3. Larven der Perliden oder Afterfrühlingsfliegen.

Die Larven der Perliden scheinen stehende Gewässer ganz zu meiden; auch

schwächer fliessende sind arm an ihnen, wogegen reissende Gebirgsbäche

ihre rechte Heimat sind.

Die einzige Larve, welche ich in schwach fliessenden Gräben um Berlin

angetroffen habe, ist die von _Nemura variegata_ (Fig. 10, 24 S. 109).

Als Orthopteren-Larve ist sie, wenigstens in den älteren Stadien, an

den Flügelansätzen des zweiten und dritten Brustringes kenntlich;

von den Ephemeriden-Larven, mit denen sie noch am ersten verwechselt

werden könnte, unterscheidet sie sich erstens durch den Mangel an

Tracheenkiemen und zweitens dadurch, dass sie nicht drei, sondern nur

zwei lange Anhänge am Hinterleibsende hat. Innerhalb der Familie gehört

die Larve zu denen, bei welchen das zweite Glied des dreigliedrigen

Fusses kleiner ist als das erste.

Die Larve besitzt keine Tracheenkiemen; wie atmet sie denn? Ich habe

sie weder jemals zur Atmung an die Oberfläche kommen sehen, noch

spricht die Derbheit ihrer Haut und ihre Grösse für Hautatmung, so dass

mir die Atemverhältnisse der Larve rätselhaft sind.

Eigenartig nimmt sich die Bewegung der Larve aus. Bei keiner bisher

genannten Larve sind die Beine so kräftig und lang zugleich, wird der

Hinterleib so wenig auf dem Boden nachgeschleppt, ist die Bewegung

ein so flinkes Gehen wie bei dieser Larve. Ihre Lebensweise ist eine

räuberische.

Die Ähnlichkeit zwischen der älteren Larve und dem entwickelten Insekt

ist recht auffallend; der Schritt von dem einen zum andern Zustand

scheint deswegen auch recht leicht und schnell zu geschehen. Brachte

ich Larven in feuchter Schachtel mit Moos zusammen heim, so fand ich am

nächsten Tage meist mehrere davon schon ausgeschlüpft.

Von den übrigen Larven der Familie, die sich alle einander recht

ähnlich sehen, möchte ich nur noch die grösseren Perla-Larven

erwähnen, die durch Tracheenkiemen an der Unterseite der Brust

ausgezeichnet sind[XLVIII].

[XLVIII] Zuerst bei Tieren dieser Familie wurde die überraschende

Thatsache festgestellt, dass auch entwickelte Kerfe noch

Tracheenkiemen besitzen. +Palmén+ hat dann diese Erscheinung

als allgemeiner verbreitet nachgewiesen.

[Illustration: Fig. 10.

_24_ Larve von _Nemura variegata_ -- _25_ _Notonecta glauca_, von der

Bauchseite -- _26_ _Corisa striata_ -- _27_ _Naucoris cimicoides_ --

_28_ _Ranatra linearis_ -- _29_ Binsenstück mit zahlreichen Eiern von

_Ranatra_ -- _30_ Ein einzelnes Ei von _Ranatra_, vergrössert.]

+Schlussbemerkung.+ Sowohl am Anfang dieser wie der vorigen Ordnung

hob ich hervor, dass die Anzahl der Wasserlarven innerhalb der Ordnung

ungleich grösser als bei den früheren ist. Dazu kommt nun noch ein

Anderes. Bei den Larven der Käfer, Zweiflügler und Schmetterlinge war

die Anpassung an das Wasserleben, besonders hinsichtlich der Atmung,

eine recht verschiedene; eine Reihe von Arten atmete noch durch

Luftlöcher, daneben fand sich mehr oder minder ausgedehnt Atmung durch

die Haut, echte Kiemen oder Tracheenkiemen. Ungleich einheitlicher,

geschlossener erscheinen darin die Larven der Neuropteren und

amphibischen Orthopteren: fast alle sind sie Tracheenkiemenatmer,

selten finden sich daneben Hautatmer und nie einfache Luftatmer.

