FUSSNOTEN:

[421: Kein „/sphragistisches/,“ da das Siegel /als solches/, außer

seinem Wappenbilde, nichts Ungewöhnliches aufweist.]

[422: Vgl. das /Fürstenbergische/ Urkundenbuch, Bd II, S. 188 (Siegel

Nr. 34). Statt der Beschreibung: „Topfhelm mit Pelz- oder Federkugel“

möchte ich jedoch setzen „gekrönter Topfhelm mit Federbusch.“]

[423: Vgl. Freiherr F. Waldbott v. Bassenheim: „Original-Prunkhelme

und Schilde aus dem XV. Jahrh.“ in der herald. genealog. Zeitschrift:

„Adler“ in Wien, 1873, Nr. 7, Nr. 11 u. Nr. 12.]

[424: Der mangelnde Raum im Siegelfelde war allerdings häufig

der Grund zu ganz absonderlichen und oft schwer zu erklärenden

Zusammenschiebungen u. Abkürzungen auf mittelalterlichen Siegeln.]

[425: Vgl. meine kulturhistorische Skizze: „Ueber den Gebrauch der

herald. Helm-Zierden im Mittelalter“ (Stuttgart, Jul. Weise, 1868), S.

27.]

[426: Vgl. Correspondenzblatt des Gesammt-Vereins d. deutschen

Geschichts- und Alterthums-Vereine, 1869, Nr. 11, S. 85 u. 86 mit

Abbildung.]

[427: Vgl. Nr. 24, 75, 76 u. 78 m. mittelalterl. Frauen-Siegel im

Correspondenzblatt des Gesammt-Vereins der deutschen Geschichts- u.

Alterthums-Vereine, Jahrg. 1863, Nr. 3 u. 1866, Nr. 4.]

[428: Vgl. a. a. O. Nr. 68 u. 23; Jahrg. 1866, Nr. 4 u. 1863, Nr. 3.]

[429:

[Illustration: Fig. 3.]

Nicht als „/Helmkrone/“, wie manche Heraldiker annehmen. Auf Bl.

40 b des „St. Christophori am Arlperg Bruederschaffts Buech“ Codex

picturatus im k. k. Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu Wien aus dem Ende

des 14. Jahrh., erscheint dieser /Helmschmuck/, wie hier unter

Fig. 3 im verkleinerten Maßstabe abgebildet, auch in der Art der

Züricher Rolle. Erst die späteren Abbildungen dieses Wappens zeigen

einen /gekrönten/ Helm mit einem Pfauenbusch.]

[430: Somit jedenfalls nicht als heraldisches Beizeichen.]

[431: Eine rein decorative -- keine heraldische -- Krone sehen wir

über dem Hohenlohe-Brauneckischen Wappen an der Herrgotts-Kirche zu

Creglingen; vgl. die Abbildung im „Anzeiger“ 1870, Nr. 3, Sp. 82, zu

Nr. XVIII meiner sphragist. Aphorismen.]

[432: Bei Langenstein, Nr. 54 der Züricher Wappenrolle, erscheint diese

Figur in Blau auf dem Schwanz des rothen Adlers; Sibmacher II, 146

dagegen zeichnet sie als Dreiberg.]

[433: S. meine herald. Monographie: Zur Geschichte des

Fürstenbergischen Wappens (1860), Taf. VII b., Fig. 2, 7 u. 4 (Fig. 7

nach v. Hefner-Alteneck, Trachten des christl. Mittelalters, Th. II,

Taf. 85).]

[434: S. m. sphragist. Aphorism. Nr. XXV im „Anzeiger“ von 1869, Nr.

11.]

[435: Vgl. m. sphragist. Aphorismen im „Anzeiger“, a. a. 0. Nr. XXIV.]

[436: Als „/Hülfskleinod/“ kann /ich/ die Helmkronen durchaus nicht

betrachten; denn sie bilden, nach meiner Ansicht, einen integrierenden

Theil des „gekrönten Helmes“ und gehören somit zu /diesem/ und nicht

zu dem /Kleinod/. Höchstens könnten die einfachen Binden oder Wulste

(meist in den Wappenfarben) als /Hülfskleinode/ angesprochen werden;

alle Körbe, Kissen u. dergl. sind aber ein Theil des /Kleinods/ selbst

und müssen bei dessen Blasonierung auch zuerst genannt werden; jedoch

würde ich rathen die neuere Bezeichnung „/Hülfskleinod/“ lieber ganz

fallen zu lassen, da sie zu unbestimmt und ganz überflüssig ist.]

