3. Die ersten christlichen Glaubensboten im Orient.

Der Plan, mit der mongolischen Welt direct in Verkehr zu treten, wurde

zuerst vom Pabste Innocenz IV. auf dem Concil zu Lyon 1245 gefaßt. Er

entschloß sich, zwei verschiedene geistliche Gesandtschaften nach dem

Morgenlande abzuordnen. -- Werfen wir zur Orientirung zunächst einen

Blick auf die politische Gestaltung der mongolischen Staaten.

Nach Tschingischagans Tode verblieb die oberste Gewalt seinen Söhnen,

einer unter ihnen empfing den Titel Kaan (Chagan), die andern hießen

Chan. Das Weltreich zerfiel in vier Staaten.[22] +Ostasien+ umfaßte das

Gebiet des Kaan. Dazu gehörte China, Tibet, die östliche Mongolei und

die Mandschurei. Die Residenz war Kaanbaligh, d. h. die Stadt des Kaan,

jetzt Peking. Der Name wurde im Abendlande bald in Cambalich, bald in

Kambalu verändert.

Westlich von diesem Staate lag auf beiden Seiten der Hochebene

Pamir, also Theile von Ost- und West-Turkestan umfassend, das Reich

+Dschagataï+ oder das Reich der Mitte. Dasselbe erstreckte sich vom

Altai bis zum westlichen Himalaja und obern Indus, schloß Afghanistan

ein und reichte bis zum Amu-Darja im Südwesten. Die Hauptstadt Almalik

lag am obern Iliflusse, der sich in den Balchasch ergießt, in der

Nähe der heutigen Stadt Kuldscha. Noch weiter gegen Südwesten lag

das persisch-medische +Reich der Ilchane+. Dasselbe umfaßte Persien,

Armenien, Mesopotamien und Theile von Kleinasien; seine Hauptstadt war

Tebris. Dieser Staatencomplex zerfiel am schnellsten. Den äußersten

Westen nahm das +Reich der goldnen Horde+ (Kiptschak) ein, welches sich

über die Flachlandschaften Asiens und Europas ausbreitete und sich vom

Westfluß des Altai durch die Kirgisensteppe über Südrußland bis an den

Waldgürtel der Karpaten ausdehnte. Der Fürst residirte in Serai an der

untern Wolga. Durch dieses Reich zogen die meisten abendländischen

Gesandtschaften an den Hof der Mongolenkaane und gingen belebte

Handelswege durch das Herz Asiens bis zum Ostrande der alten Welt.

So bildete Kiptschak den willkommenen Vermittler zwischen Abend- und

Morgenland.

Es war um die Mitte des 13. Jahrhunderts, als verschiedene Umstände den

wohl schon früher gehegten Gedanken verwirklichen halfen, von Seiten

des Abendlandes direct mit dem Weltreich der Mongolen in Verbindung zu

treten. Zunächst war die asiatische Steppenmacht 1241 am weitesten nach

Westen, bis nach Schlesien, also ins Herz Europas vorgedrungen. Dann

traten in den nächsten Jahren wiederum die schwersten Bedrängnisse für

den christlichen Besitz im heiligen Lande ein, indem von Osten her aus

Turan türkische Söldnerschaaren vor den Mongolen zurückweichen mußten,

über Syrien hereinbrachen und Jerusalem im Jahre 1244 eroberten.

In Folge dieser Ereignisse beschloß Pabst Innocenz IV. auf dem

denkwürdigen Concil zu Lyon 1245 zwei Gesandtschaften auf verschiedenen

Wegen ins Morgenland zu entsenden.

Man bezeichnete damals die Mongolen allgemein mit dem Namen Tartaren

(richtiger Tataren) nach einem ihrer tapfersten Stämme, den Tata;

ursprünglich verstand man darunter eine kleine Horde, welche zwischen

dem Kuku-nor und den Quellen des Hwangho ihren Sitz hatte, und in

Europa als die Avantgarde des Mongolenschwarms sich durch Verwüstung

und Brand einen gefürchteten Namen gemacht hatte. Sie galten als eine

Ausgeburt der Hölle, als dem Tartarus entlaufene Teufel und wurden

demnach in doppelter Beziehung Tartaren genannt. Aber indem man

dann alle ins christliche Abendland eingebrochenen turanischen und

mongolischen Stämme unter dem einen Namen zusammenfaßte, hat man auf

lange Zeit die ethnologischen Verhältnisse Asiens verwischt und durch

diese falsche Auffassung eine wahre Völkerverwirrung herbeigeführt.

Zu diesen Tataren entsendete nun der Pabst zwei Botschaften, eine aus

Dominikanern, die andere aus Franziskanern bestehend.

