Fig. 2

Thierkreiszeichen Herr des Hauses Exaltation

bei Tage: bei Nacht: (größter Einfluß)

♈ ♂ -- ☉

♉ -- ♀ ☽

♊ ☿ -- ♌

♋ ☽ -- ♃

♌ ☉ -- --

♍ -- ☿ ☿

♎ ♀ -- ♄

♏ -- ♂ --

♐ ♃ -- ♌

♑ -- ♄ ♂

♒ ♄ -- --

♓ -- ♃ ♀

Das ~Speculum astrologicum~ oder die Stellung der Gestirne war demnach

bei der Geburt des Prinzen:

Fig. 3.

+-----------------+---+---+----+---+---+---+----+----+---+--+---+---+

|Reihe der Häuser:| I | II| III| IV| V | VI| VII|VIII| IX| X| XI|XII|

+-----------------+---+---+----+---+---+---+----+----+---+--+---+---+

|Thierkreis: | ♈| ♉ | ♊ | ♋| ♌| ♍ | ♎ | ♏ | ♐| ♑| ♒| ♓|

+-----------------+---+---+----+---+---+---+----+----+---+--+---+---+

|Ascendente: | | | | | | | | | | | ♂ | |

+-----------------+---+---+----+---+---+---+----+----+---+--+---+---+

|Exaltation: | | | | | | | | | | | | ☉|

+-----------------+---+---+----+---+---+---+----+----+---+--+---+---+

Der Mars stand im Wassermann, der Wassermann ist das Haus des Saturn

(siehe Figur 1) und ist das eilfte Haus, im zwölften steht die Sonne

in Exaltation (vgl. Figur 2 erste Zeile). Das sind die Elemente dieses

einfachen Horoskops, auf das man so großes Gewicht legte.

[68] In der That ist es nur eine flache Sandzunge, welche ins

Meer vortritt und von einem Riffe umgürtet ist, welches kaum eine

deutsche Meile lang ist. Nur ungeschickte Küstenfahrer konnten davon

zurückgeschreckt werden.

[69] Studien über das Klima der Mittelmeerländer. Gotha 1879. S. 25 im

Ergänzungsheft Nr. 58 der „Mittheilungen“.

[70] +Fr. Kunstmann+, Die Handelsverbindungen der Portugiesen mit

Timbuktu im XV. Jahrh. d. Abh. d. III. Cl. d. k. Ak. d. Wiss. VI., I.

Abthl. 178.

[71] ~e la costa è tutta terra bassa, copiosa di bellissimi e

grandissimi arbori verde.~

[72] ~tutta bagnata di molte riviere e fiumi piccoli.~

[73] Ein Italiener war sogar bis Timbuktu vorgedrungen (+Peschel+,

Geschichte der Erdkunde. 2. Auflage. 190).

[74] +Peschel+, Zeitalter der Entdeckungen. 2. Auflage. S. 55.

[75] H. +Major+, ~Prince Henry. 277 et seq.~

[76] ~Margarita phil. Basil. 1508. Lib. VII. Cap. XLII.~

[77] Der von Regiomontan erfundene Jakobsstab oder Kreuzstab bestand

aus einem längeren graduirten Ellenstabe mit verschiebbarem kürzerem

Querholz. Das Ende des Ellenstabes brachte man beim Visiren möglichst

nahe vors Auge und schob dann das Querholz so weit, bis das eine,

untere Ende den Horizont, das obere den Stern, dessen Höhe man messen

wollte, berührte. In ähnlicher Weise konnte man auch den Abstand eines

Sternes vom Monde messen. Wollte man Sonnenhöhen messen, so brachte man

farbige Gläser an dem Querholze an, um das Auge zu schützen. Dieses

Instrument bürgerte sich bald bei allen seefahrenden Nationen ein

und hieß bei den Portugiesen ~balestilha~, bei den Spaniern ~baculo

de Santiago~ (Jakobsstab), bei den Engländern ~cross-staff~, bei den

Holländern ~graedboog~. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war er

noch allgemein in Gebrauch.

[78] Auf unseren Karten gewöhnlich C. Montserrado.

[79] In der neuesten Zeit hat die portugiesische Regierung die Pfeiler

wieder aufsuchen und ihre Stätte fixiren lassen.

[80] Die Karten Juans de la Cosa (1500) und S. Cabots (ca. 1525)

verlegen die Manga das Areas, den äußersten Punkt der Fahrt, nördl. v.

C. Negro.

[81] Die +Astrolabien+ dienten bereits bei den Griechen des Alterthums

und bei den Arabern des Mittelalters zur Messung der Sternhöhen, d.

h. des Winkels vom Horizont bis zur momentanen Stellung des Gestirnes

(der Sonne, des Mondes). Einer unter den arabischen Astronomen, Ali

ben Isa (um 833), erhielt sogar den Beinamen ~al astralabi~, der

Astrolabienmacher, weil seine Instrumente besonders geschätzt und

über das ganze mohammedan. Reich verbreitet waren. Die europäischen

Gelehrten entlehnten bereits seit dem 11. Jahrhundert das Instrument

von den Arabern. Dasselbe bestand in seiner einfachen Form aus einem

großen Kreisbogen von Holz, in dessen Mitte um einen Zapfen sich ein

Winkelzeiger (arab. Alidad) drehte, welcher an beiden Enden mit feinen

Visirlöchern versehen war. Wenn das Instrument aufgehängt war, zeigte

der eine Durchmesser des Kreises die horizontale Linie an, während der

andere Durchmesser die verticale Richtung erhielt. Da der Holzkreis in

Grade abgetheilt war, ließ sich durch die genaue Richtung des Alidad

auf den Stern der Höhenwinkel auf dem graduirten Kreise ablesen.

Regiomontan ließ in seiner Werkstatt in Nürnberg diese Instrumente

verbessern und aus Metall herstellen und wahrscheinlich machte Martin

Behaim die Portugiesen mit denselben bekannt. Gewiß ist, daß alle

großen Seefahrer: Columbus, Gama, Magalhães sich der von den Deutschen

verbesserten Instrumente bedienten.

[82] Gaspar Correa, Lendas da India. I, 5 (Lisboa 1858) nennt ihn

Gonçalo de Pavia und bezeichnet ihn als eingeborenen Canarier.

[83] geboren um 1469 in Sines.

[84] +Henry E. J. Stanley+, ~The three voyages of Vasco da Gama and his

Viceroyalty. From the Lendas da India of Gaspar Correa. London (Hakluyt

Soc. MDCCCLXIX. p. VI.)~ Bei der folgenden Darstellung ist dieses Werk

vielfach benutzt.

[85] +Osorio+ gibt an, die Helenabai und der Jacobusfluß seien nach

dem Heiligentag benannt, St. Helena fällt auf den 18. August, Jacobus

noch früher. Wenn nach Barros die ganze Fahrt bis dahin etwa 5 Monate

gedauert, dann fällt die Ausfahrt auf die von Correa angegebene Zeit,

in den März. Die Landung im August stimmt auch mit den Angaben der

Winterzeit und den kurzen, dunklen Tagen. Die Dublirung des Caps müßte

danach vor dem 20. Nov. (Castanheda) oder 22. Nov. (Barros) fallen.

[86] Barros gibt irrthümlich den 7. April an, vgl. +H. E. J. Stanley+,

~Vasco da Gama. p. 111. Note 1~.

[87] Diese Darstellung nach Correa scheint der Wahrheit mehr zu

entsprechen als die Angabe Barros, der Mann sei ein Araber aus Tunis

gewesen, der in Oran mit den Portugiesen verkehrt habe. Denn es klingt

nicht wahrscheinlich, daß ein geborner Mohammedaner sollte seine

Glaubensgenossen verrathen und, wie von allen Seiten berichtet wird,

später den christlichen Glauben angenommen haben.

[88] Namentlich stehen sich Barros und Correa gegenüber. Wenn man

jedoch die (von Correa +vor+ die Audienz verlegte) Gefangennahme Gama’s

als eine Folge der offenen Aussprache des Capitäns in Gegenwart des

Samorin auffaßt, und sie +nach+ der Audienz als eine eigenmächtige

Maßnahme der mohammedanischen Partei annimmt, lassen sich die Berichte

bis auf einen gewissen Punkt vereinigen.

[89] Barros läßt die Fahrt vor Eintreten des Monsuns beginnen, in Folge

dessen die Schiffe, durch Windstille und Gegenwinde aufgehalten, viel

Mannschaft verloren, da bei der langen Dauer der Fahrt Mangel an Wasser

und frischen Lebensmitteln eintrat. Allein es ist wahrscheinlicher, daß

Gama, da er einmal von Kalikut vor der Monsun-Zeit aufbrechen mußte,

nordwärts segelnd, den günstigen Fahrwind bei den Andjediven abwartete,

als daß er gegen den Rath der Piloten sich zu früh über den Ocean

gewagt.

[90] Correa’s Bericht erscheint auch hier in sich correct. Wie er die

Flotte erst nach dem Auftreten des Monsun von der indischen Küste

Abschied nehmen und mit günstiger Fahrt rasch nach Afrika gelangen

läßt, ungehemmt durch Gegenwinde und Windstille, deren drückende

Schwüle nach den Angaben der anderen Historiker die Ursache der

zahlreichen Todesfälle unter dem Schiffsvolk gewesen sein soll, so

daß in Folge dessen die Mannschaft zur Bedienung dreier Schiffe nicht

mehr ausreichte, so weiß er auch nichts von dem nothwendig gewordenen

Aufgeben des dritten Schiffes. Und dabei beruft er sich grade hier,

wo er die Rückfahrt schildert, auf die authentischen Berichte des

Geistlichen João Figueira, welcher als Augenzeuge seine Erlebnisse

niederschrieb.

[91] Als Tag der Ankunft nennen Barros und Goes den 29. September,

Correa den 18. September. Den Monat September gibt, ohne Tagesangabe,

auch Castanheda an.

[92] Cruzado = 2,75 Mark.

[93] Der Quintal Pfeffer galt damals in Lissabon 80 Cruzados, Zimmt

180, Näglein 200, Ingwer 120, Muskatnuß 100, Mazis 300 Cruzados.

[94] +P. A. Thiele+, ~De vestiging der Portugeezen in Indië, (zie de

Gids 1873. no. 8)~ Bl. 15. Anm. 1. führt das Auftauchen des Namens

Brasilien bis ins Jahr 1504 zurück.

[95] +G. Correa+, Lendas I, 152 nennt den Capitän +André Gonsalvez+,

der in der Liste des Barros unter den Führern der dreizehn Schiffe

nicht mit aufgeführt ist. Werthvoll ist aber die Angabe Correa’s, weil

er hinzufügt, derselbe Gonsalvez sei von König Manuel sofort mit einer

zweiten Fahrt nach Brasilien beauftragt. Dies würde die Expedition

sein, an welcher Vespucci theilnahm, und von der man bisher den Namen

des Capitäns nicht kannte.

[96] +F. Kunstmann+, die Fahrt der ersten Deutschen nach dem

portugiesischen Indien. München 1861. S. 2.

[97] +B. Greiff+, Tagebuch des Lucas Rem aus den Jahren 1494-1541.

Augsburg 1861, mitgetheilt im 26. Jahresberichte des Histor.

Kreisvereins im Regierungsbezirk von Schwaben und Neuburg.

[98] +Kunstmann+, a. a. O. S. 6.

[99] Ebenda. S. 8.

[100] Es war das Schiff des Sancho de Toar, von der Flotte Cabrals,

welches 1501 hier gescheitert war.

[101] Tagebuch S. 8.

[102] ~The travels of Ludovico di Varthema, translated from the

original edition of 1510 and edited by G. P. Badger (London, Hakluyt

Soc. 1863).~ Eine deutsche Uebersetzung findet sich bereits in: „Die

New Welt der Landschaften vnnd Insvln, etc.“, Straßburg 1534, Fol. 58 u.

f. Eine lateinische Uebersetzung gab vorher Grynäus in seinem „~Novus

orbis regionum ac insularum~“, ~Basil. 1532, fol. 189~ u. f.

[103] Diese und die Abbildung auf nächster Seite ist entnommen

(Facsimile in ⅓ der Breite des Originals) aus: +Linschoten, Itinerarium

ofte Schipvaert naer Oostofte Portugaels Indiën. Amsterdam 1614.+

[104] +N. de Gray Birch+, ~The Commentaries of the great Afonso

d’Alboquerque. London, (Hakluyt Soc.) 1875. Vol. I. 225.~

[105] Vollständig wiedergegeben in den ~Commentaries of the great A.

d’Alboquerque~. I, 227. 228.

[106] ~Dec. II. liv. III. cap. 9.~

[107] ~Dec. II, 4. 3. que usam vestir panno et outras cousas a nosso

modo.~

[108] Ajuthia liegt nördlich von Bangkok am Menam. Sie war damals nicht

blos die prächtige Residenz der Könige, sondern auch eine belebte

Handelsstadt, in deren Hafen sich Schiffe aller ost-asiatischen

Nationen, selbst der Japaner einfanden. Sie wurde 1555 zuerst vom

Könige von Pegu zerstört und nach ihrem Wiederaufbau zum zweitenmale

vom Könige von Birma 1767 vernichtet, so daß nur jene Ruinen übrig

blieben, „die in einer Wildniß wuchernden Gestrüppes noch jetzt von der

einst berühmten und glänzenden Residenz zeugen und in ihren gebrochenen

Pagoden, von dichtem Epheu umflort, über die verwaiste Stadt zu klagen

scheinen, die später wieder neben ihnen aufgebaut wurde, aber ihren

Herrschersitz verlor“. +A. Bastian+, die Geschichte der Indochinesen.

Leipzig 1866. S. 369. 371. 382.

[109] +Osorio+, ~de rebus Emmanuelis. Colon. 1586 p. 264^b. Elephantus

accessit et ter genibus flexis et demisso corporis habitu venerabundus

illum salutavit, quod non mediocrem admirationem spectantibus incussit.~

[110] Dagegen rühmt Osorio das milde Klima und die herrliche Gegend.

~Coeli temperies et regionis amoenitas.~ A. a. O. S. 191.

[111] Die Commentarien Albuquerques. ~Hakluyt Soc. 1875. III. 259. 264.~

[112] +Osorio+, ~de rebus Emmanuelis. Colon.~ 1586. S. 205^b.

[113] +de Barros+, ~Asia. Dec. II. 7. 6.~

[114] +de Barros+, ~Asia. Dec. II. 7. 7. Como El Rey D. Manuel per

+muitas vezes+ lhe tinha escrito que trabalhasse por entrar no mar

Roxo, e que pelas cartas da quelle anno lhe mandava +estreitamente+ que

o fizesse, se o já não tinha feito.~

[115] Beschreibung von Arabien. Kopenhagen 1772. S. 230.

[116] +Osorio+ a. a. O. S. 285^b.

[117] Der Geheimsecretär Pereira hatte vor allem verlangt, Goa wieder

aufzugeben und war deshalb mit Albuquerque zerfallen. Nach Portugal

zurückgeschickt, hatte er auch dort fortwährend die falsche Ansicht

verbreitet, Albuquerque gebe die Herrschaft auf der See auf, um die

Portugiesen hinter ungesunden Mauern sterben zu lassen. +Osorio+, S.

252.

[118] ~Pois estou mal ante elle (El Rey) por amor dos homens, e mal com

os homens por amor d’elle.~ +G. Correa+, Lendas II, 458.

[119] Es war ein natürlicher Sohn, Albuquerque war nie vermählt. Manuel

befahl später, daß er den Vornamen seines Vaters, Alfons, annehmen

solle. +G. Correa+, Lendas II, 461.

[120] Lendas II, 460.

[121] Commentarien III, 137. Aehnlich auch de Barros.

[122] ~De rebus Emmanuelis p. 306^b.~

[123] +Barros+, ~Asia. Dec. III, lib. 3. cap. 1. Parece que toda a

fortuna delle Lopo Soares estava em ir, e vir com sua frota, e boa

carga de especiaria.~

[124] Der Grund, weshalb Nuno nicht mehr Hilfe gesendet, lag darin,

daß bereits im September Garcia de Noronha als sein Nachfolger im

Amte eingetroffen war. Dieser aber brauchte zu viel Zeit für seine

Vorbereitungen, so daß dieselben schließlich überflüssig wurden.

