5. Kapitel.

Der Tag kommt. Ein goldener Tag, dem die weißen Opferdämpfe der Täler

entgegenrauchen.

Im Gras ist ein Knistern von berstenden Schollen, in denen junge Kraft

ringt. In den Wäldern ist ein Tropfen und Klingen von goldenem Licht

und silbernem Tau. Hoch oben schlägt ein Bussardpaar seinen Morgenflug

-- still, königlich: wie die Welt ringsum in sonnevoller Pracht.

Und auf dem Grasrücken, der aus dem Wald hervorspringt und um den die

blendenden Ströme des Lichts gehen, hackt der Peter Einräumer die

Erde. Wie das Loch fußtief ist, stellt der Hans-Tonl eine Steinsäule

hinein. Er hat mit dem Meißel ein Kreuz in den Block geschlagen und die

Jahreszahl 1903 darunter. Man kann die Steinsäule von weither sehen.

Und der Hachtl liegt daheim still und tot auf dem Stroh und weiß es

nicht: jetzt weihen ihm die Sonnenwirbelleute ein dauernd Gedächtnis.

Wo das Flämmlein gelaufen ist, über dem Hachtl seine Stirn und an der

Wange herab, hat es seine Bahn gezogen. --

Wie sie den Hachtl in die Sommererde gelegt hatten zum ewigen Schlaf,

war die Gabi in dem einsamen Stüblein am Sonnenwirbel allein mit ihrer

stillen Trauer. Die Klöppel, die durch die Finger der Frau liefen,

klapperten gedämpft ihr eintönig Lied. Die Stäublein schwammen blitzend

in dem blanken Strom, der durch die Scheiben auf die Diele ging, und

die Fliegen summten hindurch.

Auf dem ›kalten Winter‹ sind sie dabei, das Heu zu bieren. Während der

Peter und der Peterl die raschelnden Lasten schleppen, schreitet der

Hans-Tonl die Halde zur Unruh hinab. Er ist aber nicht allein und kann

darum nicht so flott den Hang hineinstampfen, wie er das sonst zu tun

pflegt.

Neben ihm geht das Harfenweibl. Jetzt muß der Hans-Tonl der Alten die

Hand hinüberreichen.

»Der Grund ist fei wieder so glasglatt,« sagt das Weibl, »daß einer den

Hals brechen könnt', wenn er nicht fleißig unter sich schaut.«

Auf der Unruh möcht' sich das Harfenweibl ein wenig verschnaufen:

»Es ist gar so viel Sonnenschein in der Welt in diesem Jahr. Und die

Pilzlinge werden fei auch wachsen,« meint das Weibl.

»Gelt?« sagt die Resl, dem Helari sein Weib. »Das Fanele hat schon ein

ganzes Säckl voll Pfifferlinge heimgetragen.«

Das Fanele, wie es die Mutter reden hört, guckt aus der Stalltür.

»Hui, da ist ja auch der Hans-Tonl! Grüß Gott, Tonl!«

»Grüß Gott, Fanele!«

»Das ist fei zum ersten Mal, daß ich den Hans-Tonl seh, seitdem die

Red' ist, daß er so schnell auf ein Hochzeiten denkt.«

»Oha,« sagt der Hans-Tonl und »wenn einer mit so einem Beispiel

vorangeht, sind auch immer Leut, die 's alsbald nachtun.«

»Denkst etwa auf _mich_?« fragt das Fanele, »weil Du fei gar so listig

mit den Augen redest?«

»'s mag wohl sein, Fanele.«

»Weißt mir einen, so wollen wir die Sache schon machen. Aber ich seh

mir keinen.«

Ueberdem ist das Fanele aus dem Stall zum Brunnentrog geschritten

und schwenkt die Gelte aus. Sein Röcklein hat es bis zu den Knien

geschürzt, und das Kattunjäcklein hat keine Aermlinge. Nun guck' einer,

was das flinke Fanele für dralle Arme hat!