Beide brachen in demselben Jahre auf, die Dominikaner zogen der

Richtung entgegen, aus welcher die türkischen Söldner über Syrien

hergefallen und Jerusalem geplündert hatten; die andern durch die

Steppen Rußlands und durch jenes große Völkerthor, aus welchem seit

alter Zeit die beweglichen innerasiatischen Steppenhorden über die

Kulturlandschaften des Westens ausgebrochen waren.

Beide Missionen zielten nach der Hauptstadt der Großchane, nach

Karakorum, in der Nähe des Baikal. Die Dominikaner-Gesandtschaft

bestand aus +Ascelin, Simon von St. Quentin+, +Alexander+ und +Albert+,

mit denen sich auf der Reise noch +Andreas von Lonjumel+ und +Guichard

von Cremona+ verbanden. Ascelin ging mit seinen Gefährten über See

nach Syrien und drang durch Mesopotamien und Persien bis an die Grenze

von Chowaresmien vor. Dort traf er mit dem Mongolengeneral +Batschu+

zusammen und wandte sich dann zur Rückkehr, so daß die ganze Reise nur

59 Tage währte. Alles was wir über diesen Zug wissen, beschränkt sich

auf die Mittheilungen, welche der berühmte Vincentius von Beauvais,

nach den Aussagen des Simon von St. Quentin, in sein ~Speculum

historiale~ aufgenommen hat. Für die Erdkunde ist wenig Gewinn daraus

geflossen.

Nur das Eine wissen wir, daß Andreas von Lonjumel seine Wanderung

weiter fortsetzte und um 1248 oder 1249 wirklich nach Karakorum gelangt

ist.

Die Franziskaner-Gesandtschaft bestand aus +Laurentius von Portugal,

Benedict von Polen+ und +Giovanni Piano di Carpine+ (in französischer

Form: Plan Carpin). Von letzterem rührt der ausführliche Reisebericht.

Sie erhielten den Auftrag, durch Mitteleuropa zum +Batuchan+, dem

Fürsten von Kiptschak zu gehen und auf ihrem Weiterzuge möglichst viel

Erkundigung über die asiatischen Völker, namentlich über die Tataren

einzuziehen. Ihr Creditiv war am 5. März 1245 in Lyon ausgestellt. Am

Ostersonntage verließen sie diese Stadt und reisten in einem weiten

nördlichen Bogen über Troyes, Lüttich, Cöln, Dresden nach Prag,

besuchten den König Wenzel von Böhmen, der sich bei dem Herrannahen der

Mongolen 1241 so außerordentlich thätig und umsichtig bewiesen und alle

Nachbarfürsten rechtzeitig auf die drohende Gefahr aufmerksam gemacht

hatte. Er konnte gewiß schon mancherlei Auskunft ertheilen. Von Prag

wandten sie sich nach Breslau, wo Benedict sich mit ihnen vereinigte

und gingen über Krakau nach Kijew.

Von hier zogen sie sich den Dnjepr hinab nach Canove (Kaniew) und

erreichten daselbst die Grenze des Tatarenreiches, durch welches sie

zum Hauptquartier Batuchans nach der Wolga weiter zogen. Hierbei lernen

wir von ihnen die modernen Namen jener großen Ströme Nepere (Dnjepr),

Don, Wolga und Jaik (Ural) kennen.

Batu versah sie mit sicherem Geleite nach der Hauptstadt Karakorum.

Diese Reise nahm 3½ Monate in Anspruch und dauerte bis zum 22.

Juli. Dabei machten sie die Bekanntschaft der Kangiten oder

Kanglen (Petschenegen) östlich vom Uralflusse, ritten durch die

Kirgisensteppen, berührten Omyl, eine von den Karachitanen gegründete

Stadt, welche östlich vom Balchaschsee am Steppenflusse Emyl oder

Jemil lag, der sich in den Alakul ergießt. Von hier wandten sie sich

zum Kysylbasch oder Ulungursee, an dem zu jener Zeit die Naimanhorde

ihre Weideplätze besaß, und erreichten Ende Juli die Residenz des

Chagan, welcher damals ½ Tagereise von Karakorum weilte. Sie trafen zu

einer sehr bewegten Zeit dort ein, +Kuyuk+, der Sohn Okkodais, war zum

Großfürsten ausgerufen und aus ganz Asien trafen die Abgeordneten der

dem Weltreich einverleibten Völker und Stämme, sowie der benachbarten

Fürsten ein. Es waren an 4000 Gesandte zugegen, welche dem neuen Herrn

ihre Huldigungen darbrachten und Tribut zahlten. Es war also für Piano

di Carpine und seine Gefährten eine sehr günstige Gelegenheit, von

allen Seiten Erkundigungen einzuziehen, aber Irrthum und Wahrheit

mischen sich in seiner Darstellung ineinander; verwechselte er doch

selbst das schwarze und kaspische Meer. Hier lernten die Missionare

auch zuerst Chinesen kennen, welche ihnen ein mongolenähnliches Gesicht

zeigten, wenn dasselbe auch nicht so breit war wie bei den Mongolen.

