Wie dem auch sei, wir finden die jungen Bothriocephalen erst wieder
unter ganz veränderter Gestalt im Leibe mancher Süsswasserfische. Von
+Braun+ ist 1883 zunächst der Hecht als Zwischenträger des Grubenkopfes
erkannt worden, seitdem haben +Parona+ und +Grassi+ in Italien, +Ijima+
in Japan, ich in Genf und Basel die Bothriocephalus-Finnen in einer
ganzen Reihe von Fischen der Süsswasserseen entdeckt und meist mit
gutem Infektionserfolg auf den Menschen übertragen. Die Zwischenwirte
des breiten Bandwurms sind fast ausschliesslich Räuber, eine Thatsache,
die vielleicht darauf hindeutet, dass ihnen der junge Wurm bereits in
einen ersten Träger eingeschlossen übermittelt wird. Als Wirte der
Finnen von _B. latus_ kennen wir heute den Hecht, die Quappe, den
Barsch, die Forelle, die Aesche, den Saibling, die Seeforelle, sowie
die beiden japanischen Lachsarten _Onchorhynchus Huberi_ und _O.
Perryi_, eine Liste, die sich mit der Zeit noch bedeutend vergrössern
dürfte. Im Lachs sind Finnen von _B. latus_, entgegen der Annahme
von +Küchenmeister+, nicht gefunden worden. Auch die Flussfische sind
häufig mit dem Jugendstadium unseres Schmarotzers besetzt; wenigstens
fand ich die Finnen in Forellen und Hechten aus dem schnellfliessenden
Rhein und der reissenden Aare.
[Illustration: Fig. 44.