Ferner sind sie einerseits alle nach ihrer Organisation ausgesprochene

Wassertiere, und anderseits werden die einzelnen Gruppen den

verschiedenartigen Bedingungen des Wasserlebens in oft recht

eigenartiger Weise gerecht. Das Alles legt die Frage nahe: Ist das

Verhältnis dieser Larven zum Wasserleben nicht ein ganz anderes als

das der Käfer-, Zweiflügler-, Schmetterlings- und -- wie wir gleich

hinzufügen wollen -- Wanzen-Larven? Diese verglichen wir den Seehunden

und Walen, d. h. wir hielten für recht wahrscheinlich, dass sie von

Vorfahren abstammen, die samt ihren Larven in der Luft lebten; sind

jene Larven dagegen nicht vielleicht echte, ursprüngliche Wassertiere.

Besonders für die Ephemeriden ist wegen der unvollkommenen Verwandlung,

wegen der einfachen Bildung der Mundteile und weil sich die Bildung

der Flügel bei ihrem ersten Auftreten mit der der Tracheenkiemen

vergleichen lässt, schon öfters ausgesprochen worden, dass sie dem

Urtypus der Insekten ziemlich nahe stehen dürften; leiten sie sich

vielleicht unmittelbar von einer im Wasser lebenden Stammform ab? Sind

sie also den Amphibien im Kreise der Wirbeltiere zu vergleichen?

Diese Frage näher zu erwägen[XLIX], ist hier nicht der Ort, doch möchte

ich hier kurz auf den einen Punkt hinweisen, dass man im Falle der

Bejahung annehmen müsste, die Bildung eines Tracheensystems und zwar

eines +geschlossenen+, das für die Bewegung der Luft im Körper so

ungünstige Bedingungen bietet, sei bei Tieren, die unter Wasser leben,

an Stelle der Kiemen entstanden!

[XLIX] Verwiesen sei hier besonders auf die für die Frage wichtigen

Untersuchungen und Erörterungen von +Palmén+ („Morphologie des

Tracheensystems“).

Schnabelkerfe[6].

Die Schnabelkerfe oder Rhynchoten lassen sich hinsichtlich ihres

Verhaltens zum Wasser recht wohl mit den Käfern vergleichen; wie bei

diesen leben unter den Schnabelkerfen nicht nur eine Reihe von Larven

im Wasser, sondern auch entwickelte Kerfe, die in beiden Ordnungen

freilich nicht völlig an diesen Aufenthalt gebannt sind. Ferner gilt

auch in dieser Ordnung wie in jener[L] der Satz, dass, wenn das

entwickelte Tier diesem Element angehört, auch die Larve im Wasser

lebt. Endlich stellen sich, wie schon bei den Käfern erwähnt wurde,

beide Ordnungen auch darin neben einander, dass einige ihrer Arten

auf der Wasseroberfläche leben: neben den sich auf der Oberfläche

herumtummelnden Gyriniden finden sich die nicht minder auffälligen

Wasserläufer, welche innerhalb der Ordnung eine besondere kleine

Familie bilden.

[L] Vergl. jedoch die Ausnahme von _Parnus_.

Am häufigsten trifft man auf stehenden Gewässern die Arten der Gattung

_Hydrometra_ an. Der Körper ist ebenso wie die beiden hinteren

Beinpaare auffallend lang und dünn, die Vorderbeine, zwischen denen

der ziemlich lange, mit Stechborsten versehene Rüssel liegt, ungleich

kürzer. Eigenartig ist der Eindruck, den ihr Stehen und ihre Bewegung

auf dem Wasser macht. Mit den wagerecht gestreckten Fussgliedern der

Mittelbeine und zeitweise der Vorderbeine, sowie den Schienen und

Fussgliedern der Hinterbeine ruhen sie auf der Wasseroberfläche, die

an der betreffenden Stelle eingedrückt erscheint, wie bei einer auf

der Oberfläche schwimmenden Nähnadel. Durch ein feines, lufthaltiges

Haarkleid der Beine ist die Gefahr des Einsinkens gemindert. Bei der

Bewegung gebrauchen die Tiere vornehmlich die Mittelbeine, dieselben

gleichzeitig bewegend; stossweise gleiten sie auf der Oberfläche

ziemlich schnell dahin[LI].