Piano gedenkt in rühmlicher Erwähnung der guten Sitten der Chinesen und

der Geschicklichkeit ihrer Handwerker.

Im Frühling des nächsten Jahres kehrten sie ziemlich auf demselben Wege

zurück, trafen im Mai wieder bei Batuchan ein und vollendeten über

Kijew ihre Reise nach Lyon. Piano di Carpine erstattete ausführlichen

Bericht über die Sitten und Lebensweise der Tataren, über ihren

Cultus und Staatsorganismus. Seine Mittheilungen werden ergänzt und

vervollständigt durch die Angaben, welche nach den Erzählungen seines

Genossen Benedict von Polen niedergeschrieben wurden. Die ganze Reise

hatte etwa zwei Jahre gedauert.

Um dieselbe Zeit machten auch mehrere Mitglieder des königlichen

Hauses von Armenien bedeutende Reisen nach dem innern Hochlande von

Asien. Das damals noch selbständige Königreich von Klein-Armenien

war, von den Seldschucken in Kleinasien und den ägyptischen Ehubiden

eingeengt, auf den östlichen Theil der Südküste Kleinasiens beschränkt.

Der König +Hayton+ oder +Hethum I.+ beschloß, um sich mit der immer

näher drohenden mongolischen Macht friedlich abzufinden, seinen Bruder

+Sempad+ oder Sinibald abzusenden, um den Großchan Kuyuk bei seiner

Thronbesteigung ebenfalls zu begrüßen. Prinz Sempad war vier Jahre

unterwegs. Ein Brief von ihm, wahrscheinlich von Samarkand aus an den

König von Cypern gerichtet, ist uns erhalten. Darin wird erzählt, daß

die mongolische Macht sich schon über fast ganz Asien ausgedehnt habe,

und daß verschiedene Chane in Indien und China (Chata), in Kaschgar

und Tauchat (Tangut) herrschen. Dieses letztere Land hielt Sempad für

dasjenige, aus dem die drei Könige des Morgenlandes nach Bethlehem

gekommen seien, um das Christkind anzubeten.

Acht Jahre später, 1254, machte sich +König Hayton+ selbst auf den

Weg, und brachte dem Nachfolger Kuyuks, +Mangkukaan+ zu seiner

Thronbesteigung seine Glückwünsche dar, um sich auch ferner ein gutes

Einvernehmen mit den Mongolen zu sichern. Hayton schlug den Weg durch

Kleinasien und Armenien ein, besuchte erst den mongolischen Heerführer

Batschu (Batschu Noian) in +Kars+, wandte sich dann zum kaspischen

Meere, umging den Kaukasus durch den Paß von Derbend und traf mit

Batu und seinem Sohne +Sartasch+ an der Wolga zusammen. Von hier nahm

der König einen etwas nördlicheren Weg als Piano di Carpine und der

Sendling Ludwig des Heiligen, Rubruck, der mit ihm in demselben Jahre

die weite Steppenreise nach Karakorum vollendete. In der mongolischen

Residenz, wohin er am 13. September gelangte, ward ihm eine ehrenvolle

Aufnahme zu Theil; nach einem Aufenthalte von 6 Wochen nahm er am 1.

Nov. Abschied und kehrte auf dem südlichen Wege durch die Dsungarei,

über Otrar, Samarkand und Bochara und weiter durch Nordpersien und

Armenien in seine Heimat zurück. Hayton weiß manches Interessante

über die Völker Ostasiens zu berichten, natürlich stehen die Chinesen

(Chataier) in erster Reihe. Von ihrem Cultus weiß er, daß sie ein

Götzenbild, namens Schakemonia (Sakya-Muni), d. h. also Buddha anbeten.