[125] +P. A. Tiele+, ~Nuno da Cunha in het Oosten (overgedrukt uit „de

Gids“ 1879, No. 8)~ S. 48.

[126] +A. R. Wallace+, der malayische Archipel, deutsch von +A. B.

Meyer+. I, 2. Braunschweig 1869.

[127] A. R. +Wallace+, a. a. O. II, 1 u. 2.

[128] +Wallace+, a. a. O. II, 4 u. 24.

[129] +Navarrete+, ~Coleccion de los viajes y descubr. tom V. p.~ 435.

Madrid 1837.

[130] +Barros+, ~Asia. Dec. III., lv. V. p.~ 6.

[131] +A. R. Wallace+ a. a. O. I, 408 ff.

[132] +Navarrete+, ~l. c. V~, 435. 437. 438.

[133] +Wallace+ a. a. O. I, 417 ff.

[134] +H. Kiepert+, Lehrbuch der alten Geographie. S. 42.

[135] +Plinius+, ~hist. nat. VI. Extra ostium Indi Chryse et Argyre

fertiles metallis, ut credo. Nam quod aliqui tradidere, aureum

argenteumque iis solum esse, haud facile crediderim.~ -- +Pomp. Mela+,

~de situ orbis VII, 7~. ~Ad Tamum~ (ein unbestimmbares Vorgebirge)

~insula est Chryse, ad Gangen Argyre, altera aurei soli (ita veteres

tradidere), altera argentei; atque ut maxime videtur aut ex re nomen,

aut ex vocabulo fabula est~. -- ~+Solinus+, ed. Mommsen, p. 266, 11.~

~Extra Indi ostium sunt insulae duae Chryse et Argyre adeo fecundae

copia metallorum, ut plerique eas aurea sola habere prodiderint et

argentea.~ -- +Isidor+, ~Etymolog. XIV, cap. 3. Chryse et Argyre auro

et argento fecundae. Hi sunt et montes aurei, quas adire propter

dracones et gryphos et immensorum hominum monstra impossibile est.~ --

~+Ravennatis+ Cosmogr. ed. Pinder et Parthey p. 419. 420. In Oceano

vero Indio sunt diversae insulae: Argire... Item est insula in eandem

partem in eodem Oceano, quae dicitur Chrisi, id est aurosa.~ --

+Hrabanus Maurus+, ~De Universo XII, 5~. ~Crysae et Argyrae insulae in

Indico oceano dictae.~ -- +Hugo von St. Victor+, ~Excerpt. prior. III,

cap. 7. Argyria, Chrysa.~ -- +Petrus de Alliaco+, ~Imago mundi, cap.

XV~. ~Crisa et Argire auro et argento fecundae.~

[136] +J. V. Zingerle+, Eine Geographie aus dem 13. Jahrh. Wien 1865.

S. 10. ~Agyrâ und Agyrê,

die zwô grôzen inseln rîch,

die ligent ouch dâ wunniklîch.

si sint nâch alles wunsches kraft

zu allen zîten berehaft,

dâ naht und tag und alle frist

daz lant ungebûwen grüen ist,

und der erden blüende fruht,

mit grôzer rîlîcher genuht

gebernt die insel alliu zil

goldes unde silbers vil,

des ist mit grôzer rîcheit dâ,

vil mêr, dann iender anderswâ.~

[137] +Barros+, ~Dec. III. C. 3. 3. cento et tantas leguas.~

[138] +G. Correa+, ~Lendas III~, 240.

[139] +G. Correa+, ~Lendas IV~, 306.

[140] Dritte Auflage. 1571.

[141] +K. v. Weber+, Anna Kurfürstin von Sachsen. Leipzig 1861. S. 332.

[142] ~Informação da aurea Chersoneso ou Peninsula e las ilhas

Auriferas etc.~

[143] +P. A. Tiele+, ~de voorgewende ontdekking von Australie (Nieuw

Holland) door de Portugeezen in 1601, overgedruckt uit de Nederlandsche

Spectator 1875.~ -- +E. T. Hamy+, ~Le descobridor Godinho de Eredia, im

Bulletin soc. geogr. Paris. Juin 1878. p. 311-442.~

[144] +P. A. Leupe+, ~Reize von Maarten Gerritss. Vries in 1643.~

Amsterdam 1858. Einleitung. S. 1-5. 24. 27.

[145] +Barros+, ~Asia, Dec. III. liv. I, 8~.

[146] Diese Insel, welche bei den Portugiesen Tamao oder Sancian

genannt wird, heißt chinesisch San-tschuën, auf den europäischen

Seekarten St. John und liegt südwestlich von der Mündung des Si-kiang,

in dessen Gebiet die bekannte Handelsstadt Kanton gelegen ist.

[147] +Barros+, ~Asia, Dec. III, liv. 2. 8~.

[148] +Barros+, ~Asia, Dec. III, liv. 6. 1~.

[149] ~Peregrinaçam de Fernam Mendez Pinto. Lissabon 1614.~

[150] v. +Richthofen+, China. I, 647.

[151] +Theobald Fischer+, Ueber italienische Seekarten und Kartographen

des Mittelalters, in Zeitschr. d. Gs. f. Erdk. zu Berlin. Bd. XVII. S.

5 u. folg.

[152] Ueber das Geburtsjahr des Entdeckers von Amerika, im „Ausland“

1866. S. 1177-81.

[153] +M. F. de Navarrete+, ~Coleccion de los viajes y descubrimientos.

tom. I. p. 311~.

[154] +Navarrete+ I, 285.

[155] +Navarrete+ I, 101.

[156] Daß hier eine litterarische Fälschung vorliegt, wird jetzt

allgemein angenommen.

[157] ~Année veritable de la naissance de Christophe Columbe, im Bull.

de la Soc. d. Geogr. Paris 1872. Juillet.~

[158] +Navarrete+, welcher der Ansicht war, Columbus sei 1436 geboren,

substituirte die Zahl 48. ~Colleccion de los viajes y déscabr. I, LXXX.~

[159] +Harrisse+, ~D. Fernando Colon, historiador de sa padre.~ Sevilla

1871. +Schumacher+, Peter Martyr S. 94.

[160] +d’Avezac+ ~l. c. p. 32~. Möglicher Weise beruht auch die

Angabe Pavia auf einem Druckfehler der „~Vida~“, wie solche mehrfach

vorkommen, und man müßte statt dessen lesen ~patria~, wonach Col. seine

Studien in seiner Vaterstadt gemacht.

[161] Kolno, ein kleiner Marktflecken im nördl. Polen, in Masovien,

nahe der preußischen Grenze, südlich von Johannisburg. In latinisirter

Form wird der Entdecker Johannes Scolnus (~i. e. zKolna~, von Kolno)

genannt.

[162] +J. Lelewel+, ~Géographie du moyen age. Tom. III. et IV. No. IV.

p. 106.~

[163] +Th. Fischer+, Ueber italienische Seekarten und Kartographen des

Mittelalters. S. 42.

[164] +Humboldt+, Kritische Untersuchungen. I, 415. +Th. Fischer+ (a.

a. O. S. 34) vermuthet B. Beccario als Verfasser.

[165] +Th. Fischer+ S. 34.

[166] Doch irrt Humboldt (krit. Untersuchungen I, 82) wenn er meint,

d’Ailly kenne den Namen Catthay nicht. Derselbe findet sich neben

andern modernen Ländernamen Asiens in der Imago Mundi Cap. XXIIII.

[167] d’Ailly nahm die folgende Zusammenstellung fast wörtlich aus

+Roger Bacon+, ~opus majus p. 183~.

[168] +d’Avezac+, ~Année veritable de la naissance de Christophe

Colombe. p. 50~.

[169] +Navarrete+ ~l. c. p. lxxix~. Hierbei mag erwähnt werden, daß

vielleicht auch Leonardo da Vinci schon vor Toscanelli mit Columbus

in Verbindung getreten und zu dem Plane, Indien im Westen zu suchen,

angeregt hat. Leonardo da Vinci, ebensowohl ausgezeichnet als Physiker,

Ingenieur, Architekt und Musiker, wie als Maler, soll 1473 einen Brief

an Columbus gerichtet haben, worin er sich über die Wahrscheinlichkeit

ausspricht, Orient-Indien auf dem intendirten Wege zu erreichen. (~Dr.~

+H. Grothe+, Leonardo da Vinci. Berlin 1874. S. 20.) Daß wir von

Leonardo auch eine sehr interessante Erdkarte aus den Jahren 1514-16

besitzen, wird später besprochen werden.

[170] Toscanelli starb im Mai 1482.

[171] ~Bibliotheca Americana vetustissima, Additions. Paris 1872.

Introduction p. XVI-XVIII.~

[172] Wahrscheinlich ist Nicolo de Conti gemeint (S. 77).

[173] Nach der falschen Erklärung Marco Polos. Vgl. oben S. 65.

[174] Kritische Untersuchungen I, 205 ff.

[175] Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 101 ff. Peschel rechnete

folgendermaßen. Da 60 oder 62½ Milliarien 1 Aequatorialgrad betragen,

so nahm Toscanelli für die Breite von Lissabon rund 50 Millien an.

Folglich ist ein Spatium von 250 Millien = 5 Meridiangrade. Allein

diese Rechnung ist zu unsicher. Denn nehmen wir die Lage Lissabon, nach

den alfonsinischen Tafeln von 1483 zu 41° n. Br. an, so beträgt der

Abstand von einem Meridian zum andern 45⅓ resp. 48⅓ Millien, je nachdem

man 60 oder 62½ Millien einsetzt. Ein Spatium von 5 Graden würde

demnach entweder 226⅔ oder 241⅔ Millien ausmachen. Da aber Toscanelli

keinesweges behauptet, daß unter der Breite von Lissabon ein Spatium =

250 Mill. sei, sondern nur sagt, daß das Kartenblatt von Lissabon bis

Quinsey in 26 Spatien eingetheilt sei, davon jedes auf 250 Mill. zu

berechnen sei, so kann er ebensogut den Aequatorialwerth des Spatiums

eingesetzt haben, ohne sich auf eine genaue Berechnung der Werthe für

bestimmte geographische Breiten einzulassen. Nun begegnen wir um die

Wende des 15. und im Anfange des 16. Jahrhunderts noch mehrfachen

Schwankungen in den Angaben des Erdumfanges. Man hielt zwar an der

Autorität des Ptolemäus fest, welche 180,000 Stadien für die Länge

des Aequators angibt; allein die Bestimmung der Länge des Stadiums

wurde verschieden versucht, bald nahm man 8, bald 8⅓ Stadien für eine

römische oder italienische Millie. Neben der verbreiteten Angabe

von 21,600 ital. Milliarien für die Länge des Aequators finden wir

mehrfach auch die etwas größere Ziffer 22,500 röm. Mill. (G. +Reisch+,

~Margarita, lib. VII, tract. I. cp. 44~ und +P. de Mexia+, ~Silva

de varia leccion, pars III. cp. XVIII, p. 118. verso~). Nach dieser

Annahme ist ein Spatium von 250 Mill. genau 4 Grad. Nach der Ansicht

Toscanelli’s betrug also der Abstand von Europa nach Asien 26 Spatien

zu 4 Grad, d. h. 104 Grad. Es ist, fügt er in seinem Briefe hinzu,

ungefähr ein Drittel des Erdumfangs, und gleichsam um dieses Maß noch

etwas abzumindern, setzt er zum Schluß die Bemerkung, daß der Weg durch

das unbekannte Meer nicht gar zu groß sei, so daß man daraus abnehmen

darf, daß er den Weg eher geringer als ⅓ des Umfangs der Erde schätzt.

Wenn Toscanelli ferner angibt, daß der Abstand von Antilia nach Zipangu

10 Spatien betrage, also nach unserer Rechnung 40 Grade, so stimmt

das mit dem Globus Behaims sehr gut überein. Wie überhaupt die ganze

Darstellung Ostasiens und der davor gelagerten Inseln auf dem Globus

gewiß den Anschauungen Toscanelli’s entlehnt ist, denn Behaim konnte

bei seiner einflußreichen Stellung in Portugal sicher Gelegenheit

gefunden haben, die Karte Toscanelli’s und sein Project genau zu

prüfen, und adoptirte dessen Darstellung. Auch noch eine andere

Karte, welche sich in der römischen Ausgabe des Ptolemäus von 1508

befindet und von Ruysch entworfen ist, zeigt die nämliche Configuration

Ostasiens und der Inseln, so daß beide Darstellungen unzweifelhaft auf

Toscanelli zurückzuführen sind. Daß man auf der Behaim’schen Karte die

Route des Columbus und dessen Ideen über die Localitäten, zu denen er

gekommen zu sein meinte, recht gut verfolgen kann, werden wir später

zeigen.

[176] ~Dec. I. liv. III. cp. XI.~ Anders und weitaus günstiger stellt

+Muñoz+ (Geschichte der neuen Welt, II, 19) die Auffassung des Königs

dar. Er habe, gegenüber dem abfälligen Bescheid der Commission, die

Gründe des Columbus leidenschaftslos gewürdigt und würde einen Vertrag

mit demselben abgeschlossen haben, wenn dieser nicht so übermäßig hohe,

in Portugal ganz unerhörte Forderungen, ähnlich wie später in Spanien,

gestellt hätte. Und nur hieran sei die Ausführung gescheitert. Man

muß in der That die Kühnheit und Festigkeit des Genuesen bewundern,

der obwohl arm und mittellos, doch nur um den höchsten Preis sich zu

der Ausführung eines Unternehmens erbot, von dessen Gelingen er in

innerster Seele überzeugt war. Der König Johann von Portugal war nach

den bisher bei den Entdeckungsfahrten befolgten Grundsätzen nicht in

der Lage, vollends einem Fremdlinge gegenüber, solche Forderungen zu

befriedigen, und mußte die Verhandlung abbrechen, so daß dem Urheber

des Planes jede Aussicht auf Erfolg benommen wurde. Daß der König

Johann von Columbus eine günstige Meinung behielt, scheint daraus

hervorzugehen, daß er denselben in einem Briefe vom 20. März 1488 noch

mit der Bezeichnung: ~noso especial amigo~ beehrte. +Navarrete+ ~II,

No. III. Carta del Rey de Portugal à Cristóbal Colon~.

[177] ~Paesi novamente ritrovate. Vicenza 1507.~

[178] +R. H. Major+, ~Select. Lettres of Columbus. Introd. p. lxxxix~,

vermuthet, daß der Kopf des Christopherus auf der Karte Juan de la

Cosas von 1500 ein Porträt des Columbus sei (siehe die Kartenbeilage).

[179] Vnbekanthe landte vnd ein Newe weldt in kurtz verganger zeythe

erfunden. o. O. u. J.

[180] +Navarrete+ ~II, No. XIV. Carta del Duque de Medinaceli al Gran

Cardenal de España.~

[181] +Navarrete+ ~II, No. II. Relacion de varias cantidades de

maravedis, dadas de orden de los Señores Reyes à Cristóbal Colon.~

[182] +Navarrete+ II, 289. 2. ~edit.~

[183] Ebenda I, 391.

[184] Col. meint Jes. 24, 16. Von den Enden der Erde hören wir Gesänge.

(Col. deutet die Enden der Erde auf Spanien.) Ferner Jes. 60, 9 u. 65,

17. Ich schaffe einen neuen Himmel und eine +neue Erde+ (die +neue+

Welt). Auf diese Stelle kommt Columbus in seinem Briefe an die Donna

Juana de la Torre (+Navarrete+ II, 413) mit den Worten zurück: Gott

machte mich zum Gesandten eines neuen Himmels und einer neuen Erde.

Und daß er es mit seiner Glaubenssendung ernst meint, spricht er in

einem Brief von seiner dritten Reise aus. „In allen Ländern, welche

ich besucht habe, ließ ich ein hohes Kreuz aufrichten. Ich erzähle

den Einwohnern, was ich kann, von unserm heiligen Glauben und von dem

Glauben an unsere heilige Mutter, die Kirche, welche ihre Glieder in

aller Welt hat.“

[185] +Harrisse+, ~Bibl. Americana vetust. Introduction p. xlvi.~

[186] Es wird dereinst die Zeit kommen, wo der Ocean seine Fesseln

sprengt, und der Erdkreis weit und breit sich aufthut, und das Meer

neue Länder entschleiert, und Thule nicht mehr das äußerste Land sein

wird.

