Frau Zuccati sprudelte heraus. „Weil sie wollte kommen unter Hauben!“

„Sic! Also erstickte dieses Streben das Nationalitätsgefühl! Bravo! Ich

bin Ihnen dankbar für dieses Geständnis! Aber die Ehe ischt ein festes

Band! Den Wohnsitz zu ändern steht nicht in meiner Macht, ganz abgesehen

davon, daß ich keine Lust verspüre, als deutscher Beamter im Welschland

zu domizilieren. Auch beherrsche ich die italienische Sprache nicht, um

ein Gericht in diesem Idiom zu leiten! Übrigens ischt alles Gerede

hierüber völlig zwecklos! Bianca ischt mein Eheweib, hat am Altar

gelobt, in Leid und Freud' mit mir durchs Leben zu gehen, ihr Platz

ischt an meiner Seite und dabei bleibt es!“

„No, no!“ zeterte die Richterin. „Ich bleibe nicht mehr in diesem Nest!

Ich werde gehen! Wenn schon nicht nach dem Süden, so gehe ich mit den

Kindern in größere Stadt! Ich wollen nicht versauern und verbauern in

loco!“

Frau Zuccati wollte wieder eine Rede loslassen, da machte Ehrenstraßer

der Scene ein Ende durch die Eröffnung, daß er kraft seiner Würde und

Macht als Familienoberhaupt sich jede Einmischung verbitte und hiermit

Frau Zuccati ernstlich auffordere, binnen 24 Stunden das Haus zu

verlassen.

Ehrenstraßer ging und ließ die welschen Damen in Verblüffung zurück.

Bergrichters Erdenwallen · 第 34 / 40 题