Endlich haben wir hier noch eines dritten Mitgliedes der königlichen

Familie zu gedenken, des Prinzen +Hayton von Gorigos+, der auch durch

politische und kriegerische Verhältnisse weit nach Osten geführt

wurde, später nach einem bewegten Leben sich in ein Kloster auf Cypern

zurückzog und von hier aus als Mönch dem Pabste Clemens V. in Avignon

einen Besuch abstattete. Der Pabst verlieh ihm die Prämonstratenser

Abtei in Poitiers. Dort dictirte er dem Nicolaus Salconi eine

Geographie von Asien und eine Geschichte der Mongolenfürsten in

französischer Sprache, worauf Salconi dieselbe 1307 ins Lateinische

übersetzte. Es ist die erste systematische Geographie von Asien,

die wir aus dem Mittelalter besitzen; und da dieselbe im Abendlande

niedergeschrieben war, fand sie bald weitere Verbreitung, namentlich

in den Klöstern, wo man sich für die Thaten der Ordensbrüder lebhaft

interessirte. Der prinzliche Mönch beginnt mit China. Dieses erste

Capitel darf als das wichtigste bezeichnet werden, wenn auch die Züge

der Darstellung allgemein gehalten sind. Cathai ist danach das größte

Reich der Welt, voll Volks und voll Reichthums und liegt am Gestade

des Oceans, welcher mit unzähligen Inseln besäet ist. Die Chinesen

sind überaus geschickt und verachten alle andern Nationen, welche an

Kunstfertigkeit ihnen nachstehen. Darum behaupten sie auch, sie allein

hätten zwei Augen, die Lateiner, das heißt die Völker des Abendlandes,

besäßen nur +ein+ Auge und alle andern Nationen seien blind. Ihre

Geschicklichkeit ist ganz erstaunlich und die Erzeugnisse ihres

Gewerbfleißes sind bewunderungswürdig. Die Cathaier haben kleine Augen

und von Natur keinen Bart. Ihre Schrift hat Hayton nicht verstanden,

denn er meint, die chinesischen Buchstaben kämen an Schönheit der

lateinischen Schrift gleich. Besser ist sein Urtheil über das religiöse

Leben; treffend bemerkt er, die Chinesen hätten kein Verständniß für

geistliche Dinge. Auch ihre Tapferkeit kann er nicht rühmen. Merkwürdig

ist das Papiergeld, das mit dem rothen kaiserlichen Stempel versehen,

überall im Lande cursirt und wenn es abgenutzt ist, in der Staatsbank

gegen neues Papier eingewechselt wird.

Westlich von China liegt das Reich Tarse. Da dasselbe als von Uiguren

bewohnt bezeichnet wird, so läßt sich die Localität mit ziemlicher

Gewißheit angeben, wenn der Name auch noch nicht befriedigend erklärt

ist. Tarse liegt zwischen China und Turkestan, demnach im Gebiet des

Tarim. Hayton kennt die eigenthümliche uigurische Schrift, welche

bei den Chinesen bereits seit dem 6. Jahrhundert Erwähnung gefunden,

bewundert die großen Tempel im Lande und rühmt die Städte und die Fülle

des Getreides. Weiter westwärts folgt das Hirtenland Turkestan und die

von Wüsten umgebene Oase Chorasmien (Chiwa); sodann wird das kaspische

Meer für den größten Landsee der Welt erklärt und ausdrücklich

hervorgehoben, daß dasselbe keine Verbindung mit dem Ocean habe. Das

Hauptland im südlichen Asien ist Indien; die dazu gehörigen Inseln sind

reich an Edelgestein, Gold, Perlen und Specereien, besonders reich ist

die Insel Selan (Ceylon).

Die Halbinselgestalt des Landes wird richtig angedeutet, auch ist dem

Armenier bekannt, daß im südlichen Indien schwarze Menschen (Dravida)

leben. Combaech (Cambaya) gilt als bedeutender Handelsplatz.

Auf die westlichen Länder Asiens richten wir den Blick nicht weiter;

es genügt, zu zeigen, daß sich der Osten der alten Welt wenigstens in

allgemeinen Zügen wieder zu entschleiern begann.

Bedeutender als alle bisher geschilderten Missionen war die Entsendung

des Franziskaners +Wilhelm Rubruck+ nach Karakorum. Zwar wurden die

bereits betretenen Gebiete wiederum durchstreift und somit räumlich

keine namhafte Erweiterung der Erdkunde erzielt; allein der Werth

liegt hier in dem vortrefflichen Reiseberichte, der an Schärfe der

Beobachtung, Sicherheit des Urtheils und Treue der Darstellung,

unbeirrt durch falsche Vorstellungen oder Vorurtheile, als die

vollendetste Leistung mittelalterlicher Reiseberichte zu bezeichnen ist.

Die Veranlassung zu dieser erneuten Botschaft an den Hof der

Mongolenfürsten gab der Kreuzzug Ludwig des Heiligen 1248-1254.

Nach dem verhängnißvollen Feldzuge gegen Aegypten hatte sich der

französische König nach Palästina gewendet. Hier beschloß er zwei

Gesandtschaften zum Großchan abzuordnen, die auf verschiedenen Wegen

durch Armenien, Persien und Turan einerseits und durch Südrußland

und die Kirgisensteppe andererseits demselben Ziele zusteuerten. Die

erste Sendung führte der Ordensbruder Andreas, von dessen Reise sich

leider kein Bericht erhalten hat, die zweite ging unter Rubruck und

Bartholomäus von Cremona ab.

Wilhelm von Rubruck (Ruysbruck, Rubruquis), gebürtig aus dem Dorfe

Rubruck im Departement du Nord in Nordfrankreich, erhielt die Leitung

und empfing die königlichen Briefe zu St. Jean d’Acre. Zunächst sollte

er den tatarischen Fürsten +Sartasch+, der mit seiner Horde diesseits

der Wolga lagerte, aufsuchen. In Palästina ging damals die Rede,

Sartasch sei Christ. Ludwig der Heilige sprach in seinem Briefe den

Wunsch aus, die Lehre Christi weiter in Asien verbreitet zu sehen.