[LI] Die Gattung _Velia_, welche schattige, fliessende Gewässer

liebt, schreitet oder läuft dagegen auf dem Wasser.

Die Nahrung der Hydrometriden besteht aus schwächeren Insekten,

besonders wohl auch aus eben ausgeschlüpften Mücken, die sie mit ihrem

Stech- und Saugrüssel aussaugen. An den Larven fällt besonders die ganz

ausserordentliche Verkürzung des Hinterleibes[LII] auf; hiervon und von

dem Mangel ausgebildeter Flügel abgesehen, gleichen sie, besonders auch

in der Lebensweise, sehr den entwickelten Kerfen.

[LII] Sonst ist bei Insektenlarven der Hinterleib der am kräftigsten

entwickelte Körperteil. Das ist nach der Lebensaufgabe des

Larvenstadiums ohne Weiteres verständlich. Hier wird die

Abweichung von der Regel durch die Bewegungsweise auf der

Oberfläche und die damit verbundenen Anforderungen bedingt.

Die übrigen Schnabelkerfe nun, welche dem Wasser angehören, führen ein

Leben ähnlich dem der Dytisciden und Hydrophiliden; einige von ihnen,

nämlich die Gattungen _Notonecta_ (Fig. 10, 25), _Plea_, _Corisa_

(Fig. 10, 26), _Naucoris_ (Fig. 10, 27), sind lebhafte Schwimmer,

andere dagegen, _Nepa_ und _Ranatra_ (Fig. 10, 28), kriechen mehr den

Hydrophiliden ähnlich an den Wasserpflanzen umher. Alle aber kommen,

den Käfern gleich, zum Atmen an die Oberfläche, im einzelnen dabei

freilich verschiedene Einrichtungen und Weisen zeigend. Systematisch

sind sie übrigens auch dadurch zusammengehalten, dass sie neben dem

gegliederten Saugrüssel und den beiden ungleichartig ausgebildeten

Flügelpaaren ausserordentlich kurze Fühler besitzen, die sie verborgen

am Unterkopf tragen.

=1. Notonecta glauca= (Fig. 10, 25).

Unter den Schwimmern ist der ansehnlichste und mit auch der häufigste

_Notonecta glauca_, in kennzeichnender Weise +Rückenschwimmer+

genannt. Fassen wir ihn, wenn er aus dem Netz genommen werden soll,

nicht vorsichtig, so lernen wir wahrscheinlich auch durch seinen

empfindlichen Stich verstehen, weshalb er hie und da +Wasserbiene+

heisst.

Die Eigentümlichkeit, mit dem Bauch nach oben zu schwimmen[LIII],

kennzeichnet unser Insekt hinreichend. In Beziehung zu dieser

Schwimmart steht auch die Färbung des Tieres: nicht der Rücken ist, wie

das bei den meisten Wasserinsekten die Regel, dunkel gefärbt, sondern

der Bauch, während unter Wasser die Rückseite durch anhaftende Luft

lebhaft weiss erscheint. Nachdrücklich wird hierdurch in ähnlicher

Weise wie durch die Färbung der Flundern die Auffassung gestützt, dass

die dunklere, dem Boden ähnliche Färbung der Rückseite und die lichtere

der Bauchseite so vieler Wassertiere, z. B. so vieler Fische, eine

+Schutzfärbung+ ist.

[LIII] Nur bei der kleinen, 2 _mm_ grossen Verwandten, _Plea

minutissima_, findet sich die gleiche Schwimmart.

