Und dann nach einer Pause: »Der gute Grigor ist freilich etwas zahm.«

Sie warf sich in die Brust, machte einen spitzen Mund: »Aber das ist so

hübsch an einem jungen Mann, wenn er ernst und zahm ist. Und wenn er nicht

so frech ist wie --«

»Wie wer denn, meine Gnädige?«

»Wie Sie.«

Sie senkte umfaßt ihren lachenden Kopf an seine fleckige Samtweste: »Was

glauben Sie, Fräulein Matilda, was mich Grigor beneidet um diesen

Augenblick. Um meinen Schneid. Um meine Courage.«

Während er sie herzog und sie folgsam ihren geschmeidigen Oberkörper wiegen

ließ von ihm, sagte sie: »Aber viel Schneid hat Grigor doch auch. Und so

lieb ist mein Grigor.« Ihre Arme legten sich um seinen Gummikragen: »Und so

froh bin ich, daß Sie mich zu ihm führen, Herr Petru, lieber Herr Petru.«

Die Lobensteiner reisen nach Böhmen: Zwölf Novellen und Geschichten · 第 10 / 32 题