(Tafel 34).
Die Mangrovenbäume, zur Familie der Rhizophoraceen gehörig, sind
Sumpfpflanzen. Sie kommen vor am Meeresufer, besonders in breiten
Flußmündungen. Oft stehen sie unmittelbar im Wasser oder doch so, daß
sie wenigstens während der Flutzeit vom Wasser bespült werden. Die Bäume
fallen auf durch ihre meist bogenförmigen, oft auch knieartigen
Stelzwurzeln und ihre von den Zweigen sich wieder in den Boden senkenden
Luftwurzeln.
Das Holz der Mangrovenbäume ist außerordentlich hart und deshalb als
Nutzholz in verschiedenster Weise verwendbar. Noch wichtiger ist aber
die Rinde; sie enthält Gerbstoff und wird deshalb in immer steigenden
Mengen gewonnen und nach Europa ausgeführt.
Mangroven sind über einen großen Teil der tropischen Küstengebiete
verbreitet. Auch Deutsch-Ostafrika und Kamerun besitzen große
Mangrovenwälder.
Deutsch-Ostafrika führte 1907 für 39000 Mk. Gerbhölzer aus.
[Illustration: Tafel 34.
Mangroven (_Rhizophora mucronata_).
a) Mangrovendickicht und junge Pflanzen.
b) Blühender Zweig.
c) Frucht, am Baum keimend.
d) Abfallender Keimling; die untere Spitze bohrt sich in den Schlamm.]