Als Ruder sind nur die stark verlängerten kräftigen Hinterbeine

thätig, die an Schienen und Fussgliedern mit zwei Reihen Schwimmhaaren

versehen sind; ihre Endkrallen sind verkümmert. Als ordentlicher

Schwimmer gebraucht das Tier die Ruder gleichzeitig. Wie es Vorder- und

Mittelbeine verwendet, sieht man leicht, wenn man auf die Oberfläche

etwa eine Fliege wirft. Meist nimmt der vornehmlich nach oben schauende

Rückenschwimmer die Beute schnell wahr, schiesst jählings darauf los

und packt sie mit armartig gekrümmten Vorder- und Mittelbeinen, um

schwebend sie auszusaugen.

Zur Atmung streckt er, den Schwimmkäfern ähnlich, das Hinterleibsende

aus dem Wasser; man möchte also hier auch grosse und ansehnliche

Luftlöcher vermuten. Die Luftlöcher des Hinterleibes jedoch sind

auffallend klein; grosse, mit zarten Schutzhaaren versehene Luftlöcher,

welche fraglos für die Atmung in erster Linie in Betracht kommen,

liegen dagegen ziemlich verborgen seitlich an der Brust, etwas nach

hinten und bauchwärts von der Ansatzstelle der Hinterflügel, ferner in

der Verbindungshaut der Vorder- und Mittelbrust, sowie zwischen Mittel

und Hinterbrust und zwar am Rande der Unterseite. Die Luft aber wird

von dem Hinterleibsende nach diesen Stigmen in eigentümlicher Weise

geleitet. Es ist nämlich der Bauch in der Mitte gekielt (Fig. 10, 25)

und wiederum an den Rändern erhaben, sodass zwei seitliche, freilich

flache Rinnen entstehen. Über diesen Rinnen stehen je zwei Haarreihen,

eine vom Aussenrande und eine von der Mitte her und unter solchem

Haardach wird die Luft in den beiden Rinnen von hinten her zur Brust

und zwischen Haaren derselben weiter zu den Stigmen fortgeleitet. Nicht

selten sieht man die Hinterbeine, Geigenbogen vergleichbar, über den

Hinterleib hinfahren, um die Luft in der einen oder anderen Richtung

fortzuschieben. Hin und wider klappen auch an der Oberfläche die

Haarreihen aus einander. Die Aussenränder der drei letzten Ringe sind

übrigens noch mit nach aussen gerichteten Haarreihen versehen und diese

ruhen beim Atmen auf der Oberfläche; auch die Bürste zur Reinigung der

Schwimmhaare befindet sich anscheinend hier.

+Laich+ und +Larven+. Im Zimmeraquarium habe ich die Eier des

Rückenschwimmers mehrfach schon im März erhalten; sie waren einzeln an

lebenskräftigen, grünen Blättern abgelegt. Die ausschlüpfenden Larven

lassen die Zugehörigkeit zu dem entwickelten Insekt in allen Punkten

bis auf die weissliche Färbung und den Mangel der Flügel erkennen. In

Menge trifft man die Larven während der Sommermonate in den Gewässern

an, dem Raube obliegend wie die entwickelten Kerfe. Ende Juni thun

die ersten den letzten Schritt in der Entwickelung, der bei den

Schnabelkerfen im Vergleich z. B. zu den Käfern recht klein ist. Dass

hier kein Ruhe- d. h. Puppenstadium nötig ist, um die letzte Häutung

vorzubereiten, ist ohne Weiteres verständlich.

=2. Corisa= (Fig. 10, 26).

