[165: E. Birk, D. Leonor von Portugal, Gemahlin Kaiser Friedrich des
Dritten (Wien, 1858), S. 13 f.]
[166: Cod. Leonaram und so noch zweimal.]
[167: Cod. factus.]
[168: Ich behalte die Orthographie des Codex bei, nur daß ich e oftmals
in ae oder oe verwandle. Der Codex hat keinerlei Interpunktionszeichen;
ich füge sie des leichteren Verständnisses wegen hinzu.]
[169: Cod. pollicite.]
[170: Cod. viuu̅tt.]
[171: Cod. imperatoria.]
[172: añ uolo, wol verschrieben für annulo; s. unten. Dr. Fr.]
[173: Cod. Moueat.]
[174: Cod. nll’omo˜ = nullo modo. Dr. Fr.]
[175: Cod. vadit.]
[176: Cod. enim.]
[177: Cod. emoliunt. Dr. Fr.]
[178: Anspielung auf Esther. In der Vulgata Asuerus = Ahasverus. Dr.
Fr.]
[179: subarrare, subarrhare (annulo) = arrhabone uxorem desponsare,
vermählen. Ducange VI, 401. Vgl. oben, Anm. 8. Dr. Fr.]
[180: Cod. matrimonia, corrigiert.]
[181: „nec“ zu lesen oder „quidem“ zu ergänzen. Dr. Fr.]
[182: Cod. glorioso.]
[183: Cod. similimus. Dr. Fr.]
[184: Cod. circuli.]
[185: Cod. reflexa.]
[186: Cod. Sit. Dr. Fr.]
[187: Cod. amodo.]
[188: Cod. sola.]
[189: Hier ist zum mindesten ein Verbum ausgefallen. -- „Es fehlt etwa
„frangatur“, wie aus Megenberg’s Buch der Natur (hg. v. Pfeiffer) S.
433, 3 ff. ersichtlich: Der adamas ist gar hert, also daz man in weder
mit eisen noch mit feur zerprechen mag, aber man zerpricht in mit
vrischem pockspluot, daz allerêrst vergozzen ist und noch warm ist.“
Dr. Fr.]
Statut einer geistlichen Bruderschaft in Salzburg.
In der Biblioteca de la Universidad Central de Madrid enthält das Ms.
Nr. 118,4 (alt E3, C2, N8) in 34 Blatt gr. Form. des Rhabanus Maurus
Traktat de Laudibus Crucis, und zwar Buch I: Text zu Fig. 6 bis zu
Ende, u. Buch II: Praefatio bis Cap. 28. In letzterem bricht sie ab mit
den Worten: „quae in imis et quae in supernis sunt.“ die Schrift ist
aus dem 9. Jhdt. In Fig. 28 ist das Bild des Rhabanus den betreffenden
Buchstaben angepaßt, mit harter Hand, aber entschiedenem Verständniß
für die menschliche Figur und einem Kopf, der Porträt sein könnte.
Auf der leeren Seite zu Ende des ersten Buches ist Ende des 12. oder
Anfang des 13. Jahrh. folgendes Stück eingetragen:
„Notum sit universis xpi (_Christi_) fidelibus ad quos littere iste
pervenerint qualiter fraternitas que vulgari nomine Zecha dicitur
in Salzburgensi civitate sit instituta. Celebrantur itaque singulis
annis tam pro salute uiuorum quam pro remedio defunctorum qui huius
fraternitatis communionem habuerint Octoginta milia missarum et
Septingente misse a congregationibus universis infra Salzburgensem
archiepiscopatum commorantibus et eiusdem fraternitatis societatem
habentibus. Quicunque etiam sub consorcio prenotate fraternitatis
consistunt communionem tocius servicii dei habent quod Ratispone
Patavie Frisinge Brixie et Gurge deo venerabiliter exhibetur. Cum
igitur aliquis habens cumunionem huius fraternitatis prope terminos
civitatis nostre obierit, sic ut deferri in civitatem possit magister
qui huic officio est destinatus omnia que defuncto inpensibilia
videntur scilicet arborem feretrum et linteamen ipsi defuncto ministrat
et tempore consueto per suos ministros ipsum defunctum presentari
ecclesie iubebit. Qui ministri in feretro leuantes defunctum primum ad
parrochiam illum deferunt & inibi missa pro remedio ipsius celebrata
duobus monasteriis ad similia ministeria celebranda illum deferunt.