Wie der Tonl dem Fanele eine Weile zugeschaut hat und das Dirnlein den

Milchkübel auf das Zaunstaket stülpt, sagt er:

»Hast denn auf den Peterl ganz vergessen, Fanele?«

»Hui,« macht das Mädl, »der Peterl!«

Und gelacht hat's dabei ein goldenes Lachen, das ist in den Wald

hineingeflogen, wer weiß wie tief. -- Da hören die Frauen zu reden

auf und horchen hinüber, was denn am Zaunlattl und am Milchkübel so

herzhaft spaßig ist, daß sich das Fanele ausschütten möchte vor Lachen.

's ist fei gut, daß der Brunnentrog nicht weit ist. So geht das Fanele

zwei Schritt zurück, setzt sich auf den Rand des Steins und lacht:

»Der Peterl vom Sonnenwirbel!« Und lacht.

Der Röhrbrunnen speit seit dem Wetter einen stärkeren Strahl und

hat die Steinkufe, auf deren Rand das Fanele sitzt, gefüllt zum

Überlaufen?. Und das Wasser, das darin plätschert, plätschert dem

Fanele ans Stück Röckl, auf dem es sitzt. Und weil außer dem Kattunrock

nicht mehr viel auf dem Dirnlein ist -- --

Das Fanele hat's eiskalte Bergwasser schon gemerkt.

Aber der Tonl auch.

Und jetzt ist das Lachen am Tonl und an den Frauen. Lehnt sich das

Fanele an den moosgrünen Lattenzaun. Aber ärgerlich ist's doch, weil

der Tonl gesehen hat, wie das Wasser ist fürwitzig gewesen.

»Hans-Tonl, warum sorgst Dich denn um das Fanele? Wenn's einen Mann

braucht, wird sich's einen suchen. Und wenn der Peterl erst auf

die eignen Beine gestellt wär und hinter der Schürze von der Mahm

hervorgehen wollt' -- der Peterl wär gar kein Unrechter.«

»Fei nit, fei nit,« sagt der Tonl, »aber das Fädlein, das der Peterl

und das Fanele mitsammen spinneten, das möcht' ich noch sehen.«

»Darum brauchst Dich fei nit zu grämen,« ruft das Fanele spitz.

»So kann einer wohl dem Peterl was ausrichten? Leicht, daß ich ihn eher

zu sehen krieg', als das Dirnl.«

»Wenn Du magst,« sagt das Fanele und in seinen Augen ist ein spitzes

Licht, »so sag ihm: wenn er auch nicht viel taugete, so wär' er mir

doch hundertmal lieber als der Hans-Tonl mit sein'm wilden Schnäuzl.«

Jetzt -- das ist schad', daß das Mädl so flink durch die Stalltüre

gefahren. So muß der Hans-Tonl dem Fanele schuldig bleiben, was er ihm

hat zahlen wollen.

»Das Harfenweibl ist am End' fertig mit ausrasten, daß wir mitsammen

aufs Zechenhäusl kommen?« fragt der Hans-Tonl.

Das Harfenweibl nimmt seinen Korb von der Bank: »B'hüt Gott, Resl. Und

wenn nur auf der Unruh das Wetter nix zuschanden geschlagen hat.«

»Fei nit und 's ist dasmal gar gnädig umgegangen mit uns. Ja so -- auf

dem Zechenhäusl hätt's auch nix getan, wenn nicht der Seppl meinete:

der Schreck und das Aengsten, weil's so gar wild gekommen ist, hätt'

ihm das Augenlicht völlig ausgeblasen.«

Der Tonl, der noch einmal nach der Stalltüre schaut, ob das Fanele

nicht um die Ecke lueget, lauscht auf, wie er das von dem Landfahrer

hört.