[187] Krit. Untersuchungen I, 91.

[188] +G. de Lavigne+, ~Itineraire de l’Espagne.~ Paris 1866. S. 694.

[189] +Navarrete+ III, 578.

[190] Ebenda III, 540.

[191] Diese spanische Form seines Namens hat Columbus von nun stets

beibehalten.

[192] +Navarrete+ I, 160. 2. ~edit.~

[193] +Humboldt+, Krit. Untersuchungen II, 20.

[194] +O. Kuntze+ in Engler, botan. Jahrbücher. 1880. S. 191-239.

[195] +P. Martyr+, ~de rebus Oceanicis. Dec. I. lib. I. Colon. 1574. p.

3~.

[196] +Navarrete+ I, 299. ~Los cuales todos á una voz estaban

determinados de se volver y alzarse contra el haciendo protestaciones.~

[197] Schon am 1. Oct. schätzte Columbus die Entfernung von Ferro auf

707 Meilen, während er in dem öffentlichen Schiffstagebuch nur 584

Seemeilen angab. Uebrigens weichen die Berechnungen der Piloten auf

den drei Schiffen bedeutend von einander ab. Auf der Niña zählte man

650, auf der Pinta 634 Meilen, während der Pilot des Hauptschiffes 578

Meilen angab.

[198] ~Gua est apud eos articulus.~ +P. Martyr+, ~Dec. III. lib. 7. p.

285~.

[199] +A. Breusing+, Zur Geschichte der Kartographie, in J. J. Kettlers

Zeitschr. f. wiss. Geogr. II, 193.

[200] +A. B. Becher+, ~The Landfall of Columbus. Introduction p. XII.~

London 1856.

[201] ~De rebus oceanicis. Dec. III. lib. 9. p. 308. De insulis autem,

quae Hispaniolae latus septentrionale custodiunt, mentionem praetereo,

quia licet piscationibus et culturis aptae sint, relictae tamen sunt a

nostris tanquam pauperes.~

[202] +Navarrete+, ~vol. II. 2. ed. p. 460~.

[203] +R. Pietschmann+, Beiträge zur Guanahani-Frage, in Zeitschr. für

wissenschaftliche Geographie. Band I. S. 7 u. 8.

[204] +Wash. Irving+, ~History of the life and voyages of Christopher

Columbus. tom. 4. No. XVI~.

[205] Kritische Untersuchungen II, 130.

[206] +J. B. Muñoz+, Gesch. der neuen Welt. Weimar 1795. S. 139.

[207] +A. B. Becher+, ~The Landfall of Columbus. p. 103~.

[208] +F. A. v. Varnhagen+, ~La verdadera Guanahani~. St. Jago de

Chile. 1864. -- Ders. Das wahre Guanahani des Columbus. Wien. 1869.

[209] +Navarrete+ ~I. Introd. p. 107. 2. ed.~

[210] +Becher+, ~The Landfall. p. 103.~

[211] +Becher.+ ~l. c. p. 103. As to the abundance of water: Columbus

has been supposed to have meant that it was fresh, for he does not say,

that it was so in his journal.~

[212] ~es la isla de Cipango de que se cuentan cosas maravillosas, y en

las esperas que yo vi y en las pinturas de mapamundos es ella en esta

comarca.~ Tagebuch vom 24. October. +Navarrete+ I, 190. 2. ~ed.~

[213] +Las Casas+ bemerkt dazu: „Ich verstehe dies Gerede nicht.“ Wenn

aber Columbus überzeugt war, daß er Cipangu bereits hinter sich habe,

so wird auch sein Ausspruch verständlich und durch einen Blick auf die

Zeichnung Martin Behaims erklärt; denn er schätzte die Entfernung von

100 Meilen nach der Karte Toscanelli’s.

[214] Nach seiner Berechnung befand sich der Admiral am 2. November

1142 Leguas westlich von Ferro. 1 Legua = 4 ital. Seemeilen. (~Volunt

lequam Hispani millia passuum quattuor continere, mari praesertim;

terra vero tria.~ +P. Martyr+, ~Dec. II. lib. X. p. 200~). Rechnet man

auf dem Parallel der Canarien 50 ital. Meilen auf 1 Grad, so betrug

nach der Annahme des Columbus seine Entfernung von Ferro volle 91 Grad.

Auf der Behaim’schen Karte liegt dieser Punkt zwischen Cipangu und der

Küste Asiens in der Region der „zahllosen“ Inseln. In Wahrheit beträgt

aber die Entfernung von seinem Standpunkte bis Ferro nur 60 Grad.

[215] ~Haiti dicitur asperitas, eorum vetere lingua.~ +P. Martyr+, Dec.

~III. lib. 7. p. 279~.

[216] „So erkannte ich, daß unser Herr wunderbarerweise

(~milagrosamente~) unser Schiff gerade hier stranden ließ, weil

es der beste Platz auf der ganzen Insel ist, und damit wir unsere

Niederlassung möglichst nahe den Goldminen anlegen könnten.“ Tagebuch

vom 6. Jan. 1493. +Navarrete+ I, 275. 2. ~ed.~

[217] Daß die Ausbreitung des christlichen Glaubens die spanischen

Majestäten lebhaft beschäftigte, bezeugt auch +Peter Martyr+: ~Dec.

I. lib. 1. ep. 1. 10. 9. Rex et regina, quorum omnes cogitatus vel

dormientium, in religionis nostrae augmento sunt siti, sperantes ad

Christi legem tot nationes et simplices gentes facile trahi posse.~

[218] +P. Martyr+ erwähnt mehrfach den Goldreichthum von Haiti

und Cuba. ~Ex sola Hispaniola vehitur in Hispaniam quotannis

quadringentorum et quingentorum, interdum millium ducatorum auri summa.

Id ex quinta regia intelligitur, quae ad fiscum venit: octoginta,

nonaginta et centum millium castellanorum auri et aliquando maior. Dec.

III. lib. 8. p. 297. Hac hora, qua haec scribo, coacta esse in Cuba

referunt castellanorum auri centum octoginta milia conflanda, magnum

opulentiae argumentum. ibid. p. 306.~

[219] Es ist sehr auffällig, daß in einer im Archive der Stadt

befindlichen Chronik Barcelonas, welche vom Jahre 1411 bis auf die

Gegenwart geführt ist und alle kleinen Vorfälle innerhalb der Stadt

verzeichnet hat, der Anwesenheit des Columbus im April 1493 mit keiner

Silbe Erwähnung geschieht. +Harrisse+, ~Bibl. Amer. vet. Additions. p.

IX.~

[220] +Peter Martyr+ ~Dec. I. lib. 1. p. 10~. Jobst Ruchhamer in

seinem oben (S. 233) angeführten Werke gibt im Cap. 41 den Empfang des

Columbus bei Hofe mit folgenden Worten: „Der Kunige vnd die Kunigin

entpfingen disen Christoffel Dawber mit dem allerangenemsten angesicht,

vnd thaten jme die allergrösten Eere, vnd liessen jne öffentlich sitzen

vor Jnen, welches bey jnen ist von den ersten vnd grösten eeren.

Vnd wolten, das er genant wurde +Ein wunderer des Meres Occeani+.“

Mit diesen letzten Worten überträgt Ruchhamer den Titel Almirante.

Aehnliche confuse Verdeutschungen finden sich noch mehr. Aus Alonso

Niño wird ihm ein Alonsus Schwartze, aus Lorenzo di Pier Francesco de

Medici Laurentius petri artzte zu Florentia. Uebrigens wurde auch in

der Sammlung von Reiseberichten, welche 1534 in Straßburg unter dem

Titel: „Die New Welt der Landschaften vnnd Jnsvln“ herauskam, Admirans

mit „verwunderer des Meers“ übersetzt.

[221] +Navarrete+, I, 314-321.

[222] ~Ibid. p. 327-343.~

[223] Tagebuch vom 13. Dec. 1492.

[224] Brief an Luis de Sant-Angel. +Navarrete+, I, 338 ~ob

aequinoctiali linea distat (ut videtur) gradus sex et viginti~.

[225] ~Opus epistul. Ep. CXXXI ed. Compluti (Alcala) 1530 (ed.

Amstelod. 1670: Ep. 130.)~

[226] ~Opus epistol. Ep. 136 (ed. Complu.) Ep. 135 (ed. Amstelod.).~

Man vergleiche damit Martyrs Ansicht in der ~Dec. I. lib. I. p. 8.

Haec volui de psittacis recitasse: quamvis huius Christophori Coloni

opinio, magnitudini sphaerae et opinioni veterum de subnavigabili

orbe videatur adversari, psittaci tamen inde absportari atque alia

multa, vel propinquitate, vel natura solum Indicum has insulas sapere

indicant.~ „Mußte doch jeder Gebildete einsehen, daß die von dem

Genuesen hartnäckig wiederholte Behauptung, Asien reiche ziemlich nahe

an den Westen Europas hinan, aller geographischen Kenntniß entgegen

war.“ +Schumacher+, Peter Martyr. S. 24.

[227] ~Dec. I. lib. I. p. 4.~

[228] ~Dec. III. lib. 7. p. 282.~

[229] ~quae linea distet a qualibet insularum, quae vulgariter

nuncupantur de los Azores et Cabo Verde, centum leucis versus

occidentem et meridiem.~ +Navarrete+ ~II.~ Nr. 18. ~p.~ 83.

[230] So viel als 11¼ Grad. Der Compaß zerfiel in 8 Winde oder 32

Viertelwinde (~quarte di vento~) oder 360 Grad, also ein Viertelwind

gleich 11¼°. Vgl. +Breusing+, Zur Gesch. der Kartographie, in Kettler,

Zeitschr. für wiss. Geogr. II, 132. 133.

[231] +Navarrete+ I, 395 und 402.

[232] Kosmos II, 317.

[233] +Navarrete+ ~II. No.~ LXXIV u. LXXV.

[234] ~Dec. II. X. p. 200.~

[235] +Navarrete+ I, 347-372.

[236] Bei +P. Martyr+, ~Dec. I. p. 19. Burichena.~

[237] Richtiger Guacanagari.

[238] +Navarrete+ I, 347-372.

[239] Siehe seinen Bericht bei +Navarrete+ I, 369.

[240] +P. Martyr+, ~Opus Epist. Alcala 1530. Ep. 165. Ex Hispaniola,

quam admirantus ipse Colonus... Offiram Salomonis aurifodinam putat.~

Im weiteren Verlauf des Briefes bezieht sich Martyr darauf, daß

Columbus selbst ihm geschrieben (~ad me scripsit~).

[241] +M. G. Pauthier+, ~Le livre de Marco Polo~. Paris 1865. II, 550.

~Et si vous di que en ceste mer de Cim qui est au levant, si comme

dient les pescheurs et les saiges mariniers de ceste contrée, il ya vii

mille quatre cens. lix (7459) isles, là où lesdis mariniers vont... Et

si vous di, qu’il n’y a nulle de ces isles où il n’ait arbres moult

bons et +de grant oudour+.~ Die Wunderberichte des Ritters Mandeville,

welcher die Reisebeobachtungen des Odorich von Pordenone (siehe oben S.

72) in frecher Weise ausbeutet, schienen diese Angaben zu bestätigen.

Wahrscheinlich fußte Columbus auf Mandeville, dessen Buch er mit sich

führte.

[242] +P. Martyr+, ~Opus epist. 1530. No. 164: A laeva innumeras se

vidisse insulas narrabat. Huius magnae telluris litoribus in mare

advertit cadere flumina multiformia. In plerisque piscium ingentem

copiam, alibi multa conchylia, ex quibus uniones abraduntur, invenit.

Per maria se transisse inquit, testudinibus puta majoribus fere

condensata.~

[243] Von der Ostspitze Cubas bis zur Isla de Pinos beträgt die

Entfernung nur 8 Meridiane.

[244] +P. Martyr.+ ~Opus Epist. Ep. 164. Decad. I. 3. p. 35.~

[245] +Navarrete+ II, 162. Nr. LXXVI. ~Informacion y testimonio de

cómo el Almirante fue á reconocer la isla de Cuba quedando persuadido

de que era tierra-firme.~ Danach gab der Pilot der Caravele Niña

Francisco Niño auf seinen Eid die Erklärung ab, daß es keine Insel

geben könne, welche in ostwestlicher Erstreckung 335 Leguas lang sei.

Seiner Erklärung schlossen sich auch die anderen kundigen Seeleute

an, unter ihnen auch +Johan de la Cosa+, „~vicino de Puerto de Santa

Maria, Maestro de hacer Cartas, Marinero de la carabela Niña~“. Es ist

derselbe Juan de la Cosa, dem wir die erste noch erhaltene Karte der

neuen Welt verdanken, auf welcher er, trotz seines Schwurs, sechs Jahre

später, Cuba als Insel darstellte.

[246]

Cadiz liegt 6° 17′ W. v. Greenwich,

Saona, Ostspitze 68° 35′ „ „

-------------------------------------------

Differenz 62° 18′, so daß Columbus sich also in seiner

Längenbestimmung um 18° 27′ verrechnete.

[247] +Muñoz+, Geschichte der neuen Welt. V, 25. S. 293.

[248] +Navarrete+ II, 118-120.

[249] +Navarrete+ I, 391-412.

[250] Die Insel Cuba, welche Columbus für das Gestade Asiens hielt.

[251] Columbus gerieth in die Region der Calmen.

[252] ~Ibi malaciis et ardoribus adeo (ut ait) oppressus fuit, ut fere

navigia illa incenderentur.~ +P. Martyr+, ~Dec. I. VI, 70~.

[253] +P. Martyr+, ~Dec. I. VI, 71 capillis quasi more Hispano scissis

in fronte~.

[254] ~Ibi se, ex quo navigare a teneris coepit, nusquam tantum

formidasse fatetur.~ +P. Martyr+, ~Dec. I. VI, 73~.

[255] +P. Martyr+ (~Dec. I. VI, 75~) berichtet fast wörtlich dasselbe.

[256] Vgl. +Humboldt+, Kosmos II, 317.

[257] ~que en poco espacio haga tanta diferencia en cielo.~ +Navarrete+

I, 404. +P. Martyr+, ~I. VI. p. 76/7. De poli varietate quaedam refert,

quae quoniam +contra omnium astronomorum sententiam+ prolata mihi

videntur, sicco pertingam pede. Compertum est, polarem illam stellam,

quam nautae nostri Tramontanam vocant, non esse arctici poli punctum

etc.~ Aber wie der Stern Abends 5 Grad und Morgens 15 Grad hoch stehen

kann, fasse ich nicht, sagt P. Martyr, auch die Gründe billige ich

nicht, welche Columbus für seine Ansicht von der Birnengestalt der Erde

anführt. Er schließt dann mit den Worten: ~De his satis, cum +fabulosa

mihi videntur+.~

[258] Da man nur die Continentalmasse der alten Welt kannte, lag also

jene Gegend am östlichen Gestade Asiens, in dessen Nähe Columbus schon

auf der ersten Reise gekommen zu sein wähnte. Vgl. den Behaim’schen

Globus.

[259] Dort fand Col. die Rechtweisung der Magnetnadel, von dort begann

sich die Temperatur gegen Westen zu auffällig zu mildern.

[260] Udjen oder Udjein in der Landschaft Malwa in Vorder-Indien,

mitten zwischen Dehli und Bombay gelegen, in der Nähe des Wendekreises,

eine heilige Stadt der Inder, nicht eine Insel, wie spätere

Kosmographen annahmen. Von hier zählten die indischen Astronomen den

ersten Meridian. Wie der indische Laut ~dj~ arabisch ~z~, also aus

Udjein, Uzein, Ozein, Ozin wurde, und wie diese Form dann von den

Copisten noch in Arin verstümmelt wurde, darüber vgl. +Reinaud+,

~Memoire sur l’Inde. p. 373.~

[261] Hier erst beginnt das Gebiet der eigentlichen Neger.

