Der Falger stimmte zu. „Ischt wohr oh und a Gendarm braucht kan Röthel!“

Kurz fiel die Begrüßung des Sicherheitsmannes aus, der nun nach

Vorschrift und Pflicht den Thatbestand aufnahm und sich vom Amareller

den Fall erzählen ließ. Das verschlang eine weitere Stunde, es ging auf

Essenszeit und gar lieblich dufteten die Schmalznudeln aus dem Hause.

Solcher Mahnung wollten die Nachbarn nun folgen und sich nach Hause

begeben, allein der Gendarm erklärte, daß der Herr Bezirksrichter als

Untersuchungsrichter jeden Augenblick mit der Kommission eintreffen

könne, daher die Leute schon dableiben müßten.

Jetzt wollte aber keiner der Bauern, die bisher nicht genug über den

rätselhaften Diebstahl schwätzen konnten, mehr bleiben, und unverhohlen

sagten sie, mit dem Gericht wollen sie nichts zu thun haben. Nun befahl

aber der Gendarm das Verbleiben bis zur Ankunft des Richters, und die

Bauern blieben vor dem Hemmernmooshof, jetzt still und verschlossen.

Bald darauf kam der Richter mit dem Protokollführer angefahren, stumm

gegrüßt von den nun zaghaften, scheu gewordenen Bauern. Nach dem Rapport

des Gendarmen ging der Richter, eine hohe Gestalt mit merkwürdig

scharfen, durchbohrenden Augen und einer hohen Stirne, zum Amtsgeschäft

über, indem er den Amareller als Bestohlenen einem Verhör unterzog.

Servaz hatte noch keine zehn Sätze gesprochen, da unterbrach ihn der

Richter mit der Frage: „Ischt der Hofhund männlichen Geschlechts?“

Bergrichters Erdenwallen · 第 8 / 40 题