[204: Ducange-Henschel IV, 205. 725 u. 827: rupitani. Dr. Fr.]
Aus einer Magdeburger Chronik des 16. Jahrh.
In der Rathsbibliothek zu Magdeburg befindet sich ein Manuscript (Quart
30) unter dem Titel: „Historia was im Anfangk der Lehre des Heiligen
Euangelii vom Anfange des Jahres 1524 bisz 1525 auf Blasii in allen
dreien Stedten zu Magdeburgk sich begeben. Beschrieben durch Sebastian
Langhans, Mollenvoigten daselbst.“ -- Leider ist die Schrift nicht
mehr im ursprünglich niederdeutschen Original vorhanden, sondern in
einer sehr schlechten hochdeutschen Uebersetzung, die der Vicar vom St.
Sebastianstift hierselbst, Johann Findemann aus Salzwedel, „ex antiquo
et obscuro originali a. d. 1601“ angefertigt hat. Wie hochwichtig die
kleine Schrift für die Geschichte Magdeburgs zur Zeit der Einführung
der Reformation daselbst ist, wird bei der Herausgabe derselben noch
besonders hervortreten. Für jetzt möchte ich nur zwei Stellen aus ihr
hervorheben, von denen die erste ein verlorenes Schmählied, jedenfalls
auf den Erzbischof-Cardinal Albrecht von Magdeburg und Mainz, die
andere die Anlage einer Wasserleitung behandelt.