[1] Vgl. +v. Richthofen+, China. I, 443.
[2] Eine Ahnung davon verräth schon der merkwürdige Brief des
Maximilian Transsilvanus über die Molukken und die Fahrt des Magalhaes,
Oktob. 1522. Vgl. +Fr. Wieser+, Magalhaesstraße und Austral-Continent.
Innsbruck 1881. S. 113.
[3] +H. Kiepert+, Lehrbuch der alten Geographie. Berlin 1878. S. 44.
[4] +F. v. Richthofen+, China. I, 469 ff.
[5] +W. Heyd+, Geschichte des Levantehandels im Mittelalter. Stuttgart
1879. I, 182.
[6] +H. Kiepert+, Lehrbuch der alten Geographie. S. 222.
[7] +K. Müllenhoff+, Deutsche Alterthumskunde. Berlin 1870. I, 73 ff.
[8] Ebd. I, 211 ff.
[9] Transscription und Uebersetzung zu dem Facsimile:
~3. „Ohthere sæde his hlaforde, Ælfrede [cyninge], þæt he ealra
Norðmanna norðmest bude. He cwæð þæt he bude on þæm lande norðeweardum
wið ða west sæ^. He sæde ðeah þæt þæt land sy swyðe lang norð þanon;
ac hit is eall weste, buton on feawum stowum, sticcemælum wiciað
Finnas,--on huntaðe on wintra, and on sumera on fiscoðe be ðære sæ^: He
sæde þæt he, æt sumum cyrre, wolde fandian hû lange þæt land norðrihte
læge; oððe hwæþer ænig man be norðan þæm westene bude.“~
Ohthere erzählte seinem Herrn, König Alfred, daß er nördlicher als
alle Normannen wohnte. Er sagte, daß er wohnte in dem Lande im Norden
an der Westsee. Er sagte ferner, daß das Land sich weit nach Norden
erstrecke, aber es ist alles wüste, außer an wenigen Stellen, hie und
da, wo Finnen sitzen, um im Winter zu jagen und im Sommer zu fischen
in der See. Er sagte, daß er zu einer gewissen Zeit wissen wollte, wie
weit das Land nordwärts läge, oder ob noch jemand nördlich von dem
Wüstengebiet wohne.
[10] +Jos. Bosworth+, ~A description of Europe and the voyages of
Ohthere and Wulfstan, written in anglo-saxon by King Alfred the
great. London MDCCCLV.~ Vergl. auf Seite 15 die Probe des angelsächs.
Originals.
[11] +A. Letronne+, ~Recherches geogr. et critiques sur le livre de
Mensura Orbis Terrae par Dicuil.~ Paris 1814. Zweite Abtheilung. S. 38.
39.
[12] +Adam+, ~Hist. eccles. IV. cp.~ 39. Vgl. auch +J. G. Kohl+, die
erste deutsche Entdeckungsreise zum Nordpol, in Bremisches Jahrbuch V,
174-191.
[13] +H. Major+, ~The voyages of Nic. & Antonio Zeno~ (~Hakluyt Soc.~
1873) ~p. LXV.~ gibt 1406 als letztes Jahr an.
[14] Vgl. die Kartenbeilage. Dieselben Länderumrisse erschienen schon
auf Weltgemälden aus dem Ende des 15. Jahrhunderts und wurden von hier
getreu in die genannte Ausgabe des Ptolemäus hinübergenommen.
[Footnote 15: +H. Major+, ~Henry the Navigator, pp.~ 58. 59.
[16] Abweichend von allen andern Seekarten jener Zeit ist Südafrika
hier dargestellt, aber leider nur ein Phantasiegemälde, wie die
charakterlosen Contouren beweisen.
[17] ~The voyages of the Venetian brothers Nicolo & Antonio Zeno.~
Ausgabe der Hakluyt Soc. London 1873. Man vgl. auch den Aufsatz von
Prof. ~Dr.~ Hermann Vogelsang: Die Insel Friesland und die Reisen der
Gebrüder Zeno im Ausland. 1872. S. 1162 bis 1168.
[18] +H. Major+, ~l. c. Introd. p. 1. IX~.
[19] Admiral Irminger, welcher im ~Journ. R. Geogr. Soc. 1879 p.
398 sq.~ zu beweisen sucht, daß Zenos Frislanda Island sei, gibt
zur Bestätigung obiger Thatsachen die nachstehenden Beobachtungen
von seinem zweimaligen Besuche Islands in den Jahren 1826 und 1834.
Irminger schildert die ehemalige Wohnung des berühmten Historikers
Snorre Sturleson in Reikholt (1178-1241), welcher neben seinem Hause
sich ein großes Badebassin erbaut hatte, zu dem das heiße Wasser
einer nahen Quelle geleitet war. Die Anlage war so dauerhaft gemacht,
daß man noch nach 600 Jahren dieselben hätte benutzen können. Auch
erwähnt Irminger noch andere Vorkehrungen in Reikjadal, welche darauf
abzielten, heißes Quellwasser zum Kochen zu benutzen. Der alte Bericht
Zenos findet durch diese Wahrnehmung seine Bestätigung.