Rubruck schiffte sich im Frühling 1253 in St. Jean d’Acre ein nach

Konstantinopel, segelte über das schwarze Meer und landete im Hafen

Soldaia (jetzt Sudak) an der Südküste der Krim, südwestlich von Kaffa.

Das war der gewöhnliche Ausgangspunkt abendländischer Kaufleute,

welche mit den unter mongolischer Herrschaft stehenden Ländern

verkehrten. Hier bot sich darum die beste Gelegenheit, die geeigneten

Vorbereitungen zu einer längeren Steppenreise zu treffen. Auf Anrathen

der Kaufleute kaufte sich Rubruck hier vier von Ochsen gezogene,

gedeckte Reisewagen für sein Gepäck, für Vorräthe und Geschenke.

Auf diese Weise, hieß es, sei er der Mühe überhoben, die Lastthiere

alle Morgen beladen und alle Abend entlasten zu müssen. Allerdings

erforderte auf diese Art die Reise die doppelte Zeit, um nach Sartasch

zu kommen, nämlich zwei Monate statt eines.

Am 1. Juni brach die Karawane auf, die Reisenden selbst mit ihren

Dienern zu Pferde, unter den letzteren ein Turkomane als Dolmetscher.

Eine Wahrnehmung, welche Rubruck noch an der Südküste der Krim machte,

hat ethnologisches Interesse. Damals lebten an jenem malerischen

Strande noch Gothen, welche auch ihre Sprache noch beibehalten hatten.

Rubruck selbst, von der Grenze germanischer Zunge stammend, hat sicher

ganz recht gehört, wenn er die Sprache jener Gothen teutonisch nennt.

Der germanische Laut scheint erst im 18. Jahrhundert dort gänzlich

verstummt zu sein. Ueber das wald- und wasserreiche Gebirge und eine

weite Steppe kamen die Sendboten des heiligen Ludwig in 5 Tagen zur

Landenge von Perekop. In der Steppe erschienen die ersten Tataren.

Ihre Lebensweise, die Einrichtung der Zelte, die Theilung der Arbeit

zwischen Männern und Frauen werden genau beschrieben. Wir lernen als

Lieblingsgetränk der Nomaden den Reisbranntwein und Cosmos (Kumis)

kennen. Trachten, Sitten und Gebräuche werden eingehend geschildert

und geben ein gelungenes ethnologisches Gemälde. Die Fahrt ging weiter

ums asowsche Meer herum über ein tafelgleiches Land, ohne Wald, ohne

Berg, aber dicht begrünt. Der Don gilt unserm Gewährsmann noch als die

Grenze zwischen Asien und Europa. Der Strom war an der Fähre etwa so

breit, wie die Seine bei Paris. Von hier bis zur Wolga rechnete man

10 starke Tagereisen. Am letzten Juli langten sie in der Residenz des

Sartasch an. Weiter nach Norden war das Land waldreich und von Flüssen

durchzogen. Dort wohnte in Holzhäusern das Volk der Moxel oder Maxel

und noch weiter nordwärts die Merdas (Mordwinen).

Das Lager des Sartasch lag damals nach drei Tagereisen diesseit der

Wolga. Hier hörte Rubruck schon die Sage vom Priesterkönig Johannes,

den er in der Gestalt des Bruders des Unkchan der Naimanhorde zu

erkennen glaubt. Von Sartasch zogen sie weiter zur Wolga; dieselbe

erschien 4mal so breit als die Seine bei Paris. Rubruck erfuhr, daß

der Strom sich nicht in den Ocean, sondern in das Meer von Sirsan

(Dschorschan) d. i. das kaspische Meer ergieße. Unter letzterem Namen,

fügt Rubruck hinzu, kennt es Isidor von Sevilla. Isidor galt also im

13. Jahrhundert noch als geographische Autorität.

Es ist für die Geschichte der Erdkunde von Bedeutung, daß Rubruck mit

großer Sicherheit einen Irrthum Isidors berichtet, wonach das kaspische

Meer ein Meerbusen des nördlichen Eismeers sein solle, ein Irrthum,

dem bekanntlich im Alterthum alle Geographen zwischen Aristoteles und

Ptolemäus, also auch Strabo, verfallen waren. „Bruder Andreas hat zwei

Seiten dieses Meeres umzogen, im Osten und Süden, und ich habe die

beiden andern Ufer umwandert,“ setzt Rubruck hinzu, um seine Ansicht zu

erhärten. Auch gibt er getreu die umwohnenden Völker an, erwähnt, daß

man im O., S. und W. Gebirge finde, nur im Norden nicht; und trotzdem

konnte der alte Wahn von der Meerbusengestalt dieses Sees sich noch bis

in den Anfang des 18. Jahrhunderts wieder beleben.

