In der Blütezeit der französischen Zoologie verhielt sich die
italienische vorwiegend rezeptiv. Die Ideen der Pariser Zoologen
fanden begeisterte und beredte Vertreter in Italien, wie +Fr.
Cetti+ (1726-78), der Buffon großes Verständnis entgegenbrachte und
die Eigentümlichkeiten der sardinischen Fauna durch die insulare
Abschließung zu erklären versuchte; namentlich war es Lamarck, dessen
Ansichten durch +A. Bonelli+ (1784-1830, Professor in Turin) und
+Fr. Baldassini+, ferner durch +O. G. Costa+, der in schwierigen
Zeitläuften zu Neapel die alte zoologische Tradition aufrechthielt,
vertreten wurden. Der Naturphilosophie trat der durch viele
zoologische Arbeiten verdiente +Poli+ (1827) kritisch entgegen.
+Cavolini+, +delle Chiaje Bonaparte+, später besonders +Panceri+
(1833-77) förderten in der von Cuvier gebahnten Richtung die Kenntnis
der italienischen Land- und Meerfauna. In allem aber hielt sich die
italienische Zoologie innerhalb bereits vorgezeichneter Linien, wenn
auch in neuester Zeit erst wieder italienische Forscher in den Gang
der Geschichte entscheidend eingegriffen haben.