»Das Augenlicht ausgetan?« fragt er, »dem Seppl? So ist's eh ein Glück,

daß er daheim ist und sich aufs Zechenhäusl gefunden hat. Bis in die

Heimat haben sie ihm den Weg justament zeigen mögen, dann sind ihm die

Lichtlein ausgegangen.«

Neben dem Steig in den Wald, der fußbreit den Hang hinabläuft, hat

der Regen einen Graben gerissen und da und dort hat das Strömen das

Erdreich fortgetragen. Da ist's gut, daß drunter die braunen Wurzeln

das Geflecht bilden. Dem hat das Strömen den Berg herein nichts

anhaben können. Die Wurzeln halten den Stein umsponnen und haben sich

eingebissen in den Fels seit achtzig Jahren.

Als die beiden den halben Weg gegangen sind und schweigend an das

Unglück vom Seppl gedacht haben, dem der Sturmwind das Licht in den

Augen ausgeblasen hat, sehen sie auch schon den Zachenhesselhans.

»'s muß einer fei das Wegl wieder zusammensuchen,« sagt er, läßt die

Schaufel ein wenig ausruhen und gießt bei dieser Gelegenheit den

Pfeifenstiefel um.

»Wenn einer solch einen raren Besuch bekommt,« sagt der

Zachenhesselhans, »so muß er auf Feierabend denken. Grüß Gott,

mitsammen und willkommen beim Zechenhaus!«

»Schön Dank!« ruft ihm das Harfenweibl mit seiner dünnen Stimme zu.

In der ist ein Restl von dem Singen hängen geblieben, mit dem das

Weibl die Stadtleut auf dem ›Neuen Haus‹ verlustiert. Das sagt der

Zachenhesselhans immer, wenn er das Harfenweibl wiedersieht. »Wohin

wollts denn miteinander?«

»Justament aufs Zechenhäusl,« sagt der Tonl.

»Das Weibl auch?«

»Freili,« entgegnet das Weibl.

»Na, da paßt auf! Das wird was geben. Werden wir uns ein bißl in den

Schatten machen? Mögts ein Bier oder einen Kaffee?«

»Einen Kaffee, wenn der Zachenhesselhans hat, möcht' ich schon,« sagt

die Alte.

»So wird er einen machen.«

Ueberdem sind sie hinter das Zechenhäusl gekommen. Da sieht der

Hans-Tonl: der Mann hat den fichtenen Stamm unter den hinteren

Dachbalken zur Stütze aufgestellt. Einige Rinnlein laufen über das

grüne sammetweiche Dach. Da ist der Regen heruntergefahren -- als hätt'

er im Wald nicht genug gehabt zum zerreißen. An der Schmalseite der

Hütte, die nach Abend zu ist und an die der Wald dicht herantritt,

sitzt der Schmied-Seff-Pepp auf der braunen Bank.

Während der Zachenhesselhans drinnen im Ofen ein Feuer anzündet und den

Topf in die knackenden Reiser stellt, macht sich das Harfenweibl mit

dem Seppl bekannt. Der hat den Kopf weit zurückgebeugt als die alte

Frau sich vor ihn hinstellte.

»Jetzt -- auch der Schimmer ist fort, der ehegestern noch in den Augen

gewesen ist. Jetzt is es verspielt! Aus is, gar aus is!«

»Wie hat der Schmied-Seff-Pepp denn das angedreht?« fragt das Weibl.

»Wie hat's denn das Harfenweibl gemacht, daß es wackelig worden ist?«

fragt der Zachenhesselhans durch das Fenster aus der Stube heraus.

»Also: fei von selber ist das gekommen.«

»So sei dem Herrgott Dank, daß er mich noch einmal hat das Waldlandl

anschauen lassen. Hinunterblicken in die Täler, hinausblicken in die

Welt -- das hab ich fei nit gewollt. Ich hab nix mehr zu suchen

draußen und will nix mehr suchen, wie gern nicht! Aber an dem Grün der

Bergwälder hat sich der Seppl noch einmal das Herz frohgeschaut, Weibl!

