(Tafel 36).
Es gibt etwa 25 Arten der Gattung Strophanthus, die im tropischen Afrika
heimisch sind, aber nur wenige von ihnen enthalten das bei der
Arzneibereitung verwendete Strophanthin. Das beste Strophanthin liefert
der in Togo häufig vorkommende Strophanthus hispidus. Dies ist ein
kletternder Strauch mit breit elliptischen Blättern, die unten weich,
oben rauher behaart sind. Die Frucht sieht einem langen, an beiden Enden
spitzen Kürbis mit tief gefurchter Oberfläche ähnlich. Gewöhnlich sind
zwei Früchte nebeneinander. Die Frucht enthält zahlreiche kleine,
goldbraun schimmernde, mit filzigem Haar bekleidete Samen.
Die Eingebornen benutzen die Strophanthussamen zur Herstellung von
Pfeilgift und auch bei Giftproben („Gottesurteilen”). Es ist sichere
Aussicht vorhanden, daß die Samen von Strophanthus hispidus in den
vorgeschriebenen Arzneienschatz aufgenommen werden, da gerade diese Art
das Strophanthin in reinerer Form als alle bisher bekannten Arten
liefert. Die Ausfuhr von Strophanthussamen aus Togo wird dann zweifellos
von Bedeutung werden.