35 Lehrs, Jahrbuch der Preussischen Kunstsammlungen. 20. Band. 1899.
S. 173 ff.
36 Dass dieser Altar unmöglich vor 1504 gemalt sein kann, wird von
Weizäcker in der Zeitschrift für christliche Kunst, Jahrgang 1897,
Sp. 1 ff. auf das bestimmteste nachgewiesen. Der soeben erschienene
Katalog des Städelschen Kunstinstituts nennt den Urheber »Meister von
Frankfurt«. — Lediglich nach Weizäckers vortrefflichem Katalog — die
Bilder selbst sind mir nicht mehr gegenwärtig — erwähne ich hier noch
die ~Kreuzigung Christi~, No. 77 des ~Städelschen Instituts~ von einem
»mittelrheinischen Meister«, um 1500, mit dem Donator, dem Frankfurter
Bürger Wigand Märckel von Grünau und seiner Familie, sowie die
gleichfalls ~mittelrheinischen Porträts~ eines Mannes in reiferen und
einer Frau in mittleren Jahren, welche von einigen mit dem Amsterdamer
Meister in Beziehung gebracht werden. Beide sollen von derselben Hand
gemalt sein. Die Köpfe sind, einander zugewendet, in dreiviertel
Ansicht gegeben. Der Hintergrund ist grün. Das männliche, No. 78, ist
ein Brustbild, die linke Hand hält die Schaube über den Leib zusammen,
in der rechten liegt ein Rosenkranz, das weibliche, No. 79, ist ein
Hüftbild, eine goldene Kette hängt über die linke Hand herab, die
rechte hält ein an jener befestigtes Schmuckstück.
37 Meister Francke, Kunsthalle zu Hamburg 1899. — Das Bildnis in
Hamburg. Hamburg 1898. 2 Bände.
38 Publiziert unter der früheren Benennung »der Hamburger Meister
vom Jahre 1435« von J. Nöhring, Lübeck. 11 Lichtdrucktafeln, Text von
Schlie.
39 Die technische Behandlung dieses Frühbildes hat manche
Aehnlichkeit mit jener der Madonna mit der Wicke in Köln. Es scheint
mir, dass auf beiden mit einem öligen Bindemittel experimentiert worden
ist. Das blonde Haar der Engel ist hier wie bei der Wilhelm-Madonna
als Masse behandelt und sitzt perückenartig auf der Kopfhaut. Auch die
Hände zeigen eine gewisse Verwandtschaft.
40 Abbildungen: Kunsthistorische Gesellschaft f. photogr.
Publikationen. 1899.
41 Ueber die Stilentwickelung der schwäbischen Tafelmalerei im
14. und 15. Jahrhundert. Sitzungsbericht der k. b. Akademie der
Wissenschaften von 1894.
42 Thode, Jahrbuch der preussischen Kunstsammlungen 1900, sieht
italienischen Einfluss auch in einem anderen gleichzeitigen deutschen
Werk, in dem Kalvarienberg des städtischen Museums zu Frankfurt a. M.,
und zwar ebenfalls den Pisanellos und Gentiles. — Vergl. auch das bei
Gelegenheit des Weildorfer Altars, der Rauchenberger Votivtafel und des
Bamberger Altars Gesagte. S. 134, 137, 152. —