[262] Beide liegen nahe dem 10. Grad n. Br., so daß Columbus in seinen

Beobachtungen oder Schätzungen sich um 5 Breitengrade irrte.

[263] Krit. Untersuchungen II, 76.

[264] Col. denkt an den schon erwähnten äußersten Ostrand Asiens,

diesem Punkte gegenüber schuf Gott die Sonne. (!)

[265] Daß Col. den Aristoteles nicht selbst gelesen, ist gewiß. Seine

Gewährsmänner, welche sich auf Aristoteles beziehen, haben aber

denselben offenbar misverstanden. (~Arist. Meteorol. II. 1, 15.~)

[266] +Peschel+, Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 228.

[267] Zeitalter der Entdeckungen. 2. Aufl. S. 230.

[268] Kosmos II, 304.

[269] +Las Casas+ I, ~cp.~ 160 ~ms.~ bei Peschel. ~l. c.~ S. 238.

[270] In den königlichen Briefen vom 21. und 26. Mai 1499 (+Navarrete+

II, No. 127 und 128. +Las Casas+ I, ~cp.~ 179. ~ms.~) wurde Columbus

nur als „Admiral des Weltmeers“, nicht mehr als Vicekönig bezeichnet.

[271] +Peter Martyr+ urtheilt über das Verfahren gegen Columbus wie ein

vorsichtiger Diplomat, wenn er schreibt: ~Quid in praefectum et ejus

fratrem, quidve in illos qui eis adversati sunt, fuerit perquisitum,

non bene percipio. Hoc unum scio: capitur uterque frater in vincula,

omnibus bonis spoliatus, conjectus ducitur. (Dec. I. VII. p. 86.)~

[272] ~Dec. I. IV. c.~ 10.

[273] ~Agora será mi viage en nombre de la Santa Trinidad, y espero

della la vitoria.~ +Navarrete+ I, 479.

[274] Opposition des Jupiter und des Mondes, Conjunction des Merkur mit

der Sonne. Ausführliches bei +Peschel+, Zeitalter. S. 288. Anmerkung 3.

[275] +P. Martyr+ schreibt Guanassa.

[276] +Columbus+, Brief aus Jamaica. +Navarrete+ I, 446.

[277] +P. Martyr+, ~Dec III. 4. p. 242. Regio Quicuri, in qua portus

est +Cariai+, ab ipso Almiranto Myrobalanus appellatus.~ Columbus

schreibt Cariay und nannte den Ort Myrobale, weil er eine Baumfrucht

für die indische Myrobalane hielt. Er zweifelte nicht mehr, an der

Küste Indiens zu sein, wie auch aus dem folgenden hervorgeht.

[278] ~Asia, cp. XII. Opera geogr. Francof. et Lips. 1707. p. 22.~

[279] Diese Berechnung der Größe eines Aequatorialgrades zu 56⅔

arabischen Meilen stammt von der Erdmessung arabischer Astronomen unter

dem Chalifen Almamun. Columbus entlehnte dieselbe aus seinem beliebten

Gewährsmanne Pierre d’Ailly (~Comp. Cosmogr.~ ~cap.~ 4).

[280] +P. Martyr+, ~Dec.~ III. IV, 247.

[281] Col. schreibt darüber in seinem Briefe aus Jamaica: „Man

versichert, daß beim Tode der Fürsten von Veragua mit ihren Leichen

all ihr Gold beerdigt werde. Man brachte zu Salomo von +einer+ Reise

660 Centner Gold, außer dem, was die Kaufleute und Seeleute besaßen

und außer dem, was man in Arabien kaufte. Er machte aus diesem Golde

200 Lanzen und 300 Schilde und andern Schmuck, sowie eine große Zahl

mit Edelsteinen besetzter großer Gefäße. Josephus erzählt davon in der

Chronik de Antiquitatibus und meint, daß dieses Gold von dem goldenen

Chersonese (~en la Aurea~) stamme. Wenn dem so ist, so behaupte ich,

daß diese Minen der Aurea absolut dieselben sind, wie in Veragua.

Salomo kaufte all dies: Gold, Silber und kostbare Steine, und hier hat

man es nur suchen zu lassen, wenn man will. David hinterließ in seinem

Testamente 3000 Ctnr. indisches Gold dem Salomo zum Tempelbau, und nach

Josephus kam es aus diesen Ländern.“ Columbus hatte zwar die Meerenge

nicht gefunden; daß seine Zeitgenossen aber an ihrer Existenz auch noch

Jahre lang nach dem Tode des Entdeckers nicht zweifelten, läßt sich aus

mehreren Karten jener Zeit erkennen. Die Meerenge ist gezeichnet auf

dem Globus der Lenoxbibliothek in New-York etwa vom Jahre 1507, ferner

auf zwei Globen in der Sammlung des Feldzeugmeisters Fr. R. v. Hauslab

in Wien, deren Entstehungszeit nach F. A. de Varnhagen in die Jahre

1509 u. 1513 fallen mag, sodann auf den beiden Globen von Johannes

Schöner von 1515 (in Frankfurt a. M. und in Weimar) und vom Jahre 1520

(in Nürnberg), weiterhin auf der handschriftlichen Globuszeichnung von

Leonardo da Vinci (etwa 1515-1516) und endlich auf der Weltkarte des P.

Apianus (in Camers’ Ausgabe des Solinus, Wien 1520). Vgl. darüber Fr.

+Wieser+, Magalhâes-Straße, Innspruck 1881. S. 15, 27, 42. Anm. 3.

[282] Brief aus Jamaica. 1503.

[283] +Las Casas+, ~hist. Ind. II~, 37.

[284] +W. Irving+, Christoph Columbus, Buch 18, Cap. 3.

[285] Die Angaben, man habe 1877 in Domingo die wahren Ueberreste des

Columbus aufgefunden, sind falsch; man fand Gebeine von den Verwandten.

[286] +Humboldt+, Krit. Untersuchungen I, 91.

[287] +Humboldt+, Krit. Untersuchungen II, 17.

[288] +Humboldt+, Krit. Untersuchungen II, 107. 108.

[289] Vergleiche Breusings Urtheil in der Zeitschrift für

wissenschaftl. Geographie II, 193. 194.

[290] +Navarrete+ II, 289 u. folg.

[291] ~La Sancta Trenydad guarde à Vuestras Alteças como deseo y

menester habemos, con todos sus grandes estades y senorios. De Granada

à seys de hebrero de mill y quinientos y dos años.~ (Die heilige

Trinität bewahre Eure Hoheiten, wie ich bitte und wie wir es bedürfen,

mit allen ihren Staaten und Herrschaften. In Granada am 6. Febr.

1502.) Man vergleiche mit diesem frommen Briefschlusse die nüchterne

geschäftsmäßige Form, mit welcher Vespucci unterzeichnet. Χρο Abkürzung

für Χριστος = der Haupttheil von Columbus’ Vornamen, ~ferens~ die

letzte Hälfte = Christus-Träger.

[292] +V. Margry+, ~Les navigations françaises~. ~p.~ 362. Paris 1867.

[293] ~The Landfall of Columbus p.~ 283.

[294] Leben des Columbus, Anhang Nr. XXXV.

[295] Krit. Untersuchungen II, 284.

[296] ~Psalterium Hebreum, Grecum, Arabicum et Chaldeum cum tribus

interpretationibus et glossis~ 1511.

[297] +Harrisse+, ~Bibl. Am. Vetust. p.~ 154.

[298] ~Opus Epistol. Compluti (Alcalá)~ 1530. ~Ep.~ CXXXI.

[299] ~ibid. Ep.~ CXXXIIII.

[300] ~Ep.~ CXXXV.

[301] ~Ep.~ CXXXVI.

[302] ~Ep. CXXXXIII.~

[303] ~Epist. CLIII.~

[304] ~Copia de la lettera per Columbo mandata ali Sere^{me} Re et

Regina di Spagna: de le insule et luoghi per lui trouate. Stampata in

Venetia (a nome de Constantio Bayuera citadino di Bressa) per Simone

de Louere. a di~ 7 ~di Mazo~ 1505. Dieser Brief ist im höchsten Grade

selten geworden. Im Jahre 1810 wurde er in Venedig wieder abgedruckt

unter dem seit der Zeit allgemein üblichen Titel ~lettera rarissima~.

[305] Vergleiche +Breusing+, Zur Geschichte der Kartographie in

Zeitschrift für wissenschaftl. Geogr. II, 185. Daß Columbus bei einem

Seezuge im Mittelmeer die grobe List gebraucht habe, der Rose über

der Magnetnadel Abends die entgegengesetzte Richtung zu geben, um die

Matrosen über die Richtung der Fahrt zu täuschen, wird als ungeschickte

Erfindung bezeichnet, weil auf nichts an Bord so genau acht gegeben

wird als auf die Richtung des Windes und schon aus der Vergleichung der

Windrichtung mit dem herrschenden Seegange sich die Täuschung ergeben

hätte.

[306] +Harrisse+, ~D. Fernando Colon, Historiador de su padre~. Sevilla

1871. 4^o. Dagegen schrieb d’+Avezac+: ~Le livre de Fernan Colomb.~

Paris 1873.

[307] Die New Welt der Landtschaften und Inseln. Straßburg 1534. Fol.

37.

[308] Von dieser anmuthigsten aller spanischen Rittergestalten entwirft

Las Casas ein mit Vorliebe gezeichnetes Bild (+Navarrete+ III, 163).

Hojeda war von kleiner Gestalt, aber von vollendetem Ebenmaß und von

angenehmer Erscheinung, in dem schönen Gesicht ein Paar große Augen.

Er war in allen Leibesübungen außerordentlich gewandt und sicher. Als

einst die Königin Isabella auf den Thurm der Kathedrale zu Sevilla

stieg, um von da aus die klein erscheinenden Menschen, welche unten

standen, zu betrachten, stieg er auf einen Balken, welcher zwanzig

Fuß aus dem Thurme herausragte und schritt auf demselben hin bis zum

Ende, drehte sich hier auf einem Fuße herum und schritt mit derselben

Schnelligkeit wieder zum Thurm zurück. Es war einer der verwegensten

Streiche, die man ausführen konnte; alle, die es mit ansahen, zitterten

vor Aufregung. Dann stellte er sich an den Fuß des Thurmes und warf

eine Pommeranze bis zur Thurmspitze hinauf, um die außergewöhnliche

Kraft seines Armes zu zeigen. Er war unserer lieben Frauen ergeben und

schwur stets bei der Jungfrau Maria.

[309] +Navarrete+ III, 317. Juanoto Berardi starb 1495.

[310] ~Neque enim desunt, qui se circuisse Cubam audeant dicere. Dec.

I. cp. VI, p.~ 78.

[311] W. Irving besuchte 1828 diese Plätze und hat davon eine

eingehende Schilderung gegeben, welche als ~A visit to Palos~ seinem

Werke „~Voyages and Discoveries of the Companions of Columbus~“

beigegeben ist. Palos ist ein armes Dorf, eine viertel englische Meile

vom Fluß entfernt, in einer Bodensenkung. Es hat nur einige hundert

Einwohner, welche sich lediglich von Feld- und Weinbau nähren. Die

besseren Familien, darunter die noch blühende, angesehene Familie der

Pinzone, sind alle in Moguer ansässig. In Palos gibt’s weder Schiffer

noch Kaufleute. Kein Schiff gehört dem Platze, am Ufer finden sich

keinerlei Hafenbauten. Das Volk ist ganz unwissend, und vermuthlich

kennen die wenigsten den Namen Amerika.

[312] +Navarrete+ III, 542.

[313] +P. Martyr+, ~Dec. I. lib. VIII, p.~ 87 ~et seq.~

[314] +P. Martyr+, ~Dec. I. lib. VIII, p.~ 90. 91.

[315] ~este cabo se descubrio en ano de mil y CCCC CIX por Castilla,

syendo descobridor vincentians (Vicente Yañez).~ Trotz der beiden, auf

der beigegebenen Karte bezeichneten Defecte im Original können wir auf

Cosa’s Karte den Verlauf der Entdeckung recht wohl verfolgen.

[316] Nach ihrer Heimkehr richtete P. Martyr an die Entdecker die

Frage, ob es auch einen antarktischen Polarstern gäbe, was verneint

wurde. ~Dec. I. lib. IX. p.~ 96.

[317] ~Verzinum mercatores Itali, Hispani brasilum appellant.~ +P.

Martyr+, ~Dec. I. lib. IX. p. 99~.

[318] ~ut ipsi putant, ultra urbem Cataii et littus Indicum, ultra

Gangem percurrerant.~ +P. Martyr+, ~l. c. p. 101~.

[319] ~Quatuor Americi Vesputii navigationes. Urbs Deodate (St. Dié)

1507.~ Diese „Vier Schifffahrten“ des Vespucci wurden zusammen mit der

~Cosmographiae Introductio~ von Martin Waltzemüller veröffentlicht,

in welcher zuerst der Name „Amerika“ für die neue Welt vorgeschlagen

wurde. Amerigo nennt in seiner zweiten Schifffahrt den leitenden

Capitän nicht, nennt den Mai 1499 als Abfahrtszeit und den September

1499 als Zeit der Rückkunft, und doch sagt er, die Schiffe seien

ein ganzes Jahr unterwegs gewesen. Die Zeitbestimmungen sind

offenbar falsch. Die Gründe für die Annahme, daß Vespucci auf Lepe’s

Schiffen mitfuhr, liegen in dem Verlauf der Fahrt. +Humboldt+ (Krit.

Untersuchungen II, 428 u. f.) hat versucht, Vespucci’s zweite Fahrt mit

der ersten Reise des Vicente Yanez Pinzon zu identificiren, d’Avezac

weist, wohl richtiger, auf Lepe hin. (~Bull. Soc. géogr. Paris 1857.

Avril et Mai.~)

[320] Bastidas war ~escribano~ (Notar) ~de Sevilla~. +Navarrete+ III,

25.

[321] +Navarrete+ III, 95.

[322] In der deutschen Uebersetzung des Briefes an Lorenzo

Pierfrancesco de Medici (auf der königl. öffentl. Bibl. zu Dresden)

lautet die Schilderung folgendermaßen: Vnd das ich mit einē wort alle

ding begriffe solt du wissen, das in Sechtzig tagen vn̄ siben tagen die

wir schiffeten vier vn̄ viertzig tag an vnderlaß an einander gehebt

habē mit kegen tonnern vn̄ plitzen so gar finster das wir weder Sonnen

im tag noch liechtē hymel in der nacht nie gesehen haben, Da von so

geschach das vns solicher grosser schrecke einfiel das wir gar nach

alle hoffnuug vnsers lebens hinwurffen, In solichen angsten dennoch

vn̄ so wütungen des mers vn̄ des himels gefiel dem hochstē gott vns ze

zeygen ingewont ertrich vn̄ new lantschafften vn̄ ein vnbekante welt.

[323] Vgl. Kunstmann und Thomas, Atlas zur Entdeckung Amerikas, München

1859.

[324] Nach +Humboldt+, Kritische Untersuchungen III, 10 sinkt dasselbe

in der südl. Breite von 16° 24′ unter den Horizont.

[325] Der Stern η des großen Bären verschwindet unter 18° 10′ s. Br.

(+Humboldt+ a. a. O.)

[326] „In der Geschichte der Geographie ist es, wie in allen übrigen

Fällen, oft der Klugheit angemessen, nicht alles erklären zu wollen.“

+Humboldt+, Krit. Untersuchungen III, 14. Ob Vespucci so weit nach

Süden vorgedrungen, bleibt immerhin fraglich. Er würde dann sicher

darauf aufmerksam gemacht haben, daß ihm das Sternbild des großen

+Bären ganz+ aus dem Gesichtskreise entschwunden sei.

[327] Vnbekanthe landte vnd eine Newe welt. Cap. CXXI.

[328] Die Dresdener Ausgabe ist in +Harrisse+, ~Bibl. Am. Vet.~ nicht

beschrieben, das Exemplar zu Dresden weicht von der unter Nr. 38 (S.

