im nepālischen

Buddhismus gestanden: cf. _Mahāvastu_, ed. /Senart/

vol. III. p. 67 u. 474, und /Oldenberg/ in der

Zeitschr. d. deutsch. morgenl. Ges. Bd. 52, S. 661.]

[Fußnote 76: Diese lectio, und nicht _Kammāssadammam_, wird

die richtige sein; vergl. _Jātakam_ vol. V. p. 511.]

[Fußnote 77: Das indische Jahr wird in diese drei Hauptzeiten

zu je vier Monaten eingetheilt. Der Herbst ist die Regenzeit.

Vergl. _Mantrabrāhmaṇam_ II, v. 11:

Grīṣmo, hemanta uta no vasantaḥ,

śaradvarṣāḥ suvitanno astu:

teṣām ṛtūnāṃ śataśāradānāṃ

nivāta eṣām abhaye syāma.

In ebendiese Hauptzeiten ist das Jahr auch bei Asoko

eingetheilt, Jaugoḍo-Edikt II, l. 15: _Iyaṃ ca lipī

a[nu]cātuṃmāsaṃ sotaviyā tisena._ Die alte Eintheilung ist bis

heute die volksthümliche geblieben. Siehe /Bühlers/

lehrreiche Ausführungen in der Epigraphia Indica vol. II.

p. 261-265; Zeitschr. d. deutsch. morgenländ. Ges. Bd. 41,

S. 28. Auch Journal Royal As. Soc. [N.S.] vol. V. p. 182-184,

Inschrift 1, 2, 4-7. -- _Dīghanikāyo_, ed. Siam. vol. II.

p. 286.]

[Fußnote 78: Zu _sāhulo_ cf. _sopāko; Manus_ X, 37,

38; _hu_ von √(han), _lo_ Suffix (_Rāghulo_).

_Suttanipā_to 137.]

[Fußnote 79: Lies mit den barm. und siam. Texten

_puthujjanagāthā_; cf. _munigāthā, theragāthā_.

Aehnlich die gleichzeitige Paroemie:

Υγιαινειν μεν αριστον ανδρι θματῳ.

Bei /Goethe/: Ist nicht Gesundheit Allen uns das höchste

Gut? Prolog, Halle den 6. August 1811.]

[Fußnote 80: Noch von /Ptolemaeus/, Geogr. lib. VII.

cap. I. § XVII., genannt Κωσαμβα, εν Γαγγητικῳ κολπῳ;

wodurch die von /V. A. Smith/, Journ. Roy. As. Soc.

1898 p. 503-519, vorgebrachte Hypothese, das alte Kosambī

sei in Barāhat zu suchen, widerlegt ist. Uebrigens war die

Kosambī-Halle auf einem Relief in Barāhat dargestellt, mit

der Inschrift _Kosabakuṭi_: natürlich als nicht einheimische

Sehenswürdigkeit. Die Ruinen des alten Kosambī liegen ohne

Zweifel im Gebiete von Mañjhānpur, wo heute die Dörfer Kosām

und Pālī stehn, sechs bis acht Meter unter zweitausendjähriger

Humus. Vergl. Epigraphia Indica vol. II. p. 240.]

[Fußnote 81: Zu _Devakaṭasobbho_ vergl. _Devakhātabilam_; auch

/Trenckners/ Bemerkung, Pāli Miscellany p. 61.]

[Fußnote 82: Ist die Lehre der _Cārvākās_, i. e. Wohlredner,

der indischen Sensualisten; cf. die z. Th. wörtliche Parallele

im zweiten Akte des _Prabodhacandrodayam_, wo es heißt: _nāsti

paralokaḥ, mṛtyur evāpavarga iti_. Ebenso das erste Kapitel des

_Sarvadarśanasaṃgrahas_. -- Für diese extrem einseitige, also

auch nur extrem gültige Auffassung hat bei uns /Cabanis/

ein hübsches Merkwort gefunden: »vivre, c’est sentir«, Rapports

etc. tome 1, mém. 2, § 2. Vergl. noch /Lukrez/ II,

999-1001, wo einer der obigen Sätze fast im Echo ertönt:

Cedit item retro, de terra quod fuit ante,

in terras; et quod missum est ex aetheris oris,

id rursum coeli fulgentia templa receptant.

