Am andern Tage fuhr der Kaiser mit Platow in die Kunstkammern. Sonst
hatte der Kaiser niemanden von den Russen mitgenommen, weil man ihm nur
einen zweisitzigen Wagen geschickt hatte.
Sie langten bei einem nicht allzu großen Gebäude an -- die Auffahrt ist
unbeschreiblich, Korridore ins Unendliche, die Zimmer gehen eines in das
andere, und endlich in dem hauptsächlichsten Saale stehen verschiedene
gewaltige Büsten, und in der Mitte unter einem Baldachin steht »Abolon
von Polwedere«.
Der Kaiser blickt auf Platow, ob er wohl sehr erstaunt sei, und worauf
er schaue. Der aber geht, die Augen zu Boden gesenkt, so dahin, als sehe
er gar nichts -- und dreht nur Ringe aus seinem Schnurrbart.
Die Engländer begannen alsogleich, verschiedene Wunder zu zeigen und zu
erklären, was bei ihnen für kriegerische Zwecke eingerichtet ist.
»Sturmmesser« für die Marine, »Pontonen« für das Fußvolk und geteerte
Segeltücher für die Reiterei. Der Kaiser hat an dem allen seine Freude,
alles kommt ihm sehr schön vor, Platow aber bleibt dabei, daß für ihn
das alles gar nichts bedeute.
Der Kaiser spricht: »Wie ist denn das möglich? -- Weshalb ist in dir
eine solche Gefühllosigkeit? Gibt es denn wirklich hier gar nichts für
dich zu bewundern?«
Platow antwortet: »Mir ist hier nur das Eine erstaunlich, daß meine
forschen Kerle vom Don ohne dies alles Krieg führten und zwölf
Heidenvölker davonjagten!«