81) beschriebenen Ausgabe im Druck etwas ab. Die letzten Zeilen der

letzten Seite lauten im Dresdner Exemplar: Auß lateyn ist dyß missiue

in Teusch ‖ gezogen auß dem Exemplar das von Paryß kam im meyen mo-|net

Nach Christi geburt. xv. hundert vnd funff jar. Das von +Harrisse+

beschriebene Exemplar liest: „diß missiue in Teutsch“ und weiter „XV.

hundert vnd funff jar“.

[329] ~Dum igitur proficiscar in orientem, iter agens per meridiem,

Noto vehar vento. Grynaeus, Novus Orbis. Basil. 1532. p. 130.~

[330] ~Quo superbiam modo iustus omnium censor Deus compensat.~

(~Quarta Navigatio. Urbs Deodate. Anno supra sesquimilesimum. vij.~)

[331] +Navarrete+ I, 351.

[332] Zuerst veröffentlicht von +Harrisse+ in ~Bibl. Am. Vet.

Additions~. Paris 1872, S. XXVII. Man vergleiche +Humboldt+, Krit.

Untersuchgn. III, 111 u. ff.

[333] Krit. Untersuchungen III, 24.

[334] +Martin Waltzemüller+, ~Cosmographiae Introductio~. St. Dié

1507. ~Globus Mundi declaratio.~ Straßburg 1509. (auf d. Titel).

~Opusculum de mirabilibus.~ Rom 1510. ~fol. 101.~ -- +Joh. Schöner+,

~Luculentissima quaedam terrae totius descriptio. Noribergae 1515.

cp. XI. fol. 60~. -- +Montalboddo+, ~Paesi novamente retrouati & Nouo

Mondo da Alberico Vesputio florentino intitulato. Milano 1519. --

+Stobnicza+, ~Introductio in Ptolemaei cosmographiam. 1519. fol. 5~.

-- ~Albertus +Pighius+ Campensis de æquinoctiorum solstitiorumque

inventione. Parisiis 1520. p. 28~. -- +Vadianus+, ~Pomponii Melae de

orbis situ~. Basel 1522. Das Werk beginnt mit einem 1512 geschriebenen

Briefe Vadians an Rudolf Agricola, worin steht: ~America a Vespuccio

reperta~ u. s. w.

[335] +Martin Waltzemüller+ aus Freiburg im Breisgau, ist etwa um

1480 oder 1481 geboren. Er war befreundet mit dem Elsasser Matthias

Ringmann, dem Schüler des berühmten Philologen Jakob Wimpfeling. Nach

der Sitte der Zeit nahmen beide in späterer Zeit latinisirte Namen an:

Waltzemüller nannte sich Hylacomylus oder Ilacomilus (eigentlich eine

Uebertragung aus Wald(see)müller), Ringmann dagegen Philesius mit dem

Zusatze ~vogesigena~, weil er aus den Vogesen stammte. Als nun ums

Jahr 1507 auf Anregung des reichen Canonicus Walther Lud und unter den

Ausspicien des Herzogs René von Lothringen in der Stadt St. Dié an der

Meurthe ein Gymnasium und eine Druckerei errichtet worden, berief man

Ringmann und Waltzemüller an die neue Schule. Ringmann hatte in Italien

den berühmten Mathematiker und Architekten Fra Giovanni del Giocondo,

einen Dominikaner, kennen gelernt, welcher, mit Vespucci befreundet,

den Brief dieses Reisenden über seine dritte Entdeckungsfahrt ins

Lateinische übertragen hatte. So wurde er mit den glänzenden Erfolgen

des Florentiner Reisenden bekannt und gehörte bald zu seinen Verehrern,

so daß er die lateinische Uebersetzung Giocondo’s noch einmal in

Straßburg 1505 durch den Druck veröffentlichte. In St. Dié gab dann

Waltzemüller mit seiner ~Cosmographiae introductio~ zugleich alle vier

Schifffahrten des Vespucci heraus. Daneben entwarf man den Plan, eine

neue Ausgabe des Ptolemäus zu veranstalten, für deren bedeutende Kosten

Walther Lud eintrat. Diese berühmte Ausgabe erschien aber erst zwei

Jahre nach Ringmanns Tode († 1511) in Straßburg und wurde hauptsächlich

durch Waltzemüller besorgt. Die berühmte Weltkarte dieser Ausgabe,

~Orbis typus universalis iuxta hydrographorum traditionem~ haben wir

bereits in verkleinerter Copie der 36. Abtheilung der „allgemeinen

Geschichte in Einzeldarstellungen“ beigegeben. Man vermuthet, daß

diese Karte die Copie einer Originalzeichnung des Vespucci sei. Wie

unklar die Vorstellungen des lotharingischen Gelehrten waren, erhellt

daraus, daß er in der Vorrede zu dem Supplement seines Ptolemäus von

einem gewissen Admiral des +portugiesischen+ (!) Königs Ferdinand

spricht (~Admiralem quendam serenissimi Portugaliae regis Ferdinandi~),

während die der Weltkarte folgende „~tabula terre nove~“, auf welcher

die Küsten der neuen Welt in größerem Maßstabe dargestellt sind, in

dem nördlichen Theile des südamerikanischen Continentes die Inschrift

trägt: „Dieses Land sammt den angrenzenden Inseln ist auf Befehl des

Königs von Castilien durch den Genuesen Columbus entdeckt worden.„(~Hec

terra cum adiacentibus insulis inuenta est per Columbum Januensem ex

mandato Regis Castelle~). Und trotzdem schlug Waltzemüller vor, dem

„Entdecker“ zu Ehren das neue Land Amerika zu nennen.

[336] Pizarro ist der natürliche Sohn eines spanischen Hauptmanns und

in Trujillo geboren. In seiner Jugend soll er die Schweine gehütet

haben und ohne Unterricht aufgewachsen sein. Gewiß ist, daß der spätere

Eroberer Peru’s des Schreibens unkundig war. Sein Geburtsjahr ist

unbekannt. Das Jahr 1471, welches in der Regel angegeben wird, paßt

nicht zu der Mittheilung, daß Pizarro, um einer Züchtigung von seiten

seines Vaters zu entgehen, entlaufen sei und sich nach Westindien habe

anwerben lassen. Denn wenn wir auch annehmen, daß er schon ums Jahr

1500 den Boden der neuen Welt betreten habe, so mußte er doch in seinem

29. Jahre längst der väterlichen Ruthe entwachsen sein. Mehr Glauben

verdient die Angabe Herrera’s (~Hist. gen. dec. VI. lib. X. cap. 6~),

daß Pizarro 63 Jahre alt geworden sei. Da er 1541 ermordet wurde, fällt

demnach das Geburtsjahr auf 1478.

[337] +Navarette+ III, 374. ~porque ningund bachiller acá pasa que so

sea diablo y tienen vida de diablos, é no solamente ellos son malos,

mas aun fasen y tienen forma por donde haya mil pleitos y maldades.~

[338] +M. Wagner+ und +C. v. Scherzer+, die Republik Costa Rica.

Leipzig 1857. S. 359-392.

[339] +P. Martyr+, ~Dec. III. lib. I. Col.~ 1574 ~p.~ 210.

[340] +Navarrete+ III, 343.

[341] +Navarrete+ III, 393-456. +Cl. R. Markham+, ~The narrative of

Pascual de Andagoya. Hakluyt Soc. for 1865. vol. 34.~

[342] ~El anno de mil e quinientos e catorze: passo a la terra firme

un infelice gouernador; crudelissimo tirano: sin alguna piedad ni

aun prudencia: como un instrumento del furor divino.~ +Las Casas+,

~Brevissima relacion de la destruycion de las Indas~. Sevilla 1552.

~fol. b iiii.~

[343] +Andagoya+ in Navarrete, ~Col.~ III, 413.

[344] +J. G. Kohl+, (die beiden ältesten Generalkarten von Amerika.

Weimar 1860, S. 169) vermuthet, daß die auf den Karten von 1527 und

1529 angegebenen Sierras de Gil Gonzalez de Avila mit den Bergen

südlich von Soconusco, in der mexikan. Landschaft Chiapas, zwischen 15

und 16° n. Br. identisch seien.

[345] Ueber den sog. Jungbrunnen vgl. +Martyr+. ~Dec. II. lib. X. p.~

202.

[346] Der Reisebericht desselben ist von +Herrera+ (~Dec. I. lib. X.

cp. 16~) benutzt.

[347] Schon frühzeitig ist behauptet worden, Sebastian Cabot habe das

Land vor Ponçe gesehen. +De Thou+, ~historia sui temporis~. 1609. ~lib.

X. c. 4.~

[348] +Bernal Diaz del Castillo+, Entdeckung und Eroberung von

Neu-Spanien. Deutsch v. Rehfues. Bonn 1838. I. S. 4. Ferdinand Cortes

stellt die Sache so dar, als ob Cordova, Lope Ochoa und Cristoval

Morante sich zum Unternehmen vereinigt und die Mannschaft geworben

hätten. ~Colecion de doc. inedit. para la historia de España. I, 422.~

[349] Viele von den alten kunstreichen Steinbauten waren schon zur

Zeit, als die Spanier eindrangen, verfallen und gehörten einer früheren

Kulturepoche an. Einer der spanischen Mönche, welche bald nach der 1540

und 1547 vollendeten Eroberung Yukatan’s ins Land kamen, Fray Lorenzo

de Bienvenido, schreibt darüber am 10. Februar 1548 an König Philipp,

daß die Gebäude in Merida aus behauenen Steinen kunstvoll erbaut, aber

vielleicht schon vor Christi Geburt errichtet seien, weil auf ihnen

der Wald sich eben so mächtig erhöbe, als unten im Lande (~porque tan

grande estava el monte ençima dellos como en lo baxo de la tierra~.)

Auch fügt der Geistliche hinzu, daß die Eingeborenen damals nur in

Hütten von Holz und Stroh wohnten (~ni hazen casa sino de paja y

madera~.) ~Cartas de Indias. Madrid 1877. p. 71.~

[350] +Die Mayahandschrift d. kgl. öff. Bibliothek+ zu Dresden. 74

Tafeln in Chromo-Lichtdruck. Leipzig 1880. 4^o.

[351] +H. Meye+ u. +J. Schmidt+, Die Steinbildwerke von Copán und

Quirigua. Berlin 1883. Fol.

[352] Cortes gibt die von Velasquez aufgewendeten auf ¼ der

Gesammtsumme an. ~Colecion d. doc. ined. para la historia d’España. I,

423.~

[353] +B. Diaz+, Entdeckung u. s. w. von Neuspanien I. S. 23.

[354] Die Küste von der Mündung des Goatzacoalto (westlich vom Tabasco)

bis nach Vera Cruz ist voller Riffe, daher Schiffbruch und Strandung

häufig vorkommen. Eine kurze Strecke südlich von Vera Cruz sieht man

zahlreiche Trümmer untergegangener Schiffe aus den Wellen oder dem

Sande ragen. Fr. Ratzel, Aus Mexiko. S. 162.

[355] Die Instruction des Velasquez für Cortes findet sich in ~Col. d.

doc. ined. p. l. hist. de España~ I, 385.

[356] Wir besitzen von Cortes’ Hand fünf ausführliche Berichte über den

Verlauf seiner großen Unternehmungen, in welchen er in sehr eingehender

Weise dem Könige von Spanien über seine Feldzüge Bericht erstattet.

Man hat sie nicht unpassend mit den bekannten Commentarien Cäsars

verglichen. I. Der +erste Bericht+ aus Villa rica de la Vera Cruz vom

10. Juli 1519, von den Behörden der Stadt im Namen des Heerführers und

wohl auch von ihm selbst verfaßt, ging am 16. Juli mit einem Schiffe

nach Spanien ab. Er ist veröffentlicht in der ~Colecion de documentos

inedit. para la historia de España I, p.~ 421-461. II. Der +zweite

Brief+ ist aus Segura de la Frontera (Tepeaca, östl. v. La Puebla) vom

30. October 1520 datirt und wurde bereits 1522 in Sevilla gedruckt.

Später erschien er in +Barcia+, ~Historiadores primitivos de las

Indias orientales, 1743, vol. I, p.~ 1-62, u. in Don Francisco Antonio

+Lorenzana+, ~Historia de nueva España~, Mexiko 1770, ~p.~ 38-170. III.

Der +dritte Brief+, von Cuyocan (2½ span. Meilen südl. v. Mexiko) aus

am 15. Mai 1522 geschrieben, wurde zuerst 1523 in Sevilla gedruckt,

dann in Barcia I,~ p.~ 63-123, u. in Lorenzana, ~p.~ 178-320. IV. Der

+vierte Brief+, von Temixtitan (Mexiko), vom 15. October 1524, wurde

1525 in Spanien gedruckt und später in Lorenzana, ~p.~ 330-399. V.

Der +fünfte Brief+, welcher seinen Feldzug nach Honduras schildert,

erschien in ~Colecion de doc. ined. p. l. hist. de Esp.~, Madrid 1844,

~Tom. IV, p.~ 8-167, als ~Relacion hacha al emperador Carlos V por

Hernan Cortes sobre la expedicion de Honduras~, datirt von Temixtitan,

3. September 1526.

[357] +B. Diaz+ erzählt, sie hätten schon vor der Fahrt des Cortes in

Tabasco den Namen +Culba+ gehört. Columbus vernahm bei Cuba das Wort

Colba und deutete es auf die Insel, aber es wäre nicht unmöglich, daß

der Name der alten berühmten Stadt bis zu den Antillen gedrungen wäre.

Daß Verbindungen zwischen den Inseln und dem Festlande stattfinden,

läßt sich daraus schließen, daß Columbus an der Küste von Yukatan

auf mexikanische Handelsbarken stieß und daß Cortes ebendaselbst von

Jamaica herüber verschlagene Indianer fand.

[358] +D. Charnay+, Ansichten über d. Alter u. d. Ursprung der

Baudenkmäler u. s. w. in Mexiko und Central-Amerika, in Zeitschr. f.

Ethnologie. Berlin 1882. S. 10 ff.

[359] D. h. Colibri links, weil der Gott am linken Fuß mit

Colibrifedern geschmückt war.

[360] +Th. Weitz+, Anthropologie IV, 4 erklärt sein unsicheres Benehmen

aus seinem bösen Gewissen.

[361] +Bernal Diaz+ I, 121 beschreibt diese Geschenke genau: „Das erste

war eine Scheibe von der Größe eines Wagenrades, welche die Sonne

vorstellte, ganz von feinem Golde und von der schönsten Arbeit, ein

überaus merkwürdiges Kunstwerk, das nach der Aussage derer, die es

gewogen, über 20,000 Gold-Piaster Werth gehabt haben soll. Das zweite,

eine Scheibe, größer noch als die erste, schwer von Silber, von großem

Werth, und den Mond vorstellend mit vielen Strahlen und andern Figuren

darauf. Das dritte war die Sturmhaube, ganz mit gediegenen Gold-Körnern

angefüllt, wie sie aus den Bergwerken kommen, an 3000 Piaster Werth,

für uns aber von weit höherem Werth, weil es uns die Gewißheit gab, daß

es reiche Goldgruben im Lande gab. Dazu kamen noch 20 goldene Enten,

vollkommen nach der Natur und sehr zierlich gearbeitet; ferner Figuren

von Hunden, Tigern, Löwen, Affen, 10 Halsketten von Gold, in Silber und

Gold gefaßte Fächer und Büsche von den schönsten grünen Federn, ferner

über 30 Pakete mit bunten Federn durchwirkter Baumwollstoffe u. a. m.

Aehnlich beschreibt auch +Torquemada+, ~Mon. Ind. lib. IV. c.~ 17 diese

Gaben. Einzeln sind die für den König von Spanien bestimmten Geschenke

aufgeführt in ~Colec. de doc. inedit. p. l. hist. de España. I~,

462-471. Darnach hatte die goldene Scheibe (~una rueda de oro grande

con una figura de monstruos en ella~) nur ein Gewicht von 3800 ~pesos

de oro~, aber nicht 20,000 P. wie Diaz angibt. Dem König Karl wurden

diese Geschenke im April 1520 zu Valladolid vorgelegt.

[362] +Lorenzana+, S. 47.

