II

Am andern Tage fuhr der Kaiser mit Platow in die Kunstkammern. Sonst

hatte der Kaiser niemanden von den Russen mitgenommen, weil man ihm nur

einen zweisitzigen Wagen geschickt hatte.

Sie langten bei einem nicht allzu großen Gebäude an -- die Auffahrt ist

unbeschreiblich, Korridore ins Unendliche, die Zimmer gehen eines in das

andere, und endlich in dem hauptsächlichsten Saale stehen verschiedene

gewaltige Büsten, und in der Mitte unter einem Baldachin steht »Abolon

von Polwedere«.

Der Kaiser blickt auf Platow, ob er wohl sehr erstaunt sei, und worauf

er schaue. Der aber geht, die Augen zu Boden gesenkt, so dahin, als sehe

er gar nichts -- und dreht nur Ringe aus seinem Schnurrbart.

Die Engländer begannen alsogleich, verschiedene Wunder zu zeigen und zu

erklären, was bei ihnen für kriegerische Zwecke eingerichtet ist.

»Sturmmesser« für die Marine, »Pontonen« für das Fußvolk und geteerte

Segeltücher für die Reiterei. Der Kaiser hat an dem allen seine Freude,

alles kommt ihm sehr schön vor, Platow aber bleibt dabei, daß für ihn

das alles gar nichts bedeute.

Der Kaiser spricht: »Wie ist denn das möglich? -- Weshalb ist in dir

eine solche Gefühllosigkeit? Gibt es denn wirklich hier gar nichts für

dich zu bewundern?«

Platow antwortet: »Mir ist hier nur das Eine erstaunlich, daß meine

forschen Kerle vom Don ohne dies alles Krieg führten und zwölf

Heidenvölker davonjagten!«

Eine Teufelsaustreibung, und andere Geschichten · 第 54 / 74 题