An dem Festzuge des ersten sächsischen Volkstrachtenfestes am 5. Juli
1896 in Dresden haben auch die Erzgebirger sich beteiligt und manche
ihnen noch eigentümliche Tracht aufgewiesen. Die erste Abteilung
des erzgebirgischen Zuges bildeten die Bergleute, und zwar zunächst
die Farbenwerk- und Hüttenleute mit Zimmerlingen und Maurern mit
Musikkorps, sodann die Gruppe aus den Blaufarbwerken in Oberschlema und
Pfannenstiel. Der Gruppe aus dem Kupferhammer »Grünthal« folgte die
Gruppe der Kohlenbergleute. Dem Bergmannszug schlossen sich noch Bauern
und Hausierer aus dem Erzgebirge an. Hierzu gehörten Löffelhändler aus
Beyerfeld, Spielwarenhändler aus Grünhainichen und Kastenleute aus
Jöhstadt. Den Schluß des Zuges bildete ein vollständig ausgerüsteter
erzgebirgischer Lastwagen, der vom Fuhrwerksbesitzer Israel in Löbtau
gestellt wurde.