[363] +Lorenzana+, S. 66.

[364] +Lorenzana+, S. 58, bemerkt dazu, aus den noch vorhandenen Ruinen

von Tlascala könne man erkennen, daß Cortes nicht übertrieben habe.

[365] +B. Diaz+ Bd. I, 248 ff.

[366] B. Diaz II, 51 ff.

[367] ~Creemos y tenemos por cierto el ser nuestro Señor natural.~

+Lorenzana+ S. 81.

[368] +B. Diaz+ II, 65.

[369] B. Diaz II, 101.

[370] Die Lebensweise des Monarchen hat Cortes genau geschildert.

Lorenzana, S. 113.

[371] +Lorenzana+, S. 97.

[372] Ebd. S. 99.

[373] Ebd. S. 91. ~Figurada en un paño toda la costa.~

[374] +Bernal Diaz+ II, 208.

[375] ~Le dieron una pedrada los suyos en la cabeza tan grande que de

alli á tres días murió.~ +Lorenzana+, S. 136.

[376] +B. Diaz+ I, 53.

[377] Fr. +Ratzel+, Aus Mexiko. S. 134.

[378] +Sahagun+, ~hist. d. nueva España~. XII, 27.

[379] +Lorenzana+, S. 148.

[380] Daß Cortes selbst den feindlichen General getödtet, ist höchst

unwahrscheinlich, weil er durch seine Wunden behindert wurde. Seine

eignen Worte schließen diese Annahme aus: ~E con este trabajo fuimos

mucha parte de el dia, hasta que quiso dios, que murio una persona de

ellas, que debía ser tan principal, que con su muerte cesó toda aquella

guerra.~ Lorenzana, S. 148.

[381] +Lorenzana+, S. 169.

[382] ~Opus epistolarum, Compluti~. 1530. ~Ep.~ 717. ~Sunt

incredibilia, quae de huius urbis et circumvicinarum aedificiis,

commerciis et hominum frequentia referuntur.... De templorum

magnitudine cultuque ac ornatu mira referuntur.~ In einem späteren

Briefe (~Compluti~ Nr. 774; ~Amstelodami~ Nr. 771) vom 20. November

1522 zählte er die Menge des nach Spanien gebrachten Goldes auf. Nach

dreißigjährigen Bemühungen seit der ersten Fahrt des Columbus schien

nun das goldreiche Indien wirklich gefunden zu sein.

[383] Die Endung -tzin wird den Namen der Vornehmsten angehängt, so daß

der Name des neuen Königs eigentlich Quauhtemo war; in ähnlicher Weise

nennen mehrere Historiker den mehrfach erwähnten Cacama auch Cacamatzin.

[384] +Lorenzana+, S. 242.

[385] ~Por el agua y por la tierra daban tantas gritas y alaridos que

parecia que se hundia el mundo.~ +Lorenzana+, S. 245.

[386] +Lorenzana+ S. 260.

[387] Nur die Tlascalaner blieben von dieser Hörigkeit befreit.

[388] In demselben Jahre, als Cortes den Boden von Mexiko betrat,

ließ auch der Statthalter von Jamaica, Francisco de Garay, nach einer

Meerenge suchen. Siehe unten Cap. 26.

[389] +Ratzel+, aus Mexiko. S. 181.

[390] +Lorenzana+, S. 351. Vgl. auch ~Colecc. d. doc. ined. relat. al.

descubr. XII, p. 62~.

[391] +Lorenzana+, S. 382. ~Como tengo continuo cuydado, y siempre

me occupo en pensar todas las maneras, que se pudan tener para poner

en execucion, y efectuar el deseo que yo al real servicio de Vuestra

Magestad tengo, viendo que otra cosa no me quedaba para esto, sino

saber el secreto de la costa, que esta por descubrir entre el rio de

Panuco y la Florida;... y de allí por la parte de el norte hasta llegar

a los Bacallaos, porque se tiene cierto, que en aquella costa hay

estrecho, que pasa á la mar del Sur.~ Er beruft sich sogar auf eine

Karte, welche eine Meeresstraße in diesen Gegenden darstellt (~segun

cierta figura, que yo tengo del paraje~) und betont die Wichtigkeit

dieses Weges als des schnellsten und kürzesten zu den Molukken: ~seria

la navegacion desde la especeria para essos reynos de Vuestra Magestad

muy buena, y muy breve y tanto que seria las dos tercias partes menos,

que por donde ayora se navega, y sin ningun riesgo, ni peligro de los

navios, que fuesen y viniessen, porque irian siempre y vernian por

reynos y Señorios de V. M.~

[392] Ueber die neusten Forschungen in diesem Gebiet vergleiche Desiré

Charnay in ~Comptes rendus de soc. de géogr. Paris 1882. p. 546 et

suiv.~ und +A. P. Maudslay+, ~Exploration in Guatemala and Examination

of the newly-discovered Indian Ruins of Quirigua, Tikal and the

Usumacinta~, in ~Proceedings of the royal geogr. soc.~ London 1883.

April.

[393] +Las Casas+, ~Brevissima relacion~. Sevilla 1552. ~De la

provincia e reyno de Guatimala: Mando los luego quemar bivos sin otra

culpa ni otro processo ni sentencia.~

[394] ~Relacion e informacion del viage, que hizo á las Higueras el

Bachillar Pedro Moreno~ (~in Colecc. d. doc. ined. rel. al descubr.

XIV, p. 236-264~) enthält die gerichtlichen Aussagen von Augenzeugen.

[395] Vgl. oben S. 354.

[396] ~Relacion p. 237.~

[397] +Cortes+, ~Relacion al Emperador Carlos de Temixtitan à~ 3 ~de

Septiembre de 1525~, in ~Colecc. d. doc. ined. para la historia de

España. IV, p. 113~.

[398] +H. H. Bancroft+, ~History of the pacific. States. I, 530~.

London 1883.

[399] Die Gründungsurkunde ist vom 18. Mai 1525 datirt. (~Colecc. d.

doc. ined. rel. al descubr. Vol. XIV, p. 44.~)

[400] +B. Diaz+ III, 251.

[401] ~Relacion, hecha al Emperador Carlos V por Hernan Cortes p. 23.~

[402] ~Relacion hecha al Emperador Carlos V. p.~ 35: ~hice sacar una

ahuja de marear, que traia conmigo, por donde muches veces me guiaba,

aunque nunca nos habiemos visto en tan extrema necessidad~.

[403] ~Relacion. p.~ 50. ~hizome una figura pintada en un paño del

camino, que habia de llevar.~

[404] ~Relacion. p.~ 54.

[405] +B. Diaz.+ Band 4. S. 77.

[406] ~Dr.~ C. H. Berendt erforschte das wenig besuchte Gebiet 1865-67.

~cf. Smithsonian Instit. Report for~ 1867, ~p.~ 420.

[407] In neuester Zeit hat Desiré Charnay ziemlich dieselbe Route

wie Cortes verfolgt. „~Il y avait autrefois des villes le long de ce

sentier; j’aperçois sur la droite des esplanades, dont les arêtes en

pierres taillées sont encore intactes et le guide m’annonce que sur

la gauche, du côte de la vallée du San Pedro se trouvent aussi des

monuments.~“ ~Comptes rendus des séances d. l. soc. d. géogr.~ Paris

1882. S. 546.

[408] ~Relacion, p.~ 74. ~la cosa del mundo mas maravillosa de ver y

pasar.~

[409] +Maudslay+ (~Proceedings of the royal geogr. Soc.~ London 1883.

S. 189) glaubt diesen Ort am Rio pueblo viejo, einem Zufluß des

Polochic, wiedergefunden zu haben.

[410] +B. Diaz.+ IV. 179.

[411] ~Coleccion de doc. ined. p. l. hist. de España. I. p.~ 105.

[412] Die gemachten Breitenbestimmungen sind ungenau; es ist

wahrscheinlich, daß das Schiff bis in den Golf von Tehuantepec gelangte

und dann umkehrte.

[413] Der auf Pergament gemalte Atlas des Diego Homem von 1568 (königl.

öffentl. Bibl. in Dresden) verlegt das ~C. del engañho~ ganz bestimmt

nördlich von der gegenwärtig so benannten Punta S. Eugenia, und zwar

unter 31° n. Br., was mit der 1542 erfolgten Aufnahme der Küste durch

Cabrillo übereinstimmt.

[414] Nach +J. G. Kohl+, die beiden ältesten Generalkarten, S. 70,

nicht der jetzt noch so genannten ~St. Helena sound~, sondern der

südlichere ~Port royal~.

[415] ~algund golfo ó estrecho en la tierra firme.~ +Navarrete+,

~Colec. III~, 147.

[416] +Herrera+, ~Dec. VI. lib. I. cp.~ 4. ~haviendo pasado un rio

+bien grande+.~

[417] Vielleicht der Altamaha in Georgia, oder der Savannah an der

Grenze von Süd-Carolina.

[418] Kupferbergbau findet sich noch im Norden des Staates Georgia.

[419] +Herrera+, ~Dec. VII. lib. I. c.~ 1.

[420] Marcos Bericht in ~Colecc. d. doc. ined. relat. al descubr. III~,

329-50. Madrid 1865.

[421] Coronado’s Bericht in ~Doc. ined. rel. al descubr. III~, 363.

Sein Brief an den Kaiser, ~ibid.~ XIII, ~p.~ 261. Außerdem die Berichte

seiner Capitäne Jaramillo, ~ibid.~ XIV, 304, und Castañeda in +Ternaux

Compans+, ~Voyages, relations et memoires etc.~ Paris 1838.

[422] Vgl. General +J. H. Simpsons+ kritische Arbeit über Cibola in

~Smithsonian Rapport~, 1869 ~p.~ 309-40. Simpson kennt die Gegend aus

eigner Anschauung und stützt sich ferner auf die Ansicht des Ingenieur

N. H. Hutton, welcher mit Whipple und Parke 1853-56 Neu-Mexiko und

Arizona erforschte.

[423] +R. Hakluyt+, ~Voyages. Vol. III.~ ~p.~ 394. London 1600.

[424] Eine Copie dieser Karte findet sich in +Lorenzana+, ~Historia de

nueva España~. S. 328. Mexiko 1770.

[425] „Leutnant Ives, welcher den unteren Colorado erforschte, machte

einen kleinen Abstecher zu Lande von einem Punkte unterhalb des großen

Cañon nach Südwesten herum und erklomm das Plateau von San Francisco.

Von einer Höhe konnte er weit nach Nordosten schauen und das Gebiet

übersehen. Die Ausdehnung und Großartigkeit der Cañons, sagt er, ist

in dieser Richtung staunenerregend. Das ganze Hochland ist durch

riesige Klüfte in Fetzen zerrissen und gleicht einer ungeheuren Ruine.

In meilenweiten Landstrichen sind die oberen Schichten hinweggefegt

und nur isolirte Berge stehen geblieben. Klüfte, so tief, daß das

Auge nicht bis auf den Grund hinunterzudringen vermag, werden durch

Wände getrennt, deren Dicke man beinahe umspannen kann, und schlanke

Spitzsäulen, welche auf ihrem Grunde zu schwanken scheinen, schießen

tausend Fuß hoch aus den unterirdischen Höhlen empor.“ (J. W. Powell),

~Exploration of the Colorado river of the west~. Washington. 1875. ~p.~

195.

[426] In der Zuñisprache noch jetzt Hak-ku-kiah genannt.

(+Schoolcroft+, ~History of the Indian Tribes~. IV, 220.)

[427] +Jaramillo+, ~Relacion l. c. p.~ 308. ~Todas cuantas aguas

hallamos, y rios é arroyos, hasta este de Cibola, y aun, no sé si una

jornada, ú dos mas, corren á la mar del Sur, y los dende aqui adelanto,

a la mar del Norte.~

[428] Auf dem amerikan. Atlas von Thomas Jeffreys, 1775, findet sich

der Ort Sayaqué, welcher vielleicht dem Cicuyé entspricht. (Simpson,

~l. c. p.~ 336).

[429] Jaramillo, ~l. c. p.~ 310. ~porque dellas comen y visten y

calzan.~

[430] Auf dem Rückmarsche wird auch das Vorkommen der Hundmurmelthiere

erwähnt, als kleiner Geschöpfe, die den Eichhörnchen gleichen und in

Erdlöchern leben.

[431] ~Historia de nueva España: Mexico 1770, p. 38: y aun se ignora

si confina con la Tartaria, y Groelandia; por las Californias con la

Tartaria, y por el Nuevo Mexico con la Groelandia~.

[432] Andagoya sagt in seiner ~Relacion~ (+Navarrete+ III, 420): ~una

provincia que se dice Biru, donde corrompido el nombre se llamó Pirú~.

Aehnlich auch +Augustin de Çarate+, ~Historia del descubrimiento y

conquista de las Provincias del Peru. Sevilla~ 1577, ~p.~ 1: ~una

pequeña y pobre provincia cincuenta leguas de Panama, que se llama

Peru, de donde despues +impropriamente+ toda la tierra... por espacio

demas de mil y dozientas leguas por luengo de costa se llamo Peru~.

[433] +E. Pöppig+, Reise in Chili, Peru und auf dem Amazonenstrom.

Leipzig 1836. II, 10 und 7.

[434] +Ch. Darwin+, Reise eines Naturforschers um die Welt. Stuttgart

1874. S. 419.

[435] +W. Reiß+ und +A. Stübel+, das Todtenfeld von Ancon. Berlin

1881-83. Tafel 13-16, 45-48 u. a.

[436] Ansichten der Natur II 326, 322 u. 324. Stuttgart u. Tübingen

1849.

[437] +Aug. de Çarate+, ~Historia del descubrimiento~. Sevilla 1577, S.

1. ~Almagro, cuyo linaje nunca se pudo bien averiguar, por que algunos

dizen que fue achado a la puerta de la yglesia.~

[438] Pedro Pizarro, ~Relacion del descubrimiento y conquista etc.~ in

+Navarrete+, ~Colecion de doc. inedit. para la historia de España~.

Madrid, 1844 ~Tom V, p. 203~.

[439] Nicht zu der Verwandtschaft gehört Pedro Pizarro aus Toledo,

welcher mit 15 Jahren in den Dienst Francisco Pizarro’s trat und seit

dem 18. Jahre die Feldzüge mitmachte. Er schrieb eine ~Relacion del

descubrimiento y conquista de los reinos del Peru etc.~ Abgedruckt in

+Navarrete+, ~Colecion de doc. inedit. para la historia de España~.

Madrid 1844. ~Tom. V, p.~ 201-388.

[440] +P. Pizarro+, ~Relacion. p.~ 211.

[441] +P. Pizarro+, S. 224.

[442] Pachacamac ist jetzt meist unter Sand begraben und bei dem

Umblick von den auf den Hügel gebauten Terassen des Tempels sieht

man im weiten Umkreis die Reste der frühern Klöster, sowie der

Befestigungen hervorragen. A. Bastian. Die Kulturländer des alten

Amerika. I, 51. Berlin 1878.

[443] +Cl. Markham+ hat (~Reports on the discovery of Peru. Hakluyt

Society.~ London 1872, ~p.~ 97) nach dem Verhältnisse von 100 Pesos

Gold = 144 Ducaten, 120 Pesos Silber = 144 Ducaten den Geldwerth

berechnet, der auf jeden Antheil entfiel. Doch weichen die Angaben von

einander ab.

Pizarro erhielt 312,000 Ducaten,

3 Capitäne der Cavallerie 165,000 „

4 „ „ Infanterie 165,000 „

60 Reiter 1,166,000 „

100 Mann zu Fuß 1,458,000 „

Almagro 55,200 „

Die Truppen Almagro’s 331,200 „

Der königliche Quint 931,500 „

Zuschlag von feinem Silber 38,170 „

-----------------

In Summa 4,605,670 Ducaten,

d. h. nach dem Geldwerth unserer Tage etwa 70 Millionen Reichsmark. Die

ausführliche Liste über die Vertheilung der Beute gibt der spanische

Notar Pedro Sancho (cf. Markham, ~l. c. p.~ 133-142). In folge dieser

Reichthümer stiegen die Preise für europäische Waaren bedeutend: Ein

Pferd kostete 2500-3300 Pesos, ein Paar Schuh oder Stiefel 30-40 Pesos,

ein Mantel 100-120 Pesos, ein Buch Papier 10 Pesos u. s. w. -- De Luque

war inzwischen gestorben, also fiel sein Antheil hinweg.