[437: Vgl. m. sphragist. Aphorismen im „Anzeiger“ von 1869, Nr. 11,

unter Nr. XXIV.]

[438: Diese Kronen, wie sie bereits im 13. Jahrh. auf den Siegeln

dieser Herzoge vorkommen, könnten allerdings, da sie dieselben

wol als Zeichen ihrer königlichen Abstammung führten, auch als

Rangkronen angesprochen werden; da es aber Königskronen sind und keine

Herzogshüte, so kann man sie auch zu den heraldischen Helmkronen

rechnen.]

[439: Vgl. dessen „Elsässische Studien“, III in Nr. 6 u. 7 des

deutschen Herolds v. J. 1879, wo von 1363-1393 noch weitere 8 Siegel

mit /Helmkronen/ angegeben sind, nebst einem interessanten Siegel der

Madlen Ryffin v. J. 1490 mit einem „schräggestellten Schild mit ihrem

Geschlechtswappen, über dem eine dreiblättrige Krone schwebt,“ also

nach Art der heutigen /Rangkronen/ auf Siegeln.]

[440: Vgl. m. sphragist. Aphorismen im „Anzeiger“ a. a. O., Nr. XXIV.]

[441: Die bereits unter III. angeführten Helmkronen gehören eben so

wenig hieher, wie die „decorativen“ Kronen (vgl. Fig. 1, 2, 3 u. 5 in

Nr. 6 des „Anzeigers“) und die „symbolischen“ Kronen, z. B. auf einigen

Bildern des Heilands und der Muttergottes (als „Himmelskönigin“).]

[442: Vgl. das treffliche Werk Carl Heffners: „Die deutschen Kaiser-

und Königs-Siegel nebst denen der Kaiserinnen, Königinnen und

Reichsverweser“ (Würzburg, 1875), Taf. XIX, Nr. 120. Nach den Siegeln

der Könige von Portugal aus jener Zeit scheint die Kaiserin hierin

der Sitte ihres angestammten Hauses gefolgt zu sein. Auch die Könige

von England und Frankreich führten damals schon Rangkronen auf ihren

Wappensiegeln.]

[443: Vgl. C. Heffner, a. a. O., Taf. XVIII, Nr. 121.]

[444: Ueber diese. sind zu vergl.: „Dr. J. W. Triers Einleitung zu der

Wappenkunst“ (1714), O. T. von Hefner: „Grundsätze der Wappenkunst“

(1855) und „Handbuch d. theoret. u. pract. Heraldik“, 1861. (In den

beiden letzteren Werken wäre allerdings eine weniger drastische Sprache

sehr zu wünschen).]

[445: Bei diesen nur mit 7 Perlen.]

Eine Messeraffaire von 1459.

(/Aus dem Schweidnitzer Schöppenbuche 1452-99/[446]).

Heincze Folland der bawmeister[447], Hannes Berger vnd Lodwig der

statdiner, die Nic. Streckenbach[448] von Bewgindorff[449], im

(_ihm_) eyn bekenteniss zu tun, mit rechte vorbrocht[450] hot, haben

bekant an eydis stat..., das gescheen were, das sie zu Welkern in der

Petersgasse zum byre gewest, vnd als sie von danne gegangen wern, do

hetten sie gesehn, das der ffoyt[451] vom Llazan[452] des obgen. N.

Streckenbachs son mit den horen vom pferde geworffen hette; do were

N. Str. komen vnd hett den ffoyt... von seime sone gestossen. Do hette

der ffoyt... N. Str. mit dem rechten arme begriffen vnd gehaldin;

indes wern des ffoyts gomppen[453] komen vnd zugeloffin. Do hette N.

Str. sie vmb gotis wille gebeten eynmol, czwee, drey, vire, das sie

des ken (_gegen_) im nichten teten[454] vnd en (_ihn_) eyn sulchs

obirhuben[455]. Do hetten sie ir messer obir en gezogen von scheiden

vnd do hette N. Str. ouch sein messer geczogen vnd sich ken en muse

schotczen[456]. Das were en wissintlichen. domitt haben sie iren eyd

entpunden. (Judic. an. Math.)

/Bunzlau./ /Dr. E. Wernicke./

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit (Jg. 26, 1879) Neue Folge · 第 145 / 177 题