Der Hof und das Lager Batuchans machte auf die Reisenden den Eindruck

einer großen Stadt, da sich die Zelte der Tataren einige Meilen weit

hinzogen. Bei der Audienz, die ihnen Batu gewährte, verlangten die

Hofleute, die Mönche sollten, wie es alle Gesandten zu thun pflegten,

die Knie beugen. Trotzdem traten sie aufrechten Ganges ein und

sangen das Miserere. Als man ihnen aber alles Ernstes bedeutete, sie

hätten niederzuknien, folgten sie zwar dem Gebote, um weiter keine

Schwierigkeiten zu bereiten, brauchten aber die List, statt mit einer

Anrede an Batu mit einem Gebete zu beginnen, so daß sie sich einreden

durften, sie hätten sich vor Gott, aber nicht vor Menschen gebeugt.

Danach hieß der Mongole sie aufstehen, fragte nach dem Zwecke ihrer

Reise und ließ ihnen zum Zeichen seiner besonderen Gunst Milch zu

trinken reichen. Dann erhielten sie die Erlaubniß mitzuziehen, denn

Batu brach sein Lager bald ab und zog nomadisirend 5 Wochen an der

Wolga hin. Erst am 16. September erfolgte ihr neuer Aufbruch nach

Osten. Ihre Priesterornate ließen sie zurück und kleideten sich für

die winterliche Reise in die landesübliche Pelztracht. Auch die Wagen

blieben zurück und die Weiterreise wurde zu Pferde gemacht. Nach zwölf

Tagen kamen sie von der Wolga an den Fluß Jagat (Jaik, i. e. Ural),

welcher im Norden, im Lande der Pascatir (Baschkiren) entspringt.

Dieses Volk redete die nämliche Sprache wie die Ungarn. Diese und

andere Mittheilungen erhielt Rubruck von Predigermönchen, die bis zu

diesem Hirtenvolke vorgedrungen waren. Täglich wurde nun eine Strecke

zurückgelegt, wie zwischen Paris und Orleans, zuweilen auch noch mehr;

denn sie erhielten gute Pferde und wechselten dieselben wohl auch, wenn

sie ein Lager trafen, zwei bis drei Mal. Dafür mußte der officielle

Begleiter sorgen, den ihnen Batu mitgegeben hatte; für Rubruck

suchte man stets das stärkste Reitthier aus, weil er sehr schwer und

wohlbeleibt war. „Was wir da an Hunger und Durst, Kälte und Erschöpfung

gelitten haben,“ ruft er aus, „läßt sich nicht beschreiben. Nur des

Abends gab es eine ordentliche Mahlzeit, am Morgen dagegen nur Hirse

und Milch.“ Und trotz alledem fasteten die beiden Geistlichen noch alle

Freitage bis zur Nacht.

Die Natur des Landes blieb sich lange Zeit gleich, immer derselbe

Steppenboden, nur hie und da an den Flußrändern von kleinen Gehölzen

unterbrochen.

Am Tage vor Allerheiligen schlug man eine südliche Richtung und ritt 8

Tage durch hohe Gebirge. Der Winter hatte schon seit Michaelis seinen

Einzug gehalten, und sie reisten immer nur über Eis.

Aus den allgemein gehaltenen Angaben der Reiseroute dürfen wir

schließen, daß der Weg durch die Kirghisensteppe nach Südosten führte

und daß man vom östlichen Ufer des Sir Darja, den man nicht zu Gesicht

bekam, den Karatau überstieg und in das Thal des Talas gelangte. Hier

lag in der gut bewässerten und gartenähnlich angebauten Ebene damals

der mohammedanische Ort Kenschak, wo sie nach Landessitte von dem

Haupte der Stadt als Abgesandte Batus empfangen wurden. Nach der Stadt

Talas selbst kamen sie nicht, dieselbe lag weiter südlich und sollte,

nach eingezogenen Erkundigungen, noch aus Deutschland fortgeschleppte

Gefangene bergen.

Jenseits Talas begann das Reich Mangkukaans. Nachdem noch ein Gebirge

überstiegen war, kamen sie wieder in eine große Thalebene; über den

Tschu mußten sie in Böten übersetzen und betraten darauf die von

persisch redenden Mohammedanern (also von Tädschick) bewohnte Stadt

Equius, welche dem heutigen Tokmak gegenüber gelegen haben wird. Dann

wurden die Ausläufer der südlichen Hochgebirge, die Mainakkette,

traversirt und es folgte das dritte Thalbecken, das des Ili-Flusses.