[20] Ztschr. der Ges. f. Erdkunde. Berlin. Bd. IX, 279-314.
[21] +Fr. Zarncke+, der Priester Johannes, in d. Abhdl. d. kgl. sächs.
Ges. d. Wiss. phil.-hist. Cl. VII, 852.
[22] Vgl. die beifolgende Karte.
[23] +Pauthier+, ~Le livre de Marco Polo. 2 vol. Paris 1865~.
[24] +H. Yule+, ~The book of Ser Marco Polo. 2 vol. 2. edit. London
1875~.
[25] Die New Welt der Landschaften vnnd Insvln etc. Straßburg 1534.
Fol. 107.
[26] Der Uebersetzer hat also auch Formosa wieder verdeutscht, wie man
zur selben Zeit auch den Namen Christoph Columbus in Christoffel Dawber
übertrug und seinen Titel „~admirante del mar~“ mit „Wunderer des
Meeres“ übersetzte.
[27] Die Abwesenheit der Vögel ist aber nur zeitweilig. Im Sommer sind
vielmehr die Gewässer sehr belebt, wie es bereits um 644 p. C. der
berühmte chinesische Reisende Hwen Thsang schildert.
[28] „Auch kann es die Speisen nicht so weich kochen,“ fügen andere
Handschriften von Polo’s Reise hinzu.
[29] d. h. der ganze Uebergang über das Plateau.
[30] M. Polo erwähnt den See Lop (Lopnor) nicht. Auch heute noch heißt
der ganze +Landstrich+ Lopnor. Charakteristisch ist folgende Bemerkung
Prschewalskys (Russ. Revue, XV, 568) Als wir in das erste am Tarim
gelegene Dorf kamen, antwortete der Dorfälteste auf meine Frage: Ist
es noch weit bis zum Lopnor? indem er mit dem Finger auf sich zeigte.
„+Ich bin Lop-Nor+“.
[31] Noch jetzt nennen die Eleuten des Alaschangebirges der Stadt
Ning-Nia Yargai, was an Polo’s Egrigaia erinnert. Damals war der
District wegen des Anbaus von Safflor (~carthamus tinctorius~) berühmt.
[32] Ein türkischer Stamm.
[33] Bei +Pauthier+, ~le livre de Marco Polo~. I, 220, +Sugdatu+, und
unter dieser entstellten Form nicht identificirt.
[34] Folgende Sitte des dortigen Volks mongolischen Stammes, welche
Polo erwähnt, mag hier verzeichnet werden: „Dis Volck yßt roh fleisch,
das bereyten sie vor also. Sie zertreybens vor klein, darnach thund
sie öll vnd gute specerey dran, vnd essens dann also.“ Also ein echtes
Beefsteak ~à la tatare~!
[35] +H. Yule+ (II, 104) sucht Anin in dem Stamm des Volkes und in
der Stadt Hon-hi oder Ngoming, jetzt Homi-tscheu. Andere Lesearten
für dieses, den Geographen früherer Jahrhunderte unfindbare Länder
sind Amu, Aniu, Ania, Anian. Aus Verlegenheit schoben die Kartographen
diesen Namen nebst andern immer weiter nordwärts, bis in der Mitte des
16. Jahrhunderts ein ~Fretum Anian~ die postulirte Meerenge zwischen
der alten und neuen Welt im Nordosten Asiens bildete.
[36] 60 = 1 Aequatorialgrad, 3-4 Li = 1 solche Meile.
[37] Von den Arabern des Mittelalters vielbesuchter Hafen, den sie
Kan-pu oder Khan-fu nennen.
[38] Alle spätern Karten, welche auf Polo’s Angaben Bezug nehmen, haben
das südchinesische Meer nach Kräften mit zahlreichen Inseln besäet.
[39] Das Cap Comorin hat seinen Namen von skr. ~kumari~, d.
h. Jungfrau, nämlich die Göttin Durga. Schon der Periplus des
erythräischen Meeres und nach ihm Ptolomäus nennt das Κομαρια ακρον.
[40] Vgl. +H. Yule+, Marco Polo. I, 103. Introd.
[41] ~Hist. des Sc. Math. II~, 150.
[42] Siehe S. 68.
[43] Auch in Zayton entstanden christliche Kirchen. Dort waren um
1326 als Bischöfe die Franziskaner Gerardus, Peregrinus und Andreas.
Zu derselben Zeit trieben dort Genuesen Handel. +W. Heyd+, Gesch. d.
Levantehandels. II, 221.