His ita expletis congregatio in cuius cimiterio funus est sepeliendum
ad sepulcrum communiter procedit et cum diligencia terre que sua sunt
commendabit; dabuntur siquidem eo die a magistro defunctorum x. L.
v. candele tribus monasteriis in urbe positis absque ea iusticia quam
dabit ministris funus ferentibus et sepulcrum facientibus. Sed cum
evenerit ut in remotis locis fratrum istorum aliqui de vita transseant
qui ad nos ferri non possint statim dum hoc ad nos relatum fuerit
magister huius officii providebit quatinus ea que presenti debebantur
et absenti reddantur, ita ut peregrino vel paupere vice huius functo
que in absente nequeunt fieri ipsi per vicarium inpendantur. Quique
autem fratrum istorum vir videlicet aut mulier ex inposita sibi
iusticia singulis annis. xv. nummos magistro Zeche persolvere debent;
Ex his siquidem nummorum collectionibus idem magister oblationes
constitutas congregationibus Salzburgensium circa Natiuitatem domini
exsolvit et elemosinas largas cunctis manum porrigentibus tribuit.
Conputantur enim tam oblationes iste quam elemosine x. L. talentorum
conparacionem excedere preter alia quam plurima que per totum annum
tam in capite ieiunii quam et aliis temporibus pro fratrum istorum
et parentum eorum saluatione exhibentur. Et ecce nomina uiuorum
inscripta sunt. Judita S. moñ de pataṽ -- Remvridus. l. et vxor
sua Diemuͦdis“ (_folgen einige radierte Worte, dann ganz unten:_)
Chǒnradus et uxor sua livgart de Ivne (Lune?). Diemvͦt L’ de
Surheim. Uoleholdus filius eius. Ita l’ Sveuia.
/Döckingen./ /Dr. G. Baist./
Schreiben Kaiser Karls IV. an Bischof Gerhard von Hildesheim. 1368,
März 4. Prag.
Karolus quartus divina favente clementia Romanorum
imperator semper augustus et Boemie rex.
Princeps devote dilecte. Mittimus honorabiles Benedictum de Crabicz
archidiaconum Sacensem et canonicum Pragensem nec non Johannem
Saxonem canonicum ecclesie sancti Stephani Bambergensis et plebanum
in Reichenstein nostrarumque literarum imperialium registratorem
notarios secretarios capellanos domesticos et commensales devotos
nostros dilectos in nostris arduis sancteque Romane ecclesie negociis
ad partes inferioris Saxonie transeuntes. Devocioni tue recommendamus
attente desiderantes, quatenus predictos Benedictum et Johannem
exhibitores presencium cum familia equis et aliis rebus suis ad te
euntes et redeuntes de securo conductu velis providere, dum et quocies
per eos fueris requisitus, bonam et favorabilem voluntatem ipsis in
omnibus necessitatibus in hiis precipue, que promocionem sui itineris
prospiciunt, ad honorem cesaree celsitudinis exhibendo gratam nobis
ymmo sacro Romano imperio reverenciam impensurus.
Datum Prage die IIII. mensis Marcii regnorum nostrorum anno vicesimo
secundo imperii vero tercio decimo.
In dorso: Venerabili G[erhardo] Hildensemensi episcopo principi et
devote nostro dilecto.
Nach dem zum Briefe gefalteten Originale auf Papier im Staatsarchive
zu Hannover. Schnitte für das Siegelband und Theile des aufgedrückten
Siegels sind noch vorhanden.
/Hannover./ /Dr. R. Döbner./
Zur Künstlergeschichte.
An Rathe zu Nürnberg.
Vnser willige vnd fleißige dinste zuvor. Erbare weisen Namhafftige
Hern, besunders gunstige freunde vnd förderer. Vnser Mitburger
/Florian Stoß/[190] bericht vns, wie vnlangist sein leiplicher
vater /Veit Stoß/ vnd mutter durch den Willen Gothes bey
euer Erbaren Weisheit zu Nürnberg verstorben sein solle, davon er
nicht vnbillich neben den andern geschwistern vnd nebenmenn[191]
gemelter seiner eldern gelaßene gewichtikeit(?)[192] zugewarten
hette, mit anhangender fleißiger bit inen derhalb gen euer Weisheit
zuvorschreiben, das wir Ime in ansehung der billikeit füglich nicht
haben gewust zuwegern, gantz fleißig vnd freuntlich bittende, wo dem
also, Euer Er. W. wollen günstige vmsehung thun vnd schaffen, domit dem
Vnsern sein veterlich vnd muterlich angefelle vnd was Ime billich vnd
von recht zustendig, gutlich folgen möge, Ime auch des abzugshalb, als
einem armen vnbehausseten handwergsmanne, der mit vnerzogen kindern
befallen, günstigen willen zuerzeigen, sich dovon mit seim weibe vnd
kindern so viel dester bas zuneren, vnd seines väterlichen erbeteils
zufreuen habe, wollen wir vmb dieselbe E. Erbar W. willig vnd geflißen
sein.
..... Datum quarta post andree 1533.
An Rathe zu Crockaw.
Vnsere willige vnd fleißige Dinste zuvor. Erbare weisen Namhafftige
hern, besunder gunstige freunde vnd gönner. Vnser mitburger Florian
Stoß ist fur vns kommen, mit bericht, wie vnlangist sein leiblicher
bruder Stentzel Stoß ein Biltschnitzer bey euer Ersamkhten[193] zw
Crocaw sampt seinem weibe ane[194] leibes Erben verstorben sein solle,
dovon Ime not, dieweile Ir beider Vater zw Nurnberg auch verstorben,
sich deßelben eigentlich zuerkunden, mit anhangender vleißiger bit,
Inen derhalb gen euer Ersamkhten zuvorschreyben, demnach mit vleis
freuntlich Bittende, ab icht deme also,[195] vnd Jemandis als ein Erbe
der geloßenen guter gemelts seines verstorbenen bruders vorhanden
were, Euer Er. wollenn gunstiglich schaffen, sich vffs forderlichste
hieaus zue vorfugen, neben den andern gefreunten vnd Erbnemern
eine richtung zumachen, ab vnd aber niemandis vorhanden, das auch
die gelaßene habe genant seines verstorben Bruders vnvorruckt, vnd
biß zw gelegener Zeit mehrgedachts des vnsern Zukunfft odir seines
folmechtigen, vnverweret bleiben vnd verwaret werde, Wie wir vns denn
vorsehenn Eure Erbare Weisheit, gunstlich vnd vnbeschwerd thun werden,
das wollen wir vmb dieselbe eure Erbare Weisheit willig vnd geflißen
sein zu vordinen. Dat. quarta post Luce Evangeliste, anno MDXXXIII.
Zeugniss.
Vor Jedermenniglich so diser briff vurgetragen, gezeiget adir gelesen
wirt, Bekennen Wir Burgirmeister vnd Rathmannne der Stadt Görlitz, das
Vnsere Geschworne Eldisten der Neuzeche fur vns dem Sitzenden Rathe
bekand vnd angesagt haben, Wie das fur etzlichen Jaren /Veit Stoß/
seliger Merten Stoßen, seinen son, in der zeche vnd das handwerge der
goltschmide bey vns, funff Jahre nacheinander, bei seinem sone Florian
Stoßen zw lernen, laut des gemelten knaben eigener handschrifft, in
irem Zechregister vorzeichnet, angedinget habe, Doruff er den von dem
handwergke vnd Eldesten angenommen, vnd doch nicht lenger denn drey
Jare seiner lernung ausgewartet. Des zw Vrkundt besigelt an Dinstag
nach leonhardi 1534.
Kuntschaft Meister Hansen Kelner Buchssenmeister vnd Rodgisser.
Vor allen vnd iglichen so dieser brief getzeiget adder gelesen wirt In
besundern vor euch Erbaren Ersamen wolweisen hern Burgermeister vnd
Radmannen der Stadt Nurnbergk vnsern besundern freunden vnd gutten
gonnern, Bekennen wir Burgermeister vnd Radmanne der stadt Gorlitz, mit
erbietung Vnser freuntlichen und willigen Dinste, Demenach Meister Hans
Kelner... etzliche Jar lang bey vns gewonet, vnser vnd gemeiner stadt
Buchssenmeister er gewesen, der selbige noch vnsern willen vorsorget,
sich auch erlichen vnd fromlichen doran vorhalden, des ehr nuhmols von
vns einen gutlichen abschied gebethen, den wir Ime, vmb seines besten
willen, der er sich anderswo vnd sunderlichen bey euch zu Nurnbergk
vortrostet nicht haben mögen wegern vnd Ime den selbigen hiemit
gutliche gegeben vnd folgen lossen Freundlichs vleis bitten, Ime, auf
sein ziemlich ersuchen, günstige hülffe vnd furderung zu ertzeigen,
Inen vnser furschrifft vnd seines erlichen verhaltens hirynnen genißen
lossen. Das wollen etc. (1533).
Die Concepte vorstehender vier Schreiben sind enthalten in einem
Bande der im Stadtarchive zu Görlitz aufbewahrten Briefbücher (libri
missivarum).
/Görlitz./ /Heinrich/,
Stadtsekretär.