Es müht sich der Reisende am Morgen in Vielfalt des Aufbruchs und
Hoffnung ferner Sonnen,
wer aber mitternächtig heimkehrt, schleppt hinter sich das doppelte
Bewußtsein seiner Armut.
Denn nur dem ruhig Sitzenden, dem Denker auf dem Steine ist die
Erkenntnis beschieden,
nicht als Tochter der Begebenheiten, sondern als Weh, urtief
aufkeimend, gegenstandslos und ohne Maß.
Ich sehe den klagenden Obolos zwischen verwesten Lippen wehmütig
schaukeln:
Oh, wie lächle ich über den Schmerz von außenher, den Schmerz der
Liebe, des Hasses und der Versagungen der Erde,
den unzulänglichen Schmerz der flehenden Hand und des dunkel
umfriedeten Auges,
nicht zu vergleichen der schwarzen Bitternis der königlichen
Schwermut, die ohne Leib geboren ist und tränenlos waltet.
Denn nur die Verdränger der Zeit aus ihrem Herzen, und die den
sausenden Raum in ihre Brust gespannt,
einwärts bogen den Tritt und das Schwarze des Auges hinwarfen in den
verlassenen Schacht ihrer Seele,
wissen ihr fernes Reich und die siebzehn Flüsse des Jammers, die es
umschlingen. Aber die Wandernden alle
schreiten lieber, die Palmenträger, durch Tore des Lichts und der
Freude.