Und daß ich nur daheroben bin! Hier im Heimatland werd' ich auch ohne

die beiden Augen mein Stückl Brot finden. Aber draußen blind den Weg zu

fremden Türen -- das möcht' einem sauer ankommen, Harfenweibl.«

»Seppl,« sagt die Alte, »so könnt's Dich fei g'freuen -- -- da kommt

erst der Zachenhesselhans und bringt den Kaffee! Vergelt's Gott, Mannl!«

»Jetzt,« sagt der Zachenhesselhans und setzt sich neben den Hans-Tonl

ins Gras, »was wollts, Leutln, was mögts?«

»Wir zwei bereden das Unsrige später,« sagt der Hans-Tonl. »Jetzt -- da

wirst lauschen!«

»Na, Harfenweibl, prosit, trink einmal und dann fang zum singen an. Wir

Männer, wir tun uns derweil einen Beißer ein und gießen das Feuer, das

darüber angeht, mit einem Bier aus.«

Der Zachenhesselhans füllt ein Glas aus dem Trunkelbeerkrüglein. Brr!

macht er, wie er getrunken.

»Hans-Tonl, da hab' ich zwei Krügeln Braunbier in den Röhrtrog gestellt

-- die bringst uns. Wenn einer so von der ersten Sonne an bei der Halde

kratzt und schaufelt, klebt ihm die Zung' am Gaumen.«

Wie der Hans-Tonl nach dem Röhrtrog geht, ruft ihm der Waldmann nach:

»Leicht nimmst fei erst das eine und läßt das andere noch im Eis!«

»Wenn der Zachenhesselhans und seine Seel sich einmal scheiden, macht

er erst noch ein G'spaßl mit ihr und sagt: so, das nimm mit auf den

Weg und nun: b'hüt Gott, liebe Seel, haben uns fei immer mitsammen

verstanden, Du und ich, gelt?« lacht das Harfenweibl.

»Und das Harfenweibl singt der ihren erst noch eins, auf daß die gleich

in den Himmel tanzet,« sagt der Zachenhesselhans. »Und nun red'ts Eure

Sach, Leutln! Für umsonst hast doch die alten Beine nimmer den Berg

hereingeschickt?«

Der Zachenhesselhans gießt einen Becher schäumendes Braunbier aus dem

Tonkrug und reicht ihn dem Hans-Tonl.

»Seppl,« hebt das Harfenweibl wieder an, »ich hätt' eine Tür, an die

Du anklopfen könntest um ein Stückl Brot und ich weiß: gekargt wird

dahinter nit.«

»So 'was hört der Seppl gerne,« wirft der Zachenhesselhans ein, »jetzt

-- das Harfenweibl wird mir meinen ›Zimmerherrn‹ ausspannen.«

»Wo meinst denn?« fragt der Landfahrer.

»Justament auf dem ›Neuen Haus‹. Dort spiel ich, dort sing ich seit

drei Jahren für die Stadtleut, die da einkehren, wenn sie über das

Gebirg fahren. Aber: die Harfe ist noch hundert Jahr älter als das

Weibl, das sie rupft, und die Stimme zum singen hat einen Riß gekriegt

die Zeit her -- fei einen so großen Riß. Wenn wir ihrer zwei wären

-- etwan eine Gitarr dazu und eine Männerstimme -- und noch dazu ein

Blinder ...«

»Das tät dem Weibl so passen,« meint der Zachenhesselhans.

»Das ›Neue Haus‹?« fragt der Landfahrer und sucht, indem er den Kopf

hintenüberbeugt, noch einmal nach dem Schein, der voreh in den Augen

war.

»Jetzt weiß der ›Zimmerherr‹ vom Zachenhesselhans das ›Neue Haus‹ nit!

Das ist noch im Sächsischen, Mannl, eine ›Sommerfrischen‹, wie sie's

neumodisch nennen -- vom Sonnenwirbel über den ›kalten Winter‹ in einer

kleinen Viertelstund zu ergehen; für einen, der die Augen auf der

Wegfahrt gelassen hat, ein wenig länger.«

Der Landfahrer sinnt einen Augenblick in sich hinein. Durch das offene

Fenster vom Zechenhäusl klingt das Rufen und Zirpen der Käfigvögel. Die

sind dem Zachenhesselhans seine guten Freunde.