Die von vielen Bächen durchzogene Ebene war im Norden von einem großen

See (dem Balchaschsee) begrenzt. Hier in dieser fruchtbaren Ebene

erhoben sich einst zahlreiche Ortschaften, aber sie waren durch die

Mongolen größtentheils zerstört, welche die Triften nur als Weidegrund

benutzten. In Cailac (Kayalik der mongolischen Schriftsteller,

wahrscheinlich nahe bei Kopal, am Fuße des Dsungarischen Alatau)

war den Reisenden endlich eine Rast von 12 Tagen gegönnt. Am St.

Andreastage, 30. Nov., brachen sie wieder auf, wurden am Alakul von

einem jener furchtbaren Winterstürme, welche über die Steppen fegen,

überfallen, zogen wahrscheinlich über das Tarbagataigebirge weiter

ins Thal des obern Irtysch und von da am Dsabgan aufwärts. Der Weg

wurde öder, mühsamer, die Gegend steril, das Futter für die Thiere

seltener. Die einzige Bevölkerung der mongolischen Hochebene bestand

hier aus den an der großen Weglinie stationirten Leuten, welche für

die Weiterbeförderung der Gesandten und fürstlichen Boten zu sorgen

hatten. Am 26. December trafen sie in einer meergleichen Ebene auf das

Lager Mangkukaans, am 4. Januar 1255 hatten sie die erste Audienz beim

Großfürsten. Auch hier wieder begegneten sie noch einzelnen Europäern,

die von der großen mongolischen Flut bis in diese entfernten Lande

verschlagen waren: so einer aus Metz gebürtigen Frau, die aus Ungarn

geraubt, sich hier mit einem russischen Handwerker verheiratet hatte,

und einen geschickten Goldschmied, Wilhelm Buchier aus Paris.

Am Sonntag vor Himmelfahrt kamen sie mit der Wanderhorde zur Residenz

Karakorum. Dieselbe machte, mit Ausnahme des Palastes, nur einen

unbedeutenden Eindruck; Ort und Kloster St. Denis bei Paris erschien

im Vergleich mit Karakorum, weitaus bedeutender. Doch gab es 12

Götzentempel, 2 Moscheen und eine Kirche, ein Zeichen der religiösen

Indifferenz der Mongolen. Tataren, Sarazenen und Chinesen waren in der

von einem Erdwall umgebenen Stadt ansässig.

[Illustration: Facsimile der drei ersten Zeilen des uigurisch

geschriebenen Briefes von Argunchan an Philipp den Schönen; 1289. (Im

Archive von Paris.)

(Die schraffirten Zeichen des chinesischen Siegels sind im Original von

rother Farbe.)]

Mangku übergab den Priestern ein Antwortschreiben an den König von

Frankreich. Er bezeichnete sich darin als den Herrn der Erde an Gottes

Statt und forderte die Franzosen auf, ihm zu huldigen, wenn sie vor ihm

in Frieden leben wollten.

Bartholomäus von Cremona mußte dort bleiben, es gab ja auch in

Karakorum eine kleine christliche Gemeinde und die Franziskaner hatten

Gelegenheit gehabt, sechs Seelen zu taufen, darunter befanden sich

drei Kinder eines armen Deutschen.

Im Sommer 1255 kehrte Rubruck mit dem Dolmetscher allein zurück.

Sie schlugen diesmal einen etwas nördlicheren Weg ein, so daß der

Balchaschsee ihnen zur rechten Hand blieb, berührten nicht eine einzige

Stadt und vollendeten die Reise bis zu Batuchan in zwei Monaten und

sechs Tagen. Einen ganzen Monat zogen sie dann mit der Wanderhorde

Batus umher, ehe sie einen Führer erhielten, und konnten erst 14 Tage

vor Allerheiligen, also in der Mitte des October nach Sarai aufbrechen.

Zu Schiffe setzten sie dort über die Wolga und wandten sich dann

nach Süden um das westliche Ufer des kaspischen Sees herum nach dem

Gebirge der Alanen, d. h. nach dem Kaukasus. Durch das eiserne Thor

von Derbend, das Hochgebirge zur Rechten lassend, kam Rubruck über

Schemacha in die Mogansteppe, überschritt den Kur am Einflusse des Aras

und zog an diesem Strome aufwärts nach Naxua (Nachitschewan) und am

Ararat vorbei nach Etschmiadzin. Der durch die Sündflutsage ehrwürdige

Berg mit seinem Doppelgipfel hat von jeher auf die christlichen

Reisenden einen gewaltigen Eindruck gemacht. Auch Rubruck weiß den

Legendenkranz um ein Blatt zu vermehren. Viele Reisende haben den Berg

zu ersteigen gesucht, aber stets vergebens. Nun hatte auch ein Mönch

in dem nahen Kloster ein heftiges Verlangen, den Gipfel zu erreichen,

um womöglich die Arche Noah zu entdecken, welche nach dem allgemeinen

Glauben noch auf der Höhe des Gebirges liegen sollte. Da aber ein

menschlicher Fuß diese weihevolle Stätte nicht betreten durfte, so

habe ein Engel dem frommen Mönche ein Stück von dem Holze der Arche

herabgebracht. Dieses Holz sah Rubruck als besonders werthvolle

Reliquie im Kloster aufbewahrt. Bekanntlich wird dasselbe gegenwärtig

noch gezeigt.

