Ihr Wissenden, Ihr Finder guter Jahrzeit, tiefe Schreiter der Seele,
seht, meine Hände sind einfach, ich breite sie her über die Weiße
des Tisches!
Woher aber nahm ich die Zwietracht meines Hauptes und daß mein Tag
sich ins Irre bog,
woher den ungewissen Opal meiner Gedanken und die Schwere in meinem
flackernden Sinn?
Denn ihr habt die Brücken der Welt gebaut, entschlossene Brüder seid
ihr und Gottes mächtig,
Euere Stunden sind wohlgefügt und die Stunden Euerer Brüder sind
erfüllt wie gute Becher.
Ich aber bin die geheime Krankheit Gottes, die Lüge Gottes, das
Hirnsieb aller Gestaltung,
meine Nächte sind mißlungen in Gedanken und die Liebe des Tages
wucherte auf zu unreiner Anschauung.
Ich ströme nach allen Seiten auseinander und habe keinen Raum.
Fremd ist mir die Süße der Grenzen und das Gestade des Todes
erreiche ich nicht.
Euch aber gab der Herr Gnade der Beschränkung und das Maß
setzte Feindschaft von Vorher und Nachher und gute Baumeister wurdet
Ihr seinem Gesichte.
Woher, Ihr tiefen Wisser, rufe ich auf die weißen Wasser des
Sanftmuts,
darin die Zeit sich erschließt und Liebe zur Tat wird, abgekehrten
Gesichtes,
woher, woher denn Ihr vielen, kommt mir dereinst die finstere
Windflut des Abschieds
und zu vergreisen nach Euerem Gesetz und die Heimfahrt des Herzens.