Theophan. Ich will bei Ihrer Überlegung nicht gegenwärtig sein.--

Adrast. Wehe dem, der mich auf eine so grausame Art aufzuziehen denkt!

Theophan. So räche mich denn Ihre marternde Ungewißheit an Ihnen!

Adrast (beiseite). Jetzt will ich ihn fangen.--Wollen Sie mir noch

ein Wort erlauben, Theophan?--Wie können Sie über einen Menschen

zürnen, der mehr aus Erstaunen über sein Glück, als aus Mißtrauen

gegen Sie, zweifelt?--

Theophan. Adrast, ich werde mich schämen, nur einen Augenblick

gezürnt zu haben, sobald Sie vernünftig reden wollen.

Adrast. Wenn es wahr ist, daß Sie Julianen nicht lieben, wird es

nicht nötig sein, daß Sie sich dem Lisidor entdecken?

Theophan. Allerdings.

Adrast. Und Sie sind es wirklich gesonnen?

Theophan. Und zwar je eher, je lieber.

Adrast. Sie wollen dem Lisidor sagen, daß Sie Julianen nicht lieben?

Theophan. Was sonst?

Adrast. Daß Sie eine andere Person lieben?

Theophan. Vor allen Dingen; um ihm durchaus keine Ursache zu geben,

Julianen die rückgängige Verbindung zur Last zu legen.

Adrast. Wollten Sie wohl alles dieses gleich jetzo tun?

Der Freigeist · 第 110 / 123 题