Es war im November. Es sah gar nicht nach Sonntag aus in der Welt. Die
Regenböen kamen schräg über das Wasser gefahren und peitschten den
Leuten in die Augen, daß sie unter gerunzelter Stirn herausblinzelten,
was denn noch werden wollte aus dem Geheul und Gebrüll. Denn „das Meer
brüllt“, sagten die Leute und sahen nach der Ostsee hin.
Klaas Klaaßen stand am Strande und schnüffelte in die Luft. Dann
schüttelte er den Kopf. „Zwei Tage bläst er schon von Nordost.“
Hans Peter Lassen und Jung-Peter standen bei ihm und Lars.
Dann zogen sie zusammen die Boote aufs Land.
„Immer noch höher op,“ befahl der Alte, und die drei andern gehorchten
schweigend.
Als sie gegangen waren, stand der Alte noch immer, sah über See und
schüttelte den Kopf.
Mitten durch den Regen kam Lars zu Onkel Asmussens Haus. Der Ölrock
hing ihm lose über der Schulter, als er in den dämmrigen Flur trat. Er
warf ihn ab und schüttelte das Wasser aus den Haaren. Dann ging er nach
der Stube hinauf.
Miete saß am Fenster, den blonden Kopf tief über der Arbeit.
„Du verdirbst dir die Augen,“ sagte Lars, als er sich zu ihr setzte.