[44] +H. Yule+, Cathay. I, 172.
[45] +H. Yule+, Cathay. I, 75.
[46] Lamori, bei Polo Lambri, ebenso bei malaiischen Schriftstellern,
bei den Arabern Al-Rami, Ramin, Ramni, lag wahrscheinlich im
nordwestlichen Theile der Insel Sumatra, zwischen Daya und Atschin. +H.
Yule+, Cathay. I, 84.
[47] Auf der catalan. Karte Cincalan, bei Marignolli Cynkalan, d. h.
Großtschin oder Großchina.
[48] 60 Meilen auf einen Aequatorialgrad gerechnet.
[49] +v. Richthofen+, China. I, 617.
[50] +H. Yule+, Cathay. I, 231-237.
[51] Bei Ptolomäus Zaba und Zabae, möglicherweise Sanf oder Tschampa an
der Ostküste Hinterindiens. +H. Yule+, M. Polo. II, 250.
[52] +W. Heyd+, Geschichte des Levantehandels im Mittelalter. Stuttgart
1879. II, 149.
[53] +H. Yule+, Cathay. I, 311-394.
[54] Nach +Richthofen+, China I, 614, ist der Tan-ho, ein Zufluß des
Han gemeint, aber nicht, wie Yule noch annahm, der große Canal.
[55] +Frdr. Kunstmann+, die Kenntniß Indiens im 15. Jahrhundert.
München 1863. 13. 14. 39.
[56] Nach dem Glauben jener Zeit war Babylon und Bagdad identisch;
auch auf der catalanischen Karte lesen wir: ~Ciudad de Baldach, aci fu
Babilonia la gran.~
[57] Vielleicht das in Aman liegende Calhat.
[58] +W. Heyd+, Gesch. d. Levantehandels. II, 360.
[59] +W. Heyd+, der Reisende Niccolo de’ Conti. Ausland 1881, Nr. 25.
+H. Yule+, M. Polo. II, 375.
[60] +H. Yule+, M. Polo. II, 360.
[61] Der malayische Archipel, deutsch von A. B. +Meyer+. Braunschweig
1869. I, 104-107.
[62] A. R. +Wallace+, der malayische Archipel. II, 360.
[63] Conti ist der erste und einzige mittelalterliche Reisende, der auf
der Rückkehr von Indien her seinen Weg durchs rothe Meer statt durch
den persischen Golf nahm.
[64] +Fr. v. Löher+, Canarische Reisetage, in der Allg. Zeitung 1876.
Nr. 57 u. f.
[65] R. H. +Major+, ~The life of Prince Henry of Portugal. London 1868.
p. 314.~
[66] Möglicherweise war der arabische Seefahrer Ibn Fatima einmal bis
zum Cap Branco verschlagen, welches er als „glänzendes Vorgebirge“
bezeichnet. (O. +Peschel+, Gesch. d. Erdkunde. 2. Aufl. S. 130). Auch
hatte Bethencourt 1405 die Küste von Bojador (~port de Bugeder~),
südlich neben dem Vorgebirge gelegen, erreicht. R. H. +Major+, ~The
conquest and conversion of the Canarians by J. de Bethencourt (Hakluyt
Soc. 1872) p. 180~.
[67] Zur Erklärung dieses Horoskops diene folgendes: Die Astrologen
bezeichneten mit dem Ausdruck „Haus“ ein sphärisches Zweieck (Winkel)
am Himmelsgewölbe, im Thierkreise. Die zwölf Zeichen des Thierkreises
waren aber als „Häuser“ derart an die sieben Planeten vertheilt, daß
jeder Wandelstern zwei Häuser hatte, außer Sonne und Mond, denen nur
eins zugewiesen war.
Fig. 1.
+------------------------------+ ♒ Wassermann
| +--------------------------+ ♓ Fische
| | +----------------------+ ♈ Widder
| | | +------------------+ ♉ Stier
| | | | +--------------+ ♊ Zwillinge
♄ ♃ ♂ ♀ ☿
Saturn | | Merkur
| Jupiter Venus |
| | Mars | |
| | | | | ☽ Mond -------+ ♋ Krebs
| | | | | ☉ Sonne ------+ ♌ Löwe
| | | | +---------------+ ♍ Jungfrau
| | | +-------------------+ ♎ Wage
| | +-----------------------+ ♏ Scorpion
| +---------------------------+ ♐ Schütze
+-------------------------------+ ♑ Steinbock
Danach herrschte also die Sonne im Hause des Löwen, der Mond im Krebs,
Merkur in den Zwillingen und in der Jungfrau, Venus im Stier und in der
Wage, Mars im Widder und im Scorpion, Jupiter in den Fischen und im
Schützen, und endlich Saturn im Wassermann und im Steinbock.
Die Exaltation war anders vertheilt, und zwar: