Johann. Nachdem die Ohrenbläser sind.--

Adrast. Muß ich es noch einmal sagen, daß du schweigen sollst?

Theophan. Ich würde mir ein wahres Vergnügen machen, wenn ich Ihnen

durch meine Vermittelung einen kleinen Dienst dabei erzeigen könnte.

Adrast. Und Sie meinen, daß ich Sie mit einer demütigen Miene, mit

einer kriechenden Liebkosung, mit einer niederträchtigen Schmeichelei

darum ersuchen solle? Nein, so will ich Ihre Kitzelung über mich

nicht vermehren. Wenn Sie mich mit dem ehrlichsten Gesichte

versichert hätten, Ihr möglichstes zu tun, so würden Sie in einigen

Augenblicken mit einer wehmütigen Stellung wiederkommen, und es

bedauern, daß Ihre angewandte Mühe umsonst sei? Wie würden sich Ihre

Augen an meiner Verwirrung weiden!

Theophan. Sie wollen mir also keine Gelegenheit geben, das Gegenteil

zu beweisen?--Es soll Ihnen nur ein Wort kosten.

Adrast. Nein, auch dieses Wort will ich nicht verlieren. Denn kurz,--

und hier haben Sie meine nähere Erklärung:--Araspe würde, ohne Ihr

Anstiften, nicht hiehergekommen sein. Und nun, da Sie Ihre Mine, mich

zu sprengen, so wohl angelegt hätten, sollten Sie durch ein einziges

Wort können bewogen werden, sie nicht springen zu lassen? Führen Sie

Ihr schönes Werk nur aus.

Theophan. Ich erstaune über Ihren Verdacht nicht. Ihre Gemütsart hat

mich ihn vorhersehen lassen. Aber gleichwohl ist es gewiß, daß ich

ebensowenig gewußt habe, daß Araspe Ihr Gläubiger sei, als Sie gewußt

haben, daß er mein Vetter ist.

Adrast. Es wird sich zeigen.

Theophan. Zu Ihrem Vergnügen, hoffe ich.--Heitern Sie Ihr Gesicht nur

auf, und folgen Sie mir mit zu der Gesellschaft.--

Adrast. Ich will sie nicht wieder sehen.

Der Freigeist · 第 62 / 123 题