196 sambal-sambal: allerlei Zuspeise, durch deren Mannigfaltigkeit
sich Indien auszeichnet. Die Beschreibung von den sambals, die dort
genossen werden, würde Bände füllen. In wohlhabenden Familien erfordert
diese Unterabteilung des täglichen Menüs die ausschliessliche Hingebung
eines Bedienten, und bei Reichen ist hierfür eine Person nicht einmal
hinreichend. Als Material dient alles, was essbar ist, so viel als
möglich unkenntlich gemacht, und auch vieles, das Uneingeweihten nicht
essbar vorkommt, z. B. unreife Früchte und verdorbener Fischlaich. Die
Bereitung all dieser Gerichte nach den Regeln der Kunst erfordert
ein wahres Studium. Auch ist für baren (Neulinge) bisweilen einige
Übung nötig, um sie schmackhaft zu finden, doch Eingeweihte geben der
indischen Küche den Vorzug vor den vielerlei Arten europäischer Küche.