Noch unter dem Eindruck des Gespräches, das er am Nachmittag mit der
Pastorin gehabt hatte, regten die Zeilen Hederich außerordentlich auf.
Sicher war etwas sehr Bedeutsames vorgekommen. Er konnte es nicht
erwarten, daß sich der Zeiger der Uhr auf acht schob, und begab sich
dann, einen versteckten Umweg nehmend, durch die Hinterthür des
Souterrains ins Haus. Aber als er eben die Treppe hinaufeilen wollte,
trat ihm Tankred mit einigen bestaubten Flaschen Wein, die er selbst aus
dem Keller geholt hatte, entgegen und sagte, seinen Verwalter
erblickend, sehr erstaunt:
„Sie hier? Ich denke, Sie sind nach Elsterhausen gefahren? Schon zurück?
Was wünschen Sie? Suchen Sie etwas?“
„Drum und dran, ich wollte oben ein Packet Handschuhe abgeben, die ich
für Frau von Tressen mitgebracht habe,“ entgegnete Hederich, sich
schnell fassend. „Ich vermutete die Herrschaften unten bei Ihnen und
wollte vorn wegen der Gesellschaft nicht stören.