[444] +P. Pizarro+, ~Relacion. p.~ 247.

[445] Nach +Aug. de Çarate+ ~lib. III, cp.~ 1, ~p.~ 23 zählte sein Heer

570 Mann.

[446] Auf dem ganzen Zuge sollen 10,000 Indianer gefallen sein.

[447] Der Santiagofluß entspringt am Catacachi, nördlich vom Aequator,

und fließt in die Bai von Panguapi (Bai von S. Mateo) nahe der

Nordgrenze des Staates Ecuador, 1° 20′ n. Br.

[448] Vgl. den Brief des Bischofs von Cuzco in ~Colecion de doc.

inedit. relat. al descubrim. III~, 221 und den Brief Martins de Arauco,

ebd. III, 213. Madrid 1865. Ferner P. Pizarro S. 353 ff.

[449] Castro’s Bericht in ~Cartas de India. p.~ 480. Madrid 1877.

[450] Die Charcas-Indianer wurden 1539 durch Pedro de Anzures besiegt,

welcher in dem silberreichen Gebiete die Stadt la Plata anlegte

(Chuquisaca in Bolivia). Francisco Pizarro hieß nach diesem Gebiete

Marques de los Charcas.

[451] Der officielle Bericht über den Ausgang Pizarro’s findet sich in

~Colecion de doc. ined. para la historia de España~. ~Vol. XXVI, p.~

177.

[452] Die Liste der Spanier, welche die Fahrt mitmachten, gibt Oviedo,

~historia general~. Madrid 1845. ~Tom. IV.~ ~lib.~ 49. ~cp.~ 2.

[453] +Oviedo+, ~Tom IV. lib.~ 50. ~cp.~ 24. ~p.~ 557.

[454] +Carvajal+ (Oviedo ~p.~ 562) spricht von den Amazonen als

einer ~gran novedad; que aquestas mugeres que alli peleaban +como

amaçonas+, son aquellas de quien en muchas é diversas relaçiones mucho

tiempo há que anda una fama extendida en estas Indias ó partes de

muchas formas discontada, del hecho destas belicosas mugeres~. Und

auch +Herrera+ (~Dec. VI. lib. IX. cp.~ 4) gibt die Erzählung nur

mit Vorbehalt, beruft sich aber auf die Wahrheitsliebe des muthigen

Carvajal. Die Thatsache ist lange bezweifelt, und der Bericht unter

die zahlreichen spanischen Erfindungen gerechnet, hat indes noch in

der neuesten Zeit ihre Bestätigung durch den französischen Reisenden

Crevaux gefunden, welcher am 31. October 1878 an dem Paru, einem aus

dem Hochlande der Guayana herabkommenden Zuflusse, ein Dorf antraf,

welches +ausschließlich+ von geschiedenen Frauen bewohnt war. (~Bull.

d. l. soc. géogr.~ Paris 1882, ~p.~ 672). Das Geschlecht der Amazonen

ist also noch nicht ausgestorben. Die Angabe Crevaux’ läßt uns auch

annähernd den Punkt bestimmen, wo Orellana diese kriegerischen Weiber

antraf, nämlich wahrscheinlich an der Mündung des Jamunda.

[455] +Navarrete+ III, 294. Nr. V.

[456] Ein solcher, allerdings noch nicht genügend enträthselter Bericht

hat sich in der „~Copia~ der Newen Zeytung aus Presillg Landt“, einem

Flugblatt, erhalten, welches um 1508 oder 1509 in Augsburg gedruckt und

offenbar aus dem Italienischen ins Deutsche übertragen ist. Die Zeitung

erzählt von einer Fahrt zweier portugiesischer Schiffe nach Brasilien

(Presillg Landt) und von der Auffindung einer Straße etwa unter

dem 40. Grade s. Br. Wann die Fahrt gemacht und wer die Expedition

geleitet, ist nicht gesagt. Sie hat sich bisher auch mit keiner

bekannten Unternehmung identificiren lassen, so daß arge Entstellung

des Thatbestandes und selbst Fiction nicht ausgeschlossen ist. Aber

Thatsache ist, daß die Zeitung um 1509 in Deutschland und Italien

bekannt war und daß sie aus Portugal stammte. Daß sie zum Entwurf von

Weltbildern benutzt wurde, werden wir weiterhin zeigen.

[457] +Pigafetta+ in ~Ramusio Navigationi et Viaggi I~, 354^b

und +Herrera+, ~Decad. II. lib. II. cp.~ 19. Vgl. auch +Wieser+,

Magalhãesstraße. Innsbruck 1881. S. 49.

[458] Veröffentlicht von +R. H. Major+ in der ~Archaeologia, Vol. XL~.

London 1865. +Wieser+, Magalhãesstraße S. 19 ff.

[459] Auf zwei Globen aus dem Jahre 1515, welche sich in Frankfurt und

Weimar befinden. +Wieser+, Magalhãesstraße S. 19 ff.

[460] +Navarrete+ III, 134.

[461] Die verstümmelte Namensform Magellan ist eine französische

Abkürzung der spanischen Umformung des portugiesischen Namens und daher

zu verwerfen.

[462] ~Vida e viagens de Fernão de Magalhães por Diego de Barros Arana,

traducção de Hespanhol de Fernando de Magalhães-Villas-Boas. Lisboa~

1881, ~p.~ 11, 145, 178.

[463] +Martyr+, ~Epist.~ 630, ~duobus transfugis Portugalensibus a suo

rege discedentibus~.

[464] +Faria e Sousa+, ~Comentarios a la Lusiada de Camoens II, coment.

á octava 140 do canto X~. -- Barbosa, ~Bibl. Lusitana II, p.~ 31 citirt

in ~Barros Arana, Vida e viagens de F. Magalh. p.~ 23.

[465] +P. Martyr.+ ~Epist.~ 630. ~Si fauste res successerit,

Orientalibus et Portugallo regi commercia intercipiemus.~

[466] +Navarrete+ IV, 116-122. +Magalhães+ berechnete die Entfernungen

in folgender Weise: Die Insel S. Antonio unter den Capverden 22° östl.

von der Demarcationslinie, Cabo S. Augustin 20° östl., C. Sa. Maria am

Laplata 5° östl. Malaka 17½° westlich der andern Demarcationslinie,

welche durch den großen Ocean lief, und die Molukken theils 2½°, theils

4° östlich jener Grenzlinie. (Navarrete IV, 188.)

[467] Nach der von +Navarrete+ IV, 12 ff. gegebenen Liste befanden sich

unter der Mannschaft 20 Portugiesen, 23 Italiener, meist Genuesen, 10

Franzosen, 4 Flamländer, 1 Deutscher, 1 Engländer.

[468] +Navarrete+ IV, 202. 203. An der Küste von Brasilien trat Alvaro

de la Mezquita an seine Stelle als Capitän.

[469] ~Diario ó derrotero del viage de Magallanes, escrito por

Francisco Albo~ in +Navarrete+ IV, 209-247. ~Una montaña hecha un

sombrero p.~ 211.

[470] Vielleicht der Puerto deseado nahe am 48° s. Br.

[471] +Gomara+, ~la historia general de las Indias~. Anvers 1554. ~p.~

127-128.

[472] Brief des Secretärs Maximilian Transilvanus an den Cardinal von

Salzburg. In der spanischen Ueberarbeitung bei +Navarrete+ IV, 260. 261.

[473] +G. Correa+, ~Lendas II ep XIV p.~ 625 behauptet, Magalhães habe

das Kabeltau des Antonio heimlich durchschneiden lassen, um das Schiff

zum Abtreiben zu bringen.

[474] ~Carta del Contador Juan Lopez de Recalde al Obispo de Burgos~ in

+Navarrete+ IV, 201-208.

[475] Eines Tages, erzählt Pigafetta, kam ein Riese zu uns an den

Strand, der so groß war, daß wir mit dem Kopf ihm nur bis an den Gürtel

reichten. (Anton Pigafetta’s Reise um die Welt. Gotha 1801. S. 30.)

[476] Louis de Bougainville, welcher von 1766-1769 die erste

französische Erdumsegelung ausführte, gibt die Größe der Patagonen zu 5

Fuß 5 Zoll bis 5 Fuß 10 Zoll an. ~Vogaye autour du monde.~ Paris 1771.

Cap. 4.

[477] Nach P. P. King’s Schilderung in ~Journal of the royal geogr.

soc. vol. I p.~ 165.

[478] Die Reisen der deutschen Kriegsflotte im Jahre 1878, in der

Allgemeinen Zeitung. 1879. S. 818. 819.

[479] Dasselbe hat sich abschriftlich in dem Tagebuch des Astronomen

Andres de San Martin, welcher während der Fahrt starb, erhalten und

ist von João de Barros ~Dec. III. lib. V.~ ~cp.~ 9 mitgetheilt. Vgl.

+Navarrete+ IV, ~p.~ 45-49.

[480] +Max. Transilvanus+ § 9. +Navarrete+ III, ~p.~ 266.

[481] Jetzt Cap Pillar, Pfeilercap nach seiner Gestaltung genannt.

[482] Loaysa brauchte 1526 zur Fahrt durch die Straße vier Monate,

Drake 1577 nur 17 Tage. Von den Holländern und Engländern, welche

am Schluß des 16. Jahrhunderts die Durchfahrt versuchten, kehrte

die Hälfte wieder um. Byron brauchte 1765 51 Tage, Wallis 1767 116

Tage, Bougainville 1768 60 Tage. Alle diese Seefahrer besaßen Karten,

Magalhães nicht.

[483] Nach den Untersuchungen von +C. Meinicke+ (Petermann’s

Mittheilungen 1868. S. 376) ist S. Pablo identisch mit Pukapuka (138°

48′ w. v. Gr.), und die Haifischinsel die Insel Flint (151° 48′ w. v.

Gr.).

[484] +Francisco Albo+ in +Navarrete+ IV, 219.

[485] Die Angaben schwanken zwischen 1800 und 4000 Kriegern.

[486] Pigafetta schreibt diese rasche Freundschaft der Eingebung eines

Traumes, Transilvanus der Sternkunde des Fürsten zu. Im Grunde war es

nur die Handelseifersucht gegen Ternate.

[487] Pigafetta gibt folgende Preisliste. Für ein Bahar (40 Pfund)

Nelken gab man, je nach Wahl, einen Posten der folgenden Waaren: 10

Ellen feines, oder 15 Ellen mittelfeines rothes Tuch, 15 Beile, 35

Glasschalen, 25 Ellen feine Leinwand, 150 Messer, 50 Scheeren, 40

Mützen, 1 Ctr. Bronze. Der genuesische Pilot bemerkt, daß der Werth des

Tuches, welches man für 1 Bahar gab, in Spanien 14 Ducaten betragen

habe.

[488] +Navarrete+ IV, 96 zählt sie sämmtlich mit Namen auf.

[489] Die Berechnung, welche +Peschel+ (Zeitalter der Entdeckungen

S. 645, zweite Auflage S. 507) aufstellt, wonach man für 533 Centner

auf den Molukken etwa 213 Ducaten bezahlt und auf dem Markte von

London mehr als 100,000 Ducaten erhielt, ist nach +P. A. Tiele+ (~De

Europeërs in den maleischen Archipel~ Bl. 60) unrichtig, weil 1) der

Einkaufspreis höher war als 213 Ducaten, 2) der Preis in Spanien viel

niedriger stand als in England und 3) auch der für England angenommene

Marktwerth viel zu hoch gegriffen ist.

[490] +San Antonio+, die westlichste der Capverden liegt etwa 25° w. v.

Gr. und Tidor 127½° ö. v. Gr. Der Abstand beträgt in Wirklichkeit 152½

Grad.

[491] +Navarrete+ V, 1-439, besonders wichtig ist die Relacion

Urdaneta’s, ~p.~ 401-439.

[492] +Navarrete+ V, 103.

[493] +Navarrete+ V, 183.

[494] +Navarrete+ V, 95-114. 440-498, ~Colec. d. doc. inedit. rel. al

descubr. V~, 68-97.

[495] Wahrscheinlich die in der westl. Gruppe gelegenen Inseln Fais und

Ulithi, vgl. +Meinicke+, Die Inseln des stillen Oceans II, 359.

[496] +Navarrete+ V, 401-429.

[497] Wie ängstlich die Portugiesen darauf bedacht waren, den Weg

zu den Gewürzländern geheim zu halten, geht auch daraus hervor, daß

noch 1531 der Italiener Leone Pancaldo, welcher auf dem Flaggschiffe

Magalhães’ als Matrose die Reise mitgemacht und glücklich zurückgekehrt

war, in seiner Vaterstadt Savona vor einem öffentlichen Notar und einem

Agenten des Königs von Portugal gegen eine Summe von 2000 Ducaten sich

verpflichtete, keinem Menschen den Weg nach den Molukken zu zeigen

und keine Karte davon zu zeichnen. +C. B. Belloro+, ~Elogio di Leone

Pancaldo~, citirt in +Harrisse+, ~Jean et Sebastian Cabot p. 73~.

[498] ~Col. d. doc. ined. relat. al descubr. V~, 117-209.

[499] Lamaliork in den westlichen Carolinen, zuerst 1526 von Diego de

Rocha gesehen und Sequeira genannt.

[500] Vermuthlich ging in diesen Gegenden Grijalva mit seinem Schiff

zu Grunde. ~En estas islas se perdió un navio del Marquis de Valle

(Cortes), en que venia por Capitan Grijalva, el cual mataron los

marineros. Col. d. doc. inedit. rel. al descubr. V, p.~ 154. ~Herrera.

Dec. III. lib. IX. cp.~ 10.

[501] Ueber diese wichtige Reise finden sich zwei Originalberichte

in der ~Colec. d. doc. ined. rel. al descubr. V~, ~p.~ 210-211 und

~p.~ 221-286. Der letztere, leider ohne Schluß, ist, wie auf ~p.~ 240

ersichtlich ist, von Mendaña selbst verfaßt. Außerdem ein Bericht

des Piloten Gallego in Justo Zaragoza, ~historia del descubr. de

las regiones Austriales hecho por el general Fernandez de Quiros.

Tom. I. p.~ 1-22. Madrid 1876, besonders werthvoll, weil er genauere

Mittheilungen über den Abschluß der Expedition giebt.

[502] +C. Meinicke+, Die Inseln des stillen Oceans, Leipzig 1876. Bd.

II. S. 425 u. 133 vermuthet, es sei die Insel Nui in der Ellicegruppe

(7° 15′ s. Br.) gemeint.

[503] Mendaña nennt sie sogar heller als die Indianer Peru’s. ~Colec.

d. doc. l. c. p.~ 244.

[504] +J. Zaragoza+, ~Historia del descubr. de las regiones Austriales

hecho por el general Pedro Fernandez de Quiros~. ~T. I. p.~ 19-22.

Madrid 1876.

[505] +J. Zaragoza+ ~l. c. I~, 190 ff.

[506] +J. Zaragoza+ ~l. c. II~, 218 und ~Colec. d. doc. ined. rel. al

descubr. V~, 497-506.

[507] +J. Zaragoza+ II, 190 u. ~Colec. de doc. V, 517 todo le que dice

Pero Fernandez de Quiros, es mentiva y falsedad~.

[508] +H. Harrisse+, ~Jean et Sebastien Cabot~. Paris 1882. Ein

grundlegendes Werk, welchem wir in diesem Abschnitte folgen.

[509] +P. Amat di S. Filippo+, ~Studi biografici e bibliografici sulla

storia della geografia in Italia. Vol. I~, 200. ~Roma~ 1882.

[510] ~Los de Bristol ha siete annos que cada anno un armado dos,

tres, cuatro caravelas para ir a buscar la isla del Brasil y las siete

ciudades con la fantasia deste Genoves.~ Der Brief ist vollständig

abgedruckt bei Harrisse ~l. c. p.~ 329. Ueber die Lage der Insel der

sieben Städte und über Brasil vgl. oben S. 21.

