Immer ist die Tat in einem Sinne ungerecht. Wer ist so kühn eine Tat
zu tun?
Zu sickern antipodenwärts und nach Äonen in fernen Begebenheiten auf
fremden Inseln zu schwingen?
Die Angst und die siebenfache Verfluchung, wie könnte der Tätige sie
vermeiden?
Aber er löst sich grausig von seiner Tat und fällt ab wie dürre
Kruste von übler Wucherung.
Verworfen sind die Dramendichter und Ingenieure, die da wissen, daß
die Wahrheiten des Lebens nicht auf dieser Erde sind,
und die Häuserbauer und die Soldaten und die Verherrlicher der Zeit
und des Breitegrades.
Soviel Raum als zwei Sohlen bedecken genügt um nachzudenken und zu
erkennen:
Nur wer die Wahrheit der eigenen Erlösung erkannt hat, wird aller
Wahrheiten König sein.
O ihr Menschen! Das Gehirn in Politik zu tauchen frommt nicht.
Sehet, wie rein die Hände der Leidenden sind!
Sie sitzen in sich selbst wie in der Tiefe eines Tempels. Wer käme,
um sie daraus zu vertreiben?
Sehet an die Stärke der Leidenden: Alle Taten von Aufgang bis
Niedergang haben sie überwunden.
Euer Garten ist voll von Eisblumen des Todes, aber die Seele der
Leidenden ist von ewig duftender Glut.
Nimm Du, o größter Meister der Tat, Deine kleinste Demut an Deine
Brust und senke die Stirne.
Siehe, Dein vollkommenster Prophet sitzt mit zerbrochenen Gliedern
auf einem Stein und fügt Dir ein Erbarmen.
Bald wird die Angst Deines Herzens in Wälder fliehen und sich hinter
Felsblöcken ducken,
denn, siehe, Deine Taten sind uneins untereinander worden und stehen
wider Dich auf!