Mit _Notonecta_ und _Plea_ werden bisweilen die zahlreichen und

teilweise recht häufigen Arten der Gattung _Corisa_ zu einer Familie

vereinigt. Ist auch eine gewisse oberflächliche Ähnlichkeit vorhanden,

so erweist sich doch _Corisa_ bei eingehenderer Betrachtung so

verschieden von den beiden anderen, dass eine derartige Vereinigung

recht gewaltsam erscheint. Ich beschränke mich hier darauf,

hervorzuheben, dass die Corisa-Arten, unter denen _C. Geoffroyi_

(fast 1,5 _cm_ messend) die grösste, aber nicht häufigste ist, nicht

mit dem Bauch, sondern mit dem Rücken nach oben schwimmen, dass sie

ferner nicht das Hinterleibsende zur Atmung an die Oberfläche bringen,

sondern den Vorderkörper, und zwischen Kopf und Vorderbrust oder

Vorder- und Mittelbrust, die dabei von einander gebogen werden, die

Luft einsaugen. Besonders grosse Luftlöcher liegen in der Gelenkhaut

der Vorder- und Mittelbrust, an den Seiten der Mittelbrust und

scheinbar an denen der Hinterbrust. Im Wasser erscheint die ganze

Unterseite mit einer silberglänzenden Luftschicht bedeckt. Natürlich

fehlen nun auch die eigentümlichen Luftrinnen an der Bauchseite des

Hinterleibes.

Von den Beinen ist wiederum das letzte Paar zu Schwimmbeinen

umgestaltet. Das Schwimmen erfolgt regelrecht unter gleichzeitiger

Bewegung beider Beine. Eine eigenartige, schaufelförmige Ausbildung

zeigt das Vorderbeinpaar. Es dient mit dem Schnabel zusammen bei

einzelnen Arten (oder bei allen?) als Musikinstrument. Die ziemlich

laute und anhaltende „Musik“ habe ich übrigens bei den Tieren, welche

ich hielt, stets erst am Abend gehört. Die Tiere hielten sich unter

Wasser mit den Mittelbeinen fest und geigten mit den Vorderbeinen über

den Schnabel. Deutlich liess sich die Gleichzeitigkeit des Tones mit

der Bewegung der Vorderbeine beobachten.

Wie alle Schnabelkerfe des Wassers leben auch die Corisa-Arten vom

Raube; aber sie dürften bei der Eigenart ihrer Mundteile nicht nur

zu saugen, sondern auch kleinere, festere Sachen zu zerkleinern

vermögen[LIV]. Häufig habe ich sie an winzigen Mückenlarven gesehen. Der

Schnabel weicht wesentlich von dem des Rückenschwimmers schon durch

die auffallende Kürze und Breite ab. Die Hauptmasse desselben wird

freilich, wie ich im Gegensatz zu den meisten mir bekannten Angaben,

welche gleichmässige Beteiligung der Ober- und Unterlippe an der

Schnabelbildung behaupten, fand, hier wie bei den anderen Rhynchoten

von der nach oben zusammengelegten und gegliederten Unterlippe

gebildet, in der die kurze Oberlippe und die vier Stechborsten

liegen[LV].

[LIV] Vergl. hierzu die Angaben von +Geise+, „Die Mundteile der

Rhynchoten“ im Archiv für Naturgeschichte 1886.

[LV] Siehe auch +Geise+ a. a. O.

An der Bildung der Mundteile sind auch die im Mai ausnehmend häufigen

Larven als Corisa-Larven leicht zu erkennen. Dieselben bieten +vor

der ersten Häutung+ in ihrer Atmung eine Abweichung sowohl von den

Notonecta-Larven als auch von den eigenen entwickelten Zuständen. Sie

kommen nämlich nicht dazu an die Oberfläche, sondern atmen durch die

zarte Hautoberfläche. Das Tracheensystem ist zu dieser Zeit an manchen

Teilen der Haut sehr fein und reich verzweigt, aber es besitzt, wie bei

dem durchsichtigen Körper mit Hilfe des Mikroskops leicht festzustellen

ist, keine thätigen Luftlöcher. Oft sah ich solche Larven sich mit

den Hinterbeinen frisches Wasser zufächeln, während sie sich mit den

Mittelbeinen festhielten. Larven mit Flügelansätzen zeigen freilich

schon die Atmungsweise der entwickelten Tiere[LVI].

[LVI] Die sehr ähnliche Gattung _Sigara_, besonders durch die Zahl der

Fühlerglieder unterschieden, habe ich bisher nur in grösseren

Gewässern, nicht in Gräben und Teichen gefunden.

Die Tier- und Pflanzenwelt des Süsswassers. Zweiter Band. · 第 29 / 60 题