[511] Da alle drei Söhne in dem Patent mit aufgeführt sind, müssen sie

1496 bereits volljährig, d. h. nach engl. Rechte wenigstens 21 Jahre

alt gewesen sein. Danach darf das Geburtsjahr des jüngsten, Sancto,

nicht nach 1474 gesetzt werden; Sebastian, der bedeutendste der drei

Söhne, welcher später die Pläne des Vaters weiter verfolgte, war älter,

vielleicht 1472 geboren. Zu dieser Zeit muß der Vater bereits in

Venedig ansässig gewesen sein. Sebastian Cabotto ist seiner Geburt nach

Venetianer.

[512] Die letztere Annahme (1494) wird scheinbar durch eine Inschrift

Sebastian Cabotto’s auf seiner 1544 entworfenen Weltkarte zur allein

giltigen erhoben, wonach die Entdeckung 1494 stattgefunden haben

soll. Allein es wird gezeigt werden, daß in der Jahreszahl selbst ein

Fehler liegt. Die Inschrift, welche auf jener Weltkarte italienisch

und lateinisch eingetragen ist, lautet in deutscher Uebersetzung:

Dieses Land (nämlich Labrador) wurde von dem Venetianer Jean Caboto

und seinem Sohne Sebastian Caboto entdeckt im Jahr der Geburt unseres

Heilandes Jesu Christi ~M.CCCC XCIIII~ den 24. Juni morgens; sie gaben

ihm den Namen „~prima terra vista~“ und einer großen Insel in der

Nähe des erwähnten Landes den Namen St. Johannes, weil das Land am

St. Johannistage entdeckt wurde. Harrisse (S. 52-60) weist mit Recht

darauf hin, daß die Zahl 1494 auf einem Irrthum beruhe, daß die Ziffern

vielmehr ~M.CCCC XCVII~ lauten sollten. Zunächst enthält schon die

latein. Inschrift einen Druckfehler, insofern als Tag der Entdeckung

der 24. +Julii+, statt +Junii+ genannt ist. Es kann sich also auch

in der Angabe der Jahreszahl ein Fehler eingeschlichen haben. Von

der Weltkarte scheint es mehrere Ausgaben gegeben zu haben. Richard

Hakluyt citirt dieselbe im dritten Bande seiner Voyages (London 1600)

S. 6 und bemerkt, indem er die Inschrift mittheilt: ein Exemplar

finde sich in der Privatgallerie der Königin zu Westminster, andere

Exemplare seien noch in alten Handelshäusern zu sehen. Er sah also

mehrere Exemplare und liest auf denselben: „Ano Domini 1497.“ Innere

Gründe treten hinzu, um diese Zahl für die allein richtige zu halten.

-- Zunächst meldete Ruy Gonzales de Puebla am 21. Januar 1496 nach

Spanien, daß jemand dem englischen Könige ein ähnliches Unternehmen

wie Columbus bezüglich einer Fahrt nach Indien vorgeschlagen habe.

Bereits neun Wochen darauf ließen Ferdinand und Isabella dem König

Heinrich von England mittheilen, daß die von England beabsichtigten

Fahrten gegen die Privilegien der spanischen und portugiesischen Krone

verstießen, wie sie durch den Theilungsvertrag von 1494 sanctionirt

waren. Aus der Sprache dieses Briefes geht hervor, daß das berührte

Project etwas Neues war, dessen Ausführung man hoffte, noch hindern

zu können, ähnlich wie später der König von Portugal bezüglich der

Expedition Magalhães’ in Spanien Vorstellungen machte. Wenn nun Cabotto

schon zwei Jahre vorher seine Entdeckung ausgeführt hätte, würde eine

nachfolgende Schiffsausrüstung kaum von solchem Belang erschienen

sein, um daran einen diplomatischen Schriftenwechsel zu knüpfen. Aber

schon ehe der Brief der spanischen Majestäten einlief, hatte Heinrich

VII. durch Erlaß vom 5. März 1496 den Plan Cabotto’s angenommen und

genehmigt, daß er nach Westen, Osten und Norden mit fünf Schiffen unter

englischer Flagge Inseln und Länder der Heiden aufsuchen könne. („~ad

inveniendum, discooperiendum et investigandum quascunque insulas,

patrias, regiones sive provincias gentilium et infidelium in quacunque

parte mundi positas, quae christianis omnibus ante haec tempora fuerunt

incognitae.~“) Die Fassung des Patents deutet sicher nur auf geplante,

aber nicht auf schon gemachte Entdeckungen hin. -- Ferner ist erst seit

der zweiten Hälfte des Jahres 1497 überhaupt von bereits erfolgten

Entdeckungen die Rede. Am 10. August 1497 erhielt Cabotto nach seiner

Rückkehr von der Küste Amerika’s eine königliche Belohnung von zehn

Pfund Sterling. Am 3. Febr. 1498 schreibt der Kanzler des Königs an

Cabotto, daß dieser ermächtigt werde, nach dem Lande und den Inseln,

die er kürzlich entdeckt, („~the Londe and Iles of late founde by

the seid John~“, Harrisse, ~p.~ 317) Schiffe zu führen. Und endlich

berichtet auch Pedro de Ayala am 25. Juli 1498, daß im vorhergehenden

Jahre, also 1497, die Leute von Bristol Land im Westen aufgefunden

hätten. So weist alles auf das Jahr 1497 hin. Nur von diesem Jahre

kennen wir auch die Resultate.

[513] Die Inschrift lautet: ~Tierra del labrador. Esta tierra

descubrieron los Ingleses.~

[514] Vgl. Harrisse, S. 325.

[515] +R. Hakluyt+, ~Voyages III, p.~ 9.

[516] Die darüber geführte Correspondenz findet sich in Harrisse, S.

344-54.

[517] ~Mia intenzione era di pervenire in questa navigazione al

Cathaj allo estremo oriente dell’ Asia.~ (+Asher+, ~Henry Hudson the

navigator, London~ 1860. ~p.~ 224).

[518] Verrazzano’s Originalbericht, in italienischer Sprache, ist

zuerst vollständig veröffentlicht in +Asher+, ~Henry Hudson, the

navigator, London~ 1860. ~p.~ 199-288. (Hakluyt Soc.).

[519] Vgl. S. 472. 473.

[520] Die betreffenden Inschriften auf der Karte Diego Ribeiro’s

lauten: ~Tierra de Estebã Gomez: la qual descubrio por mandado de

su magt. el añ de 1525. ay en ella muchos arboles y fructos de los

de España y muchos rodovallos (?) y salmones y sollos~ (Hechte).

~no han alla lo oro. En toda esta costa del norte son los Indios de

mayor estatura que no los de sancto Domingo, ni de las otras islas,

mantienen se de mais y pescado, que ay en mucha abundancia y caça de

muchos venados y de otras animalias. vistense de pelijas de lobos y de

rapossos y zorras~ (Füchse).

[521] ~Navigation par le Capitaine Jacques Cartier aux iles de Canada,

ed. par d’Avezac.~ Paris 1863.

[522] Die Resultate der beiden ersten Entdeckungsfahrten sind

auf einer Karte niedergelegt, welche +Jomard+ in seiner Sammlung

mittelalterlicher Karten (~Monuments de la géogr.~) unter dem Titel:

Karte eines Piloten Heinrichs II. von Frankreich veröffentlicht hat. Es

kann aber gegenwärtig als erwiesen betrachtet werden (vgl. ~Bull. de

l’acad. d. inscript. et belles lettres. Août~ 1867), daß die Karte noch

unter Franz I. im Jahre 1542 entworfen ist.

[523] +Francis Parkman+, Die Pionniere Frankreich’s in der neuen Welt.

Deutsch v. Fr. Kapp. S. 30. Stuttgart 1875.

[524] Auf S. 27 befindet sich eine verkleinerte Copie derselben.

[525] +Hakluyt+, ~Voyages III~, 58.

[526] +A. H. Markham+, ~The Voyages and workes of John Davis the

navigator~. London, 1880. (Hakluyt ~Soc. Vol.~ 59.)

[527] +A. H. Markham+, ~John Davis p.~ 208.

[528] Nach Davis’ Bestimmung; Hope Sanderson liegt aber 72° 42′ n. Br.

[529] ~L. c. p. 47 this day and night we passed by a very great gulfe.~

[530] ~The Worldes hydrographical discription.~ London 1595, wieder

abgedruckt in +A. H. Markham+, ~John Davis~ ~p.~ 192-238.

[531] Davis machte 1591 bis 1593 unter Thomas Cavendish die Expedition

nach der Magalhãesstraße und in der Zeit von 1598 bis 1604 mehrere

Reisen nach Indien. Während der letzten Fahrt wurde er an der Ostküste

von Malaka von asiatischen Piraten meuchlings überfallen und am 29.

oder 30. December 1605 erschlagen.

[532] +G. M. Asher+, ~Henry Hudson, the navigator~. London 1860

(Hakluyt ~Soc. Vol.~ 27).

[533] Prickett schreibt in seinem Tagebuche (+Asher+, ~Hudson. p.~

111): ~About the middle of the moneth of November dyed John Williams,

our gunner: +God pardon the masters uncharitable dealing with this

man+~.

[534] +Clements R. Markham+, ~The voyages of William Baffin~. London

1881 (Hakluyt ~Soc.~).

[535] Im Jahre 1821 hat Edward Parry dieselben Gebiete erforscht;

seine Beobachtungen über die Flut stimmen mit Baffin überein, die

Breitenbestimmungen Baffins fand er nahezu richtig. (~Second voyage~,

London 1824, ~p.~ 33.)

[536] Nur Parry, 1819, und Nares, 1875, haben es mit Erfolg ausgeführt.

[537] Es scheint, als ob Baffin später an der Westseite, also von Asien

her durch den großen Ocean, den Ausgang der Nordwestpassage zu finden

hoffte. Um nach dieser Richtung seinem Lieblingsplan noch einmal näher

treten zu können, ging er in den Dienst der ostindischen Compagnie,

mit deren Unterstützung er sein Vorhaben ausführen zu können hoffte.

Nachdem er schon eine Fahrt nach Indien gemacht, wurde ihm der Auftrag

ertheilt, in Verbindung mit dem Schah Abbas von Persien die Portugiesen

aus Ormuz zu vertreiben. Hier wurde er während der Belagerung der

portugiesischen Citadelle am 23. Januar 1622 durch einen Kanonenschuß

getödtet.

[538] Im Ptolemäus, Ulm 1482. Die Karte von Nordeuropa ist in getreuer

Copie veröffentlicht in Nordenskiöld, Die Umsegelung Asiens und

Europa’s auf der Vega. I, S. 48.

[539] Ebenda.

[540] ~Rerum Moscoviticarum commentarii.~ Abtheil. II. ~Fol. XXVIII.~

Wien 1549. ~Navigatio per mare glaciale.~

[541] +Gomara+, ~Historia general. Anvers~ 1554. ~Fol.~ 16 ~verso.

Agora ay mucha noticia y esperiencia, como se nauega de Noruega hasta

passar por debaxo el mesmo Norte.~ -- ~Fol.~ 10. ~Y continuar la costa

hazia el Sur la buelta de la China. Olao Godo me contaua muchas cosas

de aquella tierra y navegacion.~

[542] In ~Historia de gentium septentrionalium variis conditionibus~.

Basel 1567.

[543] +Verrazzano+ schreibt in seinem (oben S. 506) erwähnten Brief an

Franz I. von Frankreich: ~Lo estremo della Europa, che sono i limiti di

Norvegia, che stanno in gradi 71~. (+Asher+, ~Hudson the navigator. p.~

226.)

[544] +Nordenskiöld+, Die Umsegelung Asiens und Europa’s. I, 317.

[545] Der Reisebericht in +Hakluyt+, ~Principal Navigations.~ London

1598. ~p.~ 234 ff.

[546] +Nordenskiöld+, Die Umsegelung Asiens und Europa’s. I, 58.

[547] +Hakluyt+, ~Principal Navigations~. London 1598. ~p.~ 274.

[548] +Hakluyt+, ~Principal Navigations~. London 1598. ~p.~ 445.

[549] +Nordenskiöld+, Die Umsegelung Asiens und Europa’s. I, 203.

[550] ~A chronological history of the voyages into the arctic regions.~

London 1818. ~p.~ 99.

[551] +J. K. J. de Jonge+, ~De opkomst van het Nederlandsch Gezag in

Oost-Indie~. s’Gravenhage 1862. ~p.~ 10. ~S. Müller, Geschiedenis der

noordsche compagnie~. Utrecht 1874. ~p.~ 27.

[552] John Balaks Brief ist veröffentlicht in +Hakluyt+. I, 509. London

1598.

[553] +De Jonge+, ~De opkomst. p.~ 167.

[554] Mercator hatte auf seine Polarkarte die Inschrift gesetzt:

~Euripus ob celerem fluxum nunquam congelatur~.

[555] +S. Müller+, ~Geschiedenis. p.~ 39. ~Resolutien der

Staten-Generaal. 9. mei 1595~. ebenda ~p.~ 358-60.

[556] +Linschoten+, ~Voyasie ofte schip-vaert by Noorden om. Amsterdam

1598~. Derselbe, ~Navigatio in orientalem sive Lusitanorum Indiam.

Hagae Comitis~ 1599. Die Reisen Barendszons sind beschrieben in Gerrit

de Veer, ~Vraye description de trois Voyages des mers tres admirables

etc.~ Amsterdam 1598. Von diesem Werke existiren auch holländische und

latein. Ausgaben.

[557] +Nordenskiöld+ I, 217, ist der Ansicht, daß den Holländern auf

ihrer ersten und zweiten Reise der Weg nach dem Ob und Jenissei offen

gestanden. Wenn sie die Fahrt fortgesetzt hätten, bis sie an einem der

beiden Flüsse zu bewohnten Gegenden gekommen wären, so wäre ganz sicher

schon im Anfang des 17. Jahrhunderts auf diesem Wege ein bedeutender

Handel zwischen Nordasien und Europa entstanden.

[558] Die Resolution ist wieder veröffentlicht in +Nordenskiöld+ I, 218.

[559] +Müller+, ~Geschiedenis. Bijlage V. p. 362 dat von stads wege

twee schepen... datelyk zullen werden toegemaect~. Die Expedition

wurde also nicht, wie Nordenskiöld I, 218 schreibt, von Kaufleuten in

Amsterdam, sondern von der Stadt ausgerüstet.

[560] An dieser Insel, welche 1603 auch von den Engländern aufgefunden

wurde, trieben diese in den folgenden Jahren eine ergiebige Walroßjagd,

bis man, seit 1610, als bei der Bäreninsel der Fang geringer wurde,

sich nach Spitzbergen wandte.

[561] Daß Rijp nicht um Spitzbergen herum gesegelt ist, beweist P. A.

Tiele in ~Aardrijksk. Genotsch. Deel. III, p.~ 136. Amsterdam, 1878.

Vgl. auch S. Müller, ~Geschiedenis, p.~ 43, Anmerkung 3.

[562] +Barentzoen+, ~Nieuwe Beschr. ende Caertboeck van de

niedlandtsche Zee~, citirt in +Müller+, ~Geschiedenis~, ~p.~ 38.

[563] Das Winterlager Barendsz.’s ist erst 1871 durch den norwegischen

Polarfahrer Carlsen wieder aufgefunden; bis dahin hatte kein Schiff den

Nordosten Nowaja Semlja’s wieder erreicht.

[564] +Blavius+, ~Atlas major~, lat. Ausgabe. 1665. I. ~Fol.~ 24 und 31.

[565] Die von Pontanus 1611 entworfene Karte (wiedergegeben im

Nordenskiöld I, 220) rückt Hudsons äußersten Punkt an der Küste

Grönlands, ~Hold with hope~, um 20 Meridiane zu weit nach Osten, bis

unter den Meridian von Edinburgh, aber vermuthlich nach den Angaben

Hudsons selbst, welcher keine Längenbestimmung in seinem Tagebuche

angesetzt hat.

[566] +De Jonge+, ~Opkomst I. p.~ 28-30. +S. Müller+, ~Geschiedenis.

p.~ 60-66.

Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen · 第 123 / 123 题