Sibylle wurde dunkelrot. Vom Schein des Feuers umflirrt, stand sie am
Kamin. Leuchtend hob sich die weiße Gestalt vom weinroten Teppich, und
der letzte Strahl spielte mit den Edelsteinen.
›Sophie Charlotte,‹ zog es der alten Frau durch den Sinn, und ihre
Gedanken weilten bei dem Bilde der Ahnfrau.
Da löste Sibylle den Schmuck und legte ihn in das Kästchen zurück.
»Ehe ich nach Bühl zurückkehre, darf ich dir das Halsband geben, nicht
wahr, Großmama? Jetzt will ich mich noch etwas daran freuen. Und
niemand erfährt etwas davon, auch Großpapa und Mama nicht!« Ihr Blick
flog zu Jutta Eichel hinüber; bittend legte sie den Finger an die
Lippen.