]

[Fußnote 83: Ehebrecher werden in einem alten Spruche,

_Jātakam_ vol. VI. v. 487, _uttamabhaṇḍathenā_ genannt, was

wörtlich dem Satze /Schopenhauers/ entspricht, Ehebruch

sei der ärgste Diebstahl, Nachlass 4. Band § 355 i. f.]

[Fußnote 84: Lehre der _Bārhaspatyās_, der

indischen »Uebermenschen«: cf. _Sāyaṇas’_ Excerpt im

_Sarvadarśanasaṃgrahas_, Ende des ersten Kapitels.]

[Fußnote 85: Lehre der Fatalisten, der _Daivaparās;_ cf. deren

Placitum im P. W. ^1s. v. -- Die _niyati_ entspricht genau der

εἱμαρμενη, e. g. bei /Plutarch/, De plac. philos. I, 27:

Ἡρακλειτος, παντα καθ’ εἱμαρμενην, την δ’ αυτην ὑπαρχειν και

αναγκην.]

[Fußnote 86: Zu _kūṭaṭṭhā_ cf. _Sarvasāropaniṣat_ i. m.:

_sarvaprāṇibuddhistho yadā tadā kūṭastha ityucyate_.]

[Fußnote 87: Cf. _Bhagavadgītā_ II. 19., 30. Auch mit den

_Sāṃkhyās_, zumal ihrem _satkāryavādas_, finden sich hier

manche Berührungspunkte; vergl. /Garbe/, s. v. in seiner

_Sāṃkhya_-philosophie.]

[Fußnote 88: Der letzte Absatz erinnert an unsere

naturhistorischen Weltprozessrealisten. -- Zu _suttaguḷo_ cf.

_goṭaviyo_, auch von _guḍas_, 544. _Jāt._ v. 37.]

[Fußnote 89: Dogma Nāthaputtos: siehe bes. die 79. Rede. --

So giebt auch /Iarchas/, in /Philostrats/ Vita

/Apollonii/ lib. III, cap. VI, sich und die Seinen

mit παντα ειδοτας = _sabbadassāvino_ alsbald für _Jainās_ zu

erkennen. Cf. Anm. 237.]

[Fußnote 90: Die Orthodoxie der _Śrautasmārtās_. Vergl.

_Manus_ I, 108:

Ācāraḥ paramo dharmaḥ

śrutyuktaḥ smārta eva ca.

]

[Fußnote 91: Der _takkī vīmaṃsī_ wird wohl _naiyāyiko

vaiśeṣikas_, Logiker-Physiker, sein. Von ihnen, den _prāmāṇās_,

dürfte /Strabo/ p. 719 reden: als Πραμνας, εριστικους

τινας και ελεγκτικους trefflich bezeichnend; und zwar

allgemein, nicht als besondere Schule, wie /Lassen/,

Indische Alterthumskunde ^2II, 731, angenommen. Vergl. den

_pramāṇapravīṇas_ im Vorspiel zum _Prasannarāghavam_.]

[Fußnote 92: Lehre der _Syādvādinas_, der Skeptiker.]

[Fußnote 93: Vergl. die vorwiegend buddhistische

_Nāradaparivrājakopaniṣat_ III, v. 38 (͠= _Manus_ II, 98):

Śrutvā spṛṣṭvā ca bhuktvā ca

dṛṣṭvā ghrātvā ca yo naraḥ

na hṛṣyati glāyati vā,

sa vijñeyo jitendriyaḥ.

]

[Fußnote 94: Einen Auszug dieser Stelle giebt i. a.

_Jābālopaniṣat_ in fine, im Stil der Dharmasūtren.]

[Fußnote 95: _puttamatāya puttā_; drastisches Sideroxylon.

Entspricht dem _bandhyāputrādivat_ der _Vedāntācāryās_ etc.

-- Zur _sadhammokkaṃsanā_ und _paradhammavambhanā_ cf. Asokos

XII. Felsenedikt.]

Die Reden Gotamo Buddhos. Mittlere Sammlung, zweiter Band · 第 41 / 45 段