Von Etschmiadzin ging die Wanderung weiter über Ani, die alte, 1319

durch ein Erdbeben zerstörte armenische Königsstadt am Arpatschai,

einem Nebenflusse des Aras, und über Ersirum am Euphratthale hinab nach

Ersingan und Kamach, einer von der Natur gebildeten Felsenburg, nach

Sebaste (Siwas), Cäsarea (Kaisarie) und Iconium. Hier traf Rubruck

einen genuesischen Kaufmann, in dessen Begleitung er nach Süden zur

Küste wanderte und im kleinen Hafenorte Kurch, dem westlichsten Orte

des Königreichs Armenien, das mittelländische Meer erreichte. Ueber

Cypern, Antiochia und Tripolis vollendete Rubruck seine mühevolle

mehrjährige Reise nach dem Kloster in Akkon, wo er um Pfingsten 1256

anlangte.

Vergleicht man die Reiselinie Rubrucks mit derjenigen Piano’s, so

scheint der Gewinn für die Erdkunde nicht sehr wesentlich; allein wir

müssen die Erkundigungen und Beobachtungen mit berücksichtigen, wenn

wir dem Verdienst Rubrucks vollständig gerecht werden wollen. Zunächst

die Erscheinungen der physischen Geographie. Von dem Augenblicke an,

wo er den Uralfluß überschritten hatte, traf er auf keinen Fluß mehr,

welcher, wie Don, Wolga, Ural die südliche Richtung einschlug. Seitdem

der Karatau überstiegen war, folgten die Flußläufe in ununterbrochener

Folge der Richtung nach Nordwest: Talas, Tschu, Ili, Irtysch u. s. w.

bis nach Karakorum. Der Weg führte über eine Reihe von Gebirgsketten

und dann wieder eine Zeitlang an den Flüssen aufwärts: aus alledem

schloß Rubruck mit Recht, daß Asien nach Osten, oder genauer nach

Südosten, sich zu einem mächtigen Hochlande erhebe. Es ist dies im

Mittelalter die erste Andeutung der Erkenntniß des innerasiatischen

Plateaus. Im Gegensatz zu den furchtbaren Schneestürmen in der

niedrigen turanischen Steppe, verlief auf dem Hochlande von Karakorum

der Winter ohne Stürme, aber der Frost, mit wenig Schnee, dauerte bis

in den Mai.

Durch sorgfältige Erkundigungen war Rubruck ferner in den Stand

gesetzt, die Länder- und Völkergruppirungen in einem großen Theile

Asiens in allgemeinen Zügen anzugeben. Nordwärts drang sein forschender

Blick im europäischen Tieflande bis zu den Wohnsitzen der Russen,

Wolgabulgaren und Baschkiren und weiter östlich in Sibirien bis zu den

Kirghisen, die damals zwischen der oberen Tunguska und dem Jenisseï

saßen. Er weiß von den polaren Völkern, daß sie mit Hundeschlitten und

Schneeschuhen fahren, daß wegen der Kälte die mächtigen Schneemassen

nicht mehr schmelzen; aber das Ende des Polarlandes im Norden, die

Begrenzung Nordasiens durch ein Eismeer kennt er nicht. Dagegen gibt

er mit Bestimmtheit an, daß Cathai gegen Osten an das Weltmeer reicht.

Die Wohnsitze der Caule (Kaoli, Korea) und Manse (Mantschu) hält er

aber noch für Inseln. Er spricht die Vermuthung aus, daß die Serer

des Alterthums identisch seien mit den Cathaiern und charakterisirt

ihre mit einem Pinsel gemalte Schrift unter allen Reisenden jener

Zeit am treffendsten, wenn er sagt, ein einziges Schriftzeichen

begreife mehrere Buchstaben in sich und drücke ein ganzes Wort

aus, bei der Aussprache habe das Chinesische einen näselnden Ton.

Auch die Schreibweise der Tibetaner, Tanguten, Uiguren faßt er in

ihrem Unterschiede von der abendländischen Schrift richtig auf.

Ueber den Glauben, die Sitten und Gebräuche dieser Völker fließen

seine Beobachtungen mit ein, wie er auch der Zucht der Yakochsen

ausführlich gedenkt; unverkennbar tritt das Bestreben hervor, die Fülle

neuer Eindrücke ruhig zu prüfen und mit den Nachrichten der alten

Schriftsteller zu vergleichen, beziehentlich dieselben zu verbessern.

Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen · 第 61 / 123 题