Da steht der Seppl von seinem Sitz auf und greift sich an der

Giebelwand entlang.

»Gib her die Hand,« sagt das Harfenweibl, »ich will Dir derweil meine

Augen borgen auf das Stückl Weg. Willst was?«

»Die Gitarr möcht' ich,« sagt der Landfahrer, »fei nachschauen, ob sie

dem blinden Manne nicht gram geworden ist.«

»Die zwei fangen an, sich nit schlecht in einander zu schicken,« sagt

der Zachenhesselhans.

Auf dem Fichtenwipfel setzt eine Zippe ihre Silberflöte an. Der Alte

aus dem Zechenhause wendet den Kopf danach. »Du,« sagt er, »auf Dich

hab ich einen Mai und einen Sommer lang gepaßt; aber Dein Häusl im

Wald hast mir nimmer verraten.«

Es ist ganz still. Nur die Fliegen blitzen durch die blanke Sonne

droben in den Wipfeln, und ist ein sanftes Wehen im Sommerwald.

»Blas ein bißl, Vögerl! Jetzt kann Dir der Zachenhesselhans fei nit

mehr an die Kleinen. Aber nächstes Jahr, wenn wir zwei noch das Leben

haben, Vögerl, da wirst dem Zachenhesselhans einen Jungen für sein

einsames Stübl im Wald vergönnen, gelt?«

Ueberdem kommen die Musikleute wieder um die Ecke vom Zechenhäusl. Der

Landfahrer hält kosend das Spiel in den Armen, und das Harfenweibl

leitet ihn am Aermel seiner Joppe.

»So,« sagt es, »nun setz' Dich, Mannl.«

Und der Landfahrer läßt die Finger zitternd über die Saiten gehen. Ein

Sonnenschein fällt auf sein Gesicht; der kommt aber nicht vom Himmel

und durch die Fichtenwipfel hindurch -- der kommt aus dem verstürmten

Herzen, in dem die Tage der Sorge und Heimatsehnsucht daheim gewesen

sind. Jetzt ist gerade der Friede und eine stille heimliche Freude

hineingegangen.

Der Landfahrer dreht die Wirbel am Spiel, die knarren, und er prüft die

Saiten.

»'s stimmt, Mannl! Aber: halt noch einmal!«

»Was willst denn sagen, Zachenhesselhans?«

»Jetzt, wenn Du draußen säßest am Straßenstein mit den ausgelöschten

Lichtln im Kopf, und ein fremder Wind säng Dir sein Liedl, und ein

fremder Wind griff mit der Hand in Deine Saiten, der nicht den herben

Harzruch aus den Wäldern bringt, und die Tritte fremder Menschen

klängen an dem Almosenmannl vorüber und -- Freundl: Du hättest ein

Sehnen in der Brust nach dem Waldland und tätest Dich drehen und wenden

und fändest nicht einmal so weit, daß Du sagen könntest: dorthinaus

liegt's, dort heißen sie's ›Am Sonnenwirbel‹, dort bin ich jung gewesen

-- -- Mannl, wenn Dir das geschehen wäre -- das wär ein Leid, das wär

ein Leid! Du bist einer, mit dem's das Schicksal nit schlecht meint,

sonst hätt's Dir die Augen draußen ausgetan. Nun hier, da läßt sich das

Hücklein leichter tragen, das es Dir aufgehängt hat. Und fei, ohne daß

Du einen Schritt getan, kommen sie Dir im Wald und sagen: »Grüß Gott,

Herr Seppl, und wenn Sie Hunger haben, hier gibts zu essen. Lassen

Sie sich's gefällig recht wohl sein!« Mannl, und weißt Du, wo Dir das

geschieht? In demselbigen Land, aus dem Du gefahren bist, weil's Dir

zu schlecht war. Jetzt --: Du hast nach Deinem Mütterl einen Stein

geworfen, Landfahrer, und das Mütterl tut Dir wieder seine Tür auf und

küßt Dich dafür.

Am Sonnenwirbel: Eine Dorfgeschichte · 第 33 / 57 题